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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 26.10.2020 / 25.07.2021
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Welche emotionalen Funktionen werden der Insula zugeschrieben?

(E31)

Emotionale Funktion der Insula:

Repräsentation körperlicher Zustände im Gehirn.

-> erhöhte Aktivierung bei Aufgaben zur Körperwahrnehmung (z.B. darauf achten auf eigenen Puls).

Bedeutung von körperlichen Empfindungen für das Emotionserleben -> Beteiligung an emotionalen Vorgängen:

-> Emotionserkennung.

-> Empathie.

-> Risikoentscheidungen.

-> Furchtkonditionierung etc.

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Was behauptet die Theorie der somatischen Marker von Antonio Damasio? Erläutern Sie dazu die Studie von Bechara et al. (1994).

(E32)

Theorie der somatischen Marker (Damasio):

OFC integriert körperliche Korrelate emotionaler Handlungskonsequenzen & nutzt diese bei der Entscheidungsfindung.

• Assoziationen zw. Verhaltensentscheidungen & emotional-somatischen Folgen werden automatisch gebildet.

Reaktivierung assoziierter Konsequenz, wenn Verhalten erneut zur Wahl steht -> Verhaltensoption ist "emotional markiert".

Studie (Bechara et al.):

• VPn mit OFC-Läsion vs. gesunde VPn spielen Kartenspiel (Ziel: hohe Gewinne).

• 2 „gute“ Stapel: niedrige Gewinnen & Verlusten; insgesamt Nettogewinn.

• 2 „schlechte“ Stapel: hohe Gewinne & Verluste insgesamt Nettoverlust.

-> zu erlernende Strategie: Verzicht auf schnelle, hohe Gewinne -> Setzen auf längerfristige, kleinere Gewinne.

Ergebnis:

• Gesunde VPn: schnelles Erlernen der optimalen Strategie; erhöhte Hautleitfähigkeit vor dem Ziehen von schlechten Stapeln.

• Patienten mit Läsion: bleiben bei den schlechten Stapeln; keine erhöhten Hautleitreaktionen vor dem Ziehen einer Karte.

Interpretation:

• gesunde VPn nutzen körperlich-emotionale Erregung als Entscheidungshilfe ("Wahl danach, welche Entscheidung sich gut / schlecht anfühlt").

• Fehlen dieses "intuitiven Bauchgefühl“ bei Läsionspatienten -> beeinträchtigtes Entscheidungsverhalten.

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Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen einer Reaktionsspezifität im vegetativen Nervensystem und der Idee einer Ressourcenmobilisierung. Wie lässt sich dieser Zusammenhang funktional erklären?

(E33)

Früherer Annahme:

• Distinkte physiologische Profile von Basisemotionen (v.a. im peripheren NS).

Neuere Metaanalysen:

spezifische Reaktionsprofile NICHT für Basisemotionen, dafür für best. Untertypen emotionaler Zustände.

-> gewisser Grad von Reaktionsspezifizität, v.a. bei Ignorieren der Kategoriegrenzen von Basisemotionen.

-> Spezifität für Vorhersagen des emotionalen Erlebens aus physiologischen Maßen nicht ausreichend.

Anpassung des Körpermilieus an globale Verhaltensorientierungen (aktiv / passiv, Annäherung / Vermeidung)?

-> Unterschiedlichen Anforderungen emotionaler Kontexte bezüglich einer Ressourcenmobilisierung?

• Physiologische Reaktion hängt also von Beschaffenheit der aktuellem emotionalen Situation ab.

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Erläutern Sie die Cannon-Bard Theorie der Emotionsentstehung. Welche Rolle spielen körperliche Erregungszustände für das emotionale Erleben laut dieser Theorie?

(E34)

Cannon-Bard Theorie der Emotionsentstehung:

• Gegenpol zur James-Lange-Theorie.

