Differenzielle Psychologie

Theoretische Ansätze

Theoretische Ansätze


A. W.
Diese Vokabelkartei mit 63 Karteikarten hilft Studierenden im Universitätsniveau, psychologische Konzepte auf Deutsch zu verstehen. Sie deckt Themen wie Bindungstheorien, Lernprozesse und psychotherapeutische Ansätze ab, mit Beispielen zu operanter Konditionierung, Bindungsstilen und Abwehrmechanismen. Durch das Umkehren des Abfragemodus kann in beide Richtungen gelernt werden – von der Muttersprache zur Fremdsprache und umgekehrt. Ideal für Psychologiestudierende oder Fachleute, die ihr Verständnis vertiefen möchten.
Flashcards
63
Students
3
Language
German
Category
German
Level
University
Created / Updated
24.05.2020 / 18.09.2022

Flashcards

Wie werden die verschienden Bindungsstile empirisch erfasst?

Bindungsstile werden empirisch durch den Einsatz der "fremden Situation" erfasst, indem beobachtet wird wie ein Kind in einer neuen Umgebung auf kurze, vorübergehende Trennungen von Mutter und auf ihre Wiederkehr reagiert.

Es wird erwartet, dass die Trennung das Bindungssystem aktiviert. Je nachdem wie und mit welchem Ausmaß an negativen Emotionen das Kind reagiert, die Kontaktaufnahme zur Mutter sowie das Explorationsverhalten.

Nennen sie alle drei Bindungsstile und erläutern sie diese kurz.

Sichere Bindung: Kinder zeigen ihre emotionale Belastun, suchen aber den Kontakt und die Nähe zur Bindungsperson bei deren Rückkehr, was zu einer schnellen Beruhigung und zur Wiederaufnahme freier Exploration führt.

Unsicher-vermeidende Bindung: Kinder zeigen nur im geringem Maß Emotionen, sie vermeiden Nähe und Kontakt zur Bindungsperson und richten Aufmerksamkeit auf die Exploration.

Unsicher-ambivalente Bindung: kennzeichnet sich durch den starken Ausdruck von Emotionen, einem Wechsel zwischen Suche nach Nähe und einer durch Ärger gekennzeichnetten Abwehr von Kontakt sowie geringe Exploration.

Wie untershciedet sich Bindungsvermeidung von Bindungsängstlichkeit?

Diue späteren Ansätze der Bindungsstile geht von einem eher dimensionalen Modell aus, demzufolge wird das Bindungsverhalten einer Person durch die Kombination aus den beiden Dimensionen Bindungsvermeidung und Bindungsängstlichkeit beschrieben werden kann.

Bindungsvermeidung: das Ausmaß, in dem eine Person Bezeihungspartnern misstraut und emotionale Distanz aufbaut.

Bindungsängstlichkeit: Befürchtung, dass Bezugspersonen nicht zuverlässig da sind, wenn sie gebraucht werden.

Personen mit geringen Ausprägung in beiden Dimensionen gelten als sicher gebunden.

 

Was ist mit dem Prototypen- Modell und Revisionsmodell gemeint und welches konnte sich in der Metaanalyse nach Fraley eher durchsetzen?

Dem Prototypen Modell liegt die Annahme zugrunde, dass sich in früher Kindheit vorsprachliche Repräsentationen oder Schemata entwickeln, in denen die früheren Beziehungen zu den Bezugspersonene abgebildet werden. Diese frühen Schemata bilden einen Portotyp, der sich im Laufe der Entwicklung nicht ändert und fortdauernd die Beziehungen zu anderen Personen prägt.

Das Revisionsmodell geht von der Annahme aus, dass frühe Repräsentationen von Beziehungen relativ flexibel sind und durch neue Erfahrungen revisiert oder modifiziert werden.

Es hat sich in der Metaanalyse von Fraley gezeigt, dass früh erworbene Bindungsstile sich relativ stabil halten.

