Psychiatrische Erkrankungen - Psychiatrische Notfälle

Psychiatrische Erkrankungen - Psychiatrische Notfälle

Psychiatrische Erkrankungen - Psychiatrische Notfälle


P. S.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über psychiatrische Notfälle und deren Bewältigung. Sie behandeln Symptome, Zustände wie Psychosen und Notfallindikationen, sowie die Unterscheidung zwischen normalen und krankhaften Verhaltensweisen. Die Karteikarten richten sich an Mediziner und Pflegepersonal, die in psychiatrischen Notfällen schnell und präzise handeln müssen, um Leben zu retten und die Gesundheit der Betroffenen zu sichern.
Cartes-fiches
17
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
03.02.2020 / 04.02.2020

Cartes-fiches

Resilienz

psychische Widerstandsfähigkeit

verändert sich durch Erfahrungen und Erlebnisse

Klassifikation und Diagnose

= Erkennen eine klinisch beobachtbaren psychopathischen Bildes als typisch, wiederholt in ähnlicher Grundgestalt vorkommend und heisst: Zuordnen dieses Bildes zu einer Krankheitsbezeichnung

Ziele:

  • Umfangreiche Diagnostik ermöglicht differenzierte Aussagen zu Krankheitsverläufen, Ursachen, Risikofaktoren und gezielte Interventionsmöglichkeiten (Therapie etc.)
  • Internationale Vergleichbarkeit durch Vereinheitlichung der Kriterien einer DIagnose  Einheitliche Klassifikationssysteme (empirisch fundiert)

Tortenmodell der Begrifflichkeiten

1. Stufe: Symptome

2. Stufe: Syndrom

3. Stufe: Verlauf/Häufigkeit

4. Stufe: Diagnose

eine Symptom lässt noch keinen Rückschluss auf eine Diagnose zu

Psychose

Keine DIagnose

Oberbegriff/Zustandsbeschreibung

3 Symptomspektren/-gruppen

  • Wahn
  • Halluzinationen (ohne Illusionen)
  • Ich-Störungen

Ein Symptom aus einer der 3 Spektren reicht, um von einer Psychose zu sprechen. Min. 1 Symptom, es können aber auch mehrere sein. Kann auch durch drogen induziert sein.

Psychotische Zustände gibt es in unterschiedlichen Krankheitsbildern

Gekennzeichnet durch:

  • Verlust der Realität
  • Verlust/Beeinträchtigung von Beziehungen, Lebensbewältigung

Krankheiten, bei denen Psychosen auftreten können:

  • Demenzielle Erkrankung
  • schwere Depression
  • Manien
  • Schizophrenien
  • Substanzmissbrauch

Psychopathologie

  • unbestimmt abgrenzbare Wissenschaft
  • Fokussiert das "Erleben und Verhalten"
  • ist die Lehre von "krankhaften" und "abnormen", seelischen/psychischen Zuständen und Vorgängen

Normal vs. krank

Zwei wichtige Merkmale, womit sich die PP beschäftigt:

  • Leiden und Dysfunktionalität
    • Kann jemand seine alltägliche Funktion im Leben noch ausführen?
    • Ist das Leiden so stark, dass jemand in seinem Erleben eingeschränkt ist?

 

Gesund

  • Trotz Leidensdruck von Körperkrankheiten und Normendruck seiner Gesellschaft
  • Selbstverwirklichung
  • Echtheit
  • Adaption, Coping
  • im Leben bewähren

Krank

  • über die Norm hinaus leiden (Leidensaspekt)
  • nicht mehr zurechtkommen im Alltag (im lebensbeeinträchtigenden Mass)
  • Lebens und Weltbewährung versagt (Versagensaspekt)
  • nicht in lebendige Verbindung zu anderen Menschen treten kann(Beziehungsaspekt)

Symptom

Wenn ich nicht mehr in der Lage bin, das Verhalten etc. zu steuern, quasi eine Unfreiheit

Prävelanz

Anzahl der Erkrankten zum Untersuchungszeitpunkt

Unterscheidung in Punktprävalenz, Periodenprävalenz, Lebenszeitprävalenz

Inzidenz

Anzahl Neuerkrankungen (in einer unbestimmten Zeitspanne)

Komorbidität

Begleiterkrankung

Gleichzeitiges vorkommen weiterer Erkrankungen nebst der Grunderkrankung

Psychiatrischer Notfall

Akutes Aufteten einer psychischer Störung pder einer psychsichen Krise, die zu einer unmittelbaren Gefährdung von Leben und Gesundheit des Betroffenen und oder seiner Umgebung führ

  • Erfordert: sofortige an der Symptomatik orientierte Therapie
  • Ziel: Gefahr für Betroffene abwenden

Psyche und Körper hängen untrennbar mitenander zusammen

Bei psychiatrischen Notfallpatienten muss daher IMMER auch die somatische Situation abgeklärt werden.

Leitsymptome des psychiatrischen Notfalls

  • Bewusstseinsstörung: Qualitativ/Quantitativ (Schlaf-Wach-Skala)
  • Antriebsstörungen: gesteigert/vermindert
  • Affektstörungen: Störungen der Stimmunge

Meistens Symptome aus mindestens zwei dieser Symptomgruppen

Symptomgruppen im Notfall

  • Bewusstsein
  • Motorik
  • Stimmung
  • Denkfähigkeit
  • Psychotische Symptome (Wahn, Halluzinationen, Ich-Störungen)
  • Krankheitseinsicht
  • Suizidalität
  • Fremdgefährdung
  • Vorbestehende psychische Erkrankungen

Absolute Notfallindikationen

  • Hochgradige Erregungszustände
  • Psychische Störung mit Aggressivität/Gewalttätigkeit
  • Suizidversuch
  • Konkrete Suizidpläne/Vorbereitungen zur Suizidhandlung
  • Psychische Sörung mit konkreten Fremdtötungsabsichten
  • Schwere Alkohol- und Drogenintoxikationen
  • Akutes Delir

Relative Notfallindikationen

  • Verwirrtheitszustände
  • Entzugssyndrome ohne Delir
  • Suizidgedanken ohne konkrete Pläne
  • Angst- und Panikzustände
  • ABS bei psychosozialen Krisen (Akutes Belastungssyndrom)

Suizid Risikofaktoren

  • Frühere Suizidversuche/parasuizidales Verhalten
  • Männliches Geschlecht (Frauen mehr Suizidversuche, Männer mehr vollendete Suizide mit Methoden erhöhter Letalität)
  • Alleine lebend
  • Arbeitslosigkeit
  • Nach Entlassung aus stationärer Therapie
  • Nach Wirkungsbeginn von Antidepressiva
  • nach depressiven Episoden

Suizid Pöldinger 3 Phasen

  • Erwägung
  • Abwägung (längere Zeit)
  • Entschluss

Étudier