ZHAW Semester 1 Biologie Kapitel 2
Biologie Kapitel 2
Biologie Kapitel 2
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Lernkarten
Nenne drei grundsätzliche Feststellungen zu Wasser
- Wasser ist der biologische Grundstoff auf der Erde
- Alle Lebewesen benötigen zum Überleben Wasser mehr als jeden anderen Stoff
- Die meisten Zellen sind von Wasser umgeben, und sie selbst bestehen zu 70 bis 95 % aus Wasser
Erkläre die grundlegenden Eigenschaften (4) von Wasser
- die Kohäsion
- die Fähigkeit, ausgleichend auf Temperaturdifferenzen zu wirken
- die Ausdehnung beim Gefrieren
- die Vielseitigkeit als Lösungsmittel
Adhäsion
- Ist die Kraft die vorliegt wenn unterschiedliche Substanzen aneinander haften, wie zum Bsp. ein Wassertropfen auf einem Blatt einer Pflanze.
Kohäsion
Entsteht durch die H-Brücken. Unterstützt den Nährstoff- und Wassertransport innerhalb einer Pflanze, entgegen der Schwerkraftrichtung, weil H-Brücken die Substanzen wie Nährstoffe zusammenhalten
Erkläre die Fähigkeit, ausgleichend auf Temperaturdifferenzen zu wirken
- Wasser hat eine hohe spezifische Wärmekapazität, sprich es ist fähig viel Energie (kinetische) aufzunehmen ohne seine Temperatur wesentlich zu ändern. Dafür sind wieder die intermolekularen H-Brücken verantwortlich.
- Wärmeaufnahme = Auflösung H-Brücken, (Wasser verdampft)
- Wärmeabgabe = H-Brücken Bildung.
- Wasser nimmt die Wärme von Luft mit höherer Temperatur auf und gibt gespeicherte Wärme an die kühlere Luft ab
Erkläre die Bedeutung der Ausdehnung beim gefrieren des H2Os für das Leben
Eigenschaft von Wasser als Lösungsmittel 1
Erkläre;
Lösung
Lösungsmittel
Gelöste Substanz
Wässrige Lösung
Hydrathülle
Lösung = Flüssigkeit, die eine homogene Mischung aus 2 oder mehr Stoffen ist
Lösungsmittel = als Lösungsmittel wird die nach Menge überwiegende Komponente einer Lösung bezeichnet
Gelöste Substanz= ergänzt das Lösungsmittel zur Lösung
Wässrige Lösung= Wasser ist Lösungsmittel
Wasser kann dank seiner Polarität leicht Wasserstoffbrückenbindungen bilden Wenn eine ionische Verbindung in Wasser gelöst wird, ist jedes gelöste Ion von einer Hydrathülle von Wassermolekülen umgeben
Polare Verbindungen, die aus nicht ionisierten Molekülen bestehen (z.B. Zucker), sind gut wasserlöslich Grosse Moleküle können wasserlöslich sein, falls ionisierbare oder polare Bereiche vorhanden
Eigenschaften und Bedeutung von Kohlenstoff
• Lebewesen bestehen aus chemischen Verbindungen auf der Grundlage von Kohlenstoff
• Kohlenstoff ist fähig, Moleküle zu bilden, die gross, komplex und vielgestaltig sind
• Proteine, DNA, Kohlehydrate bestehen aus Kohlenstoffatomen
• Ketten aus Kohlenstoffatomen bilden die Gerüste organischer Verbindungen
Was sind Kohlenwasserstoffe, zähle eine Eigenschaft auf
Organische Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoffatomen bestehen
Viele organische Verbindungen einer Zelle bestehen nur aus Kohlenwasserstoffen
Sind reaktionsträge (höhere Aktivierungsenergie nötig) und die Reaktionen die sie eingehen sind mit hohem Energieumsatz verbunden
Was ist eine funktionelle Gruppe? Was hat sie für einen Einfluss?
Eine Atomgruppe in einer Verbindung, die die Stoffeingenschaften und das Reaktionsverhalten massgeblich bestimmt
Funktionelle Gruppen nehmen an chemischen Reaktionen Teil, indem sie Einfluss auf die Molekülform, oder dessen physikalische Eigenschaften nehmen
- Art, Anzahl und Anordung der R-Gruppen verändern die physikalischen Eigenschaften
Nenne die 7 bedeutendsten funktionellen Gruppen:
1. Hydroxylgruppe - OH
2. Carbonylgruppe - C=O
3. Carboxylgruppe - COOH
4. Aminogruppe - NH2
5. Sulfhydrylgruppe (Diolgruppe) - SH
6. Phosphorylgruppe - PO3
7. Methylgruppe - CH3
Erkläre die Begriffe Makromoleküle und Polymere
Makromoleküle sind Polymere. Ein Polymer ist aus zahlreichen gleichen oder ähnlichen Baueinheiten, sogenannte Monomere zusammengesetzt, die durch kovalente Verbindungen verknüpft sind.
Wichtige Polymere: Proteine, Nukleinsäuren, Kohlenhydrate
Monosaccharide: Was für Zwecke erfüllen sie?
