Netzschutz Begriffe
HFP Netzelektrikermeister
HFP Netzelektrikermeister
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Cartes-fiches
Stationsleitgerät
Das Stationsleitgerät bildet die zentrale Stelle innerhalb der Stationsleittechnik (auch Zentralgerät genannt).
In diesem Gerät werden Informationen aus Feldleitgeräten, Schutzgeräten, Spannungs- und Löschspulreglern aber auch der Hilfbetriebe gesammelt, archiviert und an die Netzleittechnik weitergeschickt. Zudem ist das Zentralgerät für Verriegelungen und Schalthandlungen auf Anlagebene zuständig
Sequenzrechner
Spezielle Funktion um Zentralgerät, welche automatischre Schaltsequenzen ind der Primäranlage ausführt, mit dem Ziel die Versorgungsqualität in kürzest möglicher Zeit Wiederherzustellen. (Zum Beispiel: Erdschlussseparierung, automatischer Trafowechsel bei differenzialschutzauslösung, etc.)
Protokollierung
Jede Schalthandlung, jedes Ereignis in einer unterstation muss zeitfolgerichtig protokoliert werden, um bei der Analyse von Störfällen Rückschluss über den Ablauf und die Ursache geben zu können
Feldleitgerät
Das Feldleitgerät ist hierarchisch dem Zentralgerät unterstellt. Es ist für die Steuerung und Überwachung auf Feldebene Zuständig, das Heisst es führt Schalthandlungen im Auftrag des Zentralgerätes durch, es erfasst Messwerte und Zustände aus dem Feld und übermittelt diese Informationen an das Zentralgerät. Teilweise bietet das Feldleitgerät eine untergeordnete Steuerungsmöglichkeit
Sternkoppler
Der Sternkoppler ist ein Gerät, an welchem untergeordnete Anlageteile per Lichtwellenleiter Angeschlossen werde. Zum Zentralgerät führ pro Sternkoppler nur eine Datenverbindung (meist auch LWL) -> Konzentrator
Schutzgerät
Schutzgeräte sind in Feldern, in Sammelschienen, in Trafofeldern etc. eingebaut. Sie erfassen Betreibswerte (Ströme und Spannungen) und führen abhängig von diesen Werten bei Störfällen autonom vordefinierte Schalthandlungen durch. Gleichzeitig melden Schutzgeräte die Ereignisse an das Feldleitgerät und/oder direkt an das Zentralgerät
Multiplexer
Datenübertragungsgerät, welches diverse Arten von Datenströmen (serielle Signale, Telefone, Ethernet, etc.) bündelt und über eine Kommunikationsinfrastruktur zu anderen Standorten überträgt
Strom- und Spannungswandler
Strom- und Spannungswandler sind die einzigen Geräte, welcghe die Primärinformationen Strom und Spannung für Sekundärgeräte wie Schutz- und Leitgeräte aber auch Zähler verwertbar machen
Direktsteuerung
Die Direktsteuerung bildet die unterste Bedienebene in einem Feld bzw. einer Zelle. Mit Direktsteuerung ist die direkte Manipulation der Schaltgeräte mittels mechanischer Auslösungen, mechanischem Bewegen der Trenneinrichtungen und manuelles Spannen der Federantriebe gemeint
Verriegelung
Verriegelungen dienen dem Personen- und Betriebsmittelschutz. Sie verhindern Fehlschaltungen bei manuellen Bedienung der Anlagen. Verriegelungen werden heute immer noch meist auf unterster Anlagenebene, das heisst in der Direktsteuerung implementiert oder "verdrahtet". Auch mechanische Verriegelungen sind üblich. Auch Feldübergreifende Verriegelungen werden heute meist immer noch verdrahtet
Vorortsteuerung
Die Vorortsteuerung wir meist im Feldleitgerät oder im Schutzgerät implementiert. sie bildet die unterste "elektrische" Bedienmöglichkeit.
Schalthoheit
Schalthoheit ist in Bezug auf die Personensicherheit ein wesentlicher Faktor. Mit Schalthoheit wird das hierarchische Recht zur Steuerung einer Anlage, eines Anlageteils oder eines Betriebsmittels bezeichnet. Hierarchisch bedeutet, dass die Schalthoheit in der Netzleitstelle, in der Unterstation, im Feld oder in der Direktsteuerung liegt. Grundsätzlich soll die Schalthoheit so weit oben wie Möglich liegen, ohne die Personensicherheit zu gefährden.