• sensorische Signale -> Thalamus -> gleichzeitige Weiterleitung an Cortex (emotionale Interpretation) & Hypothalamus (vegetative Reaktion).

-> Simultanes & unabhängiges Auftreten emotionaler Gefühle & körperlicher Veränderungen.

• Körperlichen Reaktionen nur anhand ihrer Intensität (Erregung), NICHT aber ihrer Qualität zu unterscheiden.

Heutige Bewertung:

• Beide Annahmen sind falsch:

-> körperliche Zustände können emotionales Erleben beeinflussen.

-> zumindest manche Emotionen besitzen spezifische vegetative Reaktionsprofile.

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Welche Vorgänge lösen eine Kampf-oder-Flucht Reaktion aus? Nennen Sie körperliche Veränderungen, die für eine Kampf- oder-Flucht Reaktion charakteristisch sind.

(E35)

Fight-or-Flight Reaction (z.B. Cannon):

• Auftreten bei akuter Bedrohung (z.B. Attacke); Versetzt Körper in erhöhte Abwehr- & Fluchtbereitschaft.

• Physiologische Signalkaskade:

-> Alarmsignal aus dem Gehirn -> Amygdala-Hypothalamus-Hypophyse-Achse: Freisetzung von Stresshormonen.

-> Hormone & sympathisches NS: Bereitstellung von Energie für schnelle Notfallreaktion (Blutstrom etc.).

• Bewirkte physiologische Veränderungen / Symptome:

-> z.B. beschleunigter Puls, erweiterte Pupillen, trockener Mund, gerötete Haut, Tunnelblick, verlangsamte Verdauung, Blasenentleerung, Zittern und Hörbeeinträchtigung.

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Erläutern Sie den themenbasierten Appraisal-Ansatz von Richard Lazarus (1991).

(E36)

• allgemein - Kognitive Emotionstheorien: Abhängigkeit der Emotionen von Einschätzungen (Appraisals) einer Situation (Werte, Ziele, Wünsche).

-> Einschätzungen lösen spez. Reaktionen (physiologisch, motivational & expressiv) -> Gesamterleben: spez. Emotion.

Themenbasierte Appraisaltheorie (nach Lazarus, 1991):

 

Themenbasierten Ansatz: limitierte Anzahl „relationaler Themen“ im Appraisal-Prozess, die bestimmte Emotionen generieren.

-> ähnelt diskreten Emotionsmodell.

• Beispiele relationaler Themen:

-> Ärger: Beleidung / Angriff gegen eigene Person.

-> Angst: eine unbestimmte existenzielle Bedrohung.

-> Furcht: konkrete & plötzliche körperliche Bedrohung.

-> Ekel: unverdauliches Objekt (oder Idee).

-> Neid: Verlangen nach etwas, was jemand anderes besitzt.

-> Scham: Nicht-Genügen eines Ego-Ideals.

-> Traurigkeit: unwiederbringlicher Verlust.

-> Freude: gutes Vorankommen bei der Realisierung von Zielen.

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Wie kann man erklären, dass Personen mit semantischer Demenz keine Emotionen erkennen können? Beschreiben Sie dazu das Experiment von Lindquist et al. (2011).

(E37)

Konstruktivistische Theorien:

• Wahrgenommene Emotionen (bei anderen & selbst) sind abhängig von verfügbaren interpretativen Schemata.

-> Einfluss individuellen Wissens über Emotionen auf Interpretation & Empfinden einer Situation.

Studie zu Emotionserkennung & semantischer Demenz (Lindquist et al.):

 • VPn mit neurodegenerativen Erkrankung (semantische Demenz) vs. Kontrollgruppe.

• Subjektiv "sinnvolles" Sortieren von Bildern (6 diskrete emotionale Gesichtsausdrücke).

Ergebnis:

• Gesunde VPn: Bevorzugen bestimmter Emotionsausdrücke als Gruppierungseinheiten.

• Patienten: Mehrheitliches Sortieren zu zwei Stapeln: positive vs. negative Expressionen.

