Mündliche Prüfung

Frau Dr. Krebsner

Frau Dr. Krebsner


A. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über verschiedene medizinische Erkrankungen und Syndrome, darunter Depressionen, Tollwut, Mammakarzinom und das Hirnorganische Psychosyndrom. Sie decken Symptome, Ursachen, Diagnosen und Therapien ab, wobei auch rechtliche Aspekte wie das Infektionsschutzgesetz und Heilpraktikergesetz behandelt werden. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von der strukturierten Wissensvermittlung, um sich auf mündliche Prüfungen vorzubereiten und ein tiefes Verständnis der Krankheitsbilder zu erlangen.
Cartes-fiches
90
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
29.10.2019 / 16.08.2023

Cartes-fiches

BAKTERIEN ALLGEMEIN

  • Einzeller ohne echten Zellkern
    • Kernäquivalent liegt frei im Zytoplasme
  • keine Mitochondrien, kein Golgi-Apparat
  • manche besitzen eine Kapsel
  • können sich selbstständig vermehren, brauchen keine Wirtszelle
  • haben einen SToffwechsel
  • Können mit Antibiotika behandelt werden
    • ACHTUNG  →  manche AB verursachen massives Absterben der Bakterien  →  Endotoxine
  • BAKTERIENGIFTE
    • Endotoxine: 
      • Gifte, die das Bakterium im Innern der Zelle gebildet hat werden frei (durch Zerfall der Zelle oder der Bakterienwand)  →  Fieber
    • Extotoxine: 
      • Gifte, die von der lebendigen Zelle ausgeschieden werden:
      • Durch 60° C können diese zerstört weren.
      • Gebildet bei: Tetanus, Botulismus, Diphterie, Cholera, Keuchhusten

EINTEILUNGSARTEN BAKTERIEN

  • GRAM-FÄRBUNG
    • gram-negativ
    • gram-positiv
    • A-typisches Gramverhalten
  • FORM
    • Kugelbakterien
      • Haufenkokkoen  →  z.B. Staphylokokken
      • Kettenkokken  →  z.B. Streptokokken
      • Diplokokken  →  Neisserien
    • Stäbchen
      • Plumpe Stäbchen  → z.B. Enterokokken (E. coli, Salmonellen, Shigellen, Yersenien)
      • Keulenförmig (Corynebakterium)
      • Fusobakterien (spindelförmig)
      • Baziellen (aerobe Sporenbildner)
      • Clostridien (anaerobe Sporbenbildner)
      • Vibrionen mit GEissel  →  z.B. Vibrio cholerae
    • Spiralförmige / schraubenförmige Bakterien (Spirochäten)
      • Borrelien (weite Windungen)
      • Treponemen (enge Windungen)
      • Leptosiren (Kleiderbügelform
  • WACHSTUM
    • aerob  →  Mycobakterien, Bacillen, Bordetellenm, Pseudomonaden, Legionellen
    • anaerob  →  Chlostridien, Actinopmyces
  • SONDERFORMEN:
    • Chlamydien, Rickettsien, Mykoplasmen

STAPHYLOKOKKEN

  • DEFINITION
    • Bakterienart, dei physiologisch die Haut besiedelt
  • ERKRANKUNGEN
    • Furunkel, Karbunkel, Knochenentzündungen, Wundinfektionen, Hordeolum, Abszesse
  • GEFAHR
    • Fernwirkung
    • Resistenz gegen Hitze und gegen viele chemische Stoffe (sorgfältige Händedesinfektion
  • ARTEN
    • gibt über 100 ARten
    • STAPHYLOCOCCUS AUREUS
      • V.A. MRSA, bedeutsam wegen der diversen Komplikationen.
      • Sehr resistent gegen Antibiotika  →  nur wenige AB wirken
      • verusacht:
        • Eitergeschwüre, Wundinfektionen, Knochenentzündungen, Hordeolum
    • STAPHYLOCOCCUS EPIDERMIDIS (phsyiologisch auf der Haut)
      • v.a. nosokomial (AB-Resistent)
      • setzt sich an Plastikteilen fest, sofern diese unsauber sind (Katheter, Shunt)  → Gefahr in der Klinik
      • GEFAHR:
        • Sepsis
    • STAPHYLOCOCCUS HAEMOLYTICUS
      • nosokomiale Infekte v.a. Wunden, Gelenke, Harnwegsinfekte
      • KOMPLIKATION:
        • septisch durch fernwirkung  →  Blutauflösend

STREPTOKOKKEN (gram-positiv, Kugelbakterium, kettenförmig)

  • DEFINITION
    • besiedeln physiologisch Haut, Schleimhaut und Darm
  • ERKRANKUNGEN
    • eitrige Infektionen, Wundinfektionen, Erysipel, Scharlach
  • KOMPLIKATIONEN
    • rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis
  • ARTEN
    • alpha-hämolysierende Streptokokken
      • Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken)  →  Pneumonie, Otitis media, Meningitis
    • beta-hämolysierende Streptokokken
      • Streptococcus pyogenes (Gruppe A)  →  eitrige Lokalinfektionen, SCharlach, Erysipel
      • Streptococcus Agalactias (Gruppe B)  →  Neugeboreneninfektion, Sepsis, Meningitis, Harnwegsinfektionen (wichtig in der Klinik)
  • EINTEILUNG UND BENENNUNG NACH SCHOTTMÖLLER  →  Anzucht auf Blutagar  →  Koloniene mit verschiedener Hämolyseform
    • alpha-hämolysierende Streptokkokken:
      • Vergrünung, d.h. Kolonie sind von grüner Zone umgeben
      • Grund:  Unvollständiger Abbau des Hämoglobins zu Biliverdin
    • beta-hämolysierende STreptokokken
      • KOmplette Hämolyse, d.h. grosser, heller Hof um Kolonie
      • Grund:  vollständiger Abbau des Hämoglobins
    • gamma-hämolysierende Streptokokken
      • keine Hämolyse
  • SEROLOGISCHE EINTEILUNG NACH LANCEFIELD
    • Serogruppe A
      • Streptococcus pyhogenes  →  Scharlach, Erysipel
    • Serogruppe B
      • Streptococcus agalaticae  →  Neugeboreneninfektionen, Sepsis, Meningitis, Harnwegsinfektionen
    • keine Serogruppen
      • Streptokokkus Pneumoniae  →  Pneumonie, Otitis media, Meningitis
      • Oralstretokokken  →  Phys. im Mund-Rachen-Raum (Streptokokkus mutans macht Karis)  →  pathologisc: Erreger von Appendizitis, Endokarditis
      • Enterostreptokokken  →  Phsyiologisch: im Darm  →  pathologisch: Harnwegsinfekte

