Medi Gruppen

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A. L.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über verschiedene Arzneimittelgruppen und ihre Anwendungen, insbesondere im Bereich der Berufslehre. Sie behandeln Themen wie die Wirkungen und Anwendungen von Medikamenten zur Behandlung von Diabetes, Depressionen, Asthma und anderen Erkrankungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Mediziner und Pflegekräfte, die sich mit den Grundlagen der Pharmakologie vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
37
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
05.11.2020 / 26.01.2021

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5α-Reduktasehemmer sind Arzneimittel, welche für die Behandlung einer gutartigen Prostatavergrösserung und eines vererbten Haarausfalls bei Männern eingesetzt werden. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Synthese von 5α-Dihydrotestosteron aus Testosteron durch Inhibition des intrazellulären Enzyms 5α-Reduktase. Die Arzneimittel werden einmal täglich eingenommen. Schwangere dürfen nicht mit den Wirkstoffen in Kontakt kommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine verminderte Libido, Impotenz, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörungen, Berührungsempfindlichkeit der Brust und eine Brustvergrösserung. 5α-Reduktasehemmer sind Substrate von CYP3A4-Isoenzymen.

Abführmittel (Laxantien) sind Arzneimittel zur Förderung der Darmentleerung. Ein breites Spektrum von Substanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften und unterschiedlicher Verträglichkeit wird verwendet.

Abortiva sind Arzneimittel zur Einleitung einer Schwangerschaftsunterbrechung.

Abschwellende Nasensprays enthalten gefässverengende und sekretionshemmende Sympathomimetika und werden in erster Linie bei Schnupfen und einer verstopften Nase verabreicht. Sie reduzieren das Laufen der Nase und erleichtern die Atmung. Die Effekte beruhen auf der direkten oder indirekten Stimulation von Alpha-Adrenozeptoren, was zu einer Vasokonstriktion führt. Erwachsene geben in der Regel dreimal täglich einen Sprühstoss in beide Nasenöffnungen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Brennen, eine trockene Nasenschleimhaut und Kopfschmerzen. Abschwellende Nasensprays sollen nur etwa fünf bis sieben Tage verwendet werden, weil sie zu einer sogenannten Rhinitis medicamentosa führen können. Hat sich diese einmal entwickelt, werden die Nasensprays immer wieder benötigt, um die Nase frei zu bekommen.

ACE-Hemmer sind blutdrucksenkende und gefässerweiternde Wirkstoffe, welche für die Behandlung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen eingesetzt werden. Sie greifen in das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) ein. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des Angiotensin Converting Enzymes (ACE), das für die Bildung von Angiotensin II aus Angiotensin I und für den Abbau von Bradykinin verantwortlich ist. ACE-Hemmer werden meistens einmal täglich eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Reizhusten, ein tiefer Blutdruck, Müdigkeit, ein Anstieg des Serumkaliums, Hautausschläge, Muskelschmerzen und Verdauungsstörungen. ACE-Hemmer können gelegentlich ein Angioödem hervorrufen.

Adaptogene sind Arzneimittel, welche die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Stressfaktoren (Stressoren) erhöhen sollen.

ADH-Analoge sind Arzneimittel mit antidiuretischen und/oder gefässverengenden Eigenschaften. Es handelt sich um Derivat des antidiuretischen Hormons ADH (Vasopressin). Sie werden unter anderem zur Behandlung eines Diabetes insipidus, gegen das Bettnässen und bei akuten Ösophagusvarizenblutungen eingesetzt.

Gerbstoffe sind Arzneimittel, die Eiweisse fällen und eine abdichtende und entzündungshemmende Wirkung aufweisen. Sie werden unter anderem bei Hauterkrankungen und bei Durchfall angewendet. Die meisten Gerbstoffe sind pflanzlichen Ursprungs.

Die Aknemittel sind unter dem Artikel → Akne dargestellt.

Alkaloide sind eine heterogene Gruppe natürlicher organischer Moleküle mit basischen Eigenschaften, welche Stickstoffatome enthalten. Sie sind in der Regel von Aminosäuren abgeleitet und kommen vorwiegend in Pflanzen, aber auch in Tieren, Pilzen und Mikroorganismen vor. Alkaloide werden schon seit Jahrtausenden medizinisch genutzt und spielen für die Pharmazie eine herausragende Rolle. Bekannte Beispiele sind Morphin, Cocain, Atropin, Chinin, Nicotin und Coffein.

Alphablocker sind gefässerweiternde und blutdrucksenkende Wirkstoffe aus der Gruppe der Antihypertonika und Sympatholytika. Sie werden für die Behandlung der Symptome einer gutartigen Prostatavergrösserung und bei einem Bluthochdruck verabreicht. Die Effekte beruhen auf dem kompetitiven Antagonismus an Alpha1-Adrenozeptoren. Die Arzneimittel werden in der Regel einmal täglich eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine orthostatische Hypotonie, Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Sehstörungen, Ejakulationsstörungen und gastrointestinale Störungen. Viele Alphablocker sind Substrate von CYP450-Isoenzymen.