Interpretation:

• Ohne semantisches Wissen zwar Valenz eines Gesichtsausdrucks erkennbar, genauere Interpretationen aber NICHT möglich.

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Was ist unter einer Regulation von Emotionen zu verstehen?

(E38)

Emotionsregulation:

• Wege und Mittel der Einflussnahme auf:

-> empfundene Emotionen.

-> Zeitpunkt des Empfindens von Emotionen.

-> Ausdruck & Erleben von Emotionen.

• Vielfältige Gründe & Strategien.

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Welche Antriebe/Gründe gibt es für eine Emotionsregulation?

(E39)

Vielfältige Gründe für Emotionsregulation:

Funktionale Motivation: "sinnvolle" Anpassung der empfundenen Emotion an aktuelle Handlungsanforderungen.

-> z.B. Verstärkung von Wut in Vorbereitung auf Konfrontation.

Prosoziale Motivation: Selbstregulation aus Rücksicht auf andere.

-> z.B. Ertragen unangenehmen Körpergeruchs, um Gegenüber nicht zu verletzen.

Selbstschutz: Schutz des Selbswerts / Selbstbildes vor bedrohlichen / scherzhaften Ereignissen.

-> z.B. Psychologische Abwehrmechanismen (Verdrängung, Distanzierung, kogn. Umdeutungen etc.): bringen negative Erlebnisse in Einklang mit dem Selnstnild.

Eindrucksmanagement (impression management): Transportieren eines positiven Bildes nach außen.

-> z.B. gespielte gute Laune der Gastgeber, damit sich Gäste möglichst wohl fühlen.

Hedonistische Motivation: Maximierung von Lust (positive Emotionen) & Vermeidung von Unlust (negative Emotionen).

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Erklären Sie an einem praktischen  Bsp. grundlegende Strategien der Emotionsregulation.

Welche Strategien setzen an den Bedingungen vor der Emotionsentstehung und welche Strategien an den Bedingungen nach der Emotionsentstehung an?

(E40)

Strategien der Emotionsregulation - 5 Ansatzpunkte (nach Gross & Thompson):

1. Auswahl einer Situation (antezedensfokussiert):

• strategisches Aufsuchen / Vermeiden emotionsauslösender Situationen.

-> z.B. "Krank machen" um Referat nicht halten zu müssen.

2. Veränderung einer vorgefundenen Situation (antezedensfokussiert):

• Aktive Modifikation zur Anpassung der Situation an eigenen Wünsche und Bedürfnisse.

-> z.B. Auswahl eines Referatsthemas, mit dem man sich identifizieren kann.

3. Aufmerksamkeitskontrolle (antezedensfokussiert):

• Verstärken / Abschwächen bestimmter emotionaler Reaktionen durch Aufmerksamkeitslenkung auf emotionale / nicht-emotionale Aspekte einer Situation (Fokussierung / Ablenkung).

-> z.B. Fokus auf Referatsfolien statt Blickkontakt mit Zuhörern.

4. Interpretation einer Situation (antezedensfokussiert):

• Neubewertungen / Uminterpretation (Reappraisal) der emotionalen Bedeutung von Ereignissen

• Auch: günstigen Attributionen / Abwehrmechanismen (Verdrängung, Leugnung, Intellektualisierung etc.).

-> z.B. vor dem Referat in Erinnerung rufen, dass Referat nur eine von mehreren Teilleistungen darstellt.

5. Reaktionskontrolle bzw. -modulation (reaktionsfokussiert):

• Willentliche Suppression / Verstärkung emotionaler Reaktionen auf versch. Ebenen:

-> physiologisch, Verhalten & Tendenzen.

-> z.B. "Festhalten" an Karteikarten während des Referats, damit Hände weniger zittern.

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Beschreiben Sie Ablauf und Ergebnisse der Untersuchung von Lazarus et al. (1965) zur kognitiven Emotionsregulation bei der Betrachtung furchteinflößender Filme.

