Traumatologie | Verbrennungen


S. H.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Anästhesiepflege ab. Sie konzentrieren sich auf Aspekte wie Anästhesiemanagement, Patientenzentrierte Versorgung, Risikomanagement und ethische Entscheidungsfindung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Pflegefachpersonen, die in der Anästhesie arbeiten und ihr Wissen vertiefen möchten, um die Versorgung von Patienten zu verbessern und ethische Herausforderungen zu meistern.
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Allemand
Catégorie
Médecine
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Autres
Créé / Mis à jour
15.02.2021 / 11.10.2024

Cartes-fiches

Wofür stehen die folgenden Buchstaben im Trauma Life Support: Erkläre kurz!

A

B

C

D

E

A = Airway und HWS

B = Breathing und Ventilation

C = Circulation (Kreislauf, Blutung)

D = Disability (Neurologie, GCS)

E = Exposure und Environment (Bodycheck, Wärmeerhalt)

Bei einem beatmeten Patienten mit Rippenserienfrakturen wird seit 20 Minuten eine Zunahme des Beatmungsdruckes, ein Anstieg des ZVD, ein beginnender BD-Abfall und eine zunehmende Tachykardie beobachtet. Welches Problem liegt hier am ehesten vor? Begründe die vorliegenden Symptome!

  • Wahrscheinlich ein Spannungspneumothorax.
  • Beatmungsdruck steigt, da ein Lungenflügel zunehmend komprimiert wird
  • ZVD steigt, da es zur Einflussstauung kommt
  • BD-Abfall und Tachykardie da der einseitge zunehmende Druck die Füllung des Herzens verhindert.

Mit Hilfe welches Scores wird ein Patient mit Schädel-Hirn-Trauma beurteilt?
Nenne die Beurteilungskriterien und deren maximale Punktzahl.
Was ist die minimal erreichbare Punktzahl?

  • GCS (Glascow Coma  Scale)
  • Augen öffenen (1-4 Punkte)
  • beste verbale Antwort (1-5 Punkte)
  • beste motorische Antwort (1-6 Punkte)
  • Maximal 15 - Mindestens 3

Welche Massnahme wird bei einem Wert unter 8 (GCS) ergriffen und weshalb?

Intubation bei wahrscheinlich fehlenden Schutzreflexen

Was muss betreffend die Urinableitung beim Polytraumatisierten Patienten beachtet werden?

Vorsicht beim Legen eines DK. Gefahr der Blasen- und/oder Harnleiterverletzung.

Worauf achtest du beim Freimachen und Sichern der Atemwege bei einem Traumapatienten?

  • HWS muss zwingend stabilisiert sein
  • Gefahr bei Reklination einer Densfraktur
  • Bei Gesichtsverletzungen zurückhaltender Einsatz von Güdel oder Wendeltubus

Was ist das Ziel des Traumamanagements?

  • Adäquate und rasche Erstbeurteilung
  • Behandlung nach Prioritäten
  • Berücksichtigen der Ressourcen
  • Bei Bedarf Verlegung in ein Traumazentrum
  • Professionelle Versorgung von Traumapatienten
  • Gemeinsame Sprache

Wann benötigt ein Patient ein „Stiffneck“ oder einen harten Halskragen zur Stabilisierung der HWS?

  • Bei Verletzungen oberhalb der Clavicula
  • Bei neurologischen Symptomen
  • Druckdolenz, Hämatome oder Stufenbildung im Bereich der HWS

In welcher Schockklasse befindet sich ein erwachsener Traumapatient mit folgenden Anzeichen:
Puls: 115, flach tastbar,

AF: 27, ängstlich,

Blutdruck: 128/72 mmHg

In welcher Schockklasse befindet sich ein erwachsener Traumapatient mit folgenden Anzeichen:

Bauchschusswunde,

nicht ansprechbar, blasse und feuchte Haut,

Puls schlecht tastbar 155,

AF 38.

Welches sind Symptome eines Kompartment-Syndroms?

