NMG
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Flashcards
Aufbau des NMG-Lehrplans
1. Zyklus - 1.- 2. Klasse → Persönliche Entwicklung im Fokus
2. Zyklus - 3.- 6. Klasse → Entdecken äusseren Welt
3. Zyklus - 7.- 9. Klasse → Schärfung der Auseinandersetzung mit der Welt
→ Hinarbeiten auf Berufsreife
NMG.1 = Gesundheit
NMG.2 = Natur und Tiere
NMG.3 = Stiffe, Energie und Bewegung
NMG.4 = Belebte und unbelebte Natur
NMG.5 = Technische Entwicklung
NMG.6 = Konsum, Lebensstil gestalten / Produktions und Arbeitswelt
NMG.7 = Lebensweisen / Lebensräume des Menschen
NMG.8 = Menschen nutzen Räume
NMG.9 = Zeit, Dauer, Wandel
NMG.10 = Gemeinschaft und Gesellschaft (Zusammenleben)
NMG.11 = Werte und Normen
NMG.12 = Religionen und Weltansicht
Progressionslogik (PL) Bedeutung
- Kompetenzstufen, welche vom einfachen Wissen bis zum breiten Wissen reichen
Erklärung der Progressionslogik (PL)
- Kompetenzstufen weisen auf ansteigende Entwicklung von Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten hin.
Unterricht soll:
- zunehmende inhaltliche Schwierigkeit und Komplexität (Schwirigkeit)
- zunehmende Breite und Menge
- zunehmende Tiefe, Genauigkeit und Differenzierung (Genauigkeit / Tiefe)
- zunehmende Verallgemeinerung und Abstraktion (Alltags- und Sachbezug)
- zunehmend verschiedene Perspektiven einnehmen, Perspektivenwechsel vornehmen (Mehrperspektivität)
- zunehmende Selbstständigkeit (Eigenständigkeit)
Definition von trägem Wissen
- Theoretisch verhandenes Wissen
- Keine Anwendung in Praxis
- Oft in der Schule abgefragt
- Oft verstandnen, jedoch nicht übertragbar bei neuen Situationen
- Nicht sinnvoll eigesetzt werden
- Kluft zwischen Wissen und Handeln
Definition von felxiblem Wissen
- Intelligentes Wissen
- Inhaltliches Wissen, das flexibel anwendbar ist
- SuS sollen sich daran orientieren
- Auf andere Situationen übertragbar
Was sind Kindliche Vorstellungsarten?
- Animistisch, anthrioimorph, magisch
- Artifizialistisch
- Finalistisch
- Phänotypisch
Erklärung von animistisch, anthrioimorph, magische Vorstellung
- Unbelebtes ist belebt
- Dingen wird menschliches zugesprochen
Beispiel:
Frage der LP: Was passiert in den Wolken, wenn es regnet?
Antwort des SuS: Sie weinen oder sie schwitzen.
Erklärung von artifizialistischen Vorstellungen
- Dinge gemacht von Gott, Mensch oder Natur
Beispiel:
Frage der LP: Woher kommen die Wolken?
Antwort des SuS: Vom Rauch der Fabrik.
Erklärung von finalistischen Vorstellungen
- Sieht einen Grund/Sinn des Resultats
Beispiel:
Frage der LP: Wie kommte es, dass es regnet?
Antwort des SuS: Damit wir Wasser zu trinken haben.
Erklärung von phänotypischen Vorstellungen
- Äusserlichkeiten werden verglichen
- Wird anhand von Wirkungsmechanismen / Funktionsprinzipien erklärt
Beispiel:
Frage der LP: Wie kommt es, dass es regnet?
Antwort des SuS: Die Wolken wie ein Sieb unten Löcher bekommt.
Was ist eine Zwischenvorstellung?
- Teilweise richtige Vorstellung
- Jedoch ein Teil Fehlvorstellung
Beispiel:
Frage der LP: Wie entstehen Wolken?
Antwort des SuS: Vom See steigt Dampf auf.
Was ist eine annähernd wissenschaftliche Vorstellung?
- Ziel der Primarschule
- Stabile Konzepte
Beispiel:
Frage der LP: Haben die Wolken mit Regen zu tun?
Antwort des SuS: Wolken sind gnaz viele kleine Regentropfen, die in der Luft sind.
Die fünf konstruktivistischen Sichtweisen aufzählen.
- Moderater Konstruktivismus
- Sozio-konstruktivistische Sichtweise
- Situierter Konstruktivismus
- Radikaler Konstruktivismus
- Kognitiv-konstruktivistische Sichtweise
Eselsbrücke: MSSRK
Bedeutung der Sozio-konstruktivistische Sichtweise.
- Wissensaufnahme individuell sowie in Gemeinschaft (Lerngruppen)
- Wirklichkeit von sozialen Gemeinschaften erstellte Objektivität
Folgerung für das Lehren / Lernen:
- Gemeinsames Herstellen des Wissenserwerb erfahren
- Erkennung das Wissen nicht vorgegeben sondern sozial konstruiert wird.
Bedeutung des Situierten Konstruktivismus
- Wissen ist mit Handlungen, Kontext und Kultur verbunden.
- Wissen wird im sozialen Dialog gemeinsam konstruiert.
