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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 03.06.2020 / 03.06.2020
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Meritorische und Demeritorische Güter

Bei der Definition von meritorischen und demeritorischen Gütern wird zwischen den Präferenzen eines Individuums und den Präferenzen einer externen Instanz – etwa des Staates, der Gesellschaft oder der »Vernünftigen« – unterschieden.

Meritorisch ist ein Gut, das von einem Individuum geringer bewertet wird als von einer externen Instanz. Zum Beispiel Benutzung der Straßenbahn, Tragen eines Fahrradfahrerhelms und Altersvorsorge.

Demeritorisch ist ein Gut, welches ein Individuum höher bewertet als eine externe Instanz. Zum Beispiel Spirituosen, Gewaltfilme etc.

Güterkategorien nach meritorischen und demeritorischen Gütern

Unterscheidung zwischen Präferenzen eines Individuums und einer externen Instanz (bspw. Staat, Gesellschaft)

Meritorische Güter

= bewertet die externe Instanz höher als das Individuum

Demeritorische Güter

= bewertet das Individuum höher als die externe Instanz

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Ordnen Sie die Güter Eigentumswohnung, Naherholungsgebiet, Trinkwasser, verschlüsselte Fernsehübertragung, Deiche und die Arbeit der Stiftung Warentest in die vier Kategorien nach Musgrave ein und begründen Sie Ihr Vorgehen!

Eigentumswohnung (private Güter), Naherholungsgebiet (Allmendegüter), Fernseh übertragung (Clubgüter), Deiche und Stiftung Warentest (Kollektivgüter). Stiftung Warentest (siehe Kap. 3.2.3) bewirkt eine hohe Qualität von Markenprodukten. Hersteller von Waschmaschinen können es sich etwa kaum leisten, in einem Test »mangelhaft« abzuschneiden. Durch die Existenz der Stiftung Warentest sinkt auch für Verbraucher, die die Testberichte nicht lesen, die Wahrscheinlichkeit einen Reinfall zu erleben (»Nichtausschließbarkeit«). Wenn der Nicht-Testleser beim Kauf keinen Reinfall erlebt, kann dies dem Testleser egal sein (»Nichtrivalität«)

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Begründen Sie, warum Warensiegel für »faire Produktions und Handelsbedingungen« gerne zur Kennzeichnung von Kleidung verwendet werden!

Der »mündige Verbraucher« möchte gerne fair konsumieren. Zugleich kann er kaum beurteilen, unter welchen Produktionsund Handelsbedingungen Kleidung hergestellt und vertrieben wird. Dafür sind die Wettschöpfungsketten in diesem Bereich zu international und komplex, die Lieferbeziehungen teilweise sehr intransparent. Kleidung ist in dieser Hinsicht ein Vertrauensgut.

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Welche Güter sieht unsere Gesellschaft eher meritorisch, welche eher als demeritorisch? Frische Äpfel, Zigaretten, Wodka, E-Autos, Ego-Shooter-Spiele, Spring-Messer, Jute-Taschen, Schulmilch, Fahrradhelme, Hamburger-Menüs.

Meritorisch: Frische Äpfel, E-Autos, Jute-Taschen, Schulmilch, Fahrradhelme.

Demeritorisch: Zigaretten, Wodka, Ego-Shooter-Spiele, Spring-Messer, Hamburger-Menüs.

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Der rationale Verbraucher

Die 3 Grundannahmen des Homo Oeconomicus

1. Unbegrenzte Rationalität:

o Keine kognitiven Beschränkungen o Keine Wahrnehmungsfehler o Keine systematischen Fehlentscheidungen

2. Unbegrenzte Willenskraft:

o Keine Emotionen o Volle Selbstkontrolle

3. Unbegrenztes Eigennutzstreben:

o Maximierung des eigenen Nutzens o Fairness, Altruismus, Bestrafung

anderer existieren nicht

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Kriterien für Verbraucherverhalten (basierend auf Axiome)

• Konsistenz (=Verbraucher wissen, ob ein Tauschgeschäft für sie positiv, egal oder negativ ist; Höchster Kaufpreis ist maximal der Mindestverkaufspreis)

• Positiver Grenznutzen des Geldes (=Erhöht sich das Budget, so wählen Verbraucher ein „besseres“ Güterbündel)

• Effizienz (=Bestmöglicher Lebensstandard zu minimalen Kosten)

• Freiheit von Geldillusion (=Wenn sich Güterpreise und Budget um den Faktor k verändern, werden dieselben Gütermengen erworben (proportionale Änderung der Preise und des Budgets – Beispiel: Euroumstellung 2:1 DM:Euro) )

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Der Schüler Otto ist während der großen Pause zu folgenden Tauschakten bereit:

T 1 : Für einen Müsli-Riegel würde er höchstens 4 Fußballbilder geben.

T 2 : Für einen Schoko-Riegel möchte er mindestens 6 Fußballbilder.

T 3 : Für 2 Müsli-Riegel möchte er mindestens einen Schoko-Riegel.

Hat Otto konsistente Präferenzen?

Nein! Begründung: Aus T 2 und T 3 folgt, dass Otto zu T 4 bereit ist: T 4 : Für 2 Müsli-Riegel möchte er mindestens 6 Fußballbilder. Aus T 1 folgt: T 5 : Für 2 Müsli-Riegel würde er höchstens 8 Fußballbilder geben. Machen Sie die Fußballbilder gedanklich zur »Pausenhofwährung«. Gemäß T 5 zahlt Otto für 2 Müsli-Riegel höchstens 8 Fußballbilder. Gemäß T 4 würde er für 2 Müsli-Riegel einen Mindest-Verkaufspreis von 6 Fußballbildern verlangen. Konsistentes Verhalten erfordert indes, dass der Höchstkaufpreis nicht höher sein darf als der Mindestverkaufspreis (s. u. »Konsistenz« in Kap. 2.2.1.1.). Dies ist bei dieser Aufgabe jedoch gerade der Fall. Also verhält sich Otto auf dem Pausenhof nicht konsistent.