Motivation und Emotion

Uni Würzburg Psychologie // Kontrollfragen zur VL SS 2020 & WS20/21

Uni Würzburg Psychologie // Kontrollfragen zur VL SS 2020 & WS20/21


F. P.
Diese Lernkarten behandeln die psychologischen Grundlagen von Motivation und Emotion auf universitärem Niveau. Im Fokus stehen Modelle, Theorien und Studien zu Emotionsregulation, hedonischer Tretmühle sowie der Rolle von Anreizen, Zielen und Situationen für menschliches Verhalten. Psychologiestudierende profitieren davon, um emotionale Prozesse und deren Steuerung in Theorie und Praxis zu verstehen.
Karten
227
Lernende
31
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
26.10.2020 / 11.10.2026

Lernkarten

Was ist eine hedonische Tretmühle?

(E43)

Hedonischen Tretmühle:

• Gegenstand der Positiven Psychologie -> "Was macht uns glücklich?"

• menschl. Tendenz, nach stark positivem / negativen Lebensereignis zügig zu einem relativ stabilem Level des Glücklichseins zurückzukehren.

Studie:

• Tagebuchführung über je 3 positive Tageserlebnisse & ihre Verursachung. Im Vergleich zu

• steigendes Wohlbefinden mit zunehmender Dauer der Intervention (verglichen mit Kontrollgruppe).

=> bereits kleine Interventionen können sehr wirksam für das Glücklichsein sein.

Erklärung der hohen Wirksamkeit:

• Durchbrechen der hedonischen Tretmühle:

-> sehr schnelle Gewöhnung an verbesserte Lebensumstände -> "Blindheit" für Positives.

=> erneuerte Wertschätzung kleiner Erfolgen durchbricht diese Gewöhnung.

Wie beeinflussen Furchtappelle gesundheitsförderliches Verhalten?

(E44)

Einfluss von Furchtappellen:

-> z.B. "Schockbilder" auf Zigaretten.

• Steigende Nachfrage nach Entwöhnungsprogrammen & sinkender Konsum in Ländern mit Schockbildern.

• abschreckender Effekt nur bei großen Abbildungen; geringe Wirksamkeit von Textbotschaften.

=> Schlüsselelement: Erzeugung von (konkreter) Furcht & verbundener Appell zum Stoppen des selbstschädigenden Verhaltens.

Beschreiben Sie den grundlegenden Ablauf eines (kognitiv- behavioralen) Ärger-Management Programms.

(E45)

Kognitiv-behaviorales Ärger-Management:

• belegte Effektivität solcher Trainingsmethoden.

• 3 Schritte zur Reduktion von Ärger & Vermeidung von Aggresion:

1. Trainieren von Erkennen & Vermeidung ärgerlicher Situationen.

2. Erlernen von Strategien & Techniken zur Vermeidung überstürzter Reaktionen & Entspannung.

-> z. B. Atemtechniken, Selbstinstruktionen, Strategien der kognitiven Neubewertung.

3. Einüben alternativer Problemlösestrategien & sozial verträglicher Umgangsformen (z.B. in Rollenspielen).