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Sprache Deutsch
Stufe Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert 23.05.2020 / 01.09.2020
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Welche Formen der Inkontinenz gibt es?

  1. Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)
  2. Dranginkontinenz
  3. Mischinkontinenz
  4. Überlaufinkontinenz
  5. Reflexinkontinenz
  6. Extraurethrale Inkontinenz
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Die Inkontinenz kann in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden, je nach Volumen des unfreiwilligen Harnverlustes. 

Richtig

Falsch

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Was ist die Belastungsinkontinenz?

Der geschwächte Schliessmuskel kann der Erhöhung des intraabdominellen Drucks (lachen, niessen, Treppen steigen…) nicht Stand halten. Häufig bei Frauen.

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Was sind die Ursachen der Belastungsinkontinenz?

  • Absenkung des Uterus oder der Harnblase
  • Schwächung des Bandapparates der Harnröhre
  • Bindegewebeschwächung
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Wie sieht die Therapie bei Belastungsinkontinenz aus?

  • Beckenbodentraining
  • Reduktion des Körpergewichts
  • Pessare (Hilfsmittel werden in die Vagina eingeführt)
  • Medikamente : Sympathomimetika unterstützen den Harnblasen Verschluss
  • OP Band/Schlinge oder künstlicher Schliessmuskel
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Welche Schweregrade kann eine Belastungsinkontinenz haben?

1. Grad: Inkontinenz beim Husten, Niesen, Lachen
2. Grad: Inkontinenz bei abrupten Körperbewegungen, beim Aufstehen, Hinsetzen, Heben schwerer Gegenstände
3. Grad: Inkontinenz bei unangestrengten Bewegungen, im Liegen, volle Entleerung im Schlaf

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Was ist die Dranginkontinenz?

Störung der Reizempfänglichkeit der Harnblase oder unkontrollierte Kontraktion der Harnblasenmuskeln. Häufig, plötzlich auftretender, starker Harndrang. Häufig bei Männern.

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Was sind die Ursachen einer Dranginkontinenz?

  • motorisch: Morbus Parkinson, Alzheimer, Hirntumor, Stroke (die überaktive Harnblasenmusklen kontrahieren bereits in der Füllungsphase).
  • sensorisch: Harnblasensteine, Zystitis, Harnblasentumore (Die Dehnung der Harnblase wird verstärkt wahrgenommen und löst den imperativen [unkontrollilerbaren] Harndrang aus).
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Wie wird eine Dranginkontinenz therapiert?

  • Behandlung der Ursache
  • Medikamente zur Dämpfung der Harnblasenmuskulatur (Anticholinergika)
  • OP: sakrale Neuromodulation (Schrittmacher)
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Was ist eine Überlaufinkontinenz?

Bei der Überlaufinkontinenz liegt ein veränderter Blasenausgang vor.Durch Erhöhung des Harnblaseninnendrucks kommt es zu tröpfchenweiser Entleerung der Harnblase. 

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Welche Ursachen hat die Überlaufinkontinenz?

  1. Mechanisch: Prostata Adenom, Blasensteine oder Tumore. Durch die Abflussbehinderung kommt es zum Harnrückstau (Retention).
  2. Funktionell: Durch eine Rückenmarksverletzung unter dem Segment S2 oder bei Polyneuropathien bei Diabetes mellitus. Die Erschlaffung des Detrusors führt zu Harnrückstau (Retention)
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Welche Therapie wird bei der Überlaufinkontinenz angewendet?

  • Sofortmassnahme: Katheter
  • OP (Entfernung des Steins, TU-R (transurethrale Resektion der Prostata
  • Aktivierung des Blasenmuskels mit Medikamenten (Cholinergika/Parasympathomimetika) oder Elektrostimulation
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Was ist die Reflexinkontinenz?

Die Reflexinkontinenz tritt bei Störungen der Nerven auf. Der hemmenden Impuls auf die Harnblasenmuskulatur fällt weg. Durch die überaktive Muskulatur kommt es zur Entleerung ohne Harndrang.

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Welche Formen der Reflexinkontinenz gibt es?

  • supraspinale Reflexinkontinenz: Hirnleistungsstörungen durch Stroke, Demenz, Parkinson
  • spinale Reflexinkontinenz: Rückenmarksverletzung über dem Segment S2 oder durch Multiple Sklerose
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Welche Therapieformen gibt es bei der Reflexinkontinenz?

  • Selbstkatheterisierung
  • OP: Blasenschrittmacher
  • Botulinapplikation in die Harnblase
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Welche Formen des HWI gibt es? (Aufsteigend von der Harnröhre)

  1. Urethitis (Entzündung der Harnröhre)
  2. Zystitis (Entzündung der Harnblase)
  3. Ureteritis (Entzündung der Harnleiter)
  4. Pyelonephritis (Entzündung des Nierenbeckens und/oder des Nierenparenchyms (Nierengewebe)
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Was sind die Risikofaktoren für einen HWI?

  • Falsche Intimpflege
  • Zuwenig trinken
  • Unvollständige Harnentleerung
  • Häufiger Geschlechtsverkehr
  • Blasenkatheter
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Was sind die Symptome der Zystitis, bzw. Pyelonephritis?

Beide:

  • Algurie: brennende Sz beim Wasserlassen
  • Pollakisurie: häufiges Wasserlösen in kleinen Mengen
  • Dysurie: häufiger Harndrang
  • Krampfartige Schmerzen
  • Urinbeimengungen, z.B. Blut

Speziell bei Pyelonephritis:

  • Hohes Fieber
  • Flankenschmerzen
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Was ist Urolithiasis?

Steinbildung in den ableitenden Harnwegen

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Was sind Risikofaktoren für Urolithiasis?

  • Vorhandensein und Übersättigung des Urins mit steinbildenden Substanzen (Calcium, Oxalat)
  • Verminderte Ausscheidung von Steinbildung hemmenden Substanzen (Zink, Zitrat, Magnesium, Pyrophospha)
  • pH Veränderungen des Urins
  • Anatomische Anomalien der Nieren und Harnwege, Stase,
  • Harnwegsinfekte
  • Immobilisation
  • Exsikkose
  • Eiweißreiche Kost (Überernährung!)
  • Rascher Gewichtsverlust
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Wie wird werden die Steine entfernt?

  • Extrakorporale Stosswellentherapie (Steine werden durch Stosswellen zertrümmert)
  • Perkutane Nephrolithiotomie
  • Zystoskopie/Urethroskopie