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Sprache Deutsch
Stufe Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert 17.06.2020 / 22.07.2022
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Welche Formen von β2‐Sympathomimetika gibt es?

  1. Kurzwirksame=SABA (Ventolin, Bricanyl)
  2. langwirksame=LABA (Foradil )

Welche Wirkung und Nebenwirkungen haben Anticholinergika (Parasymptholytika)?

Wirkung

  1. Hemmen den Botenstoff Acetylcholin (Parasympatholytika)
  2. Reduzieren auch die Schleimproduktion

Nebenwirkungen

  • Husten
  • Mundtrockenheit
  • Selten erhöhte HF

Welche Formen von Anticholinergika (Parasymptholytika) gibt es?

  1. Kurzwirksam (Atrovent)
  2. langwirksam (Spiriva)

Welche Entzündungshemmer werden bei COPD eingesetzt?

  1. Glukokortikoide (Predison, Symbicort)
  2. PDE4 Hemmer (Daxas)

Welche Wirkung und Nebenwirkungen haben Glukokortikoide/ Cortison (inhalativ, oral)?

Wirkung

  • Bekämpfen Dauerentzündung
  • Verbessern Ansprechbarkeit auf β2-Sympathomimetika 

Nebenwirkungen Inhalativ (lokal):

  • Heisserkeit, trockene Schleimhäute
  • Soor

Nebenwirkungen oral (systemisch):

  • Muskelabbau
  • Osteoporose
  • NNR-Insuffizienz

Was sind Mucopharmaka?

Sie werden individuell eingesetzt, wenn Schleim aus dem Bronchialbaum entfernt werden soll:

  • verringert Infektionsgefahr
  • Erleichtert Abhusten

Wann werden bei COPD Antibiotika eingesetzt?

Bei Infektionen der Luftwege

Welche Formen der Sauerstofftherapie bei COPD gibt es?

  • Sauerstofflangzeittherapie (LOT: long term oxygene therapy)
  • Nichtinvasive Beatmung (Noninvasive Ventilation =NIV)
  • Maschinelle Beatmung

Was ist die Sauerstofflangzeittherapie? Warum wird sie möglichst früh im Krankheitsverlauf eingesetzt?

Definition

Duerhafte Gabe von Sauerstoff über mindestens 16 Stunden/Tag, wenn der Sauerstoffpartialdruck über einen längeren Zeitraum den Wert von 55 mmHg unterschreitet (Hypoxie) und die Abatmung von CO2 genügend ist.

Wirkung

  • verbessert Symptomatik
  • verhindert Komplikationen (pulmonale Hypertonie und re Herzinsuffizienz)
  • höhere Lebenserwartung

Welche Sauerstoffsysteme gibt es?

  • Sauerstoffkonzentratoren (stationär oder mobil)
  • Flüssigsauerstoffsysteme (stationär oder mobil)
  • Druckflaschen

Was ist die nichtinvasive Beatmung (Noninvasive Ventilation =NIV)?Warum wird sie eingesetzt?

Definition

  • Über eine Atemmaske oder einen Helm werden die Patienten mit Sauerstoff und dem nötigen Atemdruck versorgt.

Indikationen/Wirkung

Wenn zusätzlich zur Hypoxie eine Hyperkapnie (PaCO 2 >50mmHg) besteht, d.h. die Atemmechanik ist durch die chronisch erschöpfte Atemmuskulatur ungenügend. Die NIV:

  • bewirkt einen verbesserten Gasaustausch
  • verlängert die Lebenserwartung
  • reduziert Exazerbationen
  • verbessert die Schlafqualität
  • erhöht die Belastbarkeit

Wann wird die maschinelle Beatmung eingesetzt?

Intubiert wird erst, wenn eine CO 2 Narkose droht.

Welche Invasiven Massnahmen (Operationen) können bei COPD getroffen werden?

  • chirurgische Lungenvolumenreduktion
  • intrabronchiale Ventilen/ Coils
  • Lungentransplantation

Was ist ein Fassthorax?

Beschreibt einen Zustand, bei dem die Rippen des Patienten (annähernd) horizontal verlaufen und so an ein Fass erinnern. Dieser Befund ist typisch für eine Überblähung der Lunge (z.B. im Rahmen einer COPD oder Asthma bronchiale, insb. im Stadium des Lungenemphysems).

Wann werden intrabronchiale Ventile/ Coils eingesetzt?

Bei fortgeschrittenem Lungenemphysem.

Welche drei Lungenerkrankungen spielen bei der chronisch obstruktive Problematik eine Rolle?

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  1. Lungenemphysem
  2. Chronische Bronchitis
  3. Asthma

COP gehört zu den drei häufigsten Todesursachen weltweit. 

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Richtig

Falsch

Was ist die Definition von Asthma bronchiale?

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Durch einen Auslöser (allergisch oder nicht allergisch) wird eine anfallsweise reversible Atemnot ausgelöst. Die Bronchien sind übermässig sensibel auf Reize und neigen zu Entzündungen.

Was isst die Definition von chronischer Bronchitis?

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Durch eine chronische Entzündung (durch Rauchen oder Feinstaubexposition) der Atemwege wird eine dauerhafte Atemnot, meist mit Obstruktion, ausgelöst

Was isst die Definition von Lungenemphysem?