Alpha-Glucosidase-Inhibitoren werden zur Zusatzbehandlung von Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt. Sie verzögern die Verdauung von Kohlenhydraten im Darm. Dadurch wird Glucose langsamer freigesetzt und gelangt langsamer ins Blut. Auf diese Weise vermindern sie den Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten und Blutzuckerschwankungen.

Bittermittel sind Arzneimittel mit einem bitteren Geschmack. Sie regen die Verdauung an und werden bei Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl oder Appetitlosigkeit vor dem Essen eingenommen. Die meisten Bittermittel sind pflanzlichen Ursprungs.

Aminoglykoside sind Antibiotika, die zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten eingesetzt werden. Die meisten Aminoglykoside können nicht oral in Form von Tabletten verabreicht werden und werden als Injektionen, Augen- und Ohrentropfen oder Crèmen eingesetzt. Sie können bei einer innerlichen Verabreichung das Gehör und die Nieren schädigen.

Aminosäuren sind organische Verbindungen, die eine Carboxy- und eine Aminogruppe tragen und vom Körper selbst gebildet oder mit der Nahrung aufgenommen werden. Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen die Proteine aufgebaut sind und als solche im Organismus zahlreiche Funktionen erfüllen. Darüber hinaus haben Aminosäuren vielfältige metabolische Effekte, zum Beispiel als Vorläufer von Hormonen und Neurotransmittern. Aminosäuren werden als Arznei-, Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, zum Beispiel bei einem erhöhten Bedarf oder bei einer Unterversorgung. Mit der gezielten Supplementierung einzelner Aminosäuren sollen ihre spezifischen Wirkungen ausgelöst werden.

Amphetamine sind Abkömmlinge des Amphetamins und stimulieren einen Anteil des unwillkürlichen Nervensystems. Als Arzneimittel werden sie ausschliesslich bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS und bei der Schlafkrankheit (Narkolepsie) verwendet. Sie werden auch als Rauschmittel missbraucht.

Anabole Steroide sind Wirkstoffe mit anabolen (aufbauenden) und androgenen (vermännlichenden) Eigenschaften. Sie erhöhen den Aufbau der Skelettmuskulatur, fördern die körperliche Leistungsfähigkeit und reduzieren das Körperfett. Die Effekte beruhen auf der Bindung an intrazelluläre Androgen-Rezeptoren und der daraus resultierenden Proteinsynthese. Der Prototyp der Arzneimittelgruppe ist das männliche Sexualhormon Testosteron. Es wird zwischen körpereigenen und körperfremden Substanzen unterschieden. Anabole Steroide werden missbräuchlich als Dopingmittel für den Sport, das Bodybuilding und zur Steigerung der körperlichen und sexuellen Attraktivität hauptsächlich von Männern angewandt. Aufgrund der zahlreichen unangenehmen und teilweise lebensbedrohlichen Nebenwirkungen ist von einem Missbrauch abzuraten.

Anaphrodisiaka sind Arzneimittel, die den Geschlechtstrieb hemmen.

Androgene sind anabole und maskulinisierende Wirkstoffe, welche den natürlichen Sexualhormonen entsprechen oder von ihnen abgeleitet sind. Der bekannteste Vertreter ist das körpereigene Steroid Testosteron. Androgene führen zur Ausprägung und Aufrechterhaltung der männlichen Geschlechtsorgane und -merkmale. Therapeutisch werden sie in erster Linie für die Behandlung eines Hypogonadismus bei Männern eingesetzt. Sie werden dazu peroral, transdermal, buccal und parenteral verabreicht. Aufgrund ihrer muskelaufbauenden Eigenschaften werden anabole Steroide als Dopingmittel und für das Bodybuilding missbraucht. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören beispielsweise Brustschmerzen, eine Gynäkomastie, eine Gewichtszunahme, eine Zunahme des männlichen Körperbehaarungsmusters und Akne.

Schlankheitsmittel (Antiadiposita) sind Wirkstoffe für die Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit. Mit den Arzneimitteln soll das Körpergewicht reduziert oder gehalten und assoziierte Gesundheitsrisiken vermindert werden.

Antazida sind Wirkstoffe, welche die Magensäure neutralisieren, den Magen-pH anheben und säurebedingte Beschwerden lindern. Sie werden hauptsächlich bei Magenbrennen, saurem Aufstossen (GERD) und bei Verdauungsstörungen eingenommen. Antazida können nach den Mahlzeiten oder bei Bedarf verabreicht werden. Zur Einnahme anderer Arzneimittel soll im Allgemeinen ein zeitlicher Abstand von zwei Stunden eingehalten werden, weil Antazida ihre Absorption hemmen können. Für die Selbstmedikation ist die Therapiedauer auf zwei Wochen beschränkt. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Veränderung der Stuhlkonsistenz. Störungen des Mineralstoffhaushalts treten vor allem bei einer Niereninsuffizienz, bei einer Langzeiteinnahme oder einer Überdosierung auf.

