Fragen Querbeet


I. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Tierpflegeberufslehre, mit Fokus auf Tierarten, Krankheiten, Parasiten und deren Lebenszyklen. Sie decken Themen wie Bakterien, Viren, Pilzinfektionen und Zoonosen ab, sowie die Wirkungsweise des Immunsystems und die Anatomie von Tieren. Ideal für angehende Tierpfleger, die sich auf die praktische Arbeit mit Tieren und deren Gesundheitsmanagement vorbereiten möchten.
Karten
273
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
03.01.2021 / 09.12.2024

Lernkarten

Was ist Paläonthologie ?

Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdperioden

Was ist ein Biom ?

Mehrere Ökosysteme in einer zusammenhängenden Klimazone bilden einen Grosslebensraum, ein Biom (z.B. Korallenriff oder Wüste).

Mehrere Biome bilden gemeinsam eine biogeografische Region !

Was ist eine Biosphäre ?

ganze Erde: Sie umfasst alle Ökosysteme ?

Wie ist die Biosphäre aufgegliedert ?

7 Ökologische Hierarchiestufen aufzählen (von Organismus bis Biosphäre)?

Biosphäre (ganze Erde)

Biogeografische Region

Biom (Grosslebensraum)

Ökosystem

Lebensgemeinschaft

Population

Organismus

Was heisst endemisch ?

Endemische Tierformen, sind Arten, welche nur für eine Region typisch sind, bzw.

nur in einem bestimmten, begrenzten Gebiet vorkommen.

z.B. Australische Region (Känguruh, Koala)

6 zoogeogafische Regionen aufzählen und  pro Region 2 endemische Tierarten?

  • Nearktische Region     (Truthahn, Waschbär)
  • Neotropische Region   (Opossum, Ameisebären, Fautiere, Leguane, Tukane, Ara's, Jaguare) 
  • Paläarktische Region   (Hirsche, Rehe, Blindschleiche, Gämse, Geburtshelferkröte)
  • Äthiopische Region     (Strausse, Giraffe, Flusspferde, Erdferkel, Perlhühner)
  • Orientalische Region   (Gibbons, Panda, Panzernashörner, Indische Elefant, Pfau)
  • Australische Region    (Koalabär, Känguruh/Beuteltiere, Emu, Lori-Papageien, Tigerotter)
  •  
  • Holarktis = Paläarktis und Nearktis (in Eiszeit verbunden), typische Vertreter sind: Büffel, Elch, Rentiere, Bär, Biber, Igel etc.

Was bedeutet die Bergmannische Regel ?

Je grösser die Tiere, desto mehr Kälte können die Tiere aushalten (z.B. Kaiser-Pinguin in der Antarktis - 19 Grad)!

Grosse Tiere haben im Verhältnis zum Volumen eine kleinere Oberfläche pro Kilo Körpergewicht, und geben daher weniger Wärme ab, als kleinere Tiere. 

Kleinere Tiere geben mehr Oberflächen-Wärme ab, als grössere Tiere (im Verhältnis zum Körpergewicht)

Was bedeutet die Allen'sche Regel ?

Die Körperanhänge (Extremitäten, Schwanz, Ohren) in kalten Klimazonen verhältnismässig kleiner sind, als bei verwandten Artgenossen und Unterarten in warmen Gebieten. z.B. Füchse, Hasen etc.

Lange Körperfortsätze eignen sich zur Abstrahlung von Wärme.

Bergmannische Regel in einem Satz erklärt ?

Die Wärmebildung hängt vor allem vom Körpervolumen ab, während die Wärmeabstrahlung von der Körperoberfläche abhängig ist. 

Was sind und ist Phytoplankton ?

Im Wasser treibende Algen, die Primärproduzenten 

Was ist Zooplankton ? 

Im Wasser treibende Einzeller, Würmer, Krebschen und Laven von Fischen und Wirbellosen, die sich von Phytoplankton ernähren. 

Was sind abiotische Umwelt-Faktoren ?

unbelebte Faktoren:

- Sonnenlicht, Jahreszeiten, Klima, Topografie, Wasser, Luft, Mineralien, aber auch Schadstoffe, Bodenbeschaffung, Gifte etc.

Was sind biotische Umwelt-Faktoren ?

Belebte Faktoren:

- Tiere, Menschen, Bakterien, Einzeller, Pilze, Pflanzen etc.

Was sind aquatische Biome ?

Nenne einige Gewässer davon 

Binnengewässer, inkl. Fliessgewässer (Bäche, Flüsse) und stehende Gewässer (Seen)

Feuchtgebiete: (haben Wasser-Filterwirkung), z.B. Sümpfe, Moore 

Ästuare: Mündungsgebiete grosser Flüsse

Gezeitenzone: Übergang von Land zum Meer. Ebbe und Flut zeigen die Schwankungen des Wasserstandes 

Korallenriffe: brauchen viel Licht, sauberes Wasser und Wasserströmung. Wassertemperaturen über 30 Grad führen zum Absterben der Korrallen.