ANÄMIEN - URSACHEN

 

  • BLUTVERLUST
    • Blutungsanämien durch akute oder chronsiche Blutverluste
  • VERMINDERTE ERYTHROPOESE
    • Erythropoetinmangel
      • (renale Anämie)
    • MIkrozytäre, hypochrome Anämie 
      • →  Eisenmangelanämie
    • Makrozytäre, hyperchrome Anämie 
      • →  B12-Mangel-Anämie, Folsäure-Anämie
    • Aplastische Anämie
      •   →  Bildung aller Blutzellen ist eingeschränkt
  • GESTEIGERTE HÄMOLYSE
    • Hämolytische Anämie - erblich bedingt
      • Sichelzellenanämie
      • Kugelzellenanämie
    • Hämolytische Anämie - erworben
      • Autoimmun, Gifte, Klappenersatz, Infekte

ANÄMIE - ALLGEMEIN

  • DEFINITION
    • Mangel an Erys oder Hb oder beidem
  • URSACHE
    • Verminderte Produktion
    • erhöhter Abbau
    • Verlust von Erys
    • Kombination der Ursachen
  • LABOR
    • hb  ↓
  • LS (allgemeine Anämiesymptome)
    • Blässe, Leistungsminderunge, KOnzentrationsstörungen
    • Tachykardie
    • Atemnot bei Belastung
    • Schwinel
    • Kälteempfindlichkeit

EISENMANGELANÄMIE

  • DEFINITION
    • STörung des blutbildenden Systems mit verminderzter Konzentratioin an Hb aufgrund einer manifesten Verminderunge des Eisenspiegels
  • URSACHE
    • Blutungen
    • Mangelhafte Zufuhr
    • Verminderte Eisenaufnahme
    • Erhöhter Verbrauch
    • Eisenverteilungsstörungen
  • Labor:
    • MCH  ↓
    • MCV  ↓
    • Ferritin  ↓
    • Transferrin  ↑
  • LS
    • Allgemeine Anämiesymptome
    • Haut, Schleimhaut, Hautanhangsgebilde
      • Trockene, spröde, rissige Haut
      • Brüchige Nägel und Haare
      • Mundwinkelrhagaden
      • Zungenbrennen
      • Schleimhautatrophie

PERNIZIÖSE ANÄMIE

  • DEFINITION
    • Mangel an Vit. B12
  • URSACHE
    • Resorptionsstörunge durch Mangel an Intrinsic-Faktor
    • Antikörper gegen den Intrinsic-Faktor oder gegen die Belegzellen
    • Ileumveränderungen
    • erhöhter Bedarf
    • Strenge vegane Ernährung
  • LABORBEFUNG
    • hyperchrom
    • makrozytär
  • LS
    • Allgemeine Anämiesymptome
    • Gastrointestinale Symptome (Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Meteorismus, Unverträglichkeit bestimmter Nahrunsmittel
    • Neurologische Symptome (Parästhesien an den Händen und Füssen, Störungen der Tiefensensibilität bzw. des Vibratioinsempfinden, Gangunsicherheit bis Lähmungen)
    • bei schweren Anämien (atrophierte Schleimhaut - Zungenbrennen, lackzunge, leichter Ikterus (Abbau Erys)

FOLSÄUREMANGELANÄMIE

  • DEFINTION
    • Mangel an Folsäure
  • URSACHE
    • Alkohlismus
    • Ernährungsfehler
    • erhöhter Bedarf
    • gestörte Aufnahme
      • z.B. Magenentfernung, Sprue, Zöliakie
  • LABORBEFUND
    • Hyperchrom
    • Makrozytär
  • LS
    • Ähnlich wie bei Vit. B12
    • neurologische Erscheinungen fehlen
    • gastrointestinale Beschwerden
    • während der Schwangerschaft
      • Spina bifida

HÄMOLYTISCHE ANÄMIE

 

  • DEFINITION
    • vermehrter und verfrühter Abbau der Erys,   →  normale Lebensdauer von ca. 120 Tagen auf Wochen und Tage verkürzt
    • Zellzerfall ist gröser als die Nachbildung
  • URSACHE
    • Erblich
      • Kugel- und Sichelzellenanämie
    • Erworbene
      • Schädigung der Erys durch Autoantikörper (IfK)
      • Blutgifte →  Schlangengifte, Blei, Sulfonamide
      • Infekte  →  Malaria
      • physikalische Bedingungen  →  Herzklappenersatz
  • LABORBEFUNDE
    • Blut
      • normochrom
      • Retikulozyten  ↑
      • Bilirubin  ↑
    • Urin
      • Urobilinogen  ↑
  • LS
    • Allgemeine Anämiesymptome
    • Ikterus
    • Milzschwellung
    • Leber und Milz können sich wieder zu Blutbildungsstätten ausbilden
    • Zunahme rotes Knochenmark  →  Ausbildung Turmschädel

APLASTISCHE ANÄMIE

  • DEFINITION
    • Folge Schädigung Knochenmark:
      • Umbau von rotem Knochenmark ins gelbe Fettmark
      • Folge:
        • Blutbildungsstörung, von den Erys aber auch Thrombozyten und Leukozyten
  • URSACHE
    • 50 % unbekannt,
    • 50 % durch:
      • Medikamente
      • Strahlen
      • Gifte
      • maligne Tumore
      • angeborene Defekte
      • Autoimmunerkrankungen
  • LABORBEFUND
    • normochrom
  • LS
    • Abwehrschwäche
    • Anämie und Thrombopenie