Anthranoide oder Anthrachinone sind pflanzliche Inhaltsstoffe, die unter anderem im Sennesblättern, Aloesaft und Medizinalrhabarberwurzeln vorkommen. Sie haben vielfältige Wirkungen, pharmazeutisch im Vordergrund steht die abführende Wirkung zur Behandlung von Verstopfung. Als Abführmittel sollen sie aufgrund unerwünschter Wirkungen nur kurzfristig verwendet werden. Für die längerfristige Anwendung stehen besser verträgliche Alternativen zur Verfügung.

Schlankheitsmittel (Antiadiposita) sind Wirkstoffe für die Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit. Mit den Arzneimitteln soll das Körpergewicht reduziert oder gehalten und assoziierte Gesundheitsrisiken vermindert werden.

Antianämika sind Arzneimittel zur Vorbeugung oder Behandlung einer Blutarmut. Abhängig von der Ursache (Eisenmangel, Vitaminmangel, Krebstherapie, Nierenerkrankungen u.a.) werden unterschiedliche Medikamente verwendet.

Antiandrogene sind Wirkstoffe, welche die Effekte der männlichen Geschlechtshormone, der Androgene, aufheben. Sie werden unter anderem bei einem Prostatakrebs, zur Triebdämpfung und bei Androgenisierungserscheinungen bei Frauen eingesetzt und in der Regel peroral eingenommen. Seltener werden sie auch gespritzt oder lokal aufgetragen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Hautausschlag, gastrointestinale Störungen, Hitzewallungen, Ödeme und Schmerzen. Viele Antiandrogene interagieren mit CYP450-Isoenzymen.

Antiarrhythmika sind Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

Antiasthmatika sind Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Bronchialasthma. Heute werden zwei Gruppen von Medikamenten unterschieden. Die erste Gruppe führt zu einer raschen Linderung der Symptome. Dazu gehören Beta2-Sympathomimetika wie Salbutamol. Die zweite Gruppe ermöglicht eine längerfristige Kontrolle der Beschwerden. Dazu zählen beispielsweise die inhalativen Glucocorticoide wie Budesonid

Antibiotika sind Wirkstoffe, die das Wachstum von Bakterien hemmen oder sie abtöten. Sie werden für die Behandlung und seltener auch für die Vorbeugung bakterieller Infektionskrankheiten verabreicht. Ihre Effekte beruhen auf der selektiven Interaktion mit molekularen Strukturen, die für die Erreger spezifisch sind. Antibiotika werden in der Regel peroral, parenteral oder lokal verabreicht. Häufige mögliche unerwünschte Wirkungen sind Verdauungsstörungen, allergische Reaktionen, Pilzinfektionen, Hautausschläge und zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen und Schwindel. Bakterien können gegenüber den Antibiotika Resistenzen entwickeln, so dass diese wirkungslos werden.

Antidementiva sind Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung von Demenzerkrankungen, z.B. der Alzheimer-Erkrankung oder der Parkinson-Demenz.

Antidepressiva sind Wirkstoffe mit stimmungsaufhellenden Eigenschaften für die Behandlung von Depressionen. Es existieren verschiedene weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise chronische Schmerzen, Schlafstörungen, ADHS sowie Angst-, Panik- und Zwangsstörungen. Die Effekte beruhen in der Regel auf der Interaktion mit Neurotransmittersystemen im Gehirn. Viele Wirkstoffe hemmen die Wiederaufnahme von Neurotransmittern in präsynaptische Nervenzellen oder interagieren mit ihren Rezeptoren. Die maximalen Effekte treten typischerweise mit einer Verzögerung von zwei bis vier Wochen ein. Bei einigen Vertretern wurde jedoch ein unmittelbarer Wirkungseintritt festgestellt. Antidepressiva sind anfällig für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Typische Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, eine Verstopfung, eine Gewichtszunahme oder ein Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zittern, Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen und Herz-Kreislauf-Störungen.

Antidiabetika sind Arzneimittel zur Behandlung eines Diabetes mellitus. Die verwendeten Substanzen vermögen den Blutzucker über unterschiedliche Mechanismen zu senken. Dazu gehören eine verminderte Bildung des Blutzuckers, eine verstärkte Aufnahme in die Gewebe oder eine Förderung von körpereigenen Substanzen, welche den Blutzucker senken.

 Obstipantia, Stopfmittel, Durchfallmitttel, Antidiarrhoika

Antiemetika sind Wirkstoffe, die für die Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlicher Ursache eingesetzt werden. Zum Beispiel bei einer Reisekrankheit, einer Migräne, einer Magen-Darm-Grippe, bei einer Chemotherapie und nach Operationen. Ihre Effekte beruhen auf dem Antagonismus an verschiedenen Neurotransmitter-Rezeptoren. Zu den Antiemetika gehören unter anderem die Dopamin-Antagonisten, Antihistaminika der 1. Generation, Anticholinergika und Serotonin-Antagonisten.

Antifibrinolytika sind Arzneimittel zur Verhinderung bestimmter Blutungen.

Antiflatulentien sind Arzneimittel, die gegen Blähungen (Gas im Darm, Abgang von Gasen) wirksam sind.

Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Augeninnendrucks, siehe unter Grüner Star

Antigonorrhoeika sind Antibiotika zur Behandlung der Gonorrhö (Tripper, siehe dort).

Étudier