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S. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Diagnose, Behandlung und Management von Asthma und COPD auf universitärer Ebene. Sie behandeln die Symptome, Therapieoptionen wie ICS, LABA, LAMA und SABA, sowie die Risiken und Exazerbationen. Besonders nützlich für Medizinstudierende und Ärzte, die sich auf die Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen spezialisieren.
Karten
44
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
25.11.2019 / 23.11.2023

Lernkarten

Asthma: Klinische Manifestationen, 2 Hauptmerkmale

Hauptsymptome

Häufige, potentiell schwerwiegende chronische entzündliche Erkrankung. Asthma kann wirksam behandelt werden, mit dem Ziel die Symptome und Exazerbationen zu minimieren.

1. Symptome: Wheezing, Atemlosigkeit, Engegefühl in der Brust, Husten die über die Zeit in ihrer Ausprägung, Frequenz und Intensität variieren.

2. Variable (im Gegensatz zu COPD) expiratorisce Atemwegseinschränkungen (reduziertes FEV1/FVC; Spirometrie)

Hauptsymptome

  • Atemnot (anfallsartig, häufig nachts und bei Anstrengung)
  • pfeifende Atmung
  • Husten
  • Probleme beim Ausatmen
  • Engegefühl in der Brust
  • Verschleimte, entzündete Atemwege

Kurzwirksame Anticholinergika (SAMA)

Ipratropium bromide (Atrovent)

Wirkeintritt: 20-30'

weniger Bronchodilatation als mit Beta-2-Sympathomimetika

WICHTIG: Geringer Stellenwert beim Asthmatiker, wichtiger für den COPD-Patienten!

Einsatz: bei schweren Asthma-Anfällen kombiniert mit SABA oder b-Blocker induzierten Anfällen


Asthma: Epidemiologie

Kinder, Erwachsene, Senile (500'000 Betroffene in der CH)

Knaben > Mädchen ; ABER Frauen > Männer (wechselt in der Pubertät), über 50% der Kinder mit Asthma sind im Erwachsenenalter beschwerdefrei.

Häufiger bei adipösen Patienten (BMI > 30kg/m^2)

Erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass Symptome Asthma-bedingt sind:

> 1 Symptom, Symptomverschlimmerung in der Nacht oder am frühen Morgen, Symptome variieren über die Zeit und in ihrer Intensität, Symptome können ausgelöst werden durch Infektionen, Anstrengung, Allergene, Wetterveränderung, Lachen, Abgase, Rauchen...

=> Fragen: Haben Sie Symptome in der Nacht? Wie fühlen Sie sich? (teilweise 100% gesund!)

Geringere Wahrscheinlichkeit, dass Symptome Asthma-bedingt sind:

• Husten isoliert, ohne andere respiratorische Symptome
• Chronische Sputum-Produktion

• Kurzatmigkeit in Kombination mit Schwindel, Benommenheit, peripherem Kribbeln
• Brustschmerzen

• Anstrengungs-induzierte Dyspnoe mit geräuschvoller Inspiration (Stridor)

Risikofaktoren für Asthmasymptome

Allgemeine Risikofaktoren:

- kalte und trockene Luft

- Zigarettenrauch

- körperliche Anstrengung

- Luftverschmutzung

- Emotionaler Stress

- Atemwegsinfektionen

 - Medikamente, z.B. Analgetika

 

Häufiger Auslöser des allergischen Asthmas:

- Pollen, Tierhaare, Milbenkot, Schimmelpilze etc.

=> Eine Allergie kann sich zu einem Asthma weiterentwickeln!

Asthma: Allgemeine Massnahmen

  • Rauchstopp
  • Gewichtsreduktion (Verbessert die Lungenfunktion, Symptome, Morbidität sowie Gesundheitszustand)
  • Gesunde Ernährung, physische Aktivität (schwer, aber wichtig!)
  • Grippeimpfung -> EMPFOHLEN
  • Medis meiden / neubeurteilen (z.B. NSAID, b-Blocker...)
  • (Allergene meiden)

GINA-Stufen-Therapie

Asthma-Therapie-Guideline

Reliever = As-needed short-acting b2-agonist (SABA) oder ICS-formoterol

 

Step 1: as needed low dose ICS-formoterol (oder ICS-SABA)

Step 2: daily low dose ICS or as needed ICS-formoterol (oder LTRA oder ICS-SABA)

Step 3: low dose ICS-LABA (oder medium dose ICS oder low dose ICS + LTRA)

Step 4: medium dose ICS-LABA (oder high dose ICS mit Thiotropium / LTRA)

Step 5: high dose ICS-LABA und alles mögliche mit Antikörper usw.

