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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 25.01.2021 / 06.03.2022
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0 Exakte Antworten 44 Text Antworten 17 Multiple Choice Antworten
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Ist folgende Aussage richtig oder falsch: "Treibhauswirksame Schadstoffemissionen entstehen auch durch die Produktion bzw. den Konsum pflanzlicher Lebensmittel."?

Richtig.

Durch die Produktion von Lebensmittel werden generell treibhauswirksame Schadstoffemissionen verursacht. Die intensive Tierhaltung trägt stärker zu treibhauswirksamen Schadstoffemissionen und zur Belastung von Boden und Grundwasser bei als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel allein.

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Wieviel vom angebauten Getreide in Deutschland wird an Tiere verfüttert? 

47%

67%

87%

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Wieviel von der Welt-Soja-Ernte wird an Tiere verfüttert?

40%

70%

90%

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Wieviel der Welt-Soja-Ernte wird für die Nutzung als Nahrungsmittel für den Menschen verbraucht?

13%

23%

33%

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Welche Folgen können durch intensive Tierhaltung für die Umwelt entstehen?

  • Schadstoff-/Treibhausgasemissionen
  • Nitratbelastung
  • Phosphatbelastung
  • Bodenbelastung/Überversorgung der Böden
  • Grundwasserbelastung
  • Bodenfruchtbarkeit kann verloren gehen
  • Artenvielfalt sinkt
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Reflektiere die Aussage "Futtermittel = Lebensmittel". Beziehe dabei die Begriffe "Veredelungsverlust" und "Primärenergie" mit ein. Erkläre die Begriffe mit eigenen Worten.

Als Futtermittel dienen Lebensmittel, die auch für den direkten Verzehr durch den Menschen geeignet wären, wie z.B. Getreide, Maniok, Sojabohnen oder andere Hülsenfrüchte. Veredelungsverluste sind Verluste an Primärenergie, die bei der Umwandlung von vermeintlich minderwertigen pflanzlichen Lebensmitteln in tierische Produkte entstehen (bei der Nutzung von pflanzlichen Lebensmitteln als Futtermittel).

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Wie viel Kg pflanzliches Protein braucht man, um 25 kg tierisches Protein zu erzeugen?

Das Verhältnis von tierischem zu pflanzlichem Protein ist bei der Erzeugung von tierischem Protein 1:11, d.h. für 1 kg tierisches Protein benötigt man 11 kg pflanzliches.

Antwort: 25 * 11 = 275 kg

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Welche potentiellen gesundheitlichen Vorteile können vollwertige pflanzliche Lebensmittel hinsichtlich Nährstoff- und Energiedichte bieten?

Vollwertige pflanzliche Lebensmittel verfügen über eine höhere Nährstoffdichte und eine geringere Energiedichte. Dadurch werden weniger Kalorien und gleichzeitig eine grössere Menge an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen aufgenommen. Gesundheitlich problematische Inhaltsstoffe wie Cholesterin, gesättigte Fettsäuren und Purine sind kaum vorhanden. Pflanzliche Lebensmittel haben somit ein krankheitspräventives und kuratives Potential.

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In welchem Verhältnis sollten rohe und erhitzte Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen und warum?

Im Verhältnis 50/50 oder 1-2 Drittel Rohkost-Anteil. Da in rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind und die Verarbeitung/Erhitzung von Lebensmitteln gerade mal einige tausend jahre alt sind und wir womöglich noch nicht ganz angepasst sind.

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Was sind Vorteile von nicht bzw. gering verarbeiteten Lebensmitteln?

  • Weniger Primärenergie
  • Mehr Bioverfügbarkeit
  • Mehr Kreativität beim kochen
  • Bessere Qualität
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Warum müssen manche Lebensmittel erhitzt werden?

  • Um toxische (sog. antinutritive) Substanzen zu zerstören bzw. die Lebensmittel für uns verdaulich zu machen.
  • Einige Nährstoffe, wie z.B. das Beta-Carotin, werden durch das Erhitzen der entsprechenden Lebensmittel bioverfügbarer gemacht. Das heisst, der Anteil, der vom Körper resorbiert werden kann, erhöht sich.
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Ist folgende Aussage richtig oder falsch: "Lebensmittel sollten generell nicht erhitzt werden, um ihren Gesundheitswert zu erhöhen."? Begründe...