Fernwirkprotokoll
Fernwirkprotokolle sind Beschribungen, wie die Informationen vom Schutzgerät zur Stationsleittechnik bzw. von der Stationsleittechnik zu Netzleitstelle übertragen werden. Bekannte Namen sind: Telegyr, IEC101, IEC103 und IEC104
Unterstation
Unterstationen sind alle automatisierten Stationen in allen Spannungsebenen, das heisst
Unterwerke, Schaltstationen, Trafostationen oder sogar Kabinen und Hauptverteilungen
Stationsleittechnik
Gesamtheit aller Schutz- und Leittechnikanlagen in einer Unterstation
Wechselstromtelegrafie WT
WT Geräte sind Vorgänger der heutigen Multiplexer, bereits damals konnten Steuerleitungen
für die Übertragung von verschiedenen Informationen (Sprache/Daten) gleichzeitig genutzt
werden.
Modem
Als Nachfolger der WT Geräte wurden sogenannte Modems entwickelt. Dabei konnten die
Datenübertragungsraten von 300 auf heute 115000 Baud gesteigert werden.
xDSL
xDSL Geräte verhelfen den Kupfersteuerleitungen zu einer Wiedergeburt. Mit dieser
Technologie können Informationen sehr schnell über die alten Steuerleitungen übertragen
werden
Switch
Gerät welches üblicherweise mehrere Ethernetanschlüsse für den Anschluss von
Ethernetgeräten (zum Beispiel Schutzgerät) bietet.
Router
Ein Router ist ein Gerät, welches Datenpakete an die richtige Stelle weitersendet
Firewall
Netzwerkgerät, welches Geräte oder Netzwerke vom Zugriff unbefugter schützt
Primärtechnik
Die Primärtechnik umfasst sämtliche Betriebsmittel, welche direkt in die Übertragung von
elektrischer Energie involviert sind
Im Wesentlichen sind dies:
-Sammelschienen
-Schaltanlagen
-Transformatoren
-Löschspulen
-Messwandler
-TF Ankopplungen
-Primärrelais
Sekundärtechnik
Sekundärtechnik sind sämtliche Komponenten, System etc. in einer Unterstation, welche zur Steuerung und Überwachung der Anlage notwendig sind.
Dies sind insbesondere:
-Lokalsteuerung
-Sekundärrelais/Schutzgeräte
-Rundsteuersender
-Spannungsregler
-Zähler
-Brandmeldeanlage
-Fernwirktechnik
-usw.
Prinzipschema
Das Prinzipschema einer Stationsautomatisierung zeigt den groben technischen
Sachverhalt, ohne mengenmässigen Inhalt. Sämtliche wesentlichen Komponenten eine
Anlage sollten im Prinzipschema enthalten sein.
Protokollierung
Unter der Protokollierung verstehen wir die zeitfolgerichtige Auflistung sämtlicher Meldungen, Störmeldungen, Befehle usw. inkl. Entsprechender Zustandsmeldungen.
AWE, WE
Automatische Wiedereinschaltung
UMZ
Unabhängiges Maximalstrom Zeitschutzrelais
Haupt- und Reserveschutz
Hauptschutz: teurer Alleskönner
Reserveschutz: dient nur zum Abschalten im Notfall
Distanzschutz
Behandelt Fehler Aufgrund des Fehlerortes
Bestimmung durch Impedanzmessung
SVS
Schalterversagerschutz
Messwandler
Als Messwandler werden in der Elektrotechnik (Stromnetz, Schaltanlagen,
Energieversorgung) Geräte zur Messung von Strom, Spannung, Leistung, Leistungsfaktor
und Energieverbrauch benötigt, wenn die Messgröße direkt nicht verarbeitet oder übertragen
werden kann
Spannungswandler
Spannungswandler transformieren Spannungen amplituden- und phasengetreu auf Werte
die von den angeschlossenen Mess- und Schutzkreisen "bequem" verarbeitet werden
können. Dabei übernehmen sie auch die Potentialtrennung zwischen Primär- und
Sekundärseite.