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Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 12.10.2020 / 13.10.2020
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Wofür werden Laser OP's am Auge gemacht?

um eine Brille oder KL ersetzen zu können
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Wie wurden früher Laser OP's durchgeführt?

Im 20. Jahrhundert wurden die Augen noch mittels radialer Keratotomie behandelt. Dabei wurden radiär Schnitte in die Hornhaut gemacht. Oftmals hatten die Operierten davon Entzündungen & Narben. Erst ab 1983 wurde das erste Mal mit Lasern gearbeitet. Es wurde auch mit Intraokularlinsen(IOL) gearbeitet, dabei war ein Meilenstein die licht-adjustierbare Linse, sie bestand aus einem Silikon, das mit Polymeren angereichert war, welche auf UV-Licht reagierten. Durch dieses Anpassen ans Licht, konnte die Linse ihre Korrektur noch um plus oder minus zwei Dioptrien im eingesetzten Zustand verändern. 

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Was können Folgen von Laser OP's sein?

Es können Nebenwirkungen wie Einschränkungen des Dämmerungs- & Nachtsehens durch die reduzierte Kontrastsensitivität, Glanzeffekte oder Halos sind manchmal bemerkbar. Kurz- oder langfristig kann auch eine Über- oder eine Unterkorrektur der Fall sein, eine Verminderung des bestkorrigierten Visus, Infektionen am Auge, trockene Augen oder eine Ektasie (Auswölbung der destabilisierten Hornhaut), welche eine Hornhauttransplantation zur Folge hat, können alle als Nebenwirkungen nach einer solchen OP auftreten.

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Was sollte vor einer Laser OP immer beachtet werden?

Man sollte das gesamte Auge untersuchen lassen & selber abwägen, ob es sich lohnt, in eigentlich gesundes Gewebe einzudringen und dieses zu verletzen. Zudem kann sich das Auge bis zum 25. Lebensjahr gut noch verändern, optimal wird sogar 30 Jahre angegeben.  Zudem sollte die Hornhautdicke nicht unter 250 Nanometern liegen.

Jedoch ist in einem höheren Alter noch zu berechnen, dass das Auge und auch das Gewebe überhaupt schon sehr viel durch gemacht hat und auch oft Erscheinungen wie trockene Augen oder ein Ektropium vortreten können.

 

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Wie läuft eine solche Laser OP ab?

Im besten Fall ist nach einer solchen Operation der refraktive Fehler kleiner als plus minus 0.5 Dioptrien, der unkorrigierte Visus ändert sich ebenfalls idealerweise auf 1.0 oder mehr. Das Ziel einer refraktiv-chirurgischen Operation ist es, den Brechwert des Systems des Auges so anzupassen, dass man die Abbildung wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet sieht. Eine Laser-OP erfolgt heute mittels Gewebeabtrag, zudem werden noch Linsen eingesetzt, welche die zur körpereigenen Linse eingesetzt werden und solche welche die gesunde körpereigene Linse ersetzen. 

 

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Was ist eine photorefraktive Keratektomie(PRK)?

 Bei einer PRK findet der Gewebeabtrag zum Teil auf der Hornhautoberfläche statt. Dies ist das älteste Laserverfahren zur Behandlung von Fehlsichtigkeit und wird seit 1987 durchgeführt. Bei der PRK, wie auch bei der LASEK und der EpiLASIK wird zuerst das Epithel des lokal betäubten Auges in einem ausreichend grossen Durchmesser von etwa acht bis zehn Millimetern, zentralen Hornhautbereich entfernt und anschliessend das Hornhautstroma mit dem Laser behandelt.

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Wodurch unterscheiden sich die PRK, die LASEK & die EpiLASIK?

 Die drei Verfahren unterscheiden sich durch die Entfernung des Epithels und was anschliessend mit dem Epithel passiert. Bei der PRK wird das Epithel mit Hilfe eines chirurgischen Instruments abgeschabt und nicht wieder verwendet. 

Das Abschaben wird nach dem Auflösen der Hornhaut mittels Alkohollösung durchgeführt. 

Bei der LASEK-Methode wird das Epithel ebenfalls mittels Alkohollösung leicht aufgeweicht und anschliessend zur Seite geschoben, bei der EpiLASIK hingegen wird es mit einem Hornhauthobel abgehoben und wie eine Art Flop verwendet. Die Laserbehandlung findet dann ebenfalls auf dem Strom statt und das Epithel wird bei der LASEK und bei der EpiLASIK wieder auf die Behandlungszone gelegt. Bei allen drei Behandlungen wird nach der Operation eine  therapeutische Kontaktlinse aufgesetzt, welche die behandelte und empfindliche Hornhaut bis zur kompletten Heilung schützt. Bei der PRK dauert die Epithelheilung am längsten, da das Epithel auf der gesamten Behandlungszone nachwachsen muss, dies ist ein Nachteil der Operation, zudem treten oft nach der Operation auch noch Schmerzen auf. Je nach Patient und Grösse der Behandlungszone dauert dies bis zu einer Woche. Die anderen beiden Methoden verheilen schneller, bei der EpiLASIK ist der Flop sehr hilfreich, da er bereits ein Grossteil der Behandlungszone bedeckt.

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Was ist die LASIK Methode beim Augen lasern?

Sie war bis vor kurzer Zeit, die am häufigsten angewandte Methode der refraktiven Chirurgie. Bei einer LASIK-OP hat der Patient anschliessend eine sehr schnelle und relativ scharfe Sicht, da die Operation unter der schmerzempfindlichen Hornhautoberfläche behandelt wird und  das Epithel nicht zuerst nachwachsen muss, wie bei den vorherigen Operationen. Diese Methode wird bei Korrekturen von circa -10.0dpt bis circa +5.0dpt und einem Astigmatismus von circa 5.0dpt gemacht. Nicht empfohlen wird diese Methode bei einer zu dünnen Hornhautdicke von weniger als 250 Nanometern, bei instabiler Refraktion, bei Glaukom mit Gesichtsfeldschäden, bei Katarakt, unter 18 Jahren und bei Schwangerschaft.