Histologie 3

Versilberung

Versilberung


E. L.
Diese Lernkarten befassen sich mit der Versilberung nach Gomori, einem Verfahren zur Darstellung retikulärer Fasern und anderer Strukturen in der Histologie. Sie erläutern die Schritte des Prozesses, mögliche Fehlerquellen wie zu lange Fixation oder Spülschritte, sowie die Bedeutung von Silberionen und Reduktionsmitteln. Die Karten behandeln auch die klinische Anwendung, etwa bei der Differentialdiagnose von Tumoren oder Erkrankungen des Knochenmarks und der Leber. Ideal für Medizinstudenten und Pathologen, die sich mit histologischen Färbetechniken vertraut machen möchten.
Karten
11
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.10.2020 / 17.11.2020

Lernkarten

Was wird ''eigentlich'' mit der Versilberung nachgewiesen und was kann Histologisch dargestellt werden?

Aldehydgruppen


-Retikuläre Fasern / Basalmembran

-Melaonzyten
-Nervenzellen
-Neuroglia
-Mikroorganismen wie Pilze

allgemeines Prinzip:

An die zu darstellende Struktur lagern sich Silberionen an. Durch diese Zellbestandteile oder durch ein Reduktionsmittel werden die Silberionen zu elementarem Silber reduziert. Der gebil- dete Metallniederschlag stellt die Struktur schwarz dar.

Versilberung nach Gomori - 6 Schritte

Was passiert?

1) Aldehydgruppen bilden
-Glykoproteine werden zu Aldehydgruppen reduziert

2) Sensibilisieren
-der genaue Vorgang ist nicht bekannt

3) Imprägnation
- Ag+ -> Ag

4) Reduktion in Formalin
-weitere Silber-Ionen binden sich selektiv -> wird schlagartig schwarz

5) Fixieren
-Silberchlorid wird entfernt -> verhindert nachschwärzung

6) Gegenfärbung
-Kernechtrot -> darf nicht zu stark ausfallen

Was bewirkt Tonen in Goldchlorid?

-schärferes Bild
-reduktion der Hintergrundfärbung

 

MERKE: Muss nicht gemacht werden. Wenn es gemacht wird -> als 5ter Schritt 

Klinische anwendung? 2

• Die Darstellung retikulärer Fasern kann bei der Differentialdiagnose bei bestimmten Tumoren (Lymphome, Leberzellkarzinome) behilflich sein.

• Die Veränderung normaler retikulärer Fasermuster, bei Erkrankungen des roten Knochemakres oder der Leber, kann dargestellt werden.

Argentaffine Reaktion

Argyrophile Reaktion 

Argentaffine Reaktion Das Gewebe, respektive bestimmte Anteile davon sind fähig Silbersalze (Ag+ - Ionen) selbst zu elementarem Silber (Ag0) zu reduzieren. 

 

Argyrophile Reaktion Diese Versilberungen benötigen ein Reduktionsmittel. Die sich an die Struktur angelagerten Silberionen (Ag+) werden durch ein Reduktionsmittel (in der Regel Formalin) zu elementarem Silber (Ag0) reduziert.
Gomori

Wichtiges zu beachten?

•Saubere Gefässe (Staub reduziert Silbenitrat!)

•Keine Metallpinzetten

•Silberlösung sorgfältig herstellen 

•Silberlösung immer verschlossen halten, dunkel lagern (Licht reduziert Silbernitrat!)

•Spülschritt zwischen Silberlösung und Formalin

•Alter der Färbelösungen, insbes. Ammoniak

•(Zeit im Xylol)

Achtung: Eingetrocknete silberlösungen _____ ______.

Explodieren Spontan

mögliche Fehler:

Spühlschritt im H2O zwischen Silberlösug und Formalin

-zu lange?

-Zu kurz?

zu kurz:
-diffuse silberniederschläge

zu lang:
-zu viele Silberionen werden entfernt

mögliche Fehler:

Fixation im Natriumthiosulfst zu lange?

Würde wieder entfernt werden

Quelitätskiriterien?

Kontrollgewebe?

Reti:
-schwarz

Kollagen:
-braun

Kerne:
-rötlich bis braun

Gegenfärbung:
-dezent Rot

-> Retikuläre Fasern
-> Sollten durchgezogen sein

 

-> Kontrollgewebe: Leber

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