ZAG BB HF M08 Pharmakologie

Lernvorlage für Modulabschluss M08 Pharmakologie

Lernvorlage für Modulabschluss M08 Pharmakologie


S. C.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie, insbesondere für Pflegeberufe. Sie behandeln Themen wie die Wirkung von Medikamenten, Schmerzmanagement, Arzneimittellehre und die Besonderheiten bei der Anwendung von Medikamenten bei verschiedenen Patientengruppen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Pflegekräfte, die ihr Wissen über Medikamente, deren Wirkstoffe und Applikationsformen vertiefen möchten, um eine sichere und effektive Arzneimitteltherapie zu gewährleisten.
Karten
44
Lernende
59
Sprache
Deutsch
Kategorie
Pflege
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
16.07.2020 / 13.05.2024

Lernkarten

Was ist der Unterschied von neuralgischer Schmerz und nozizeptiver Schmerz?

Autor: Luca Cotti

Nozizeptiver Schmerz: Durch Schädigung verschiedener Köpergewebe ausgelöster Schmerz. Neuropathischer/Neuralgischer Schmerz: Schmerzen aufgrund einer Läsion oder Erkrankung des peripheren oder zentralen Nervensystems selbst

Welche Prinzipien gelten bei einer Arzneimitteltherapie und Schwangerschaft oder Stillperiode?

Autor: Chukie Chuchungjo

Quelle: Arzneimittellehre für Pflegeberufe

Arzneimitteltherapie:

- Es gibt altersabhängige Veränderungen der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

- Einige Wirkstoffklassen sollten bei älteren Menschen reduziert oder gar nicht eingesetzt werden( Priscus-Liste, Forta-Liste)

- Polypharmazie erhöht das Risiko und auch für unerwünschte Wirkungen, Interaktionen, schlechte Adhärenz und Hospitalisationen

Schwangerschaft oder Stillperiode:

- In der schwangerschaft und der Stillzeit ist besondere Vorsicht geboten, da die Arzneimitteltherapie die Gefahr einer Embryotoxizität bzw. einer Schädigung des Säuglings birgt

7. Nennen Sie vier mögliche Gründe für eine rektale Verabreichung von Arzneimittel

Magenunverträglichkeit

Erbrechen

Schluckbeschwerden

Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern

Welche Prinzipien gelten bei einer Arzneimitteltherapie und Schwangerschaft oder Stillperiode? 

Autorin: Cindarella Zimmermann

  • Arzneimitteltherapie während Schwangerschaft brigt Gefahr einer Fruchtschädigung. 
  • Arzneimitteltherapie kann zu einer Chromosomveränderung führen. 
  • Während der Stillperiode gelangt das Medikament über die Muttermilch zum Kind.
    Quelle: Schmid et al.

Wo ist der Wirkungsort von Schleifendiuretika? 

Antwort:

Autorin: Cindarella Zimmermann

Die Schleifendiurektika wirken am Schenkel der Henle-Schleife. 

 

Quelle: Skript (wobei ich sagen muss, ist das Bild im Skript zwar nicht beschriftet, aber wie der Name vom Medikament (Schleifen) bereits erwähnt, wirkt das Diuretika an der Henle-Schleife.)

Welche Applikationen zählen zu den parenteralen Verabreichungen?

Autorin: Patricia Birkenstock

- Inkjektionen: intravenös, subkutan, intrakutan, intramuskulär

-Applikation an Organen: Anwendung am Ohr,  vaginal, kutan, Applikation am Auge, Inhalativ

Quelle: Skript (Mindmap Applikationsarten)

Bei welcher Medikamenten-Applikation wird der First-Pass-Effekt umgangen?

Autorin: Patricia Birkenstock

Parenterale Applikation

Quelle: Schmid, 11. Auflage

 

Was gehört zu den Indikationen für Betablocker?

-Essentielle Hypertonie

-Angina pectoris bei koronarer Herzkrankheit

-chronische Herinsuffizienz

Quelle: compendium.ch

Autorin Frau Wittmann

 

Welche unerwünschten Wirkungen können mit einer Therapie mit Augmentin (Antibiotika der Gruppe Penicillin) auftreten?

-Diarrhoe

-Übelkeit

-Emesis

-Bauchschmerzen

-Allergische Reaktionen vermehrt bei Penicillinen

 

Autorin: Frau Wittmann, Quelle: compendium.ch

Welche der vielen Wirkungen von Glukortikoiden werden therapeutisch genutzt?

Autorin: Tatar-Csilip Katalin

Therapeutisch werden Glucocorticoide genutzt wegen ihrer antienzündliche, antiallergische und immunsuppressiven Wirkung.