Ozeanische Zone (Tiefsee): freie Wasserzone, Vermehrung von Phyto- und Zooplankton (Nahrungsgrundlage)

Meeresgrundzone: reicht bis 10'000 Metern Tiefe

Was sind terrestische Biome ? 

Nenne solche Land Gebiete

Tropenwald: liegt im Bereich des Äquators (25 % Regenwald, das Nährstoffdepot liegt nicht im Boden, sondern in den Pflanzen selbst)

Savanne: ausgedehnte Grasländern, mit mehr oder weniger zusammenhängenden Baum- und Buschgruppen

Wüste: verzeichnen weniger als 300 mm Regen pro Jahr (Bodentemperaturen bis 60 Grad möglich)

Hartlaubzone: Im Mittelmeerraum "Macchie" und in Mittel- und Südkalifornien "Chapparal" genannt

Grasland in gemässigter Zone: haben gewisse Ähnlichkeiten mit der Savanne

Sommergrüner Laubwald: Nordhalbkugel (-30 bis +30 Grad) wo wir zu Hause sind!

Nadelwald/Taiga: Taigagürtel -> Pazifischer Norden der USA. Der Nadelwald ist flächenmässig das grösste Biom !

Tundra: Die Tundra schliesst an die Taiga an. Es wachsen nur noch niedrige Straucharten und mattenartige Pflanzen.

Welche Tiere machen einen Winterschlaf (Energieverringerung bis zu 98 %), Winterstarre oder Winterruhe ?

Winterschlaf: Fledermäuse, Igel, Siebenschläfer, Murmeltiere, Hamster

Winterstarre: Reptillien, Schildkröten, Amphibien

Winterruhe: Bären

 

Wovon ernähren sich Pflanzen ?

Pflanzen beziehen 90 % ihrer Nahrung aus der Luft. Die Mineralstoffe und das Wasser machen nur 10 % aus.

Wie erkärt man die Fotosynthese (autotroph) ?

Einfangen von Lichtenergie (Sonne) und deren Umwandlung mittels chemischer Energie in Traubenzucker (Glucose) und wird in Form von Stärke gespeichert.

Die Fotosynthese läuft nur tagsüber, in der Nacht machen die Pflanzen reine Zellatmung.

Weil Kohlenstoffdioxid nur in geringen Mengen (0,04 %) und in geringer Konzentration vorkommt, müssen die Pflanzen ungeheure Luftmengen verarbeiten.

Nenne die 4 Schichten, woraus viele Pflanzen-Blätter bestehen ?

1) Oberhaut

2) Palisadengewebe

3) Schwammgewebe

4) Unterhaut mit Spaltöffnungen

Jedes Blatt ist eine "Minilunge" mit 5000-6000 Spaltöffnungen pro cm2 !

Was sind die Grundbausteine aller belebten Substanzen ? 

6 Elemente

Kohlenstoff (C)

Sauerstoff (O)

Wasserstoff (H)

Stickstoff (N)

Phosphor (P)

Schwefel (S)

Wie erklärt man eine ausgeglichene Gewichtsbilanz bei einem Tier ?

Das Körpergewicht bleibt nur dann konstant, wenn die aufgenommene Nahrungsmenge gleich gross ist, wie die Summe aller Asscheidungen. Stoffwechselaktivität

Aufnahme: Sauerstoff, Nahrung, Wasser

Abgabe: Kohlenstoffdioxid, Kot, Harn

Grundumsatz und Leistungsumsatz benötigen auch Energie (Glukose)!

Wie funktioniert der Verdauungsprozess bei Vögel ?

Maulhöhle und Muskelmagen = mechanisch

Magen und Dünndarm = chemisch

Vormagen, Blind- und Dickdarm = biologisch 

Wann wird körperfremdes Material (Futter/Nährstoffe) zu körpereigenem ?

Erst wenn die Nährstoffe, die Barriere der Darmwand passiert haben und in Körperzellen und Körperflüssigkeiten gelangt, sind sie körpereigen. 

Aus was besteht Nahrung, aus welchen Stoffen ?

Die Zusammensetzung des Futters und die Funktion des Stoffwechsels ?

- Wasser: -> Lösung,Transport, Wärme

- Hauptnährstoffe: Kohlenhydrate/Zucker, Fette/Öle und Eiweiss -> Energielieferanten/Baustoffe

- Zusatznährstoffe/Wirkstoffe: Mineralstoffe (Spuren-/Mengenelemente) und Vitamine -> Baustoffe/Stoffwechselregulatoren 

- Ballaststoffe: Zellulose, Lignin, Pektin -> Regulation/Peristaltik/Sättigung

Eiweisse/Proteine sind ideale Baustoffe. Aus was bestehen sie ?

Sie bestehen aus unterschiedlich langen Molekülketten.

Die Grundbausteine sind: 20 Aminosäuren, vorwiegend aus Kohlenstoff (C), Sauerstoff (O), Wassertoff (H) und Stickstoff (N).