DD ÖDEME

Schmerzlose, nicht gerötete Schwellung infolge von vermehrter Einlagerung von Flüssigkeiten und Slazen in das interstitielle Gewebe

  • BLUT
    • -
  • HERZ-KREISLAUF-LYMPHE
    • Herzinsuffizienz  →  Rückstau bei RHI
    • Phlebothrombose
    • Lymphödeme (meist angeborenes Problem, sekundär: OP, Metastasenentfernung,...)
      • Elephantiasis
  • ATMUNG
    • -
  • VERDAUUNG, STOFFWECHSEL
    • Pfortaderstau - Leberzirrhose, Fettleber
    • Malabsorptionstörungen - Eiweissmangelödeme - Morbus Crohn, Zöliakie
    • Unterernährung, Fehlernährung
  • HORMONE
    • Hypothyreose (Myxödem)
    • Morbus Basedow (Myxödem)
    • Schwangerschaft  →  Prämenstruelle Ödeme
  • UROGENITALTRAKT
    • Nierenerkrankungen  →  Glomerulonephritis, Nephrotisches Syndrom, diabetische Nephropathie
  • BEWEGUNGSAPPARAT
    • - Trauma, z.B. Fraktur, Bänderiss, ...
  • NERVENSYSTEM / PSYCHE
    • -
  • IFK
    • Erysipel
  • MALIGNE ERKRANKUNGEN
    • Mammkarzinom,
    • Lebertumore
    • Tumore im kleinen Becken
  • SINNE
    • -
  • MEDIKAMENTE
    • z.B. Quinke-Ödem durch allergische Reaktion
    • Östrogene
    • Glukokortokoide

 

ERYSIPEL

  • DEFINITION
    • Entzündung der Lederhaut, einschliessliche der Lymphbahnen
    • Behandlungsverbot weil im § 34 IfSG steht
  • URSACHE
    • Streptokokken, manchmal auch Staphylokokken
  • LS
    • meist akut aus voller Gesundheit heraus (Ink-Zeit: 2 Std - 2 Tage
    • akuter Schüttelfrost, hohes Fieber
    • Übelkeite, Erbrachen
    • Kopfschmerzen
    • scharf begrenzte, flammenförmige Rötung der Haut, SChmerzen, Überwärmung und SChwellung
    • Vergrösserung der regionelane Lymphknoten

MASERN

  • DEFINITION
    • äusserst ansteckende Kinderkrankheit mit Prodromi und Koplik-Flecken, sowie Fieber und Exanthem
  • GESETZE
    • MP bei VET gem. §§ 8 und 6 Abs 1 IfSG
    • BV gem. §§ 24, 6, 7, und 34 IfSG
  • ERREGER / IMMUNITÄT
    • Masernvirus
    • Ink- Zeit  →  meist 11 Tage
    • Ansteckung  →  Tröpfcheninfektion  "Fliegende Infektione"
  • LS und wichtige Schlüsselworte
    • Katarrhalisches Vorstadium mit
      • Fieber 38,0 - 38,5 °C
      • Erkältungserscheinungen
      • Konjunktivitis
      • "Koplik-Flecken"
    • Exanthemstadium mit
      • Fieber - 40°  →  2. Gipgel
      • Exanthem beginnend hinter den Ohren, makulopapulös konfluieirend
      • "verheult, verrotzt, verquollen"
    • Rekonvaleszenz
      • Hautabschilferung, lange Abwehrschwäche
  • KOMPLIKATIONEN
    • Otitis media
    • Pneumonie
    • Enzephalitis
      • SSPE - subakute, sklerosierende Panenzephalitis  →  6 - 8 Jahre danach - sehr schlechte Prognose, Krampfanfälle, Bewegungsstörungen, Demenz  →  TOD

 

RÖTELN

  • DEFINITION
    • meist harmlos verlaufende Kinderkrankheit mit einer LK-Schwellung und mittelfleckigem Exanthem, jedoch hochkontagiös
  • GESETZE
    • MP bei VET gem: §§ 8 und 6, Abs. 1 IfSG
    • BV gem. §§ 24, 6 und 7 IfSG
  • ERREGER / IMMUNITÄT
    • Erreger:  Röteln-Virus
    • ÜW:  Tröpfchen- und Schmierinfektion
    • IZ:  2 - 3 Wochen
    • Immunität: lebenslang - passive und aktive Impfung möglich
  • SYMPTOME
    • Prodromalstadium
      • grippeähnliche Symptome
      • Enanthem (zarte, rote Flecken am weichen Gaumen)
    • Erkrankungsstadium
      • druckschmerzhafte LK-Schwellung am Beginn (perlenschnurartig am Hals, später generalisiert
      • evtl. Exanthem für 2 - 3 Tage
        • BEginn hinter den Ohren, iim Gesicht, dann Ausbreitung (kleine, kaum erhabene, rosarote Flecken, nicht konfluierend
      • evtl. unspezifisches Krankheitsgefühl, relativ guter Allgemeinzustand
  • KOMPLIKATIONEN
    • Röteln-Purpura durch Thrombopenie
    • Röteln-Polyarthritis
    • Progressive Enzephalitis ( sehr schlechte Prognose )
    • Rötelnembiopathie
      • v.a. im ersten Trimenon gefährlich: Gregg-Trias (Katarakt-Taubheit-Herzfehler-v.a. offener Ductos botalli)
      • Fehlbildung des Embryos - Mikrozephali
  • THERAPIE
    • symptomatisch

WINDPOCKEN - VARIZELLEN

  • DEFINITION
    • akute, hochansteckende Virusinfektion bei Kindern mit Fieber und charakteristischem Bläschenausschlag
  • GESETZE
    • MP bei VET gem. §§ 8 und 6, Abs. 1 IfSG
    • BV gem. §§ 24, 6, 7 und 34 gem. IfSG
  • ERREGER / IMMUNITÄT
    • Varizelle-Zoster-Virus - gehört zu der Gruppe der Herpes-Viren
    • Ink-Zeit - 2 -3 Wochen
    • Übertr:  Tröpfcheninfektione oder auch SChmierinfektion oder aerogen
    • Immunität:  lebenslang
  • SYMPTOME
    • Prodromal-Stadium
      • manchmal subfebrile Temperaturen, uncharakteristisch
    • aus voller Gesundheit heraus:
      • Fieber 38 - 39°C
      • Exanthem ("Sternenhimmel") - linsengrosse, rote Fleckenl - mit Flüssigkeit
      • LK-SChwellung im Hals- und Nackenbereich
  • KOMPLIKATIONEN
    • Narbenbildung durch starkes kratzen
    • Pneumonie
    • Otitis media
    • Meningits, Enzephalitis
  • THERAPIE
    • Juckreizlinderung
    • evtl. Virostatika bei Risikopatienten