Quelle: Arzneimittellehre für Krankenpflegeberufe, Schmid at al, 10. Auflage

Welche Wirkstoffklassen werden als Co-Analgetika eingesetzt?

Diese Wirkstoffklassen Co-Analgetika werden eingesetzt:

  • Trizyklische Antidepressiva ( Amitriptylin, Clomipramin)
  • Antikonvulsiva (Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin)
  • Muskelrelaxanzien (Baclofen, Tetrazepam)
  • Glucocorticoide (Dexamethason)

Autor: Herr Shabani

Quelle: unbekannt

Welches Antiemetikum zählt zur Gruppe der Serotonin-Rezeptorantagonisten (5-HT3 Antagonist)?

Serotonin- Antagonisten sind Arneistoffe die Serotoninrezeptoren blockieren.

Sie werden vor allem bei Zytostatikabedingter Übelkeit und Erbrechen eingestezt.

Zu ihnen gehören:

  • Ondansteron ( Zofran)
  • Tropisetron (Navoban)
  • Granisetron Kevatril,Kytril)
  • Palonosteron

Autor: Herr Shabani

Quelle: unbekannt

Welche Auswirkung hat der einmalige Konsum von 12g Paracetamol per os bei einer gesunden, Erwachsenen Person.

Nach oraler Einnahme von 7,5–10 g Paracetamol bei kommt es zu akuten Vergiftungserscheinungen an Zellen der Leber und des Nierentubulus in Form von lebensgefährlichen Zellnekrosen. Diese Nekrosen können hepatozelluläre Insuffizienz, metabolische Azidose und Encephalopathie hervorrufen, welche zu Koma und Tod führen können.

Autorin: Miajlovic

Quelle: Compendium

Welche Eigenschaften haben Nicht- steroidale Analgetika (NSAR)

Saure Analgetika werden auch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) genannt. Diese Namensgebung beruht auf ihrer antiphlogistischen Wirkung. Somit umfasst ihr Wirkungsprofil eine analgetische, antipyretische und antiphlogistische Wirkung.

 

Die Indikation der NRSA umfassen Schmerzen bei entzündlichen und degenerativen rheumatischen Erkrankungen. (Gicht, Migräne, Fieber,….)

 

Kontraindikation:

  • Magen- Darm Ulzera
  • Allergie oder Asthma
  • Blutungsneigung
  • Letzte Wochen der Schwangerschaft
  • Schwere Leber- Nieren oder Herzinsuffizienz
  • Entzündliche Darmerkrankungen

 

 

Wichtige unerwünschte Wirkungen:

  • Magen-/ Duodenaulzera
  • Akute Niereninsuffizienz
  • Diarrhoe, Nausea, Emesis
  • Ödeme
  • Allergische Reaktion
  • Hautreaktionen

Autorin: Frau milajovic

Quelle: Arzneimittellehre für Krankenpflegeberufe

Wie erkennen Sie aus dem compendium.ch die pflegerischen Interventionen?

Ich leite von den Indikationen, Wirkung, Verabreichungsart und unerwünschten Wirkungen im Compendium ab und halte somit die Pflegerischen Interventionen fest.

 

Autorin Frau Maksuti

Welche Eigenschaften haben Opiate?

Autorin: Tatar-Csilip Katalin

Das Wirkprofil aller Opioide ist gleich, die Wirkstärke der Arzneistoffe jedoch unterschiedlich. Das Wirkprofil umfasst zentralen und peripheren Wirkungen.

Zentrale Wirkungen: analgetisch, sedativ, beruhigend, euphoriesierend, antitussiv, atemdepressiv, anfänglich emetisch, später antiemetisch, Miosis, antidiuretisch, Toleranzentwicklung und Abhängikeitsentwicklung.

Periphere Wirkungen: analgetisch, ostipierend, Tonussteigerung der Gallen- und Pankreasgänge, Kontaktion der Shliessmuskeln der Gallenblase, Harnverhalt, Blutdruckabfall und ortostatische Reaktionen, Jukreiz, Hautrötung, Gefahr eines Bronchospasmus.

Quelle: Arzneimittellehre für Krankenpflegeberufe, Schmid at al, 10. Auflage

Wie unterscheidet sich ein chronischer von einem akuten Schmerz

Akuter Schmerz: ist von begrenzter Dauer, klingt rasch ab, der Schmerz ist erträglich.