(E41)

Studie zur Effektivität von Regulationsstrategien (Lazarus et al.):

• Messung der Hautleitfähigkeit von VPn während dem Sehen eines furchtauslösenden Films über Arbeitsunfälle.

• UV: leugnender (falsches Blut, Trickaufnahmen) vs. ein intellektualisierender (sachlicher Bericht über Arbeitsrisiken, objektive Analyse von Risikofaktoren) vs. ein neutraler Kommentar (Kontrollbedingung) vor dem Film.

Ergebnis & Interpretation:

• Hautleitfähigkeit (Index emotionaler Erregung) in leugnender & intellektualisierender Bedinung signifikant gesenkt.

=> Kognitive Umbewertung kann emotionale Relevanz einer Situation wirksam verändern.

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Welchen Einfluss hat eine Unterdrückung von emotionalen Reaktionen auf den emotionalen Zustand der Person? Beschreiben Sie Studien, die (unerwünschte) Nebenwirkungen einer Reaktionskontrolle belegen.

(E42)

Emotionale Reaktionsunterdrückung:

Studie 1 (Gross & Levenson):

• Experimentalgruppe soll Emotionen während dem Sehen eines traurigen / fröhlichen / neutralen Films verbergen.

-> Reduktion von Befindlichkeitsausdruck & Intensität der emotionalen Empfindung (passt zu Facial-Feedback Hypothese).

-> ABER: Zunahme kardiovaskulärer Erregung (unabhängig von Valenz unterdrückter Emotion).

=> vermehrt physiologische Erregung trotz kognitiver Effekte der Unterdrückung.

Studie 2:

• je 2 Frauen sehen aufwühlenden Film; nachfolgendes Gespräch.

• Frau 1: Anweisung zur Unterdrückung emotionalen Ausdrucks im Gespräch.

• Beurteilung von Qualität & Art der Interaktion beider Frauen.

-> Frau(en) 1: reduzierte Expressivität & Reaktivität (erhöhte Ablenkung) auf Gesprächsbeiträge der Partnerin(nen).

-> Frau(en) 2: physiologische Stressreaktion auf Maskierungsbemühungen des Gegenübers & geringer eingeschätzte Wärme / Nähe.

=> Interaktionen mit anderen leidet unter dem Verbrauch von kognitiven Ressourcen durch die Unterdrückung.

in beiden Studien:

• (negativer) physiologischer Effekt NUR bei Reaktionsunterdrückung, nicht bei kognitiver Umbewertung.

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Was ist eine hedonische Tretmühle?

(E43)

Hedonischen Tretmühle:

• Gegenstand der Positiven Psychologie -> "Was macht uns glücklich?"

• menschl. Tendenz, nach stark positivem / negativen Lebensereignis zügig zu einem relativ stabilem Level des Glücklichseins zurückzukehren.

Studie:

Tagebuchführung über je 3 positive Tageserlebnisse & ihre Verursachung. Im Vergleich zu

• steigendes Wohlbefinden mit zunehmender Dauer der Intervention (verglichen mit Kontrollgruppe).

=> bereits kleine Interventionen können sehr wirksam für das Glücklichsein sein.

Erklärung der hohen Wirksamkeit:

• Durchbrechen der hedonischen Tretmühle:

-> sehr schnelle Gewöhnung an verbesserte Lebensumstände -> "Blindheit" für Positives.

=> erneuerte Wertschätzung kleiner Erfolgen durchbricht diese Gewöhnung.

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Wie beeinflussen Furchtappelle gesundheitsförderliches Verhalten?

(E44)

Einfluss von Furchtappellen:

-> z.B. "Schockbilder" auf Zigaretten.

• Steigende Nachfrage nach Entwöhnungsprogrammen & sinkender Konsum in Ländern mit Schockbildern.

• abschreckender Effekt nur bei großen Abbildungen; geringe Wirksamkeit von Textbotschaften.