GÜRTELROSE - VARIZELLA ZOSTER

  • DEFINITION
    • Viral bedingte Infektionskrankheit, bei der es im Ausbreitungsgebiet eines oder mehreren Hirn- oder Rückenmarksnerven zu Schmerzen und charakteristischem Bläschenausschlag kommt.
  • GESETZE
    • MP:  Arzt nach Erregernachweis gem. § 7 IfSG
    • BV: gem. §§ 24 und 7 IfSG
  • ERREGER / IMMUNITÄT
    • Erreger:  Varizella-Zoster-Virus
    • Ink. Zeit:  7 - 14 Tage
    • Ansteckung:  Tröpfcheninfektion, Kontaktinfektion,
  • SYMPTOME
    • Bläschenauschlag wie bei Herpes simplex, jedoch zusätzlich mit Schmerzen im Ausbreitungsgebiet des betroffenen Nervs
    • Sonderform:
      • Zoster Ophtalmicus (1. Ast Trigeminus X. HN)
      • Herpe opticus (Fascialis VII. HN)
      • Zoster genitalies
    • regionäre LK-Schwellung
  • KOMPLIKATIONEN
    • Postzoster - Neuralgie  →  brennende, einschiessende SChmerzen noch Monate danach - erhöhtes Suizidrisiko, v.a. bei älteren Patienten
    • Zoster generalisatus
      • schwere Verlauf bei Beteiligung innerer Organe, v.a. bei Abwehrschwäche
  • THERAPIE
    • Austrocknende, desinfizierende Lokalbehandlung
    • evtl. Virostatika

HERZ

  • Aufbau

  • RECHTES HERZ
    • Vorhof und Kammer (Atrium und Ventriculus dexter)
    • Eintretende Gefässe
      • Vena cava superior/inferior und sinus coronarius
    • Austretende Gefässe
      • Truncus pulmonalis  →  teilt sich später in A. pulmonalis sinistra und dextra
    • Klappen
      • Trikuspidalklapp
      • Pulmonalklappe
  • LINKES HERZ
    • Vorhof und Kammer (Atrium und ventriculum sinister)
    • eintretende Gefässe
      • 4 Lungenvenen
    • Austretende Gefässe
      • Aorta
    • Klappen
      • MItralklappe und Aortenklappe
    • Linke Muskelschicht ist dicker als die rechte
  • HERZOHREN
    • Ausbuchtungen aus Muskelgewebe an den Vorhöfen
    • Bei starke Dehnung werden hier Enzyme freigesetzt, die die Wasserausscheidung in der Niere fördern und somit den Blutdruck senkt.  →  ANP  (Atriales natriuretisches Peptid)
    • linkes Herzohr
      • bei Vorhofflimmern häufiger Entstehungsort für Blutgerinnsel  →  Gefahr eines Schlaganfalls
    • reches Herzohr
      • ist möglicher Entstehungsort für Thromben, welche zur Lungenembolie führen können.
  • HERZSKELETT
    • Bindegewebsgerüst, welches Kammern von Vorhöfen trennt und der klappenbefestigung dient.

HERZ

  • Herzschichten

  • ENDOKARD
    • einschichtiges Plattenepithel, die die Innenwand auskleidet und die Herzklappen ausbildet, bzw. überzieht
  • MYOKARD (Herzmuskelschicht)
    • Aus quergestreifter Muskulatur, welche autonom ist, jedoch durch das vegetative Nervensystem beeinflusst werden kann.
  • PERIKARD
    • besteht aus zwei Blättern (viscerales und Parietales Blatt)
    • ist mit dem Zwerchfell und Brustfell verwachsen und somit im Mediastinum fixiert.

HERZ

  • REIZLEITUNGSSYSTEM

  • "alles oder nichts Prinzip"
  • SINUSKNOTEN
    • Taktgeber
    • Nähe der Mündungsstelle der oberen Hohlvene in den rechten Vorhof
    • 60 - 80 Schläge/min
    • Weiterleitung über die Vorhofmuskulatur an den
  • AV - KNOTEN
    • am Boden des rechten Vorhofs
    • verzögert gering die Erregungsleitung des Sinusknotens, damit zuerst der Vorhof und dann die Kammer kontrahiert
    • 40 - 60 Schläge/Minute
  • HIS - BÜNDEL
    • direkt unterhalb des AV-Knotens
    • 30 - 40 Schläge/Minute
    • zieht durch das Herzskelett und teilt sich in ...
  • RECHTEN UND LINKEN TAWARA SCHENKEL
    • 20 SChläge / Minute
    • zieht durch das Herzskelett und teilt sich in...
  • FEINE PURKINJE FASERN
    • die das Myokard durchziehen
    • 10 SChläge/ Minute

 

" SIND ALLE HIER TOP FIT???"