Kurzwirksame Beta-2-Agonisten (Reliever)

SABA: short acting beta2-agonist

Salbutamol (Ventolin) usw.

Wirkeintritt: nach 5', Wirkdauer: 4-6h (ivgl zu den SAMA mit Wirkeintritt 20-30')

=> NOTFALL-THERAPIE (bei akuten Symptomen im Anfall)

Änderungen bei GINA seit 2019

Basistherapie bei Step 1: hatte keine Empfehlung für einen Controller (ICS-Formoterol)

=> SABA-Therapie bei Bedarf; gilt NICHT mehr als Therapie der Wahl auf Stufe 1, weil Risiko für Exazerbationen viel besser im Griff mit zusätzlichen ICS!

ICS-Formoterol

Beispielpräparat

Symbicort: Budesonid (ICS) + Formoterol (LABA) [v.a. auf Stufe 1 und 2 GINA bei Bedarf, nachher fix]

Langwirksame Beta-2-Agonisten

LABA

Bsp Salmeterol (Serevent), Formoterol

Wirkeintritt: Formoterol 5', Salmeterol 15-20', Wirkdauer: >12h

Wichtig: LABA scheinen KEINEN EFFEKT auf die ENTZÜNDUNG zu haben, daher nicht als Monotherapie sondern immer in Kombination mit ICS! Reduziert Symptome und Exazerbationsrisiko.

Inhalative Kortikosteroide

Spezialfall

Antiinflammatorische Eigenschaften: in jedem Alter Therapie der Wahl bei Asthma

Gute Wirksamkeit, aber nicht alle Patienten profitieren gleich von ICS: Raucher < Nichtraucher, genetische Unterschiede

UAW: eher lokal, Candidosen und Heiserkeit aufgrund von lokaler Immunosuppression (Mundspülen und Vorschaltkammer verwenden!)

In tiefer Dosierung sind systemische UAWs selten! Ceiling-Effekt, daher klinischer Nutzen v.a. bei tiefen Dosen!

Spezialfall: Ciclesonid (Alvesco) ICS -> Prodrug, das erst in der Lunge durch endogene Esterasen aktiviert wird [on-site Aktivierung]. Weniger lokale Nebenwkriungen im Hals-Rachenbereich! Niedrigeres Nebenwirkungspotenzial!

 

=> Vorsicht: bei der Umstellung von einem Kortikosteroid auf ein anderes muss die Wirkungsäquivalente berücksichtigt werden!

Leukotrienrezeptorantagonisten LTRA

Keine Therapie der Wahl, wird verwendet falls es einen Grund gibt.

Bronchodilatation und Reduktion der Entzündung, weniger Symptome und Exazerbationen

– Stufe 2: Alternative zu ICS, aber LTRA < ICS (tiefdosiert)

– Stufe 3: Add-on zu ICS, aber Wirksamkeit von ICS + LTRA < ICS + LABA

– Aspirin-sensitives Asthma

Monoklonale Antikörper (Anti-IgE)

Omalizumab (Xolair)

bei schwerwiegendem Asthma als Add-on Therapie (wenn ICS, LABA und LTRA ungenügend wirksam sind!)

Bindet selektiv an IgE auf Basophilen und Mastzellen und verhindert so die Freisetzung von Entzündungsmediatoren. Reduziert Asthmaexazerbationen und ICS-Bedarf.

s.c.-Injektionen alle 2-4 Wochen (je nach Dosis); sehr teuer!

Langwirksame Anticholingerika

kein LAMA für die Indikation Asthma zugelassen in der CH

Thiotropium wird ab GINA-Stufe 5 als Therapieoption erwähnt (verbessert Lungenfunktion leicht und macht Exazerbationen etwas weniger häufig!)

Theophyllin

Unifyl continus: Bronchodilatation und evtl antiinflammatorische Wirkung

Vorsicht: enge therapeutische Breite!

IA: Theophyllin wird über CYP1A2 metabolisiert (Lifestyleabhängig!)

