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Sprache Deutsch
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Crée / Actualisé 01.01.2020 / 03.01.2020
Attribution de licence Pas de droit d'auteur (CC0)     (Einführung in die Soziale Arbeit, Hugo Mennemann, Jörn Dummann, 2. Auflage)
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Definiere Soziale Arbeit:

Soziale Arbeit hat viele Bezugswissenschaften und lässt sich nicht über eine fachliche Definition zu anderen Disziplinen abgrenzen. 

Es gibt viele Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit, die sich nicht in eine Theorie zusammenfassen lassen! Da diese auf unterschiedlichen Wegen auf die Wirklichkeit zurück greifen, die nicht miteinander vereinbar sind. 

Soziale Arbeit hat "viele Gesichter", deren Definitionen einzeln gefunden werden müssen und durch Fragen erschlossen werden müssen. Theorien die dies Abbilden wollen beschäftigen sich alle mit Fragen wie: 

1.) Wer ist der Adressat?

2.) Was ist der Auftrag mit welchem Ziel?

3.)Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es?

Schlagwörter zur Definition können nach Bendel sein: 

Unterstützung - Menschen - Handlungswissenschaft - soziales Miteinander - Beziehungen von Menschen zu Menschen

 

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S. 86, Definiere Antinomien nach der ersten Ebene, von Hippel (2011):

Antinomien sind bipolare, unauflösliche Spannungsfelder

Die Aufhebung einer Antinomie wäre gleichsam die Aufhebung des pädagogischen Handelns.

Man kann nur reflektiv, dass fachliche Handeln an beiden Seiten der Antonomien ausrichten.

Dies bedeutet sich begründet, temporär und fallspezifisch für eine Antonomie zu entscheiden.

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Was sind die 6 Antinomien auf der ersten Ebene nach von Hippel?

  1. Näheantinomie
  2. Sachantinomie
  3. Organisationsantinomie
  4. Kontrollantonomie
  5. Differenzierungs- und Selektionsantinomie
  6. Bildungsantinomie
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Erläutere die Näheantinomie!

Nähe vs. Distanz

Nähe:

Aufbau von tragfähigen Beziehungen, ist die Basis für zielgerichtete Koproduktionen

Welche Motivation haben Klient*innen auf ein Ziel hinzuarbeiten, welches nicht das eigene ist?

Distanz:

Professionelle Distanz um mit Abstand Lösungswege.

Nachkommen von Kontrollpflichten

Beispiel: 

Am Anfang mehr Beziehungsarbeit leisten um eine Basis zu bauen, nachher davon distanzieren, analysieren und Lösungen für Problematiken finden. 

So kann zunächst kontraproduktives Verhalten des Klienten ohne Eingriff geduldet werden, wie Rauchen bei Jugendlichen oder Drogenkonsum von Abhängigen oder Diebstahl im Streetwork. Im Hinblick auf langfristige, wichtigere Ziele.

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Erläutere Sachantinomie!

Sachorientierung vs. Orientierung an den lebensweltlichen Rahmungen der Adressat*innen

Sachliche Ausgestaltung (Strukturen, Personal, Finanzen) setzt Rahmen. Nicht alle Angebote die für die Arbeit mit Klient*innen sinnvoll sind können in Anspruch genommen werden. 

Lebensweltliche Rahmung: ggf. sozialisationsbedingt 1 zu 1 Betreuung notwendig.

Hier gilt auszuhandeln wie beides bestmöglich berücksichtigt werden kann.

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Erläutere Organisationsantinomie!

institutionaliserte Regeln vs. Offenheit und interaktiven, kommunikativen Prozessen 

Regeln: Die Organisation gibt Handlungsregeln vor, wie z.B. bei gewalttätigen Verhalten von Klient*innen sanktioniert werden soll. Verantwortungen können der Fachkraft übertragen werden, so dass ein Rückfall des Klientes in alleiniger Verantwortung der Fachkraft liegt und nicht in auch in der Verantwortung des Klientes. 

Kommunikative Prozesse: Hier würde die Fachkraft ggf. bei gewalttätigem Verhalten des Klientes, nicht sofort sanktionieren sondern erstmal in Koproduktion gemeinsam einen Lösungsweg erarbeiten. 

Hier gilt es auszuloten zwischen Interessen und Vorgaben der Organisation und den Interessen und der Lebenswelt der Klient*innen.

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Erläutere Kontrollantinomie!

Kontrolle vs. Hilfe

Große Schnittmenge zur Organisationsantinomie.

Hilfe: Hilfe zur Selbsthilfe, Partizipationshilfe und Vermeiden von Almosenhilfe basieren auf dem Ansatz zur Lebensweltorientierung. 

Den Klient*innen sollen innerhalb ihrer Lebenswelt Problemlösungsstrategien eröffnet werden, welche sie selbst als Ziele aushandeln und umsetzen. 

Kontrolle: Demgegenüber stehen Kontrollinstanzen wie (Recht/Träger/Institutionen)

Diese sollen z.B. eine Selbst- oder Fremdgefährdung (z.B. Kindeswohlgefährdung §8a SGBVIII) oder einen erzieherischen Kontext in der Schule gewährleisten. 

 

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Erläutere Differenzierungs- und Selektionsantinomien!

Homogeniseren vs. Differenzieren:

Gleichbehandeln: Innerhalb einer Gruppe sollten Klient*innen gleichbehandelt werden um ein Gerechtigkeitempfinden herzustellen.

Differenzierung: Neues Kliente welches in eine Gruppe kommt, benötigt ggf. aufgrund komplexer Problemlagen mehr Aufmerksamkeit, um tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Gruppeninteresse vs. Einzelinteresse