HF 18 Block 08 Inkontinenz
Lernkartei zu Inkontinenz
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Cartes-fiches
Wie wird eine Dranginkontinenz therapiert?
- Behandlung der Ursache
- Medikamente zur Dämpfung der Harnblasenmuskulatur (Anticholinergika)
- OP: sakrale Neuromodulation (Schrittmacher)
Was ist eine Überlaufinkontinenz?
Bei der Überlaufinkontinenz liegt ein veränderter Blasenausgang vor.Durch Erhöhung des Harnblaseninnendrucks kommt es zu tröpfchenweiser Entleerung der Harnblase.
Welche Ursachen hat die Überlaufinkontinenz?
- Mechanisch: Prostata Adenom, Blasensteine oder Tumore. Durch die Abflussbehinderung kommt es zum Harnrückstau (Retention).
- Funktionell: Durch eine Rückenmarksverletzung unter dem Segment S2 oder bei Polyneuropathien bei Diabetes mellitus. Die Erschlaffung des Detrusors führt zu Harnrückstau (Retention)
Welche Therapie wird bei der Überlaufinkontinenz angewendet?
- Sofortmassnahme: Katheter
- OP (Entfernung des Steins, TU-R (transurethrale Resektion der Prostata
- Aktivierung des Blasenmuskels mit Medikamenten (Cholinergika/Parasympathomimetika) oder Elektrostimulation
Was ist die Reflexinkontinenz?
Die Reflexinkontinenz tritt bei Störungen der Nerven auf. Der hemmenden Impuls auf die Harnblasenmuskulatur fällt weg. Durch die überaktive Muskulatur kommt es zur Entleerung ohne Harndrang.
Welche Formen der Reflexinkontinenz gibt es?
- supraspinale Reflexinkontinenz: Hirnleistungsstörungen durch Stroke, Demenz, Parkinson
- spinale Reflexinkontinenz: Rückenmarksverletzung über dem Segment S2 oder durch Multiple Sklerose
Welche Therapieformen gibt es bei der Reflexinkontinenz?
- Selbstkatheterisierung
- OP: Blasenschrittmacher
- Botulinapplikation in die Harnblase
Welche Formen des HWI gibt es? (Aufsteigend von der Harnröhre)
- Urethitis (Entzündung der Harnröhre)
- Zystitis (Entzündung der Harnblase)
- Ureteritis (Entzündung der Harnleiter)
- Pyelonephritis (Entzündung des Nierenbeckens und/oder des Nierenparenchyms (Nierengewebe)
Was sind die Risikofaktoren für einen HWI?
- Falsche Intimpflege
- Zuwenig trinken
- Unvollständige Harnentleerung
- Häufiger Geschlechtsverkehr
- Blasenkatheter
Was sind die Symptome der Zystitis, bzw. Pyelonephritis?
Beide:
- Algurie: brennende Sz beim Wasserlassen
- Pollakisurie: häufiges Wasserlösen in kleinen Mengen
- Dysurie: häufiger Harndrang
- Krampfartige Schmerzen
- Urinbeimengungen, z.B. Blut
Speziell bei Pyelonephritis:
- Hohes Fieber
- Flankenschmerzen
Was ist Urolithiasis?
Steinbildung in den ableitenden Harnwegen
Was sind Risikofaktoren für Urolithiasis?
- Vorhandensein und Übersättigung des Urins mit steinbildenden Substanzen (Calcium, Oxalat)
- Verminderte Ausscheidung von Steinbildung hemmenden Substanzen (Zink, Zitrat, Magnesium, Pyrophospha)
- pH Veränderungen des Urins
- Anatomische Anomalien der Nieren und Harnwege, Stase,
- Harnwegsinfekte
- Immobilisation
- Exsikkose
- Eiweißreiche Kost (Überernährung!)
- Rascher Gewichtsverlust
Wie wird werden die Steine entfernt?
- Extrakorporale Stosswellentherapie (Steine werden durch Stosswellen zertrümmert)
- Perkutane Nephrolithiotomie
- Zystoskopie/Urethroskopie