Diabetes

Fragen zum Thema Diabetes

Fragen zum Thema Diabetes


U. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Diabetes, insbesondere die Typen, Symptome, Risikofaktoren und Therapieansätze. Sie behandeln die Rolle des Pankreas, die Wirkung von Insulin und Glukagon sowie die Komplikationen wie Koma und Neuropathien. Ideal für Medizinstudierende und Gesundheitsfachleute, die ihr Verständnis des Zuckerstoffwechsels und der Diabetes-Managementstrategien vertiefen möchten.
Flashcards
29
Students
19
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
16.07.2020 / 30.06.2024

Flashcards

  • Aus welchen Gewebearten besteht das Pankreas?

Exokrine Pankreasanteile: Bildet den Pankreassaft der über den Ductus pancreaticus in den Zwölffingerdarm abgeleitet wird.

Endokrine Pankreasanteile: 

Dazu zählen die Langerhans-Inseln, sind hormonproduzierende Zellverbände und im Pankreas verteilt. Sie produzieren unter andrem: 

  • B-Zellen  Insulin
  • A-Zellen  Glukagon

  • Welche Gewebeart produziert Insulin?

B-Zellen der Langerhans-Inseln 

  • Was ist der Zuckerstoffwechsel? 

Der Zuckerstoffwechsel beginnt dann, wenn über die Nahrung Kohlenhydrate aufgenommen werden. Im Mund, Im Magen und im Dünndarm werden die Kohlenhydrate die aus langen Traubenzuckerketten bestehen (Mehrfachzucker) in Einfachzucker (Glucose) umgewandelt. So können sie die Darmwand passieren und gelangen ins Blut. Sobald der Glukosewert im Blut ansteigt,  wird das Insulin aktiv. Insulin bewirkt, dass die Zellrezeptoren Glukose aufnehmen (Schlüssel - Schlüsselloch). Die überzählige wird als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert.

Welche Hormone steuern den Zuckerstoffwechsel?

Isulin senkt den Blutzuckerspiegel

Glukagon hebt den Blutzuckerspiegel an

Welche Aufgaben hat das Pankreas?

Der Exokrinie Teil bildet der Verdauungssaft die fett- kohlenhydrat- eiweissspaltende Enzyme enthält. 

Der Endokrine Teil bildet die Hormone Insulin und Glukagon.

Wie heissen die verschiedenen Zelltypen des endokrinen Teils des Pankreas und was bilden sie?

Alpha-Zelle: Bildet Glukagon

Beta-Zelle: Bildet Insulin

Delta-Zellen: Bildet Somatostatin

PP-Zellen: bildet Pankreatisches Polypeptid

Was ist die Hauptaufgabe von Insulin?

Den Blutzucker zu senken.

Wie wird die Glukose in die Zellen transportiert?

Isulin setzt dockt an die Insulinrezeptoren der Zellen an und öffnet somit die Glukoseschleuse. So kann die Glukose in die Zellen fliessen und senkt so den Blutzuckerspiegel.

Wie beenflusst Insulin den Zuckerhaushalt?

Es fördert die Glykolyse (den Zuckerabbau)

Es hemmt die Glukoneogenese in der Leber  ( Die Produktion von Zucker aus Proteinen und Fetten)

Es fördert den Glykogenaufbau (Die Umwandlung von Zucker in eine stärkeähnliche Speicherform)

Es hemmt den Glykogenabbau (bei dem der Zucker aus der Speicherform freigesetzt wird)

Wie wirkt Insulin auf den Fettstoffwechsel?

Es fördert den Umbau der Fettsäuren in ihre Speicherform, die Triglyzeride, und hemmt den Triglyzeridabbau. Außerdem steigert es die Bildung neuer Fettsäuren.

Was ist die Hauptaufgabe von Glukagon?

Glukagon ist ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel anheben lässt.

Wie wrikt das Glukagon?

Es wirkt vorallem an der Leber wo die Zuckerspeicher durch Glykogenolyse abbaut und die Glukoneogenese fördert. Gleichzeitig hemmt Glukagon die Glykoloyse. Dadurch bewirkt sie, dass die neu entstandene Glukose nicht in den Leberzellen verbraucht wird, sondern ins Blut abgegeben wird.

Was für eine Aufgabe hat Somatostatin?

Somatostatin hat vorallem eine hemmende Wirkung. Es vermindert die Freisetzung von 

- Insulin und Glukagon

-GH und TSH

- Verdauungsenzyme durch den exokrinen Anteil der Bauchspeicheldrüse

- Magensäure und Gallensaft

- Bewegung des Darms

Was für eine Aufgabe hat das Pankreatische Polypeptid?

Es wirkt vorallem nach dem Essen und beeinflusst den Magen-Darm-Trakt. Die genaue Wirkung ist nicht bekannt.

Was ist ein Diabetes Typ 2?

Beim Diabetes Ty 2 ist die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse (anfangs) normal. Es besteht eine Insulinresistenz vorwiegend der Leber und Muskelzellen. Dadurch braucht der Körper mehr Insulin für die übliche Wirkung. DAs Pankreas kann diesem erhöhtem Bedarf nicht nachkommen. Das nennt man einen relativen Insulinmangel. Das Pankreas produziert mehr Insulin. Häufig ermüdet aber das Pankreas und die Insulinproduktion nimmt ab.

Was sind die Risikofaktoren eines Diabetes Mellitus?