Nennen sie fünf gegenwärtige Positionen der Psychotherapie.

  • Personen sind sich der Ursache ihrer Gefühle und Motive meist nicht bewusst.
  • Intrapsychische Vorgänge (Affekte, Motive) können parallel ablaufen und miteinander in Konflikt treten das resultierende Verhalten ist ein Kompromiss aus widerstreitenden Prozessen
  • Kindheitserfahrungen prägen die spätere Persönlichkeit, vor allem im Hinblick auf interpersonelle Beziehungen
  • Soziales Verhalten ist geleitet von mentalen Vorstellungen der eigenen Person, signifikanten anderen Personen und Formen der Beziehung
  • Erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung beinhaltet die zunehmende Fähigkeit, reife Beziehungen einzugehen und zu erhalten.

Was ist in der heutigen Psychotherapie mit Übertragung gemeint?

Übertragung

[engl. transference], [KLI], Übertragung ist ein zentraler Begriff der psychoanalytischen Theorie und Praxis (Psychoanalyse). In der Übertragung werden intensive unbewusste Gefühle, Wünsche, Sinnesempfindungen oder Verhaltensmuster aus wichtigen vergangenen Beziehungen, z. B. zu Eltern oder Geschwistern, in gegenwärtigen Beziehungen aktualisiert (Projektion).

https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/uebertragung

Erläutern Sie das Prinzip der Operanten Konditionierung. Welche Arten kennen Sie und wie wird bei diesen die Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhaltenbeeinflusst? (10 Punkte)

Ist eine bekannte Lerntheorie des Behaviorismus.

Bei der operanten Konditionierung (englisch: Operant Conditioning) wird Einfluss auf die Auftrittshäufigkeit einer Verhaltensweise genommen. Erwünschte Verhaltensweisen werden durch angenehme Konsequenzen (Positive Verstärkung) bzw. durch das Ausbleiben unangenehmer Konsequenzen (Negative Verstärkung) belohnt.

Unerwünschte Verhaltensweisen werden durch unangenehme Konsequenzen (Positive Bestrafung) bzw. durch das Ausbleiben angenehmer Konsequenzen (Negative Bestrafung) unterdrückt. 

Extinktion:

Ein bestimmtes Verhalten tritt nicht mehr auf da es über einenlängeren Zeitraum nicht mehr verstärkt wurde▪z.B. Baby hört auf zu schreien, weil Eltern darauf nicht mehr reagieren

Wie schnell ein Verhalten gelernt wird und wie löschungsresistent es ist hängt von der Art des Verstärkungsplans ab

oDabei wird zunächst zwischen kontinuierlicher und intermittierender Verstärkung unterschieden

Bei der kontinuierlichen wird ein Verhalten jedes Mal verstärkt,wenn es gezeigt wird-> Dadurch wird das Verhaltens eherschnell gelernt ist aber nur gering löschungsresistent

Bei der intermittierenden Verstärkung wird weiter in Intervall-und Quotenverstärkung mit festem oder variablem Intervall bzw. Quote unterschieden

•Bei dem Verstärkungsplan mit festem Intervall wird ein Verhalten nach jedem vorher festgesetzten Intervall verstärkt ( z.B. alle 5 Minuten) -> Reaktionsbereitschaft sinkt direkt nach der Verstärkung und nimmt erst wenn Intervall abläuft wieder zu

•Bei der Intervallverstärkung mit variablem Intervall wird das Verhalten ungefähr alle 5 Minuten verstärkt, die Verstärkung kann aber auch früher oder später erfolgen-> Reaktionsbereitschaft nimmt nie ganz ab

▪Quotenverstärkung läuft genauso jedoch hier haben wir keine Intervalle sondern bei der festen Quotenverstärkung erfolgt die Verstärkung jedes 5-mal oder bei der variablen Quotenverstärkung ungefähr jedes 5te Mal

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