-

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Was ist Rohasche?

,

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Was sind potentielle Vorteile frischer Lebensmittel? Nenne mind. zwei Aspekte.

  • Geringste Nährstoffverluste ggü. tiefgekühlten oder verarbeiteten Lebensmitteln
  • intensives kauen, verstärktes Einspeicheln und eine positive Wirkung auf Zähne und Zahnfleisch
  • Höhere Sättigung durch längeres kauen
  • In der Regel eine geringere Energiedichte als von erhitzter Kost
  • Höherer Wasseranteil in den Lebensmitteln
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Vegane Fertigprodukte sind im Trend. Was würdest du einem Kunden hinsichtlich verarbeiteter Lebensmittel raten, wenn dieser kurzfristig auf vegane Ernährung umstellen möchte? Beachte dabei, dass das sein erster Kontakt mit veganer Ernährung ist.,

Für den Umstieg auf eine vegane Ernährung, kann Convenience Food eine Alternative darstellen. Langfristig gesehen sollte es durch grösstenteils unverarbeitete, vollwertige, pflanzliche Lebensmittel ersetzt werden, da eine Lebensmittelverarbeitung mit einer erhöhten Energiedichte und einer verringerten Nährstoffdichte einhergeht und die meisten der Fertigprodukte einen erhöhten Salz- sowie Fettgehalt haben.

Kurzgefasst ist Convenience Food bei der Umstellung auf vegane Ernährung i.O., da es den Umstieg erleichtern kann. Langfristig sollte eine vollwertige vegane Ernährung bevorzugt werden.

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Sollten Zusatzstoffe generell in Lebensmitteln vermieden werden? Nenne Vor- und Nachteile von Zusatzstoffen.

Nachteile von Zusatzstoffen:

  • Unsicherheit in der toxikologischen Bewertung. Möglich additive Wirkung mit den im Lebensmittel enthaltenen Stoffe werden nicht berücksichtigt
  • Lebensmittelzusatzstoffe werden i.d.R. in Tierversuchen getestet
  • Zusatzstoffe werden im Zusammenhang mit immunologisch vermittelten allergischen Reaktionen diskutiert

Vorteile:

  • LMZ werden aus technologischen Gründen bei Herstellung, Verarbeitung, Zubereitung, Behandlung, Verpackung, Beförderung oder Lagerung zugesetzt
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In welchem Verhältnis sollten rohe und erhitzte Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen? Warum sollen nicht ausschliesslich rohe oder ausschliesslich erhitzte Lebensmittel gegessen werden?

Sowohl Rohkost als auch erhitzte Lebensmittel bringen Vorteile mit sich, weshalb der Verzehr von beidem empfehlenswert ist.

Vorteile der Rohkost:

  • enthält essentielle Nährstoffe und gesundheitsfördernde Substanzen (sekundäre Pflanzenstoffe) in nahezu ursprünglicher Form, was besonders für die hitzelabilen Stoffe von Vorteil ist.
  • erhöht den Wasseranteil in der Ernährung, was besoders bei wenig-trinkern von Vorteil sein kann.
  • erfordert intensives Kauen, was wiederum die Speichelbildung fördert und sich positiv auf die Zahngesundheit auswirkt.
  • Das intensive Kauen unterstützt den Sättigungseffekt.
  • I.d.R. ist die Energiedichte geringer. Dies kann möglicherweise eine positive Auswirkung auf das Gewicht haben.