Beeinflussbare Faktoren:

- Bewegungsmangel

- falsche Ernährung ballaststoffarme, fett- und zuckerreiche Ernähtung

- Übergewicht

- Rauchen

- Metabolisches Syndrom

- bestimmte Medikamente die den Zuckerstoffwechsel beeinflussen (Antibabypille, Antidiuretika, Blutdrucksenker)

nicht beeinflussbare Risikofaktoren:

- Vererbung

- Alter

- hormonelle Erkrankung

Was sind typische Diabetessymptome?

- Polyurie

- Polydipsie

- Müdigkeit

- Gewichtsverlust

Häufig haben Typ 2 Diabetiker unspezifische Symptome wie Müdigkeit und Leistungsverminderung.

 

Mit welchen Massnahmen wird die Diagnose Diabetes gestellt?

Anamnese mit Symptome

Familienanamnese

oraler Glukosetoleranztest

Glukosetest im Tagesverlauf

HbA1c Wert

Was sind die Ansätze der Therapi bei einem Typ 2 Diabetiker?

Als erste Massnahme versucht man die Risikofaktoren zu minimieren, durch Ernährungsumstellung, födern der Bewegung und körperlichen Aktivität.

Zusätzlich gibt es orale Antidiabetika die kombinierbar sind mit Insulin.

Beschreibe das hyperglykämische Koma.

Hyperglykämische Koma:

Das hyperglykämische Koma kann bei beiden Diabetestypen auftreten. Der Unterschied dabei ist, dass der Typ 1 Daibetiker durch das Fehlen des Insulins nicht nur die Blutglukose ansteigt, sondern auch ein gesteigerter Abbau von Fetten die in Folge zur Bildung von Ketonkörpern führt. Dadurch fällt der pH-Wert des Blutes. Die Folge davon ist eine Übersäuerung des Körpers. Typische Symptome sind:

-Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen

- vertiefte Atmung (Kussmaulsche Atmung)

- Atemluft riecht nach Azeton

Der Diabetiker Typ 2 verfügt noch über eine Insulinproduktion, darum entstehen keine Ketonkörper. Durch die erhöhte Blutglukose steigt die Osmolarität des Blutes. Darum heisst dieses Koma, hyperosmolares Koma.

Symptome sind:

- Symptome des Flüssigkeitsmangels, verminderter Hauttrugor, trockene Schleimhäute, etc...

 

Wie sieht die Therapie bei einem Hyperglyykämischen Koma aus?

Es handelt sich um eine Notfallsituation die eine intensivmedizinische Überwachung fordert.

- Blutglukose senken: langsames senken der Blutglukose durch Insulin

- Flüssigkeit geben

- Elektrolythaushalt ausgleichen

Was sind die Ursachen für eine Hypoglykämie?

- Nicht angepasste Insulindosis (Sport , Infekte, ausgelassene Mahlzeiten, etc..)

- Alkohol

Was sind die Symptome einer Hypoglykämie?

Frühsymptome:

- Herzrasen

- Herzstolpern

- Schweissausbrüche

- Zittern

Spätere neurologische Symptome:

- Kopfschmerzen, Müdigkeit

- Seh- und Sprachstörungen

- Psychische Veränderungen (Angst, Unruhe)

- Lähmungen

- Koma

Was ist eine Makroangiopathie?

DAs ist eine Verkalkung (Arteriosklerose) der grossen Blutgefässe. Durch arterisklerotischen Ablagerungen wird das Lumen der Blutgefässe eingeschränkt. Typische Fogleerkrankungen sind:

- periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVk)

- Koronare Herzerkrankung (KHK) und Herzinfarkt

- Apoplex

Erkläre die diabetische Retina- und Makulapathie.

Die diabetische Retinopathie ist die häufigste Ursache für Erblindung im erwachsenen Alter. Durch die Hyperglykämie kommt es zu Schäden an den die Endothelzellen der Netzhaut versorgenden Gefässe. Die feinen Kapillaren werden nicht mehr ausreichend durchblutet.

Bei der diabetischen Makulapthie kommt es durch die gesteigerte Gefässpermeabilität zu Ödemen im Bereich des schärfsten Sehens. Kommt es dort zu Ischämien ist die Visusprognose seehr schlecht.

Erkläre die diabetische Nephropathie und deren Faktoren.

Bei der diabetischen Nephropathie liegt eine Verdickung der glomerulären Kapillarmembrane vor. Dies ist von vielen Faktoren abhängig:

- genetische Prädisposition

- Alter

- Diabetesdauer

- Stoffwechselgüte

Zustzliche Einflussfaktoren sind:

- Rauchen

- Anämie

- erhöhte Eiweisszufuhr

Was ist eine diabetische Neuropathie?

Unter dem Begriff "diabetische Neuropathie" werden alle diabetischen Nervenstörungen zusammengefasst. Eine langjährige Hyperglykämie begünstigt das Entwickeln einer sekundären Polyneuropathie mit Schädigungen der motorischen, sensiblen und autonomen Nerven des peripheren Nervensystems.

Wie ensteht das diabetische Fusssyndrom?

Viele Diabetiker bemerken aufgrund der Polyneuropathie sowie mikro- und makroangiopathischen Veränderungen Druckstellen oder Verletzungen am Fuss erst spät. Dies begünstigt die Entstehung eines diabetischen Fusssyndroms.

Welche akuten Komplikationen beim Typ 2 Diabetiker gibt es?

Hyperglykämie 

Hypoglykämie

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