HERZ

  • Hochdruck- und Niederdrucksystem

  • HOCHDRUCKSYSTEM
    • enthält ca. 15 % des Gesamtblutes
    • linke Herzkammer in der Systole
    • Arterien (ausser den Lungenarterien)
  • NIEDERDRUCKSYSTEM
    • Enthält ca. 85% des Gesamtblutes
    • Rechter Vorhof und rechte Kammer
    • Linker Vorhof
    • LInke Herzkammer in der Diastole
    • Lungenkreislauf
    • Venen
    • Kapillare

HERZ

  • HERZINFARKT

  • DEFINITION
    • Myokardnekrose infolge eines plötzlichen Verschlusses einer Herzkranzarterie.
  • URSACHEN
    • thrombotischer Gefässverschluss bei bestehender Koronarsklerose (95%)
    • KHK
    • arterieller Embolus aus dem linken Herzen
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • plötzlicher starker retrosternaler Brustschmerz, oft in den linken Arm ziehend
      • Todesangst, Vernichtungsgefühl
      • Atemnot
      • Rhythmusstörungen
      • Haut blass, kalt, feucht, zyanotisch
      • Ü/E
      • Hypotonie
    • Komplikationen
      • Rhythmusstörungen bis zum Kammerflimmern
      • akutes Herzversagen
      • Kardiogener Schock
      • Herzinsuffizienz
      • Herzwandruptur
      • Perikarditis
  • DIAGNOSE
    • EKG:  →  ST-Streckenhebung
    • Labor:
      • Leukozytose
      • BSG  ↑, CRP  ↑, Hyperglykämie
    • Enzymveränderungen
      • CK-MB  ↑ (Kreatinkinase)
      • Troponin ↑
      • GOT ↑, GPT ↑, LDH ↑, Lakta  ↑
  • THERAPIE
    • Notfallschema
    • Lagerung mit erhöhtem Oberkörper
    • Beruhigen
    • O2-Gabe
    • Medikamente

HERZ

  • ANGINGA PECTORIS

  • DEFINITION
    • meist anfallsartiger retrosternaler Brustschmerz infolge ischämischer Minderversorgung des Herzmuskels ohne irreversible Schädigung.
    • stabil oder instabil, d.h. auch in Ruhe verlaufend
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • KHK
    • Herzinfarkt
    • Lungenembolie
    • Perikarditis
    • Ösophagitis
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • Anfallsartige auftretende, retrosternale SChmerzen
      • Druck- und Engegfühl
      • evtl. ausstrahlende in linke Schulter, linker Arm
      • evtl. Atemnot
    • Komplikationen
      • Herzinfarkt
  • DIAGNOSE
    • Ausschluss eines Infakrtes über EKL, Blutwerte
    • Koronarangiografie
    • Szintigrafie
  • THERAPIE
    • akut  →  NOTFALL
    • Norfallschema
    • evtl. GAbe von Nitrospray

HERZ

  • arterielle Hypertonie

  • DEFINITION
    • dauerhafte Erhöhung des Blutdrucks, wobei essenzielle (primäre) und sekundäre Hypertoni (renal, endokrin, ) unterschieden werden
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • essenzielle Hypertonie
      • Rauchen, Alkohol, Hyperlipidämie, Bewegungsmangel, Adipositas, Diab. mellitus
    • Sekundäre Hypertonie:
      • Nierenerkrankungen (Glomerulonephritis, Nierenarterienstenose)
      • endokrine Ursachen (Phäochromozytom, Hyperthyreose, Morbus Cushing, Conn-Syndrom, ...)
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • meist keine
      • Kopfschmerzen
      • SChwindel
      • Nasenbluten, Augenflimmern, Ohrensausen
      • evtl. Atemnot,
    • Komplkationen
      • Plötzliches Herzversagen
      • Hypertensive Krise
      • Linksherzinsuffizienz
      • Arteriosklerose
      • Aneurysmen
      • Hirnblutungen, Apoplex
  • DIAGNOSE
    • RR - Messung (mindestens 3 mal an 2 Terminen
    • 24- Stunden Messung
    • Spiegelung Augenhintergrund
    • Angiografie
    • Sonografie
  • THERAPIE
    • evtl. Notfall  →  Nofallschema
    • Ursache behandeln

HERZ

  • Einteilung der Hypertoniewerte

  • Bewertungsystolisch (mmHg)diastolisch (mmHg)

    optimaler Blutdruck< 120          /< 80

    normaler Blutdruck120 - 130    /  80 - 85

    hoch-normaler Blutdruck130 - 140      /   85 - 90

    milde Hypertonie (Stufe 1)140 - 160    /  90 - 100

    mittlere Hypertonie (Stufe 2)160 - 180   /   100 - 110

    schwere Hypertonie (Stufe 3)> 180        /    > 110

    isolierte systolische Hypertonie> 140< 90

HERZ

  • Herzinsuffizienz

  • DEFINITION
    • Leistungsschwäche des Herzens mit Unvermögen ausreichend Blut aufzunehmen oder wieder abzugeben.
    • Unterschieden werden
      • LHI, RHI und Globalinsuffizienz
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • Hypertonie (90%), KHK
    • weitere Ursachen:
      • Klappenfehler
      • Myokarditis
      • Infarkt
      • Lungenkerkrankungen
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • LHI  →  Atemnot, v.a. Nachts und bei Belastung
      • RHI  →  Ödeme, Halsvenenstauung, vergrösserte Leber, Aszitis, Tachykardie
      • Gemeinsame Symptome:
        • Leistungsminderung, Zyanose, Herzrhythmusstörungen, Nykturie
    • Komplikationen
      • Herzversagen
      • Herzrhythmusstörungen
      • Lungenödem, pulmonale Hypertonie
      • Aszitis
  • DIAGNOSE
    • Röntgen  →  Herzvergrösserung
    • EKG  →  Abhängig von Grunderkrankung
    • Echokardiografie
    • KLinische Zeichen für LHI und RHI
  • THERAPIE
    • Ursachenbehandlung
    • Entwässern
    • Gewichtsreduktion
    • Kochsalzarme Ernährung

HERZ

  • Rheumatische Endokarditis

  • DEFINITION
    • Zweiterkrankung 1 - 3Wochen nach einem Infekt der oberen ATemwege (Scharlach, Tonsilitis) mit beta-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A.
    • die gebildeten Antikörper zerstören nach einer Latenzzeit von ca. 1 - 3Wochen auch körpereigenes Geweebe, v.a. glatte Endothelien
  • URSACHEN
    • Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A
      • Tonsilitis
      • Pharyngitis
      • Scharlach
  • SYMPTOME / URSACHEN
    • Symptome
      • Fieber und neu aufgetretenes Herzgeräusch
      • rheumatische Knötchen
      • Rosarotes Exanthem
      • evtl. Polyarthritis, Glomerulonephritis
      • "leckt die Gelenke und beisst das Herz"
    • Komplikationen
      • Klappenfehler
      • Myokarditis
      • Perikarditis
      • Herzinsuffizienz
      • Befall der Gelenke
  • DIAGNOSE
    • Labor  →  BSG  ↑, ASL  ↑,   CRP  ↑
    • Herzgeräusche
  • THERAPIE
    • konsequente Behandlung von Streptokokkeninfektionen
    • Antibiotika
    • ASS
    • Kortison
  • ALLGEMEIN
    • v.a. Kindern und Jugendlichen bei Tonsillitis
    • auch Nieren und grosse Gelenke können befallen sein
    • nicht infektiös
    • sehr selten geworden, dank Antibiotikatherapie

