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Cartes-fiches
A) Systemische Risikofaktoren einer Plaqueinduzierten Gingivitis?
- Rauchen
- Metabolische Faktoren / Hyperglykämie
- Ernährungsfaktoren
- Pharmakologische Wirkstoffe
- Geschlechtshormone
- hömatologische Zustände
1. Rauchen ?
- Die Aufnahme des Zigarettenrauchens ist in der Lage eine mikrovaskuläre Vasokonstriktion auszulösen.
- Dies kannklinische Anzeichen einer Gingivitis überdecken !
2. Metabolische (Stoffwechselbedingt) Faktoren / Hyperglykämie ?
- Zu viel Glukose ist toxisch und verursacht eine entzündliche Kaskade, wodurch pro-inflammatorische Mediatoren aktiviert werden.
- Dies führt zu einer Verstärkung einer bestehenden Gingivitis.
3. Ernährungsfaktoren : Vitamin C Mangel?
- führt zu einer beeinträchtigung der Abwehr und wirkt sich negativ auf die Kollagensynthese aus; dies führt zu einer schwächung der Kapillargefässwand und schlussendlich zu einer verstärkten Blutungsneigung der Gingiva.
3. Ernährungsfaktoren : Folsäure Mangel?
Bildung der Schleimhäute & Blutkörperchen.
- Empfohlene Tagesmenge: 300 MG
- Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, depressive Verstimmung
orale Symptome: Glossitis, Aphthen
3. Ernährungsfaktoren : Eisen Mangel?
- Häufig betroffen sind Freuen
- bedarf pro Tag: 3-4 g
- Bei vegetarier und veganer ungenügende Zufuhr
- Müdigkeit, Kopfschmerzen, Haarausfall, fehlende Konzentration, Reizbarkeit
Orale Symptome: Mundwinkelrhagaden, Zungenpappillenatrophie, atrophe Glossitis, Aphthen, Schluckstörungen
3. Ernährungsfaktoren : Vitamin B12 Mangel ?
- entsteht erst nach Jahren.
- Vegi & Veganer, Alkkonsum und Alter sind risikofaktoren.
- Blutarmut, Müdigkeit, Blässe
Orale Symptome: Entz.der Zunge& Mundschleimhaut, Aphthen, Mundwinkelrhagaden
3. Ernährungsfaktoren : Zink Mangel?
- Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Erschöpfung
Orale Symptome: Mundwinkelrhagaden, Aphthen, Mundschleimhautentz.
4. Pharmakologische Wirkstoffe ?
- Können Medikamente sein die den Speichelfluss reduzieren, die Endokrine Funktionen beeinträchtigen und solche, die Gingivawucherungen und Pseudotaschen verursachen.
5. Geschlechtshormone !
Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft, orale Kontrazeptiva
5. Geschlechtshormone : Pubertätsgingivitis?
- Eine Plaqueinduzierte Gingivitis kann durch hormonelle Veränderung während der Pubertät ausgeprägter auftreten.
- Schlechte MH & Mundatmung können zu typischen Gingivahyperplasien führen (v.a OK Front) + permanente Mundatmung kann infolge herabgesetzten Clearence das Risiko einer Gingivitis fördern.
Therapie:
- MH
- ZE& Plaqueentfernung
- evtl. Gingivoplastik
- evtl. Beh. Der Mundatmung durch Arzt
5. Geschlechtshormone : Ätiologie, Symptome und Therapie der Schwangerschaftsgingivitis?
- Während der Schwangerschaft kann sich eine bereits bestehende Plaqueinduzierte Gingivitis verstärken!
Ätiologie:
- Zweischen 2. & 3. SW-Monat nimmt Gingivitis zu und wird durch den erhöhten Östrogen und Progesterongehalt des Blutes unterhalten
- Im letzten SW-Monat fallen Hormone ab und nach der Geburt kommt es zur Rückbildung der Gingivitis.
Symptome:
- leuchtend rote Verfärbung von Interdentalpapillen und marginaler Gingiva
- Volumen der Gingiva, speziell der Papillen nimmt zu
- Erhöhte Blutungstendenz
- evtl. schwacher Schmerz
Therapie:
- konnte kontr.
- Kurze RC Frequenz 1-4 Monate bis zum ende der Stillzeit
5. Geschlechtshormone : Allgemein, Symptome und Therapie Epulis gravidarum?
Die Schwangerschaft kann unter umständen die Bildung tumorähnlicher Gewebeneubildung auslösen.
Allgemein:
- Häufigkeit 0 - 5 %
- Häufigsten an der fazialen Gingiva OK Front bereich.
- Entwicklung ca. im 2.Drittel der SW, schnelles Wachstum & wird selten grösser als 2 cm
Symptome:
- leuchtend rote Farbe, oft kleine fibrinbedeckte Ulzerationen.