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Krankhafte Überblähung der Lunge, Verringerung der Elastizität des Lungengewebes, gestörter Gasaustausch.

Was sind mögliche Definitionen von COPD?

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Global Initiative For Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD)

…eine vermeidbare und behandelbare Erkrankung der Atemwege, die  mit einer Einschränkung des Atemflusses einhergeht. Die Erkrankung  ist fortschreitend und mit einer chronischen Entzündungsreaktion der  Lunge auf schädliche Partikel oder Gase assoziiert.

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie

…eine persistierende und üblicherweise progrediente Atemwegsobstruktion, die assoziiert ist mit einer gesteigerten Entzündungsreaktion in den Atemwegen, die durch die langjährige Inhalation von Partikeln und Gasen ausgelöst wird. Exazerbationen und Komorbiditäten können dabei den Schweregrad der Erkrankung mitbestimmen.

Das Leitsymptom der COPD ist AHA. Wofür steht AHA?

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Auswurf Husten Atemnot

Was ist die Abfolge der Ereignisse bei der Abwärtsspirale der Symptome der COPD?

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  1. Atemnot bei Belastung
  2. Leistungsabfall
  3. Körperliche Schoung
  4. Muskelabbau/Osteoporose
  5. Exazerbationen Leistungsfähigkeit
  6. Herz-Kreislauferkrankungen
  7. Lebensqualität
  8. Soziale Isolation
  9. Depression

Was sind Risikofaktoren für COPD?

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Wirtsfaktoren

  • Familiengeschichte mit COPD
  • Familiengeschichte mit Asthma
  • genetische Konstitution
  • Atopie
  • bronchiale Hyperreagilibität
  • niedrige Lungenfunktion

Exposition in der Kindheit

  • häufige Infektionen der Atemwege
  • Lungenentzündungen
  • Rauchen im familiären Umkreis
  • Luftverschmutzung
  • kindliches Astma
  • Entwicklungsstörung der Atemwege
  • Adipositas/Mangelernährung

Perinatale Faktoren

  • Rauchen der Mutter oder des Umfelds
  • hohe Luftverschmutzung im Umfeld der Mutter
  • gehäufter Einsatz von Antibiotika
  • Komplikationen bei der Geburt
  • Frühgeburt

Exposition als Erwachsener

  • berufliche Exposition
  • Biomassenexposition in Innenraum
  • aktives und passives Rauchen
  • Aussenluftverschmutzung
  • Innenluftverschmutzung

Warum ist rauchen DER Risikofakor?. 

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Ab einem Konsum von 20 „pack years“ ist davon auszugehen, dass der Patient an einer COPD erkranken wird. Zur Berechnung der „pack years“ wird die Anzahl der gerauchten Päckchen (20 Zigaretten) pro Tag mit der Anzahl der Jahre multipliziert, in denen der Patient geraucht hat

Wie sieht die DIagnose bei COPD aus?

Lungenfunktionsprüfung

  • Spirometrie zur Ermittlung der Atemwegsobstruktion und dem Grad der Obstruktion:  FEV1, FEV1 / FVK , Diffusionskapazität

Blutuntersuchung

  • Entzündungsparameter Blutgasanalyse zur Ermittlung von pO2, pCO2 Alpha‐1‐Antitrypsin

Fragebogentest: CAT, mMRC, (Schweregrad)

Exazerbationsrisiko

Wie wird der Schweregrad einer COPD erfasst?

  • GOLD 1: leicht Leichte Atemwegsobstruktion, chronischer Husten  mit Auswurf
  • GOLD 2: mittel Stärkere Atemwegsobstruktion, Atemnot  bei  körperlicher Anstrengung, Husten mit Auswurf
  • GOLD 3: schwer Ausgeprägte Atemnot, eingeschränkte körperliche  Belastbarkeit, wiederkehrende Verschlimmerungen  mit plötzlichen lebensbedrohender Verstärkung der  Symptome, Lebensqualität ist beeinträchtigt
  • GOLD 4: sehr  schwer Schwere Atemwegsobstruktion, chronische  respiratorische Insuffizienz

Was ist eine Exazerbation? 

COPD ist eine Krankheit, die sich im Laufe der Zeit verschlechtert; meistens geschieht dies allmählich, manchmal kann die Krankheit aber auch plötzlich schlechter werden. Das nennt man eine Exazerbation.
Ärzte verstehen unter einer Exazerbation eine Verschlechterung des Krankheitszustandes, die durch eine plötzlich einsetzende Verstärkung von unbeherrschbaren Symptomen wie etwa schwere Atemnot und starke Schleimproduktion mit Husten

Was sind Exerbationsauslöser bei COPD?

  • Zigarettenrauch
  • Infektionen
  • Abgase, Feinstaub...
  • Reizende Wetterlage

Was sind die Therapieziele bei der Behandlung von COPD?

Lebensqualität verbessern

  • Symptome mildern
  • Leistungstoleranz verbessern 
  • Gesundheitszustand verbessern

Risiko verringern

  • Krankheitsprogression verzögern
  • Exazerbation verhindern/behandeln
  • Morbidität vermindern