HERZ

  • Bakterielle Endokarditis

  • DEFINITION
    • durch Bakterien hervorgerufene Entzündung des Endokard.
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • Bakterien
      • verschiedene Streptokokken
      • E. coli
      • Staphylokokken
      • Enterokokken
    • Patienten mit künstlichen oder vorgeschädigten Herzklappen oder angeborenen Herzfehlern haben erhötes Risiko
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • akute Endokarditis
        • hohes Fieber, Krankheitsgefühl
        • Tachykardie
        • Hauterscheinungen, Petechien, Mikroembolien, Osler-Knötchen
      • Endokarditis lenta
        • Unklares Fieber
        • unspezifiesches Krankheitsgefühl (Müdigkeit, Leistungsschwäche)
      • Hauterscheinungen
    • Komplikationen:
      • Herzversagen
      • ARterielle Embilie
      • Herzklappenfehler
      • Herzinsuffizienz
      • Myokarditis, Perikarditis
  • DIAGNOSE
    • Labor:
      • BSG  ↑
      • CRP  ↑¨
    • EKG
    • Neu aufgetretenes Herzgeräusch
  • THERAPIE
    • Antibiotika

HERZ

  • Myokarditis

  • DEFINITION
    • meist als Begleiterkrankung anderer schwererer Erkrankungen.
    • häufig durch Viren verursqacht, aber auch durch Bakterien oder Protozoen
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • Viren (Coxsackyvieren, Influenzaviren)
    • Bakterien (Pneumokokken, Spirochäten, )
    • Protozoen
    • Pilze
    • Toxine
    • Autoimmunerkrankungen (Sarkoidose, Kollagenosen)
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome:
      • Leistungsknick, Müdigkeit, Schwäche
      • Herzrhythmusstörungen
      • Symptome der Herzinsuffizienz bei schwerem Verlauf
      • Fieber
      • Atemnot
      • evtl. Zyanose
    • Komplikationen
      • Herzinsuffizienz
      • Herzversagen
      • Endokarditis
      • Perikarditis
  • DIAGNOSE
    • BSG  ↑
    • Enzymveränderungen:
      • -CK- MB  ↑
      • Troponin  ↑
      • Myoglobin  ↑
      • GOT ↑, LDH ↑, Laktat ↑
    • EKG, Röngen, Echokardiografie
  • THERAPIE
    • Symptomatisch
    • Antibiotika
    • Entlastung des Herzens
    • Bettruhe

 

HERZ

  • MItralstenose

  • DEFINITON
    • häufigster erworbener Klappenfehler mit verminderter Öffnungsfähigkeit der Mitralklappe.
    • kommt nur noch vereinzelt vor, da es sehr selten zu rheumatischem Fieber kommt.
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • Rheumatisches Fieber
    • Herzinfarkt
    • Herzinsuffizienz
    • Endokarditis
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • Dyspneu
      • verminderte Leistungsfähigkeit
      • nächtlicher Husten
      • Facies mitralis  →  gerötete Wangen mit Lippenzyanose
      • Symptome der Herzinsuffizienz
      • Hypotonie
    • Komplikationen:
      • Herzinsuffizienz
      • Lundenödem, pulmonale Hypertonie
      • Vorhofflimmern
      • Thrombenbildung
  • DIAGNOSE
    • Auskultation:
      • paukender 1. Herzton
      • MÖT (Mitralöffnungston)
    • Punktum maximum
      • 5. ICR MCL links
    • EKG, Echokardiografie
    • Röntgen
  • THERAPIE
    • Diuretika zur Behandlung der Herzinsuffizienz
    • Frühzeitig operativer Klappenersatz
    • Antikoagulanzien

 

HERZ

  • Aorteninsuffizienz

  • DEFINITION
    • Aortenklappe ist nicht mehr dicht, d.h. sie schliesst nicht mehr richtig.
    • dadurch kommt es zu einem Rückfluss aus der Aorta in den linken Ventrikel  - Pendelblut
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • rheumatisches Fieber
    • Herzfinfarkt
    • Endokarditis
    • KHK
    • angeboren
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • lange asymptomatisch, dann:
        • Dyspneu
        • verminderte Leisungsfähigkeit
        • Tachykkardie, Schwitzen
        • Symptome der LHI
        • Grosse Blutdruckamplitude
        • Pulssynchrones Nicken (Musset-Zeichen)
    • Komplikationen:
      • Herzinsuffizienz
      • Kardiogener Schock
  • DIAGNOSE
    • Auskultation:  DIASTOLIKUM
    • Puncum maximum 2. ICR parasternal re.
    • Herzspitzenstoss:  verbreitert, nach links verlagert
    • EKG, Echokardiografie, Röntgen
  • THERAPIE
    • ACE - Hemmer
    • OP
    • Antikoagulanzien