Kompartment der Extremitäten:

  • Druckschmerz der nicht mit Analgetika behandelbar ist
  • brettharte, gespannte Muskulatur
  • Störung von Motorik und Sensorik
  • Schwellung
  • Glänzende Haut mit Blasenbildung
  • arterieller Puls ist erst bei einem schweren Kompartment nicht mehr tastbar

Abdominelles Kompartment:

  • Prall gespanntes Abdomen
  • Ansteigende Beatmungsdrücke
  • Oligurie
  • Hämodynamische Instabilität
    • Der erhöhte Druck komprimiert zuerst die venösen Gefäße, dadurch wird der Rückstrom zum Herzen beeinträchtigt. Die stark schwankende Ventrikelfüllung führt dann zur Instabilität

Welche Symptome werden unter Breathing gesucht?

  • Inspektion
    • Unruhe, Angst
    • Zyanose, Tachypnoe
    • Atemhilfsmuskulatur
    • asymetrische Thoraxbewegungen
    • gestaute Halsvenen
    • Schockzeichen
  • Palpation
    • Hautemphysem
  • Perkussion
    • hypersonarer Klopfschall
      • Lauter und hohler als normal → Zeichen für übermäßigen Luftgehalt in der Lunge: Pneumothorax
    • hyposonarer Klopfschall
      • Dumpfer und leiser als normal → Zeichen für vermehrten Flüssigkeitsgehalt in der Lunge: Hämatothorax
  • Auskultation
    • fehlende Atemgeräusche

Was ist ein Non-Responder in der Circulation?

  • Ein Non responder ist ein Patient, der auf ein Medikament oder eine Massnahme nicht oder nicht wie erwartet reagiert
  • Im Bezug zu Circulation reagiert also der Patient nicht auf Katecholamine oder Volumensubstitution mit einem der folgenden Symptome
    • Hauttemperatur oder -feuchtigkeit
    • Rekapillarisationszeit
    • Herzfrequenz
    • Blutdruck
    • Urinmenge

Welches Ziel wird unter Disability verfolgt?

In welche drei Phasen kann das Schockraummanagement unterteilt werden?

1. Phase: Primary Survey - Erkennen und beheben lebensbedrohlicher Zustände

2. Phase: Secondary Survey - Erfassen der Gesamtsituation des Patienten

3. Phase: Definitiv Care - Festlegen des Behandlungsplans

Welche Schockformen kennst Du?

Nenne zu jeder Form die jeweiligen Schockarten und möglichen Ursachen.

  • Hypovolämer Schock
    • Hämorrhagischer Schock
      • Blutungen (Traumatische Verletzungen, rupturiertes Aortenaneurysma, Gastro-Intestinale Blutungen, Organverletzungen ohne Trauma)
    • Hypovolämie
      • Plasma- / Flüssigkeitsverluste (Verbrennungen, Erbrechen, Diarrhoe, Peritonitis, Pankreatitis, Ileus)
  • Distributiver Schock
    • Septischer Schock
      • Infektbedingte systemische Entzündungsreaktion (Bakterien, Viren, Pilze)
    • Anaphylaktischer Schock
      • Vasodilatation und erhöhte Gefässpermeabilität durch Freisetzung von Histamin, Leukin, usw. (Medikamente, Nahrungsmittel, Insektengifte, etc.)
    • Neurogener Schock
      • Gestörte Sympatikusinnervation (hohe Rückenmarksverletzung, schweres SHT, schwere Intoxikationen)
  • Kardiogener Schock
    • Eingeschränkte Myokardkontraktilität (Herzinfarkt, Kardiomyopathie, Myokarditis, Myokardkontusion, Medikamentenintox)
    • Klappenfehler (Aortenklappen- oder Mitralklappeninsuffizienz, Pappilarmuskelabriss)
    • Arrhythmien
    • Ventrikel-Septum-Defekt
  • Obstuktiver Schock
    • Vermindertes Herzzeitvolumen durch Obstruktion des Herzens oder der grossen Gefässe (LE, Spannungspneu, Perikardtamponade, Perikarditis, Mediastinalemphysem, Aortocavales Kompressionssyndrom in der Schwangerschaft)

Warum soll bei einem Patienten mit Schädelhirntrauma eine Hyperkapnie unbedingt vermieden werden?