=> Schlüsselelement: Erzeugung von (konkreter) Furcht & verbundener Appell zum Stoppen des selbstschädigenden Verhaltens.

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Beschreiben Sie den grundlegenden Ablauf eines (kognitiv- behavioralen) Ärger-Management Programms.

(E45)

Kognitiv-behaviorales Ärger-Management:

• belegte Effektivität solcher Trainingsmethoden.

• 3 Schritte zur Reduktion von Ärger & Vermeidung von Aggresion:

1. Trainieren von Erkennen & Vermeidung ärgerlicher Situationen.

2. Erlernen von Strategien & Techniken zur Vermeidung überstürzter Reaktionen & Entspannung.

-> z. B. Atemtechniken, Selbstinstruktionen, Strategien der kognitiven Neubewertung.

3. Einüben alternativer Problemlösestrategien & sozial verträglicher Umgangsformen (z.B. in Rollenspielen).

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Erläutern Sie zentrale Fragen der Motivations, - Volitions- und Emotionspsychologie mit eigenen Beispielen

(1)

1. Warum tun wir, was wir tun? ("Warum studiere ich?") 

     - Motivationspsychologie

2. Wie tun wir das, was wir wollen?? ("Wie beende ich 

     erfolgreich mein Studium?") - Volitionspsychologie

3. Emotionen: Was? Woher? Kontrolle? 

     - Emotionspsychologie

 

 

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Erklären Sie das Wechselwirkungs-Modell der modernen Motivationspsychologie. Welches Ergebnis der klassischen Studie von Le Magnen (1967) stützt dieses Modell?

(2)

 

Motivation als Wechselwirkung (Interaktion) zw. Situation und Person.

Le Magnen Studie:                                                                Variationseffekte bei der Einnahme von Kalorien durch Ratten. Unabhängig von Hunger nehmen die Tiere bei varriierendem Angebot mehr Kalorien auf.

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1 Kommentare

  • 11.01.2021
    Kommentar gelöscht
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Erläutern Sie grundlegende Probleme, mit denen sich die Motivationspsychologie beschäftigt.

(3)

1. Motivklassifikation (inhaltlich, Motivkataloge)

2. Motivgenese (Entstehung, Entwicklung, Änderung)

3. Motivmessung (Erfassung individueller Variationen)

4. Motivanregung (welche Anregungsbedingungen?)

-------

5. Wechsel & Wiederaufnahme der Motivation.       (Abgrenzung im Verhaltensstrom etc.)

6. Motivierte Zielgerichtetheit & Motivationskonflikt.     (Zielgerichtetheit Teil motivierten Verhaltens;   Konflikte zw. verschiedenen Handlungszielen)

7. Selbstregulat. Zwischenprozesse der Motivation.   (hypoth. Zwischenprozesse zur Rekonstruktion v.   Motivation in einzelnen Phasen der Verhaltens)

8. Motivationswirkungen (Manifestationen in.   beobachtbarem Verhalten & Resultate) 

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Was ist "Affective Computing"?

(4)

Maschinelle Verarbeitung von Emotionen; Optimierung von Mensch-Computer-Systemen

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  • 11.01.2021
    Kommentar gelöscht
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Was ist Gegenstand der Motivationspsychologie?

(5)

Erklären ergebnisorientierten, zielgerichteten Verhaltens (Handelns)

-> Richtung (Wahl), Intensität (Anstrengung), Beginn &   Ende (Latenz), Dauer (Persistenz)

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Motive sind theoretische Konstrukte zur Erklärung intraindividueller Stabilität und interindividueller Variabilität. Erläutern sie die Aussage.

(6)

Länger bestehende Motive erklären die Stabilität des Verhaltens einer Einzelperson. Variationen der einzelnen Motivationen zwischen den Individuen erklären wiederum die Unterschiedlichkeit des Verhaltens mehrerer Personen.