HERZ

  • Tachykardie

  • DEFINITION
    • Man unterscheidet die in den Vorhöfen ausgelösten Tachykardien (supraventrikuläre Tachykardie) von den in den Kammern ausgelösten Tachykardien (verntrikuläre Tachykardie).
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • physiologische bei Kleinkindern
    • Herz:
      • KHK, Herzinsuffizienz
    • Kreislauf:
      • Fieber, Schock
    • Stoffwechsel:
      • Hyperthyreose
    • Elektrolytverschiebungen
      • Hypokaliämie
    • Gehirn:
      • erhöhter Hirndruck
    • Medikamente
      • Digitalis, Hormone
  • SYMPTOME / RISIKOFAKTOREN
    • Symptome
      • Sinustachykardie: normaler Sinusrhythmus mit einer Frequenz von über 100 Schläge / Minut
      • übrige TAchykardie: schneller, unregelmässiger Herzschlag, evlt. mit Extraschlägen
      • evtl. Schwindel
      • evtl. Bewusstseinsstörungen
      • evtl. Angst
    • Komplikationen
      • Vorfofflattern /220 - 350 Schläge/min)
      • Vorhofflimmern (350 - 600 SChläge/min)
      • Kammerlattern /200 - 350 Schläge /min)
      • Kammerflimmern (350 - 500 Schläge / min)
      • akute Herzinsuffizienz mit Lundenödem und/oder Herzstillstand
  • DIAGNOSE
    • Herzfrequenz grösser 100
    • EKG differiert je nach Form
  • THERAPIE
    • Vitalzeichenkontrolle
    • evtl. Lagerung mit erhöhtem Oberkörper
    • evtl. Notarzt rufen

HERZ

  • Bradykardie

  • DEFINITION
    • verlangsamte Herzfrequenz mit unter 60 SChlägen / minute.
  • URSACHEN / RISKOFAKTOREN
    • physiologisch
      • nachts, Leistungssport
    • Stoffwechsel
      • Hypothyreose
    • Herz:
      • Herzinfarkt, AV-Block, Reizleitungsstörungen
    • Medikamente:
      • Digitalis, Antiarrhythmika
  • SYMPTOME / RISIKOFAKTOREN
    • Symptome
      • Sinsupradykardie:  Frequenz kleiner 60 Schläge, oft symptomlos
      • SA-Block bzw. AV-Block:
        • Erregungsleitungsstörunge vom Sinusknoten (S) zum AV-Knoten (A) oder vom Atrium (A) zum Ventrikel (V)
      • verminderte Leistungsfähigkeit
      • Schwinel, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen
    • Komplikationen:
      • Bewusstlosigkeit
      • Herz-Kreislauf-Stillstand
      • Adam-Stokes-Anfälle (kurz dauernde, kardial verursachte Bewusstseinsstörung durch den zerebralen Sauerstoffmangel)
  • DIAGNOSE
    • Herzfrequenz kleiner 60
    • EKG
  • THERAPIE
    • Vitalzeichenkontrolle
    • evtl. Lagerung mit erhöhtem Oberkörper
    • Notarzt
    • Herzschrittmacher

HERZ

  • Hypotonie

  • DEFINITION
    • Systolischer RR unter 100 mmHg
    • Unterscheidung von essenzieller und sekundärer Hypotonie
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • Essenzielle Hypotonie:
      • genetische Dispositioin
    • Sekundäre Hypotonie:
      • Hypovolämie, Herzinsuffizienz, Aortenstenose, Apoplex, Polyneuropathie, Morbus Parkinson, MOrbus Addison, Hypothyreose, Medikamente
  • SYMPTOME
    • Symtpome
      • Müdigekeit
      • Antriebsschwäche
      • Blässe
      • Frösteln, kalte Extremitäten
      • Leistungsschwäche
      • evtl. Ü / E
    • Komplikationen
      • Orthostase-Syndrom
        • Schwindel
        • Ohrensausen
        • Schwarzwerden vor Augen
        • Kollapsneigung
        • Synkopen
  • DIAGNOSE
    • RR: systolisch unter 100 mmHg
    • EKG
    • Schellong - Test
  • THERAPIE
    • Vitalzeichenkontrolle
    • Evt. Flachlagerung mit erhöhtem Oberkörper
    • EVtl. rettungsdienst
    • Ausdauersport
    • WEchelsduschen
    • ausreichend trinken
  •  

HERZ

  • Arteriosklerose

  • DEFINITION
    • oft mit dem Altern einhergehende Veränderungen der Arterienwand - Ablagerung von Blutbestandtielen, Lipiden, Kalk mit einer Verringerung des Lumens und einer Verhärtung der Gefässwand
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • Hypertonie
    • Elastizitätsverlust im Alter
    • Hyperlipidämie, Adipositas
    • Bewegungsmangel, Stress
    • Stoffwechselerkrankungen, : Diab. mellitus, Gicht
    • Nikotin, Alkohol
    • genetische Disposition
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • begünstigt viele Zivilisationserkrankungen und zeigt sich dann mit deren Symptomen:
        • Hypertonie
        • KHK
        • Herzinfarkt
        • Angina pectoris
    • Komplikationen
      • Herzinfarkt
      • Schlaganfall
      • Akuter arterieller Gefässverschluss
  • DIAGNOSE
    • Stenosegeräusch bei Auskultation der Arterien
    • Ratschow-Test evtl. positiv
    • Doppler
    • Angiosonografie
  • THERAPIE
    • Behandlung der Ursache, Beseitigung der Riskofaktoren
    • Bewegung
    • gesunde Ernährung
    • NIerenarterienstenose

KREISLAUF

  • Varikosis

  • DEFINITION
    • entstehen meist durch Bindegewebsschwäche, wodurch es zu einer pathologischen Venenerweiterung und -verlängerung kommt.
    • diese wird unschön an Unter- und Oberschenkel prall, elastisch, livide gefüllt, meist geschlängelt sichtbar.
    • es können tiefe und oberflächliche Venen betroffen sein.
    • Man unterscheidet
      • Besenreiser  →  intradermale Varize
      • Stammvarizen 
        • V. saphena magna und/oder V. saphena parva betroffen
      • Perforansvarikose:
        • Insuffizienz der Vv. perforanses
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • Bindegewebsschwäche
    • Venenklappeninsuffizienz
    • Venöser Rückstau, z.B. Rechtsherinsuffizienz
    • Stehende oder sitzende Berufe
    • SChwangerschaft
    • Adipositas
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • scihtbare Krampfadern
      • Schwere- und Spannungsgefühl
      • Abendliche Schmerzen
      • Juckreiz, Hitzegefühl
      • Muskelkrämpfe in Ruhe
    • Komplikationen
      • Phlebothrombose
      • Thrombophlebitis
      • CVI, Ulcus cruris
      • STauungsekzeme
      • blutungen duch Platzen von Krampfadern
  • DIAGNOSE
    • Doppler - Ultraschall
    • Phlebografie
  • THERAPIE
    • Viel Bewegung
    • Beine hochlagern, sitzen und Stehen vermeiden
    • Kompressionsstrümpfe
    • OP
    • Rosskastanie, Hamamelis
    • Wasertreten - (Kneipp)