Eine Hyperkapnie führt im Schädel (im Gegensatz zum Körper) zu einer Vasodilatation und folglich zu mehr Blutvolumen und daraus resultierendem höherem Hirndruck.

Was ist ein einfacher Pneumothorax?

  • Das Lungengewebe hat einen Defekt --> Luft dringt aus der Lunge in die Thoraxhöhle
  • Wird meist durch ein stumpfes Thoraxtrauma verursacht 
  • kann aber auch spontan auftreten (v.a. junge, grosse, sportliche Männer)

Was ist der Unterschied von einem geschlossenen zu einem offenen Pneumothorax?

Wie wird er therapiert?

Pathophysiologie geschlossener Pneumothorax

  • Verletzung im Lungengewebe
  • Luft dringt von der Lunge in die Thoraxhöhle ein
  • Lunge kollabiert durch den erhöhten Druck
  • Kann lang stabil und sogar asymptomatisch verlaufen

Therapie geschlossener Pneumothorax

  • Atmung und Kreislauf engmaschig überwachen 
  • O2 verabreichen
  • wenn möglich halb stizend transportieren
  • Monitoring
  • i.v. Leitung
  • Bülau oder Monaldi - Drainage
  • auf Hinweise eines Spannungspneu achten

Pathophysiologie offener Pneumothorax

  • Verletzung von aussen
  • Luft dringt von aussen in die Thoraxhöhle ein
  • Lunge kollabiert durch den erhöhten Druck 
  • Ein Zustand der sich schnell verschlechtern kann

Therapie offener Pneumothorax

  • wie geschlossener Pneumothorax 
  • zusätzlich 3-seitig luftdichter Folienverband über Wunde

Welche Dynamik entsteht bei einem Flail-Chest?

  • 3 oder mehr Rippen sind an 2 oder mehr Stellen gebrochen
  • Thorax ist bei Inspiration sowie Exspiration extrem instabil
  • Symptome:
    • Dyspnoe
    • paradoxe Thoraxbewegungen
    • Schwellung
    • knirschendes Geräusch der Knochenenden im Bereich der Frakturspalten (Crepitationen)
  • Therapie:
    • O2
    • engmaschig Atmung und Kreislauf überwachen
    • Analgesie

Welche Aussagen sind richtig?

Was sind die Zeichen einer Perikardtamponade?

  • Lebensbedrohliche Kompression des Herzens aufgrund eines erhöhten intraperikardialen Drucks. 
    • Folge: Störung der Ventrikelfüllung mit Reduktion des Schlagvolumens bis hin zum obstruktiven Schock
  • Symptome:
    • Hypotonie
    • Tachykardie
    • Zeichen der Einflussstauung (insb. Jugularvenenstauung)
    • Blässe 
    • Dyspnoe, Tachypnoe
    • Kardiogener Schock
    • Asystolie
  • Ein Spannungspneumothorax kann sehr ähnliche Symptome wie eine Perikardtamponade verursachen! Der Unterschied liegt im auskultorischen Atemgeräusch einseitig oder beidseitig?!
  • Die Beck-Trias für die Kardinalsymptome der Perikardtamponade besteht aus: arterieller Hypotension, Einflussstauung mit ZVD-Erhöhung und „leisem Herz“!

Was sind die typischen Mechanismen, die zu einer traumatischen Aortenruptur führen?

  • Dezelerationstrauma (entsteht durch plötzliches Abbremsen des Körpers, z.B. fahrendes Auto gegen Baum oder Sturz aus grosser Höhe)

Was ist ein neurogener Schock?

Was sind absolute Indikationen für eine Immobilisierung beim Wirbelsäulentrauma?

Was ist das Ziel des Qualitätsmanagements?

  • Behandlungsergebnisse messen und ständig verbessern
  • Behandlungsergebnisse dem Patienten zugänglich und transparent machen
  • kontinuierliche Verbesserung der Patientensicherheit

Welche typischen Störungen der Gerinnung kann man bei Traumapatienten sehen?

Die akute trauma-assoziierte Gerinnungsstörung wird durch

  • Gewebeschädigung
  • Hypoperfusion
  • Hämodilution
  • Hypothermie
  • Azidose und
  • Inflammation hervorgerufen.