  • Zeitlich und lokal im Körper begrenzt
  • meist klare Ursachen
  • Signal und Warnfunktion
  • Abhängig von der Reizintensität

Chronischer Schmerz: wiederkehrender  Schmerz (dauerschmerz) ist schwer zu ertragen, nicht genau lokalisierbar

  • Langanhaltend >6 Monate
  • Multifaktorielle Ursachen
  • Nicht genau lokalisierbar
  • Keine Funktion

Welche Anwendungsvorschriften gibt es bei einer Osteoporose-Therapie mit oralen Biphosphonaten (Fosamax, Fosavance, Bonviva)?

  • nüchtern und unzerkaut mit einem Glas Wasser einnehmen
  • danach 30 Minuten nichts essen und trinken
  • keine anderen Medikamente gleichzeitig verabreichen
  • sowie aufstehen oder aufsitzen während mindestens 30 Minuten nach der Einnahme.

Antwort Frau Schürch

Was ist der Unterschied von neuralgischer Schmerz und nozizeptiver Schmerz? 

Neuralgisch Schmerzen werden durch dauerhafte Schädigung von Nerven ausgelöst, zum Unterschied  nozizeptiver Schmerz entsteht durch eine akute Reizung der Sinneszellen.

Was muss beim Zerkleinern von Tabletten beachtet werden?  

Von: Rebecca Kirchmeier

Darf die Tablette zerkleinert werden? Ist sie suspendierbar?

-Matrixtabletten => nicht teilbar

-Retardfilmtablette => nicht teilbar

-Multiple-Unit-Retardtablette => teilbar

https://www.rosenfluh.ch/rosenfluh/stories/publikationen/tmj/2008-02/15_Zerkleinern_2.08.pdf

Kommentar Conzett: Diese Antwort ist nicht geeignet, weil andere Literatur verwendet wird.

Wie zeigt sich die Problematik von medikamentösen Therapien bei vulnerablen Gruppen in der pflegerischen Praxis?

 

  • Das Medikamentöse Spektrum ist gering
  • Bei einer Schwangerschaft und Stillzeit: Gefahr von Fehlbildungen
  • Bei älteren Menschen: Multimorbitität und verminderte Funktionalität
  • Kinder: Veränderung der Pharmakokinetik & Pharmakodynamik, Applikationsformen sind oft ungeeignet  

Von: Tanja Sehrer

  1. Was ist ein Placebo?

Medikament ohne Wirkstoff

Was ist der Unterschied von neuralgischer Schmerz und nozizeptiver Schmerz? 

Sowohl die direkte Schädigung von Nervengewebe als auch von Nervenfunktionsstörungen lösen neurogenen - oder auch neuropathischen - Schmerz direkt aus.

Vizeraler Schmerez, somatischer Schmerz sind nozireptive Schmerzen und werden direkt von den Schmerzrezeptoren am Ort ihrer Entstehung (z. B. Knochenhaut, Haut, Muskeln oder Gelenke) ans Gehirn weitergeleitet.

Autor: J. Dowe

Frage: Welche Besonderheiten gibt es bei Arzneimitteltherapien in der Pädiatrie?

Cornelia Tschumi

Antwort: Die Gruppe der Kinder ist nicht homogen, mit der Entwicklung gibt es Anatomische, Pysiologische und Funktionelle Änderungen, so gibt es altersabhängig:

  • Veränderung der Pharmakokinetik: vordergründig ist die Absorption, die Distribution und die Elimination
  • Veränderung der Pharmakodynamik: unterschiede in der Empfindlichkeit auf Arzneimittel. àltere Kinder haben eine breitere Toleranz auf Medikamente
  • Die Dosierung wird meist anhand der Körpergewichtes berechnet.
  • Die meisten Medikamente sind bei Kindern nicht mit Studien getetest

 

(Schmid, 11.Auflg. S.55-57)

 

Welche Faktoren können die perorale Resorption von Arzneimitteln beeinflussen?

  •  Magen und Darmmotilität
  •  Magenfüllung und Nahrungsbestandsteile
  •  Wechselwirkungen von anderen eingenommenen Medikamenten
  •  Persönliche Situation und Gesundheitszustand wie (Stress und Magendarmerkrankung)

Was sind Generika?

Generika sind Nachahmerprodukte, welche wirkstoffgleich mit dem Originalprodukt sind . Für die Zulassung muss in Studien belegt werden, dass die Pharmakokinetik von Orginalprodukt und Generikum weitgehend übereinstimmen.

Quelle: Schmid. Arzneimittellehre für Pflegeberufe, 11.Auflage

Was ist im Umgang mit Betäubungsmittel in der Pflege wichtig? 