Folgerung des Lehren / Lernen:
- Lernen in glaubwürdigen Situationenn (Sinnvolle Praxisaufgabe)
- anchored instruction-Ansatz
- cognitive apprenticeship-Ansatz
Bedeutung des Moderater Konstruktivismus
- Wissenserwerb auf Basis von vorhandenen Vorerfahrungen
Folgen beim Lehren/ Lernen:
- Wissen muss selbstständig und aktiv erstellt werden
- Vorerfahrungen beeinflussen
- Glaubwürdige Lernaufgaben und multiple Perspektiven
Bedeutung des Radikalen Konstruktivismus
- Jeder Mensch erstellt eigene Wirklichkeit
Folgen beim Lehren / Lernen:
- SuS steuern Lernprozess selber, jedoch nicht planbar
- Entwickllung eigener Interpretationen
- Eigene Konstruktionen
- Keine objektiven Lernziele
Bedeutung der kognitiv-konstruktivistischen Sichtweise
- Jeder Mensch konstruiert eigene Wirklichkeit
Folgen beim Lehren / Lernen:
- Erzeugt individuelle Interpretation, auf diese hat LP keinen Zugriff
- Wissenserwerb basiert auf Vorerfahrungen
- Lerngelegenheit schaffen, damit individuelles Konstruieren unterstützt wird
Genaue Bedeutung der verschiedenen Sichtweisen.
- Ermöglichen von individuellen Vernetzungen der Vorkenntnissen
- Förderung individueller Konstrukte zulassen
- Austausch mit Lernenden oder LP ermöglichen
- Selbstständiges Lernen ermöglichen
- Eigenständiges Planen des Lernprozesses
- Reflexion des Lernweges
Lernen aus entwicklungs- und lernpsychologischer Sicht erklären.
- Wenn SuS genügend Zeit zum Sammeln und Strukturieren von Erfahrungen haben, können SuS anspruchsvolle Inhalte verstehen.
- Lernaufgaben so auswählen, dass sie in Zone der nächsten Entwicklung liegen.
- Reflexionen des eigenen Lernprozesses sind zentrale Bestandteile
OHNE QUALIFIZIERTE VORAUSSETZUNG der SuS, entstehen durch selbstständiges Lernen Lerndefizite und fehlerhafte Kenntnisse.
Was ist Conceptual change?
- Änderung von Vorstellung
- Umfasst Umstrukturierung von Wissen
Bedingungen für Conceptual Change
- Unzufriedenheit
- Nachvollziehbarkeit
- Plausibilität
- Nützlichkeit
Was ist ein Präkonzept?
Konzept, dass vor Unterricht vorhanden ist
(bsp. Vorstellungen der SuS)
Was ist ein Postkonzept?
Päkonzept + neue Endeckung aus dem Unterricht
(können auch als Präkonzepte weiter verwendet werden)
Besonderheiten der Unterrichtsplanung in NMG.
- Durchdachte Vorbereitung im voraus (durchdenken)
- Ziele definieren
- Alles aus SuS Perspektive betrachten
- Gut geplanter Unterricht = grössere Sicherheit, Flexibilität
Grundlage der Jahresplanung.
- Da kein obligatorisches Lehrmittel, an LP 21 halten
- Lerngegenstand ca. 6-8 Wochen
- In einem Zyklus = 12 Kompetenzen
Lehrplankompetenzen erläutern.
- Können (Denk- und Handlungsweisen)
- Wollen (Interesse und Einstellung)
- Wissen (Sachkompetenz und Vordtellund von Thema)
Didaktische Rekonstruktion.
- Erster Teil der Planung des Unterrichts
- Im Groben: Abklärung des Vorwissens der SuS und Abklärung des fachlichen Wissens
- Überlegung, was inhaltlich behandelt werden soll
- Mehrmalige Rekonstruktion
Kompetenzorientiere Unterrichtsplanung
1. Analysieren > didaktische Rekonstruktion (fachliche Klärung sowie erfassen der Perspektiven)
2. Entscheiden > didaktische Rekonstruktion (Ziele festlegen, anschliessende Strukturierung nach Ziele)
3. Entwerfen
4. Realisieren
5. Reflektieren
Bedeutung des Fachwissens.
- Fehlendes Wissen behindert Lernsequenz
- Grundlage, auf der fachdidaktische Beweglickeit entsteht
Didaktik Martin Wagenscheins
Genetisches Lernen: SuS konstruieren Wissen selber
Sokratisches Lernen: Fragen, die zum Nachdenken anregen
Exemplarisches Lernen: Wir bmversucht exemplarisch, objektiv darzustellen
Wozu dienen Experimente?
- SuS lernen gegenseitig voneinander
- LP regt SuS selber zum Denken an indem diese Vermutungen afstellen dürfen.
Aufgabenkultur in NMG
- Allagsrelevanz (SuS berücksichtigen)
- Bildungsrelevanz (Niveau der SuS bezogen)
- Komplexität (individuelle Lösungen möglich)
- Exmplarität (Anwendbar im versch. Bereichen)
Merkmale von Lernaufgaben
- Situierung: Wie?
- Kompetenzen:Welches Wissen, Was?
- Aufgaben in versch. Lern/Unterrichtsphasen: Was wird zuvor/danach berücksichtigt, Bezug der Aufgaben zueinander
- Vielfalt: Unterschiedliche Aufgaben, etc.
- Eigenständigkeit: Eigenständige Bearbeitung
- Sprachhandeln in Aufgaben: Bsp. Hör/Leseverständnis
Gute Lernaufgaben sollten folgendes beinhalten:
- an Vorwissen anknüpfen
- interessante, lebensweltbezogene Fragen
- Entwicklung von Fähigkeiten
- Selbstständiges Lernen
- Anspruchniveaus
- Austausch von Ideen
- Lernwege reflektieren
Die Welt wahrnehmen
Erfahren, betrachten, beobachten
Welt erschliessen
Vermuten. erkunden, experimentieren
Welt orientieren
Ordnen, Analysieren, vergleichen
Welt handeln
Entwickeln, Austauschen, Mitteilen
Zone der proximalen Entwicklung erklären
- Abstand zwischen alleinigen Problemlösen ohne/ sowie mit Unterstützung.
-Zone, in der bereits Wissen vorhanden ist