Das führt zu einer Koagulopathie mit 

  • Verbrauch von Gerinnungsfaktoren und
  • Fibrinolyse

Welche Faktoren verstärken die Koagulopathie?

  • Gewebeschädigung
  • Hypoperfusion
  • Hämodilution
  • Hypothermie
  • Azidose
  • Inflammation

Erstelle ein Infusionsschema für die ersten 24 h für folgenden Patienten, der soeben in den Schockraum eingeliefert wird:
80 kg schwerer Mann mit Verbrennungen am ganzen Oberkörper vorne und Bauch sowie an beiden Armen und im Gesicht.

  • ganzer Oberkörper vorne und Bauch = 18 %
  • beiden Armen = 2x4.5% = 9%
  • Gesicht = 4.5 %

= Verbrennung ca. 31.5%

  • 5040 ml - 10080 ml / 24 h (2 - 4 ml/kg KG / 31.5% KOF Verbrennung)
    • davon 2520 ml - 5040 ml / 8 h (315 ml/h - 630 ml/h)
    • und 2520 ml - 5040 ml / 16 h (157.5 ml/h - 315 ml/h)
  • kristalloide Lösung

Welche "Erste Hilfe"- Massnahmen wendest Du bei einem Patienten mit Verbrennungen an?

  • Kühles Wasser (20°C) maximal 10 Minuten
  • Verbrannte Hautstellen steril abdecken
  • Patient trocken halten und wärmen (Wasser- und Wärmeverlust über verbrannte Haut)
  • Präklinisch ca. 1 Liter Kristalloide Lösung infundieren

Welche Probleme bestehen für Narkosen bei Verbrennungspatienten in der Spätphase?

Nenne sechs!

  • Veränderung der Flüssigkeitsräume: Volumenleitung und Volumengabe
  • Veränderung des Cardiac Output (Tachykardie, erhöhter kardialer Sauerstoffbedarf, myokardiale Dysfunktion)
  • Organdysfunktion renal und hepatisch (Muskelrelaxantien Bedarf erhöht, Hypnotika und volatile Anästhetika Bedarf erhöht)
  • Betablocker und Insulin haben eine schwächere Wirkung
  • Patienten sind extrem Hypothermiegefährdet und Infektionsgefährdet
  • Faktor XIII Mangel : Blutungsgefahr!

Was verstehst Du unter Verbrennungskrankheit?

  • Verbrennung: Gewebeschädigung durch thermische Verletzung 
  • Verbrennungskrankheit: Verbrennung großer Teile des Körpers mit möglichem
    • Kreislaufschock
    • systemischer Entzündungsreaktion
    • Sepsis und
    • Organversagen

Was ist die Neunerregel?

Beschreibe sie.

Die Neunerregel nach Wallace ist eine klinische Faustregel, die der orientierenden Beurteilung des Schweregrades einer Verbrennung dient.

  • Arm - 9% (je Arm, vorne 4.5%, hinten 4.5%)
  • Kopf - 9%
  • Brust und Bauch - 18%
  • Rücken - 18%
  • Bein - 18% (je Bein, vorne 9%, hinten 9%)
  • Genitalbereich - 1%
  • Zum Vergleich: Bei einer Verbrennung der Handinnenfläche beträgt das betroffene Hautareal ungefähr 1%.

Welche besonderen Problemkreise bestehen in der Initial- oder Reanimationsphase nach einer schweren Verbrennung?

  • Airway
    • Inhalationstrauma (frühzeitig Intubieren)
      • Zeichen dafür sind Husten, Heiserkeit, SpO2 tief ohne O2, Dyspnoe
      • Unsichere Zeichen sind Verbrennung von Gesicht und Hals, angesenkte Nasenhaare, russiger Rachen
  • Breathing
    • Zi8rkumferente Brustkorbverbrennung (Kompartment)
    • O2 unabhängig der gemessenen SpO2 verabreichen (CO Intox und Hypoxie durch Russpartikel)
  • Circulation
    • Volumenersatz mit Kristalloiden nach der Parkland/Baxter-Formel
    • Herzrhythmusstörungen können Zeichen für Hypoxie oder Elektrolyt-, Säure-Basenhaushaltsstörungen sein
    • Stromunfall führt zu massiver Crush-Symptomatik (gekochte Muskeln = Myoglobulinurie)
      • Hydrieren mit dem Ziel Stundendiurese von 2ml/kg/h
  • Disability
    • GCS Kontrolle
    • Pupillen Kontrolle beim Intubierten
  • Exposure / Environment
    • Einschätzen der Verbrennungstiefe und Ausdehnung
    • Begleitverletzungen
    • Körpertemperatur engmaschig überwachen
      • Hypothermie ist dringend zu vermeiden

Wie viele Prozent der Körperoberfläche entspricht die Handfläche des Patienten?