Faktoren, um die Asthma-Kontrolle zu beurteilen:

  • Asthmasymptome während des Tages > 2x/ Woche
  • Asthma-bedingtes Erwachen
  • Reliever-Therapie > 2x/ Woche
  • Asthma-bedingte Aktivitätseinschränkung

Gute Kontrolle : keine der obigen

Keine Kontrolle: 3-4 der obigen

Risikofaktoren für Exazerbationen

  • • Bisherige Intubation aufgrund von Asthma
  • • Unkontrollierte Asthmasymptome
  • • ≥1 Exazerbation in den letzten 12 Monaten
  • • Tiefes FEV1
  • • Fehlerhafte Inhalationstechnik und/oder schwache Adherence
  • • Rauchen
  • • Übergewicht, Schwangerschaft, Eosinophilie

Behandlung eines Asthma-Anfalls

 

..und unmittelbar danach

Mild / moderate: talks in phrases, prefers sitting to lying, not agitated

-> start treatment: SABA (all 20'), Prednisolone 1mg/kg max 50mg, Controlled oxygen, if worsening transfer to care facility

Severe: talks in words, sits hunched forwards, agitated -> URGENCY: transfer to care facility, while waiting give SABA, Ipratropium bromid, O2, systemic Corticosteroid

 

Nach abgeklungenem Anfall:

  • orale Steroide beibehalten (bis 7 Tage, Kinder bis 5): seltener Rückfälle
  • SABA weiterhin Inhalation bei Bedarf
  • Ipratropium Therapestopp
  • ICS beibehalten oder initiieren
  • Inhalationstechnik überprüfen, PEAK-Flow-Messung, Aktionsplan anpassen
  • Auslösende Faktoren vermeiden
  • Follow-up nach 1-4 Wochen

Anstrengungs-Asthma

Physische Aktivität ist wichtiger Auslöser, teilweise sogar der einzige

Charakteristische Punkte:

– Auftreten: 5-10 Min. nach dem Anstrengungs-Ende (selten während)

– Symptome: Asthma-Symptome, oder starker Husten als einziges Symptom; klingen meist nach 30-45 Minuten spontan ab.

Therapieempfehlungen: AUFWÄRMEN (senkt Häufigkeit und Schwere), Therapie der Wahl sind SABA oder alternativ LTRA

 

GINA-Stufentherapie: Kinder 6-11 Jahre

(schlechte Datenlage, wenig Empfehlungen)

Step 1: none, or ICS-SABA, or low dose ICS

Step 2: daily low dose ICS, or LTRA, or ICS-SABA

Step 3: low dose ICS-LABA, or medium dose ICS, or  low dose ICS + LTRA

Step 4: medium dose ICS-LABA, or high dose ICS-LABA or add thiotropium or add LTRA

Step 5: phenotypic assessment ev anti-IgE

Asthma und Schwangerschaft

Gute Asthmakontrolle ist extrem wichtig: ungenügend kontrolliertes Asthma hat einen negativen Effekt auf den Fötus -> gute Asthmakontrolle ist äusserst wichtig!

Therapieklassen mit positivem Nutzen-Risiko-Profil in der Schwangerschaft: ICS, LABA, SABA, Theophyllin, Montelukast (LTRA)

Therapieklassen mit ungenügender Datenlage in der Schwangerschaft: Anti-IgE

Asthma: HInweise (Komorbiditäten, weiteres...)

Nasenpolypen: 29-70% aller Patienten mit Nasenpolypen haben Asthma (Zusammenhang besser ersichtlich > 40 J.)


Gastroösophagaler Reflux: Asthmatiker > Allgemeinbevölkerung : Studien untersuchten PPI zur Asthmakontrolle-> scheint ohne Nutzen


Aspirin-induziertes Asthma: Einnahme von Aspirin/NSAID: 2-23% der erwachsenen Asthmatiker reagieren mit Asthmaexazerbationen (Allgemeinbevölkerung: 0.5-1.9%)
• Reaktion: innert Min. bis ca. 3 Std. nach Aspirin/NSAID-Einnahme, Asthmaanfall evt. begleitet von Rhinorrhö, nasaler Obstruktion oder urtikariellen Hautreaktionen.
• Alternativen: Paracetamol, evt. COX-2-Hemmer, Desensibilisierung

Weitere Medikamente: Vorsicht mit oralen/ophthalmologischen Betablocker

Asthma vs. COPD und ACOS

Raucher: eher COPD

Symptome unter 35jährig: Asthma häufig, COPD selten

Chronisch-produktiver Husten: COPD oft, Asthma selten

Atemlosigkeit: COPD persistent und progressiv, Asthma variabel

Nächtliches Aufwachen mit Atemlosigkeit: typisch Asthma

Tag-zu-Tag-Variabilität der Symptome: typisch Asthma

Lungenfunktion zwischen den Symptomen: abnormal bei COPD, normal bei Asthma

Chest X-ray: Asthma normal, COPD schwere Hyperinflation*

Differenzierung nach Symptomen gelingt nicht immer, Erkrankungen können auch überlappen -> Spirometrie (Rauchen und Alter in der Anamnese sind wichtige Hinweise zur Unterscheidung)

*Bei obstruktiven Atemwegserkrankungen ist der exspiratorische Luftausstrom stärker beeinträchtigt als der inspiratorische Lufteinstrom, am Ende einer Ausatmung verbleibt vermehrt Luft in der Lunge.