- Blutet i.d.R bei der kleinsten Berührung
- ausgesprochene Rezidivtendenz
Therapie:
- Nach entbindung bildet sichGranulom spontan zurück evtl. Gingivoplastik
- Während der SW Moti & Instr.
5. Geschlechtshormone : Symptome und Therapie Gingivitis Climacterica?
In den Wechseljahren
Symptome:
- Pathologische Veränderung v.a an attached Gingiva und Mundschleimhaut.
- trockene, glatt, mit lachsfarbenen Flecken, Gingiva zeigt keine Stippelung, ist kaum keratinisiert.
Therapie:
- Vorsichtige MH (evtl. Dol)
- Vitamin A Präparate
- in schweren Fällen Östrogenbehandlung
6. hämatologische Zustände
- Besonders maligne Bluterkrankungen wie Leukämie führen zu einer übermässigen entzündlichen Reaktion der Gingiva.
B) Medikamentöse induzierte Gingivawucherung : durch welche Medis?
- Antikonvulsiva (z.B Phenytoin)
- Immunsuppressiva (z.B Cyclosporin A)
- Ca- Kanalblocker (z.B Nifedipin)
Medikamentöse induzierte Gingivawucherung : Allgemein, Symptome und Therapie Phenytoin ?
Ist ein Hyadontoin-Derivat (abgeleiteter Stoff) das als Arzneistoff gegen Epilepsie eingesetzt wird.
Allgemein:
- Veränderung ca. 50% der Fälle
- Erste Wucherung 3-9 Monate nach Beh. beginn.
- Durch gute MH kann minimiert werden
Hyadontoinhyperplasie, Symptome:
- wenig entzündete, fibröse Verdickung der Gingiva = Pseudotasche.
- Infolge sekundärer Infektion & Entzündung geht Oberflächenstruktur verloren = Blut, weich, hochrot
- Lokalisation vorzugsweise Frontbereich
Ätiologie:
-ungeklärt, Fibroblasten die in erhöhtem Masse Proteine und Kollagen herstellen = Gingivale Wucherung.
Therapie:
- Moti zur Verhaltensänderung und Hygieneinstruktion
- Scaling & Plaqueentf.
- evtl. Gingivektomie
- Rezidivgefahr
- häufiger RC
Medikamentös induzierte Gingivawucherung : Allgemein, Symptome und Therapie Immunsuppressiva, Cyclosporin A
Allgemein:
- Ist ein Immunsuppressivum, welches Abstossungsreaktionen nach einem Organtransplantat unterdrücken soll.
- Gingivaveränderungen bei 25-30 %
- Erste Symptome 2-3 MT. Nach Therapiebeginn
Symptome:
- Blumenkohlartine Gingivahyperplasien, die sich sekundär durch MO der Plaque entzünden können.
- Intensität abhängig von CS-A Dosierung
Therapie:
- Moti& Hygieneinstruktion
- Scaling und Gingivoplastik unter Abschirmung
- kurzer RC
Medikamentös induzierte Gingivawucherungen : Allgemein, Symptome und Therapie CA Kanalblocker, Nifedipin ?
Allgemein:
- Werden als ANtihypertensivum, Antiarrhythmikum und bei Angina pectoris verwendet.
- Häufigkeit 20-50 % und nach 2-4 MT nach Therapiebeginn
Symptome:
- Ausgeprägte, sekundär entzündete Gingivahyperplasie
- Als Ursache gleiche Mechanismen wie bei Phenytoin Hyperplasie
Therapie:
- Moti & Hygieneinstruktion
- Debridement evtl. Gingivektomie
- häufiger RC
( nach erfolgreicher Beh. Und gute MH stellt sich kaum ein Rezidiv ein)
Entstehung der Ss-gingivitis
- Die entzündliche Reaktion der Gibgiva auf die Plaquebakterie kann durch endokrine Faktoren wie z.B sexualhormone verstärkt sein.
- Zwischen dem 2. und 3 SS Monat nimmt gingivitis zu und die hormone östrogen und progesteron sind verstärkt in der sulkusflüssigkeit., sie bewirken dass das gingivale gewebe empfindlicher auf bakterielle invasion reagiert. Iunter anderem erhöhen die hormone gefässpermeabilität, ödembildung und die synthese von prostaglandinenund andere entzündungsmediatoren.
- Ab2. SS-trimenon sind häufig spontane blutungen zu beobachten und v.a eine veränderung der plaquezusammensetzung. Erhöhte anaerobier-aerobier rate und bestimmte bakterien in der plaque.
- Insbesonders P. Intermedia können für sie den wichtigen nährstoff naphtochinon durch die schwangerschaftshormone in der sulkusflüssigkeit ersetzen. Das heisst sie ernähren sich dann von den sexualhormone.
- Im letzten schwangerschaftsmpnat fallen die hormone ab und nach dergeburt fäbildet sich gingivitis zurück