Vorteile von erhitzten Lebensmitteln:

  • Hülsenfrüchte und (Pell-)Kartoffeln sollten erhitzt werden, um toxische (sog. antinutritive) Substanzen zu zerstören bzw. die Lebensmittel für uns verdaulich machen (wobei bei den üblichen Verzehrmengen auch beim rohen Verzehr keine potentielle Gesundheitsgefährdung besteht.)
  • Einige Nährstoffe wie z.B. Beta-Carotin werden durch das Erhitzen der entsprechenden Lebensmittel bioverfügbarer gemacht, d.h. der Anteil, der vom Körper resorbiert werden kann, erhöht sich.
  • Die Konsistenz eines Lebensmittels verändert sich und der Genusswert kann sich steigern.
  • Ebenso kann sich der Geschmack eines Lebensmittels durch Erhitzen verändern, was ebenfalls den Genusswert steigern kann.
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Was sind die wichtigsten Unterschiede zw. ökologischer und konventioneller Landwirtschaft? (Futtermittel/GVO/Dünger/Anzahl erlaubter Lebensmittelzusatzstoffe/Pestizideinsatz/Gesundheitliche Aspekte)

Futtermittel:

  • Futtermittelimporte aus Entwicklungsländern (konventionell)
  • Futtermittelimporte aus Entwicklungsländern (staatl. Bio-Siegel), strengere Regelungen bei Siegeln der BLÖW

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO):

  • erlaubt (konventionell)
  • verboten, Schwellenwert 0,9% (ökologisch LW)

Dünger:

  • Mineralstoffdünger erlaubt (konventionell)
  • Verzicht auf Mineralstoffdünger, nur in Ausnahmefällen erlaubt (ökologisch LW)

Anzahl erlaubter Lebensmittelzusatzstoffe:

  • 320 (konventionell)
  • 50 (ökologische LW)

Pestizideinsatz:

  • chemisch-synthetische Pestizide erlaubt (konventionell)
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide (ökologische LW)

Gesundheitliche Aspekte:

  • weniger sekundäre Pflanzenstoffe, mehr Pestizidrückstände (konventionell)
  • mehr sekundäre Pflanzenstoffe, weniger Pestizidrückstände (ökologische LW)
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Inwiefern kann der ökologische Anbau unsere Gesundheit unterstützen? Sind Bio-Lebensmittel gesünder als konventionelle?

Ökologisch erzeugte LM enthalten im Vergleich zu konventionell erzeugten LM tendenziell mehr sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien sowie weniger unerwünschte Inhaltsstoffe wie Pestizidrückstände. Der Kauf von Bio LM ist umweltschonender. Eine weniger belastete Umwelt kommt auch der individuellen Gesundheit zu Gute.

Anhand dieser Fakten muss jeder für sich selbst entscheiden, ob Bio-LM gesünder sind. Die Frage lässt sich nicht klar mit ja oder nein beantworten, da es noch keine Studie gibt, die zeigen konnte, dass Bio-LM gesundheitliche Vorteile bringen. Weitere Untersuchungen sind dazu notwendig.

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Stell dir vor, ein Kunde sagt:"Ob ich Bio kaufe oder nicht, am ende kann ich als einzelner nichts ändern". Stimmt das?

Direkte Auswirkungen sind für den Einzelnen nicht sofort erkennbar. Wichtig ist aber, dass viele Einzelpersonen zusammen etwas bewirken können. Es gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Wenn viele Einzelne ein bestimmtes Lebensmittel nicht kaufen, sinkt die Nachfrage nach diesem LM. Sinkt die Nachfrage nach einem bestimmten LM für eine längere Zeit, wird auch global gesehen die Produktion dieses LMs angepasst.

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Welche Bio-Siegel gibt es und was unterscheidet sie? Was können wir einem Kunden in der Ernährungsberatung mitgeben, wenn er fragt: "Welches Siegel ist das bessere?"

Es gibt das staatliche Bio-Siegel und es gibt die Bio-Siegel der BÖLW (Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft). Für die Siegel des BÖLW gelten über staatliche Lebensmittelvorschriften hinausgehende strengere Standards der Verbände. Wer diese strengeren Standards unterstützen möchte, kann deshalb verstärkt auf die Siegel der BÖLW achten.

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Solltest du als Berater jedem Kunden uneingeschränkt Bio-LM empfehlen, unabhängig von seiner privaten Situation?

Wir können unseren Kunden als Ernährungsberater Fakten hinsichtliche gesundheitlicher, sozialer und ökologischer Aspekte aufzeigen, so dass sie eine Basis für ihre Entscheidung haben. Wichtig ist es, den Hintergrund jedes einzelnen Kunden immer mit einzubeziehen.