ENDOKRINOLOGIE

  • Hyperthyreose

  • DEFINITION
    • zu grosse Ausschüttung von T3 und T4
    • betrifft hauptsächlich Frauen
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • SChilddrüsenautonomie: durch heisse Knoten - meist gutartige Adenome
    • Autoimmunerkrankungen - Morbus Basedow
    • Schilddrüsenentzündung
    • Schilddrüsen - CA
    • Hormonstörungen, Fehlmedikationen
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • Tachykardie mit grosser RR-Amplitude
      • Struma
      • Wärmeintolleranz, subfebrile Temperaturen
      • Gewichtsverlust trotz Heisshunger
      • Diarrhoe
      • Haarausfall
      • Nervostiät, Hyperreflexie, Tremor
      • bei M. Basedow:
        • Merseburger Trias - weicher STruma, Tachykardie, Exophthalmus
    • Komplikationen
      • Thyreotoxische Krise bis Koma
      • Muskelschwäche
      • Psychosen
  • DIAGNOSE
    • TSH  ↓
    • T3/T4  ↑
  • THERAPIE
    • Medikamente (Thyreostatika)
    • OP (Strumektomie)
    • Radiojodtherapie (Zerstörung von SD-Gewebe mit Radioaktivität)

STOFFWECHSEL UND VERDAUUNG

  • Aufgabe Leber

  • Entgiftung
    • Ammoniak, Gifte, Alkohol, Medikamente
  • Stoffwechsel
    • Kohlenhydratstoffwechsel, Proteinstoffwechsel, Fettstoffwechsel
  • Speicherung:
    • Eisen, Kuper, Vitamine, Blut
  • Synthese
    • Albumine, Akute-Phase-Proteine, Blutgerinnungsfaktoren, Gallensaft (bis zu 1 l täglich), Cholesterin
  • Hormonstoffwechsel
    • Inaktivierung von Hormonen, z.B. Östrogene, Steroidhormone, Thyroxin, Insulin, Glukagon

STOFFWECHSEL UND VERDAUUNG

  • Leberzirrhose

  • DEFINITION
    • irreversible Zerstörunge der Läppchen- und Gefässstruktur der Leber, die mit einem Untergang des Leberparenchyms einhergeht und sich bindegewebig vernarbt.
  • URSACHEN / RISIKOFAKTOREN
    • chron. Alkoholabusus (50%)
    • chron. Virushepatitis (25%)
    • chron. Cholestase
    • Stauungslleber durch RHI
    • Stoffwechselerkrankungen wie Hämatochromatose, MOrbus Willson
    • Fettleber anderer Ursache
    • Autoimmunhepatitis
  • SYMPTOME / KOMPLIKATIONEN
    • Symptome
      • Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schweissbildung
      • Evtl. Druck im rechten Oberbauch
      • Lederhautzeichen:
        • Spider naevi, Palma- und Plantarerythem, Caput-medusa
      • Aszitis, Hautblutungen, Gynäkomastie, Bauchglatze, Ödeme,
      • evtl. Juckreiz, Ikterus - bei Gallenstaut
    • Komplikationen
      • Pfotaderhochdruck mit Gefahr der Ösophagusvarizenblutungen
      • Enzephalopathie bis zum Leberkoma
      • Gerinnungsstörungen
      • Hämolytische Anämien
      • Hepatorenales Syndrom
      • Leberzellkarzinoom
  • DIAGNOSE
    • gamma-GT  ↑, Alk. Ph. ↑, GPT ↑, GOT ↑
    • Gerinnungsfaktoren  ↓
    • Ultraschall
    • Leberbiopsie
  • THERAPIE
    • Leberdiaät (kein Alkohol, kritische Medikamente weglassen)
    • Behandlung der Grunderkrankung
    • Lebertransplantatioin

 

STOFFWECHSEL UND VERDAUUNG

  • Hepatitis

  • DEFINITION
    • viral bedingte Entzündung der Leber, bei der man verschiedene Formen unterscheidet
      • Hep. A, B, C, D, E
  • GESETZE
    • MP gem. §§ 8 und 6 Abs, 1  IfSG
    • BV gem. §§ 24, 6, 7 und 34 IfSG
  • ERREGER / IMMUNITÄT
    • Erreger:  HAV, HBV, HCV, HDV, HEV
    • E. Typ: Viren
    • ÜW: 
      • HAV und HEV: fäkal-oral
      • HBV, HCV, HDV: über Blut und sexuell
    • Immunität:  -
    • Impfung:  aktiv und passiv gegen A und B
  • SYMPTOME
    • Prodromalstadium ( 1 - 10 Tage )
      • Krankheitsgefühl mit grippalen Symptomen
      • Kopfschmerzen
      • Müdigkeit, Leistungsminderung
      • Ü / EB, Diarrhoe
      • Schmerzen im rechten Oberbauch
    • Organstadium ( 2 - 10 Wochen )
      • Subjektiv nun besseres Empfinden
      • Ikterus (1/3 der Fälle), zuerst in den Skleren, dann auf der gesamten Haut
      • Juckreiz
      • dunkler Urin, heller Stuhl
      • Hepatosplenomegalie
      • Evtl. spider naevi, Palmar- und Plantarreythem
      • Transaminasen (GPT, GOT ) ↑
      • gamma-GT  ↑, alkalische Phosphatase  ↑
      • direktes und indirektes Bilirubin  ↑
    • Rekonvaleszenzstadium
  • KOMPLIKATIONEN
    • Hepatitis B, C und D
      • chronischer Verlauf
      • Leberzirrhose
      • Leber-Ca
      • Coma hepaticum
      • TOD
  • THERAPIE
    • symptomatisch
    • Interferosn

Étudier