Wie ist die interpersonelle Gewalt definiert?

Interpersonelle Gewalt geht von Tätern aus und äussert sich in physischer oder körperlicher Gewalt und psychischer oder seelischer Gewalt.

Sie unterteilt sich in Fremdgewalt und häusliche Gewalt

Physische Gewalt:

  • absichtliche Verletzung von Menschen
  • Freiheitsberaubung
  • sexueller Missbrauch
  • Vergewaltigung

Psychische Gewalt:

  • Beleidigungen
  • Beschimpfungen
  • Drohungen
  • Diskrimminierungen
  • Erpressung
  • Mobbing

Was sind Warnhinweise auf das Vorliegen von häuslicher Gewalt?

  • Fehlende Korrelation Schwere / Erscheinungsbild der Verletzungen und Vorfallsschilderungen
  • Gehäufte Angabe von Unfällen als Begründung
  • Zeitliche Latenz zwischen Verletzungsentstehung und Arztkonsultation
  • chronische Beschwerden ohne offensichtliche physische Ursachen
  • Aufsuchen der Praxis in Begleitung des übermässig aufmerksamen Partners
  • Physische Verletzungen während der Schwangerschaft
  • Verzögerter Beginn der Schwangerschaftsvorsorge
  • Häufige Suizidversuche und -gedanken

Was sind die Risikofaktoren für Kindesmisshandlung?

  • Soziale Insolation, Ausgrenzung
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Unterwünschte Schwangerschaft, sehr frühe Mutterschaft
  • Eigene Missbrauchserfahrung
  • Suchtmittelabhängigkeit
  • Psychische Krankheit / Auffälligkeit
  • Chronische Krankheit / Straffälligkeit eines Elternteils
  • Paarkonflikte, Trennungs- und Scheidungssituation
  • Häusliche Gewalt
  • Körperstrafe als Erziehungsmittel akzeptiert
  • Schrei-Babys
  • Kinder mit problematischem Essverhalten, Schlafstörungen, Behinderung
  • chronisch kranke Kinder

Überforderung mit erniedrigter Stresstoleranz, Kontrollverlust und Unfähigkeit die kindlichen Bedürfnisse zu erfassen und / oder zu befriedigen.

Welche Hinweise auf Kindesmisshandlung gibt es?

  • Diskrepanz zwischen Vorgeschichte und klinischem Befund
  • Ungereimtheiten in der Anamnese mit unklarem oder wechselndem Erklärungsmuster
  • Verzögertes Aufsuchen medizinischer Hilfe
  • Verletzungsbild vs. Entwicklungsstand
  • Verschieden alte Verletzungen bei nur einem genannten Unfallereignis
  • Gehäufte unbegründete Arztwechsel ("doctor hopping")
  • Schwere Verletzungen angeblich durch Kind selbst oder Geschwister zugefügt
  • Hinweise von Dritten oder betroffenem Kind selbst

Wie muss eine Gewalteinwirkung dokumentiert werden?

Dokumentation von Verletzungen:

  • Fotografisch
  • Schematisch
  • Beschreibend als Befunderhebung
    • Alle Veränderungen / Verletzungen werden exakt beschrieben hinsichtlich:
      • Farbe, Form, Berandung, Masse
      • Wundränder, Wundwinkel, ev. Wundtiefe
      • Wegdrückbarkeit von Hautverfärbungen
      • Lokalisation und Lagebeziehung verschiedener Läsionen zueinander
      • Bei Bedarf: Abstand von Verletzungen zu einem Fixpunkt
      • Antragungen von möglichen Fremdmaterial

Étudier