Essentielle Aminosäuren (Methionin, Tryptophan, Lysin), müssen zwingend über die Nahrung aufgenommen weden, weil sie der Körper nicht selber herstellt.

Tierisches Eiweiss kann vom Körper leichter aufgenommen werden als pflanzliches Eiweiss !

Kohlenhydrate sind wichtige und schnelle Energielieferanten. 

Wo finden wir Kohlenhydrate ?

In welchen Zuckerformen kommen sie vor ?

Grünfutter, Kartoffen, Getreide, Früchten (Feigen getrocknet, Brot etc.)

Einfachzucker: Fruktose (Fruchtzucker), Glukose (Traubenzucker) und Galaktose

Doppelzucker:
Saccharose (Rohr-oder Rübenzucker), besteht aus Glukose + Fruktose
Maltose (Malzzucker), besteht aus 2x Glukose
Laktose (Milchzucker), besteht aus Glukose + Galaktose

Wenn mehr als 100 Glukosebausteine spricht man von: 
Mehrfachzucker: Zellulose, Stärke und Glykogen

Welche Tiere legen über die Wintermonate oder Mangelzeiten ein Fettdepot an ?

Kamel, Bär, Siebenschläfer, Igel, Murmeltier, Fettschwanzschafe..

Eine Besonderheit stellt das Braune Fett vieler Jungtiere (der Fledermäuse und vieler Vogelarten) dar. 

Wo liegt dieses Fett ?

Das braune Fett liegt in kleinen Depots im Nackenbereich und zwischen den Schultern.

Beim Abbau dieses Fett-Typs steht zum Aufheizen des Körpers schnell 5-10 x mehr Wärme zur Verfügung, als beim Abbau von normalem Fettpolser.

Was ist eine Biozönose ?

Dies ist eine Lebensgemeinschaft (Biozönose) von Pflanzen und Tieren in einem Ökosystem. 

Was ist ein Sukzessionszyklus ?

Latein: Successio = Nachfolge.

Sukzessionen sind beobachtbaren Entwicklungstadien eines Ökosystems

Sukzession ist eine typische zeitliche Abfolge von Pflanzen- und Tiergesellschaften an einem Standort.

Von bracher Erde bis zum Wald ! Unkraut bildet die erste Sukzessionsgeneration zum Ökosystem!

 

 

Wie heisst der Höhepunkt einer Sukzession ?

Dies ist das Klimaxstadium oder auch Endstadium genannt (z.B. Laubmischwald).  

Zeitdauer ca. 100 Jahre. 

Hier wird gleich viel Material gebildet (Wachstum), wie auch abstirbt. 

Was ist ein Habitat bezogen auf eine Tierart ?

Der bevorzugte spezifische Lebensraum einer Tierart. 

Anders ausgedrückt: Das Habitat ist der Wohnort oder die Adresse einer Tierart.

Was ist eine ökologische Nische ?

Sie gibt an, welche ökologische Aufgabe, bzw. welchen "Beruf" eine Tierart in einer Lebensgemeinschaft ausübt.

Gleiches Habitat - verschiedene Nischen !

z.B. Zebras fressen zuerst das hohe fasrige Gras, die Gnus leben von halbhohem Gras, die Gazellen lieben kurze Gräser und die Topis ernähren sich von trockenen Halmen. 

Was sind Spezialisten bei Tierarten, nenne auch 2-3 Beispiele ? 

Spezialisten sind an ihre Umwelt hochangepasst, ihr Leben gleicht einer Gradwanderung.

Koalas, ernähren sich ausschliesslich von einigen wenigen Eukalyptusbaumarten..

Grosse Panda von ein paar Bambusarten

Kolibriarten benötigen spezifische Tiefe Blütenkelche. 

Was sind die Generalisten unter den Tierarten ?

Generalisten können auf Umweltfaktoren wie Temperaturänderungen, welchselnde Nahrungsangebote flexibel zu reagieren.

Anpassungskünstler sind: Wanderratte, Amsel, Rabenkrähe und auch der Fuchs usw.

Erkläre Biodiversität ?

 

Biodiversität ist die Artenvielfalt in Lebensräume und die Vielfalt von genetischen Möglichkeiten, Populationen und Ökosysteme sind die Grundlage unseres Lebens.

Wir alle brauchen das komplexe Zusammenspiel vieler Arten für gesunde Lebensräume.

Was heisst intraspezifisch in Bezug auf Konkurrenz ?

Intraspezifische Konkurrenz zwischen Artgenossen.

Was heisst interspezifisch in Bezug auf Konkurrenz ?

interspezifische Konkurrenz zwischen ein oder mehrere Arten 

Revier und Terratorium, wie zeigt sich das Konkurrenzverhalten ?

Reviere und Territorium, sind Gebiete welche aktiv gegen Artgenossen verteidigt werden.

Die Aggressivität der Verteidigung eines Territoriums nimmt mit der Distanz zum Territoriumzentrum ab. 

Was versteht man unter Koexistenz ? 

Koexistenz: konkurrierende Arten arrangieren sich untereinander. 

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