Humanbiologie 2

Passerelle 2020

Passerelle 2020


Michelle Weber
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Humanbiologie, insbesondere die Funktionsweise des Auges und des Nervensystems. Sie vertiefen das Verständnis von Prozessen wie der Erregungsleitung in Neuronen, der Signalverarbeitung durch Zapfen und Stäbchen sowie der Rolle des Thalamus und der Sehrinde. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Wissen über die komplexen Mechanismen der Wahrnehmung und neuronalen Kommunikation erweitern möchten.
Flashcards
49
Students
5
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
16.07.2020 / 18.06.2021

Flashcards

Glaskörper

  • Glasklare Gallerte
  • Füllt Raum zwischen Linse und Netzhaut
  • Stabilisiert Form des Auges

Schichten der Netzhaut

Aderhaut - Pitmentzellen - Stäbchen und Zapfen - Schaltzellen - Wegführende Nervenzellen

Zapfen und Stäbchen

Sind in der lichtempfindlichen Schicht und gehören zu den Sinneszellen. Zapfen sind für das Farbensehen und Stäbchen für das Dämmerungssehen. Stäbchen sehen nur schwarz - weiss. 

Gelber Fleck

  • Zentralgrube
  • In der Mitte der Netzhaut
  • Schaltzellen und wegführende Neuronen sind rund um den gelben Fleck angeordnet
  • Hat nur Zapfen -> deshalb kann man im Dunkeln nicht ganz scharf sehen
  • Stelle des schärfsten Sehens

Blinder Fleck

  • Nervenfasern werden zum Sehnerv gebündelt und verlassen den Augapfel
  • Enthält Blutgefässe
  • Keine Sinneszellen

Sehpurpur (Rhodospin)

  • Stäbchen und Zapfen besitzen Stapel von Membranen, in die lichtempfindliches Sehpurpur (Rhodopsin) eingebaut ist. Stapel vergrössern die Fläche
  • Bei Belichtung wandelt sich Rhodopsin in Metarhodopsin um. Führt zur Veränderung der Ionenverteilung und Änderung des Membranpotenzials. Ist dieses stark genug, werden am Axon Aktionspotenziale gebildet. Dabei nimmt Konzentration Rhodopsin ab und regeneriert sich wieder im Dunkeln
  • Rhodopsin-Molekül besteht aus Retinal-Molekül, das an Eiweiss (Opsin) gebunden ist
  • Opsin in Stäbchen und Zapfen verschieden
  • Retinal wird aus Vitamin A hergestellt. Vitamin A-Mangel kann Sehvermögen beeinträchtigen 

Farbensehen

  • Möglich, weil wir drei Typen von Zapfen besitzen
  • Rot-Zapfen (besonders empfindlich für langwelliges Licht), Grün-Zapfen, Blau-Zapfen (am empfindlichsten für kurzwelliges Licht)
  • Zur Identifikation einer Farbe werden Meldungen alle drei Zapfentypen kombiniert
  • Weil die Zapfen geringere Lichtempfindlichkeit haben als Stäbchen, sehen wir in der Dämmerung keine Farben

Sehbahnen

  • Nervenfasern von inneren (nasennahen) Hälften führen in gegenüberliegende Grosshirnhemisphäre
  • Nervenfasern von schläfennahen Netzhauthälften wechseln Seiten nicht
  • Im Thalamus werden visuelle Meldungen gefiltert und Empfindungen ausgelöst
  • Vom Thalamus gehen Signale zum Mittelhirn und lösen Augenbewegungen und Pupillenreaktionen aus
  • Selektionierte Meldungen werden in Sehrinde des Grosshirns ausgewertet

Leistungen des Auges

  • Gesichtsfeld ist der Bereich, den man sieht, ohne den Kopf zu bewegen. Ermöglicht das räumliche Sehen: Nachteil dabei ist ein kleineres Gesichtsfeld. Ermöglicht aber die Beurteilung von Entfernungen
  • Sehschärfe
  • Bewegungssehen: Zahl der Bilder, die wir in einer Sekunde nacheinander sehen können, ist beschränkt (ca. 20-30 Bilder pro Sekunde)
  • Schätzen von Entfernungen: dazu dienen räumliches Sehen, Grösse des Netzbilds, Stellung der Augenachsen, Anspannung des Ciliarmuskels
  • Optische Täuschungen: Sind Wahrnehmungsfehler des Gehirns

Study