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Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 17.06.2020 / 20.06.2020
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Nenne die Möglichen Beschwerden der Prostata. 

erektile Dysfunkion (störung der Erektion) Miktionsstörungen ( durch die unmittelbare Nähe der Prostata zur Harnblase und Harnröhre) vorallem bei: Prostatahyperplasie, Prostatitis, Prostatakarzinom. 

Symptome: 

  • Brennen beim Wasserlassen
  • Dysurie (gestörte und schmerzhafte Blasenentleerung) 
  • Pollakisurie (häufiger Urindrang) 
  • Hämaturie (Blut im Urin)
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Welche Erkrankungen der Prostata sind bekannt? 

  • Gutartige Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplase, BPH) 
  • Prostatakarzinom
  • Akute/ chronische Prostatitis 
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Grundlagen Benigne Prostatahyperplase 

Sind hormonell bedingt. Im Alter nimmt die Häufigkeit zu. Bis zu 60% der über 50-Jährigen Männer leiden unter meist zunehmenden Symptomen. Es resultiert eine Einengung/ Kompresion der Harnröhre mit erhöhtem Auslasswiderstand der Harnblase. 

Typische Miktionsbeschwerden: 

  • Startschwierigkeiten 
  • Häufige Miktion ( Pollakisurie)
  • Miktion auch Nachts (Nykturie)
  • Harnverhalt 

Therapieformen: Medikamentös (pflanzliche Präperate, 5a-Reduktase-Hemmer zur Verkleinerung dee Prostatavolumens) . Operativ -> Prostatavolumen <80ml: endoskopisch transurethrale Prostataadenomresektion (TUR-P) mittels elektrischer Schlinge als Goldstandard. Prostatavolumen >80ml: offene transvesikale Prostataadenomektomie. TUNA, Laser-Vaporisition. 

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Welche NW hat die TUR-P, offene Adenomektomie operation? 

  • Retrograde Ejakulation 
  • Harnblasenblutung und Koagelbildung in der Harnblase (Tamponade) 
  • Bei der TUR-P besteht das Risiko der Inkontinenz durch Verletzung der Blasenschliessmuskels 
  • Bei der TUR-P besteht die Gefaht des sog. TUR-Syndroms; Hierbei kommt es während der transurethralen Rektion zur Einschwemmung von elektrolytfreier Spülflüssigkeit in das Gefässystem. Vorallem bei längeren OP-Dauer besteht die Gefaht der Hypervolämie mit Verdünnungshyponätriemie und Entgleisung des Elektrolythaushaltes. Ein Lungenödem oder Schock kann resultieren, sodass ggf. eine Intensivmedizinische Überwachung bei TUR-Syndrom notwendig wird. 
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Erkläre die 3 Stadien der Miktionsbeschwerden bei einer Prostatahyperplasie. 

  1. Reizstadium: kein Restharn in der Blase. Pollakisurie und Nykturie 
  2. Restharnstadium: die Blase kann jetzt die Abflussbehinderung nicht mehr kompensieren. Nach Blasenentleerung bleibt Restharnmenge von bis zu 100ml. Alle beschwerden des Reizdarm treten auf zusätzlich kann ein HWI, Blasensteinbildung & Dranginkontinenz entstehen. 
  3. Kompensationsstadium: Problematik der Überlaufblase (Ischuria paradoxa).-> Harnstauungsnieren, mit fortgeschrittendem Verlust des Nierengewebes und mit nachfolgender Niereninsuffizient bis zur Harnvergiftung (Urämie). 
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Prostatakarzinom 

  • Häufigster Tumor beim Mann 
  • Ursachen Unklar 
  • Im Frühstadium Symptomlos, bei Tumorwachstum sind die Symptome gleich wie bei einer Hyperplase (Miktionsbeschwerden) 
  • fortgeschrittenem/spät Stadium: leidet der Pat. unter lokalen Beschwerden unter Knochenschmerzen aufgrund ossärer (dem Knochen entlang) Metastasen. 
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Welche Therapieformen gibt es bei einem Prostatakarzinom? 

  • Kurativer Therapieansatz: Bei lokal begrenzten Tumorleiden OHNE Metastasierung wird eine kurative Therapie gewählt: Nicht Operativ: Bestrahlung der Prostata (NW: akute Beschwerden wie Strahlenzystitis, besteht die Gefahr der Inkontinenz und der fehlenden Gliedsteifigkeit Impotenz. Operativ: offene, radikale Prostatektomie (retropubischer/perinealer Zugangsweg), Laparoskopische radikale Prostatektomie. -> Bei beiden OPVerfahren wird die gesamte Prostata einschliesslich der Samenblasen entfernt. (NW: Unfruchtbarkeit, Gefhar der Inkontinenz und Impotenz) 
  • Palliativer Therapieansatz: bei Bestehenden Metastasen wird ein palliativer Therapieansatz verfolgt.
  • Hormontherapie: Diese beruhz aug der Annahme des hormon (Testosteron) abhängigen Tumorwachstum: Hormonentzugstherapie mit LH-RH-Analoga-> der Serumtestosteronspiegel sinkt ab. Blockade der Hormonrezeptorren (Androgenblockade) mit Antiandrogenen-> Testosteron wirkt nicht am Rezeptororgan. Chirurgische Kastraktion -> Testosteron- produzierendes Hodengewebe wird entfernt. 

           Mit diesen Therapieformen kommt es durch das Absinken des Serumtestosterons bzw. durch die Rezeptorblockade wegen der Hormonsensibilität des Prostatakarzinoms zum Rückgang der Tumormassen (PSA-Wert sinkt). NW aus der Hormontherapie: Antriebsschwäche, Hitzewallungen, Impotenz sowie Osteoporose.

  • Chemotherapie
  • Radiotherapie
  • Palliative TUR-P: Zur Wiederherstelllung der Urinpassage wird eine TUR-P durchgeführt.
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Entzündliche Veränderung der Prostata: 

  • Meist durch Keimverschleppung über die Harnwege, selten lymphomogen oder hämatogen verursachr. 
  • Wahrscheindlichkeit an einer Prostatitits zu erkranken beträt 15%. 
  • Symptome bei einer akuten Prostatitis: Dammsz, Prostatsz bei Defäktion sowie Dysurie, Schmerzhafte Miktion (Algurie) und Pollakisurie. Pat. befindet sich oftmals mit einem schlechten AZ mit z.T hohen Fieber und Schüttelfrost. Unbehandelt besteht die Gefahr einer Urosepsis. 
  • Chronische Prostatitis: Es besteht kein Fieber. Meist berichten die Pat. über Druckgefühl im Bereich des Dammes, unspezifische Unterbauchbeschwerden sowie Algurie oder Ejakulationsbeschwerdenm die sogar über Jahre bestehen können.