  • Beobachten und Fragen nach Verträglichkeit, v.a. unerwünschte Nebenwirkungen:
    Atemdepression ; Nausea und Emesis ; verzögerter Magenentleerung, Obstipation, gehemmte Gallen- und Pankreassekretentleerung ; Juckreiz, Toleranzentwicklung, Abhängigkeit ; Miosis ; Sedierung 
  • OPSTIPATIONSPROPHYLAXE 
  • Schmerzassessment 
  • Medikamente gegen Nausea und Emesis 
  • Fokusassessement Atmung (cave: Ateminsuffizienz) 

"Symptome einer Opioidvergiftung sind beeinträchtigtes Bewusstsein, Kreislaufstörungen und verengte Pupillen. Der Puls verlangsamt sich und die Atmung wird geschwächt, in einigen Fällen kann es zu Herzstillstand oder Atemstillstand kommen. Blaue Nägel und blaue Lippen sind auf eine unzureichende Sauerstoffzufuhr im Blut zurückzuführen. Andere mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Lungenödem und Krämpfe.

 

Antwort von: Frau Jud

Was bedeuten Intoxikation, Kumulation und Indikation?

Intoxikation: Vergiftung Quelle: Pflege heute, 7. Auflage, S. 306

Kumulation: Anreicherung eines Wirkstoffs im Körper bei wiederholter Gabe. Zur Kumulation kommt es, wenn mehr Substanz zugeführt, als in der gleichen Zeit ausgeschieden wird. Quelle: Schmid et. al. Arzneimittellehre für Krnkenpflegeberufe, S. 39 & Anmerkung von Herrn C.

Indikation: Heilanzeige (ist gegeben, wenn eine bestimmte (diagnostische oder) therapeutische Massnahme notwendig ist) Quelle: Pflege heute, 7. Auflage, S. 1276

 

 

Welche Nebenwirkungen von nichtsteriodalen Analgetika (NSAR) sind auf die Hemmung der Prostaglandinsynthese zurück zu führen?

Frage 9:

Was heisst antipyretisch, antiphlogistisch?

 

 

 

Antipyretisch = Fiebersenkend

Antiphlogistisch = Entzündungshemmend, abschwellend

 

Quelle: Schmid,  Arzneimittellehre für Pflegeberufe, 11. Auflage

 

 

Welche Faktoren können die perorale Resorption von Arzneimittel beeinflussen?

- Magen und Darmmotilität

- Magenfüllung und Nahrungsbestandteile

- Wechselwirkungen

- Persönliche Situation und Gesundheitszustand

- Arzneiform/Galenik

- Enzyme

 

Quelle: Arzneimittellehre für Krankenpflegeberufe, Schmid 10. Auflage

 

Autorin: Frau Nguyen

Was sind Generika?

Unterschiedliches Aussehen, gleicher WIrkstoff und ist günstiger als das Originalpräparat. 

 

Frage 10: Welche Eigenschaften haben Co Analgetika?

Chronische und neuropathische Schmerzen lindern.

==> Arzneimittellehre für Pflegenerufe Kapitel 11.1.3 S.79

Was ist LADME?

LADME ist ein Schema, welches angewendet wird um die pharmakokinetische Prozesse beschreibene zu können. Also den Ablauf eines Medikament, welches eingenommen wurde.

L = Liberation; Freisetzung aus der Arzneiform

A = Absorption; Aufnahme in den Blutkreislauf

D = Distribution; Verteilung im Organismus

M = Metabolismus; chemische Umwandlung des Arzneistoffs

E = Elimination; Ausscheidung des Arzneistoffes

 

Quelle: Schmid 11.Auflage, Seite 31 und LADME Prozesse - YouTube

 Was ist Ziel bei  perenterale Infusionstherapie .

-Ausgleich von Volumenverlust 

-Zufuhr von Arzneimitteln

-Herstellung normaler Elektrolytkonzentration 

-Normalisirung des Säure und Basen  Haushalters 

-Deckung des Energiebedarfs 

-Quelle 4.2.2 Arzneimittellehre für Krankenpflegeberufe 

 Schmid .

Autor A.Nitaj 

 

 

Aus welchen Gründen sinkt die Bioverfügbarkeit von einem per os eingenommenen Medikament schneller als bei einer parenteralen Applikation?

Wenn ein Medikament per os eingenommen wird, passiert der Wirkstoff zuerst über die V. portae die Leber dort wird bereits ein grosser Teil des Wirkstoffes verstoffwechselt und umgebaut, deshalb hat der Wirkstoff dann im systemischen Kreislauf eine niedrigere Bioverfügbarkeit. Dies ist der sogenannte First-Pass Effekt

 

Quelle: Arzneimittellehre für Pflegeberufe, Jelinek, 3 Auflage, First-Pass Effekt, Sandro Kuster

 

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