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Nenne 3 wichtige Aspekte, warum Plastik umweltschädlich ist.

  • Abbaudauer: bis zu 450 Jahre
  • Mikroplastik und Plastik in Ozeanen (Enorme Beeinträchtigung des Lebens der Tiere in den Ozeanen)
  • (Mikro-)Plastik in unseren Lebensmitteln (Bsp. Fisch)
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Frau Müller fragt dich in der Ernährungsberatung, ob es nun besser sei, lose konventionelle Paprika zu kaufen oder Bio-Paprika in der Plastikverpackung. Was antwortest du?

Darauf gibt es noch keine pauschale Antwort. Für den Kunden ist es im Einzelfall noch kaum ersichtlich, ob ein verpacktes Bio-Produkt aus ökologischer Sicht günstiger ist, als ein konventionelles unverpacktes. Damit wir trotzdem wissen, wie wir in Zukunft einkaufen wollen, kann es sinnvoll sein, diese Entscheidung einmal für sich persönlich abzuwägen. Dabei möchte ich sie gern unterstützen.

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Was kann der Einzelne tun, um Verpackungsmüll zu sparen oder zu vermeiden? Nenne mind. 3 Möglichkeiten.

  • Plastiktüten so oft wie möglich wieder benutzen
  • Plastiktüten durch Stoffbeutel ersetzen
  • Im Supermarkt so gut es geht auf Plastik verzichten
  • Vermehrt lose Ware kaufen
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Erstelle eine kleine Übersicht für dich und deine Kunden zusammen, in der du Alternativen zu Plastikverpackungen darstellst.

  • Stoffbeutel immer dabei haben
  • Brotbeutel für Einkauf beim Bäcker
  • Alle Beutel und Verpackungsmaterialien so oft wie möglich benutzen
  • Plastik nicht in Umwelt und Gewässer landen lassen
  • Bei Plastik auf "Blauen Engel" achten
  • Umweltfreundlicheres Verpackunsmaterial bevorzugen
  • Obst und Gemüse ohne "Gemüsebeutel" transportieren
  • Nach unverpackten Alternativen fragen
  • Grossverpackungen kaufen
  • Bei einzelnen Lebensmitteln anfangen
  • Bei Getränken auf Mehrwertsysteme oder den Wasserhahn zurückgreifen
  • Lebensmittelverschwendung meiden
  • Das Bewusstsein schulen
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Nenne 3 Ziele des fairen Handels.

  • Gewährung von Kontinuität in der Handelsbeziehung
  • Förderung der Entwicklungsmöglichkeiten für benachteiligte Produzenten
  • Stärkung des Bewusstseins beim Konsumenten über die negativen Auswirkungen des internationalen Handels auf die Produzenten, so dass sie von ihrer Kaufkraft gebrauch machen können
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Was kann durch den Kauf von fair gehandelten Produkten unterstützt werden? Mind. 3 Aspekte.

  • Förderung sozialer Gerechtigkeit
  • Förderung wirtschaftlicher Sicherheit
  • Förderung eines umweltverträglichen Verhaltens
  • Wahrung der Menschenrechte
  • Schutz von Kindern vor Ausbeutung
  • Verbesserung der Lebensbedingungen der Produzenten im globalen Süden
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Werden fair gehandelte LM auch ökologisch angebaut?

I.d.R. geht die Produktion fair gehandelter LM mit einem ökologischen Landbau einher. Bestimmte Umweltschutzauflagen in den Verträgen zwischen den Fairtrade Partnern sorgen für einen ökologischen Landbau. So werden dort Regeln zur Abfallbeseitigung und Abwasserbehandlung, der eingeschränkte Einsatz von Pestiziden, aber auch Diversifizierungen zur Verminderung der Monokulturen festgelegt.

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Bei welchen LM empfiehlt es sich besonders auf faire Produkte zurückzugreifen? Begründe.

Bei Genussmitteln wie Kaffee und Kakao (Schokolade). Diese werden nicht in grossen Mengen konsumiert und der höhere Preis für die faire Variante kostet den Kunden nicht viel (mehr).