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  • 11.01.2021
    Alltag: Zuschreiben von Gründen für Handeln (er ist verspielt), mangelnder Erklärungswert und Zirkularität
    Psychologie: allgemeingültige Aussagen treffen
    Äquivalenzhypothese: wenige Motive
    empirische Prüfung
    intra inter Motive
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Welche Unterschiede bestehen zw. wissenschaftlichen & alltagspsychologischen Erklärungen von zielgerichtetem Verhalten? 

(7)

 

Alltag: 

Zuschreibung (!) v. Gründen / Charaktereigenschaften; Zirkularität / mangelnder. Erklärungswert

Wissenschaft: 

Erklären: (!) Ursache-Wirkungs-Beziehungen (allgemeingültig)

-> wenige grundlegende Motive, situative Anregungsbedingungen, unabh. Erfassung v. Motiv & Verhalten, empirische Prüfung

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Erläutern Sie die Heider-Simmel-Illusion. Welche alltagspsychologischen Prozesse werden hier aktiv?

(8)

Lizenzierung: Keine Angabe

Bewegte Objekte und Linien werden als handelnde und fühlende Individuen interpretiert, die miteinander interagieren.

-> reine Zuschreibung von Außen

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Was unterscheidet Motive von Trieben?

(9)

Motiv: 

zeitl. stabile Wahrnehmungs- & Bewertungsdisposition

Inhaltsklasse v. Handlungszielen (z.B. Macht, Leistung)

Anregungdurch situative Hinweise (Anreize)

Trieb:

Aktivierende Anspannung

Reduktion wird befriedigend / lustvoll erlebt

 

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  • 11.01.2021
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Welcher Zusammenhang besteht zw. Bedürfnissen & Anreizen?

(10)

Lizenzierung: Keine Angabe

Bedürfnis:

Mangelzustand / Wachstumsorientierung 

(Physiologisch, psychologisch & sozial)

Anreiz:

Individueller "Wert" eines Objekts / einer Situation 

affektive Reaktion auf bedürfnisrelevante Reize

(Intrinsisch: Tätigkeits- / extrinsisch: Ergebnisanreize)

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Was ist ein Ziel?

(11)

Lizenzierung: Keine Angabe

Anstreben eines Endzustands durch einen Verhaltensakt (Mittel)

Hierarchische Gliederung in Ober- & Unterziele

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Mit welchen konzeptuellen Problemen hat die Motivationspsychologie zu kämpfen?

(12)

1. Terminologische Verwirrung

2. Problem der Motivklassifikation

3. Richtiger Abstraktionsgrad (welche Hierarchiestufe?)

4. Gefahr der Zirkularität (Motiv <-> Verhalten)

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Erläutern Sie zwei allgemeine Prinzipien der Verhaltensregulation.

(13)

Hedonismus:

Streben nach Lust, Vermeiden von Unlust, günstige Affektbilanz durch Selbstregulation

Homöostase:

Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes, Regelkreis (IST- Wert vs. SOLL-Wert)

 

 

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Erläutern Sie den Unterschied zwischen motivationspsychologischen Druck- & Zugvariablen

(14)

Lizenzierung: Keine Angabe

Druck: angetrieben (Instinkt, Trieb, Emotion)

Zug: angezogen (Ziele, Anreize)

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Was sind direkte & indirekte Messverfahren der Motivationspsychologie und was messen sie? 

Warum ist die Unterscheidung zw. expliziten & impliziten Motivanteilen für eine Verhaltensvorhersage wichtig?

(15)

Expliziter Motivanteil: bewusst, verbalisierbar

-> direkte Messverfahren (Fragebögen etc.)

Impliziter Motivanteil: unbewusst, zeigt sich.   bei selbstinitiierter Handlung in.   Interpretationsspielraum

-> indirekte (projektive) Messverfahren (Rorschach-Test, Thematischer Apperzeptionstest TAT etc.)

Verhaltensvorhersage: ?