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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 01.09.2020 / 15.11.2021
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Stufentest:

- Wesentliche standardisierte Kenngrößen des stufenförmigen Belastungsschemas sind:

Das Prinzip der stufenförmigen Belastungsuntersuchung besteht darin, die Belas- tungsintensität langsam und kontinuierlich zu steigern und zu untersuchen, wie der Organismus auf diese Belastungsveränderung reagiert.

 

  1. Die Eingangsbelastung ist von der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Person abhän-gig. Für untrainierte Personen eignen sich eine Eingangsbelastung zwischen 25 und 50 Watt auf dem Fahrradergometer, für trainierte Personen zwischen 50 und 100 Watt.

  2. Die Steigerung der Belastung ist ebenfalls vom Leistungszustand der Testperson abhängig. Die gängigen Belastungssteigerungen liegen in Abhängigkeit von dem angewandten Testverfahren zwischen 25 und 50 Watt. Je höher die einzelnen Be- lastungssteigerungen gewählt werden, desto früher ist mit einem vorzeitigen Tes- tabbruch wegen muskulärer Erschöpfung zu rechnen.

  3. Die Stufendauer liegt im Regelfall zwischen zwei und drei Minuten, um annähernd so genannte Steady-State-Bedingungen (Einstellung eines Stoffwechselgleichge- wichtes bei einer definierten Belastung) auf jeder Belastungsstufe zu erreichen.

  4. Die Höhe der Trittfrequenz wird in Abhängigkeit vom Ausbelastungsgrad des Test- verfahrens gewählt. Bei einem submaximalen Test werden Umdrehungszahlen zwischen 60 und 80 U/min und bei einem maximalen Test zwischen 80 und 100 U/min empfohlen

  5. Die Abbruchkriterien richten sich zum einen nach der spezifischen Zielsetzung des Testverfahrens (Maximaltest vs. Submaximaltest), zum anderen existieren allge- mein gültige Abbruchkriterien, die vorschreiben, die Belastung vorzeitig abzubre- chen, um gesundheitliche Zwischenfälle zu vermeiden.

 

Die Gesamtdauer eines Stufentests sollte in etwa zwischen 10 und 18 Minuten bei entsprechend vier bis sechs Belastungsstufen liegen.

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Dauertest: 

  1. Im Gegensatz zum Stufentest muss bei einem Dauertest eine definierte Belastung (z. B. 2 km, wie beim Walking-Test) über einen längeren Belastungszeitraum aufrecht- erhalten werden, so dass annähernd ein Steady-State (Gleichgewichtszustand) er- reicht werden kann. Es ist auch die umgekehrte Vorgehensweise möglich, dass ein Be- lastungszeitraum vorgegeben (z. B. 12 min, wie beim Cooper-Test) und die in diesem Zeitraum erbrachte Leistung (z. B. zurückgelegte Wegstrecke) anschließend mit Norm- werten verglichen wird. Das so ermittelte Ergebnis lässt allgemeine Aussagen über den Ausdauerleistungszustand der betreffenden Testperson zu.

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Definition Ergometrie:

„Unter Ergometrie versteht man die quantitative Messung und Beurteilung der kör- perlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit von Gesunden und Kranken. Die Er- gometrie erfolgt mit einer definierten Belastung, sie soll reproduzierbar sein, dosier- bar, vergleichbar und objektiv“

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Anaerobe Testverfahren:

Zu den anaeroben Testverfahren der Leistungsdiagnostik gehören Tests zur Ermittlung der maximalen anaeroben Leistung (5-30 sek. Belastungsdauer bei 100 % Belastungs- intensität, z. B. Wingate-Test) und zur Messung der anaeroben Kapazität (30-90 sek. Belastungsdauer, z. B. 300 m Shuttle Test). . Bei anaeroben Testverfahren werden in der Regel die maximale Leistung, die durchschnittlich erbrachte Leistung sowie die Ge- samtleistung und das Ausmaß des Leistungsabfalls über die Belastungsdauer gemes- sen. Auf- grund der hohen physischen und psychischen Belastung bei danaeroben Testverfah- ren ist vor der Durchführung immer zu überdenken, ob diese Art der Testung für den Sportler sinnvoll ist und in Rücksprache mit einem Arzt abzuklären, ob die zu testende Person alle gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt, um diesen Belastungen ausge- setzt werden zu können.

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Vor- und Nachteile verschiedener Ausdauerergometer hinsichtlich ihrer Eignung zur Testung der Ausdauerleistungsfähigkeit

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Beschaffenheit der Testgeräte:

  • Individuelle Positionierung der Testperson auf dem Ergometer

  • Fein abgestufte Belastungsdosierung (beim Fahrrad sollte die Wattleistung idealer Weise in fünf Wattstufen bzw. beim Laufband die Geschwindigkeit in 0,5 km/h-Schritten verstellbar sein)

  • Messbarkeit der Tritt- bzw. Schritt- oder Schlagfrequenz

  • Drehzahlunabhängigkeit des Ergometers

  • Exakte Messung der Herzfrequenz

  • Anzeige der Zeitdauer

  • Persönliche Daten wie Alter, Gewicht, Geschlecht

  • Ideal: Ausgabe eines Testprotokolls inklusive Bewertung mittels Drucker

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Kontraindikationen:

  • akute fieberhafte Erkrankungen

  • Infektionen

  • Entzündungen

  • organische Schäden (Leber, Niere etc.)

  • Diabetes mellitus

  • Herzrhythmusstörungen

  • Hypertonie

  • Beta-Rezeptoren-Blocker-Einnahme

  • subjektives Unwohlsein

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 IPN-Test:

Exkurs: PWC-Test

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  1. Exkurs: PWC-Test
    Beim PWC-Test (Physical Work Capacity) handelt es sich, ähnlich wie beim IPN-Test, um einen Ausdauertest, der die Zuordnung einer erbrachten Leistung bei stufenförmig ansteigender Belastung zu einer vorgegebenen Herzfrequenz (PWC 130, 150, 170) er- möglicht (Güllich & Krüger, 2013, S. 175). Aufgrund seiner weiten Verbreitung und gu- ten Verfügbarkeit weist der PWC-Test eine große Popularität im Fitness- und Gesund- heitssport auf und ist auf Ausdauergeräten vieler Hersteller bereits vorprogrammiert. Daher lässt sich dieser Test einfach und ohne großen Vorbereitungsaufwand durch- führen. Hinsichtlich der Durchführung und der verwendeten Belastungsprotokolle (WHO und BAL) ist dieser Test analog zum IPN-Test. Allerdings werden hierbei die Grenzwerte für die Herzfrequenz nicht anhand individueller Eigenschaften, wie bei- spielsweise Ruheherzfrequenz, Alter und Trainingsstand, sondern durch subjektive Einschätzung der Testperson auf eine Herzfrequenz von 130, 150 oder 170 S/min fest- gelegt. Eine sinnvolle Ableitung von Trainingsempfehlungen anhand der Ergebnisse ei- nes PWC-Tests ist daher eigentlich nicht möglich. Auch der interindividuelle Vergleich der Testleistungen unterschiedlicher Sportler ist kritisch zu betrachten. Allerdings er- weist sich der PWC-Test in der Praxis als einfaches und schnell durchzuführendes Testverfahren zur Erfassung und Dokumentation der Trainingsfortschritte bei Ausdauer- leistungen und gewährleistet somit, unter Berücksichtigung potentieller Einflussfakto- ren (z. B. Tagesform), eine gute intraindividuelle Vergleichbarkeit der Testleistungen.