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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 23.11.2020 / 27.11.2020
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Erkläre das Grundprinzip des Modelllernens 

Modellernen stellt eine besonders schnelle und effiziente Art der Übernahme von Verhaltensweisen dar, besonders bei der Übernahme komplexer Verhaltensweisen. Die Wahrnehmung eines Modells kann einen Beobachter »beeinflussen». Synonyme: "Lernen am Modell", "Beobachtungslernen", "Imitationslernen", "Stellvertretendes Lernen", "Lernen durch Nachahmung"

Neue Reaktionen werden nicht nur gelernt, in dem sie - wie beim instrumentellen/operanten Lernen - direkt belohnt oder bestraft werden. Auch die Wahrnehmung, dass eine Verhaltensweise bei einer anderen Person (= Modell) belohnt bzw. bestraft wird, kann dazu führen, dass die beobachtende Person dieses Verhalten zeigt (mittelbare Verstärkung).

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Welche 3 Lerneffekte gibt es und was machen diese aus?

  • Modellierende Effekt, der Beobachter erlernt Verhaltensweisen, die in seinem bisherigen Verhaltensrepertoire noch nicht vorhanden waren.
  • Enthemmende oder hemmende Effekt: beim Beobachter bereits vorhandene Verhaltensweisen treten zukünftig leichter auf bzw. werden unterdrückt.
  • Auslösende Effekt: unmittelbar nach dem Auftreten eines Modells wird ein Verhalten, das der Beobachter bereits vorher gelernt hat, gezeigt.
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Welches sind die zwei gegensätzlichen Standpunkte beim Modellernen?

Verhaltenstheoretische Auffassung und sozial-kognitive Theorie von Bandura

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Welche zwei Arten von Modellernen in der verhaltenstheoretischen Auffassung gibts und wie unterscheiden sie sich voneinander?

- Modellernen als instrumentelles Lernen:  Das Modell bewirkt nur die Anregung des Verhaltens. Ob eine solche Verhaltensweise gelernt wird, darüber entscheiden die Konsequenzen, die der Beobachter erfuhrt. Modelle, deren Imitation durch den Beobachter positive Konsequenzen zur Folge hatten, werden so zu Hinweisreizen, in deren Gegenwart die Imitationshäufigkeit steigt. 

- Modellernen als stellvertretende Verstärkung: nicht der Beobachter, sondern nur das Modell wird verstärkt, d.h. ein Individuum eignet sich als Folge der Beobachtung des Verhaltens anderer Individuen sowie der darauffolgenden Konsequenzen neue Verhaltensweisen an oder verändert schon bestehende Verhaltensmuster.

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Welche 2 Phasen in der sozial-kognitiven Theorie von Bandura gibts?

Die Aneignungsphase (Akquisition) und die Ausführungsphase (Performanz)

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Welche Prozesse beinhaltet die Aneignungsphase und was bedeuten sie?

Aufmerksamkeitprozess: Nur allein durchs Beobachten lernt man noch nicht, man muss die Aufmerksamkeit des Beobachters haben. Wird gefördert durch Charakteristika der Modellperson (erfolgreiche Modelle, Prestige und Kompetenz des Modells) und durch Charakteristika des Beobachters (emotionale Erregung und Engagement, Unklarheit und Zweifel über angemessene Verhaltensformen) sowie ein positives Beziehungsverhältnis des Beobachters zur Modellperson.

Gedächtnisprozess: Modellverhalten wird gespeichert und erst später offen gezeigt. Es gibt zwei Repräsentationssysteme, ein bildhaftes und ein sprachliches

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Welche Prozesse beinhaltet die Ausführungsphase (Performanz) und was bedeuten sie?

motorische Reproduktionsprozesse:

Verstärkungs- und Motivationsprozesse:

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Von wem stammt das Modelllernen?

Albert Bandura