ACOS: Asthma-COPD-Overlap-Syndrom (falls Anzahl Merkmale für Asthma und COPD vergleichbar sind)

COPD vs. chronische Bronchitis

Chronische Bronchitis: dauerhafte Entzündung der Bronchien mit Husten und Auswurf (2 aufeinanderfolgene Jahre während mind. 3 Mt).

Chronische Bronchitis kann in eine obstruktive Form übergehen, bei der die Atemwege verengt sind -> COPD

COPD: Pathophysiologie

Hauptmerkmal: nicht vollständige reversible Abnahme des Atemflusses

Remodelling der kleinen Atemwege und parenchymale Destruktion:

  • progressive Abnahme des FEV1*
  • ungenügende Lungenentleerung beim Ausatmen
  • Hyperinflation (Überblähung)

=> Noxen bewirken Infiltration des Lungengewebes mit Entzündungszellen. Erhöhter Mukusgehalt, Epithelzellhyperplasie sowie Wandverdickung in kleinen Atemwegen. Aufblähung (Emphysem).

*Forciertes Expiratorisches Volumen

COPD: Komplikationen

  • Akute lebensbedrohliche Exazerbationen
  • fortgeschrittenes Emphysem (pulmonale Hypertension)
  • gehäufte Infektionen (Lungenentzündung)
  • häufiger Grund für eine Lungentransplantation
  • häufigste zur Invalidität führende Lungenerkrankung
  • Depressionen und Angstzustände
  • Abhängigkeit von Sauerstoff

=> Laut WHO wird COPD im Jahre 2030 weltweit die dritthäufigste Todesursache sein

COPD: Risikofaktoren

  • Rauchen
  • Saub & Chemikalien
  • Passivrauchen
  • Luftverschmutzung
  • Genetik
  • Sozio-ökonomischer Status
  • Infektionen
  • Asthma
  • Alter
  • Lungenwachstum/-entwicklung

COPD: Charakteristika (Leitsymptome)

Leitsymptome = AHA-Symptome

Atemnot (Dyspnoe): progressiv, typischerweise schlimmer unter Belastung, persistierend

Husten (intermittierend, dann chronisch)

Auswurf

Weitere: wheezing, Engegefühl, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Synkopen, Rippenbrüche, Knöchelschwellung, Depression, Angst, Exazerbationen etc.

COPD: systemische Manifestation und Komorbiditäten

Systemische Manifestation: Muskelschwäche, Sarkopenie, Kachexie

Komorbiditäten: Herzkreislauferkrankungen (Ischämische Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Hypertonie), Diabetes, Osteoporose, Depression / Angst, Lungenkrebs

COPD: GOLD-Guidelines

 

-> Einteilung nach Symptomen und Exazerbationsrisiko

= ABCD-Beurteilungsinstrument

FEV1/FVC = 0.7-0.8 Normalwert; Patienten mit FEV1/FVC < 0.7!

GOLD1: Mild ~80%, GOLD2: 50-80%; GOLD3: 30-50%; GOLD4: <30% ==> Mortalität steigt mit zunehmendem GOLD-Grad

 

Einteilung nach Symptomen und Exazerbationsrisiko:

A: tiefes Risiko, wenig Symptome

B: tiefes Risiko, mehr Symptome

C: hohes Risiko, wenig Symptome

D: hohes Risiko, mehr Symptome

  • Symptombeurteilung mit CAT [COPD assessment test]: (wenige CAT<10) A oder C; (mehr >= 10) B oder D
  • Symptombeurteilung mit mMRC: wenige -> 0-1 A oder C; mehr >=2 B oder D
  • Risiko: tiefes Risiko (<=1 Exazerbation im letzten Jahr OHNE Hospitalisation) A oder B; hohes Risiko (>=2 Exazerbationen ODER 1 Exazerbation mit Hospitalisation) C oder D

COPD: NIcht-medikamentöse Therapien

Rauchentwöhnung (Risikofaktoren vermeiden!)

