Strehler


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Gluconeogenese und Glykogenstoffwechsel auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Schlüsselprozesse wie die Umwandlung von Pyruvat zu Glukose, die Rolle von Enzymen wie Pyruvatcarboxylase und PEP-CK, sowie die Bedeutung von Glykogen in Muskel und Leber. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die die Regulation des Blutzuckerspiegels und die zellulären Mechanismen der Glukoneogenese verstehen müssen.
Flashcards
11
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
29.11.2019 / 30.06.2021

Flashcards

Welche Glucose Konzentrationen gibt es im Blut Normal/Mahlzeit/Hunger? 

- Die Glukosekonzentration  im  Blut  wird  streng  reguliert  und  liegt  normal  (d.h.  zwischen Mahlzeiten)  bei  4.5  –  5.5  mM  (80  –  100  mg/dL). 

- Nach kohlehydratreicher  Mahlzeit  sind  6.5-7.2  mM  (115  –  130  mg/dL)  möglich. 

- Im  Hungerzustand  kann  Blutglukose  auf  3.3  –  3.9  mM  (60  –  70  mg/dL)  abfallen. 

Wie wird der Blutzuckerspiegel reguliert? 

Insulin —> senkt den Blutzuckerspiegel 

Glucagon —> erhöht den Blutzuckerspiegel 

Katecholamine  (Adrenalin/Noradrenalin)  und  Glucocorticoide  (Cortisol) —> anstieg des Blutzuckerspiegels

In welchen Organen findet Gluconeogenes statt? Wo in der Zelle? Wann? Und was ist das Ausgangsmaterial? 

Welche Organe sind besonders Glucose abhängig? 

In  welchen  Organen? Leber,  Niere  

Wo in der Zelle? Mitochondrien,  Zytosol  und  ER       

Wann? Glukose-Bedarf  (Hirn,  Erythrozyten,  Herz,  Muskel)   

Ausgangsmaterial? Pyruvat,  glukogene  Aminosäuren  (Ala,  Asp,  Glu), Glycerin  (aus  Triglyceriden)

Welche Organe sind besonders Glucose abhängig? Hirn und Erythrozyten

Aus welchem Abbau kann keine Glucose generiert werden?

Merke:    Aus  Fettsäuren  kann  keine Glukose  synthetisiert  werden! Pyruvatdehydrogenase-Reaktion  ist  irreversibel  —> Acetyl-CoA  aus Fettsäure-Abbau  kann  nicht  in  Pyruvat  umgewandelt  werden! 

Was ist die Gluconeogenese? Welche Irreversible Schritte werden mmit welchen Enzymen zurückgesetzt? 

Gluconeogenese ist die Bildung von D-Glucoseaus organischen Nicht-Kohlenhydratvorstufen wie Pyruvat, Oxalacetatund Dihydroxyacetonphosphat(das zweite Triosephosphat neben Glycerinaldehyd-3-phosphat). Der Stoffwechselweg ist universell bei allen Lebewesen anzutreffen. Alle Edukte stammen aus der Glykolyse.

Pyruvat —> Oxalacetat (Pyruvatcarboxylase) 

Oxalacetat —> Phosphoenolpyruvat (PEP-CK) 

Fructoses-1,6-Biphosphat —> Fructose-6-phosphat (Fructose-1,6-biphosphatase)

Glucose-6-phosphat —> Glucose (Glucose-6-phosphatase)

 

Welche Bedeutung hat der Malat-,Aspartat- und Citrat-shuttle zwischen Mitochondrien und Zytosol?  

Es sind Transportmechansismen um Citrat oder auch Malat und Aspartat zu transportieren. Da die Glukoneogenese  aus  Pyruvat  im  Mitochondrion startet und die  Fortsetzung aber im Zytosol  stattfindet, muss das  Zwischenprodukt  Oxalacetat die  Mitochondrien  verlassen. Da aber Oxalacetat die Mitochondrienmembran nicht passieren kann, muss es einen Weg geben es ins Zytosol gelangen zu lassen. Dies geschieht dann meist über die konvertierung in Citrat, Aspartat oder Malat welche dann über einen Shuttle-Mechanismus über die Mitochondrienmembran gebracht werden können.

Welche Reaktionen der Gluconeogenese finden wo statt in der Zelle? 

Gluconeogeneseschritte Skript Seite 

Welche sind die 4 wichtigen Umgehungsenzyme? Und welchen wichtiger Cofaktor braucht es noch?

Die 4 “Umgehungsenzyme”: 

1. Pyruvat-carboxylase  (in Mitochondrien) —>Essentieller  Co-Faktor: Biotin  (Vitamin  H)  für Carboxylierung! 

2. PEP-CK  (Cytosol) 

3. F1,6-bisphosphatase (Cytosol) 

4. Glc-6-phosphatase  (im ER;  nur  in  Leber  und (weniger)  in  Nierenrinde, nicht  in  Fettgewebe  und Skelettmuskel) 

 

Was sind der Milchsäurezyklus (Cori-zyklus) und Alanin-Gluckose-Zyklus und wie fliessen diese in die Gluconeogenese ein? 

Cori-Zyklus:  “Recycling”  von  Lactat  aus  anärober  Glykolyse  im  Skelettmuskel  —> Wiederaufbau  von Glukose  durch  Glukoneogenese  in  der  Leber  —> Glukosefreisetzung  zur  Wiederverwertung  im  Muskel. Alanin-Glukose-Zyklus:  Alanin  (entsteht  durch  Transaminierung  von  Pyruvat  im  stark  arbeitenden Muskel)  wird  in  der  Leber  zurück  zu  Pyruvat  metabolisiert  und  für  Glukoneogenese  eingesetzt.  Die freigesetzte  Glukose  steht  wiederum  dem  Muskel  (und/oder  anderen  Geweben)  zur  Verfügung. 

Wie reguliert Insulin und Glukagon die Glykolyse? 

PFK-2 werden auch als Schlüsselenzymeoder Schrittmacherenzyme der Glykolysebezeichnet. Durch ihre Verschaltung und Abhängigkeit von Glucagonund Insulinist sichergestellt, dass die beiden gegenteiligen Stoffwechselwege der Glykolyse und der Gluconeogenese(innerhalb eines Gewebetypes) nicht zum selben Zeitpunkt ablaufen können. Bei dephosphorylierung der PKF-2 (induziert durch Gukagon) wird Fructose-1,6-biphosphat zurück zu Fructose-6-phosphat umgewandelt. Durch Insulin wird dieser Phosphorylierungsschritt verhindert wodurch Fructose-6-phosphat weiterhin in Fructose-1,6-phosphat umgewandelt wird.

Wo? Wozu? Was? Glykogen

Wo?   Muskel,  Leber,  Hirn  (wenig) 

Wozu?   Muskel  (und  andere  Gewebe  ausser  Leber):  Eigenbedarf Leber:  Glukose-Bereitstellung  bei  Bedarf  in  der  Peripherie Was?   Langkettiges  und  verzweigtes  Polymer  aus  Glukose.  α1,4 und α1,6  Verknüpfungen.  Bildet  hochmolekulare  GlykogenGranulen  (~  104  kDa,  bis  zu  55’000  Glukose-Moleküle).     

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