Körperliche Aktivität (schwierig bei Gruppe B-D)

Pulmonale Reha

Patienteninstruktion (Inhalationstechnik)

ev. Sauerstofftherapie

Psychologische Betreuung (Depression und Angst möglich!)

=> Grippeimpfung und Pneumokokken-Impfung

COPD: Pharmakotherapie Guidelines

Group A: Bronchodilator (b-2-Sympathomimetika, eher LABA)

Group B: LABA or LAMA

Group C: LAMA

Group D: LAMA (or LAMA+LABA or ICS+LABA)

+ für alle Patienten kurzwirksame Bronchodilatatoren (Ventolin, SABA) zur Soforthilfe bei akuten Symptomen!

COPD: Pharmakotherapie -> Monopräparate

Beta-2-Sympathomimetika

  • SABA: Salbutamol (Ventolin)
  • LABA: Salmeterol (Serevent)

Anticholinergika

  • SAMA: Ipratropium (Atrovent)
  • LAMA: Thiotropium (Spiriva)

Inhalative Kortikosteroide

  • Budesonid (Pulmicort)
  • Fluticason (Axotide)
  • Ciclesonid (Alvesco)

ev. Theophyllin (nicht Standard), ev Acetylcystein (teilweise ein Vorteil in der Kombi)

COPD: Pharmakotherapie -> fixe Kombinationen

ICS+LABA => (Seretide): Fluticason + Salmeterol 

SABA+SAMA => nur bei GOLD-Gruppe A (kurzwirksam)

COPD: Pharmakotherapie -> Bronchodilatatoren (BD)

BD = LABA/SABA, LAMA/SAMA, Theophyllin

-> zentrale Rolle in der COPD-Therapie

  • Langwirksame BD (LAMA; LABA) -> positiver Effekt auf FEV1, Symptome und Exazerbationen. KEIN Effekt auf Mortalität. Therapie der Wahl für kontinuierliche Anwendung.
  • Kurzwirksame BD (SAMA; SABA) -> positiver Effekt auf FEV1 und Symptome. Regelmässige Anwendung nicht empfohlen => Notfallmedikament (v.a. SABA!) bei akuten Symptomen oder Bedarfsmedikation Gruppe A (SAMA)
  • Theophyllin: inhalative BD sind weniger toxisch und wirksamer! Keine Therapie der Wahl.

=> Kombinationen sind wirksamer als jede Substanz allein und UAW-Risiko ist gesenkt verglichen mit Dosissteigerung des einzelnen BD!

  • SABA + SAMA (weniger Symptome, FEV1 î)
  • LABA + LAMA (weniger Symptome + Exazerbationen, FEV1 î) -> long active substances wirken sich aug die Exazerbationen aus, weil der Pegel immer bliebt
  • Theophyllin + andere BD

COPD: Pharmakotherapie: Bronchodilatatoren: Anticholinergika (LAMA / SAMA)

mit Wirkeintritten

Anticholinergika bei COPD

  • LAMA > SAMA: ab GOLD Gruppe B-D
  • LAMA > LABA: Wirksamkeit auf Exazerbationen, aber einige LABA haben schnellen Wirkeintritt und könnten auch für eine Notfallmedikation eingesetzt werden! (bsp Formoterol 5')
  • -> LAMA is King for COPD (Tiotropium: Spiriva)

Tiotropium (Spiriva): 30' => KEIN Notfallmedi, dafür Wirkdauer 24h

 

kurzwirksame BD= Wirkdauer ca. 6h

langwirksams BD= Wirkdauer 12 oder 24h!

-> Group D: ICS + LABA (Symbicort): kann für COPD und Asthma benutzt werden, auch im Notfall möglich. Eierlegende Wollmilchsau, wird häufig auf dem Land eingesetzt, dies ist aber eigentlich ungünstig weil ICS mehr benutzt als nötig -> UAWs!

COPD: Pharmakotherapie: Inhalative Kortikosteroide (ICS)

Inhalative Kortikosteroide bei hohem Exazerbationsrisiko

Wirksamkeit ICS+LABA > LABA; ICS haben KEINEN Effekt auf die Mortalität, bei COPD nicht als Monotherapie!

COPD: Follow-Up Strategie

1. LABA or LAMA

2. LABA + LAMA or LABA + ICS

3. LABA + LAMA + ICS

falls nichts hilft:

- bei Dyspnö: anderer Inhaler, andere Gründe für Dispnö suchen

- bei Exazerbation: Roflumilast or Azithromycin (Makrolid-AB: Interaktionen 3A4, Resistenzen)

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