- Monosaccharide (Einfachzucker) dienen den Zellen als Energielieferant und als Rohmaterial zum Bau weiterer Moleküle
Benenne die unterschiedlichen Funktionen von Polysacchariden.
Unterschied Planzenzellen und Tierzellen
Polysaccharide sind Makromoleküle, Polymere aus zahlreichen Monosaccharidresten, die als Speicherstoffe und Baumaterial dienen
Pflanzenzellen:
1 . Speicher: Stärke = Speicherpolysaccharid aus Glucose. Wird als Granula (Körner) in den Plastiden der Pflanzenzellen gespeichert.
2. Baustoff: Cellulose (für Menschen unverdaulich, aber Balaststoff)
Tierzellen:
Speicher: Glycogen = Tierisches Polysaccharid, Glycogen wird in Leber- und Muskelzellen eingelagert (Körner)
Erkläre die Eigenschaften von Lipiden
Wichtigste Gruppen 3
Heterogene Gruppe hydrophober Moleküle
Bilden keine Polymere aus
Vermischen sich schlecht oder gar nicht mit Wasser
Hydrophob, weil sie aus aliphatischen Kohlenwasserstoffketten bestehen, die an hydrophile Kopfgruppen gebunden sind
Wichtigste Gruppen sind
o Fette
o Phospholipide
o Steroide
Zeichne den Aufbau von Fetten auf (schema)
Aus was bestehen Fette?
Was passiert bei der Synthese eines Fettmoleküls?
Was ist eine Fettsäure?
Bestehen aus Glycerin und Fettsäuren: 1 Glycerin + 3 Fettsäuren
Glycerin ist der Grundbaustoff -> Reaktion mit 3 Fettsäuren (Esterbindung --- H2O Molekül abgespalten) = Fettmolekül
Glycerin: dreiwertiger Alkohol, drei C-Atome tragen jeweils eine OH-Gruppe
Fettsäure: langkettige Carbonsäure mit aliphatischem Kohlenstoffgerüst und einer Carboxylgruppe
Phospholipide: Aussehen, Aufbau
Wie kommt die grosse Vielfältigkeit der Funktionen der Proteine zustande?
Polypeptide sind lineare Polymere, die aus einem Satz von 20 verschiedenen Aminosäuren aufgebaut werden
-> Ein Protein besteht aus einem oder mehreren Polypeptiden
Proteine machen mehr als 50% der Trockenmasse der meisten Zellen aus
Verknüpfung:
Verknüpfung von zwei Aminosäuren Dipeptid
Verknüpfung vieler Aminosäuremolekülen Polypeptid
Verknüpfung über 100 Aminosäuremolekülen Protein
4 Aufgaben die Proteine erledigen
beschleunigen chemische Reaktionen (Enzyme)
beteiligen sich an Transportvorgängen (Motorprotein, Kanalprotein)
unterstützen die zelluläre Kommunikation (Hormone)
Abwehr von fremden Substanzen und Organismen (Antikörper) u.a.
Benenne die Ebenen der Proteinstruktur 4
Primärstruktur = Aminosäuresequenz (linear)
Sekundärstruktur = Wicklungen und Faltungen der Polypeptidkette (Faltungen)
Tertiärstruktur ist durch Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Seitenketten (“Rest R”) bestimmt (3D-Faltung)
Quartärstruktur = Komplexe Proteine, Zusammenlagerung mehrerer gefalteter Polypeptidketten (z.B. Hämoglobin)
Proteinfaltung erklären, welche Proteine unterstützen?
Funktionen der Nucleinsäure erklären
Typen
Aufgaben der DNA
Nucleinsäuren speichern und übertragen Erbinformation
Die Aminosäuresequenzen von Polypeptiden werden durch Gene festgelegt
Gene bestehen aus DNA oder RNA = Nucleinsäuren
Desoxyribonucleinsäure DNA;
o Enthält die Information für ihre eigene Verfielfältigung (Replikation)
o Steuert die Herstellung der RNA und damit die Proteinbiosynthese (Transkription)
o Proteinherstellung erfolgt durch die Ribosomen (Translation)
Strukturen von Nucleinsäure aufzeichnen (EHER IDENTIFIZIEREN)
Wie werden Nucleinsäuren auch bezeichnet?
Was ist ein Nucleosid?
Nucleinsäuren werden wegen ihrer Polymerstruktur als Polynucleotide bezeichnet => besteht aus Nucleotiden
Jeder Nucleotid seinerseits ist zusammengesetzt aus:
- Einem stickstoffhaltigen Molekülteil, der Nucleinbase
- Einem fünfgliedrigen Zuckerrest
- Einem Phosphorsäurerest
Nucleosid: Zuckerrest und Base
Die DNA ist wie angeordnet?
Basenkombinationen?
Bindungen?
DNA Molekül besteht aus 2 Polynucleotidketten, diese sind spiralförmig um eine Achse gedreht = Doppelhelix
o Die Stränge verlaufen gegenläufig: das 5‘-Ende es einen Strangs liegt am 3‘-Ende des anderen Strangs = antiparalell
o Basenkombinationen: Adenin (A) mit Thymin(T) (Doppelbindung), Guanin (G) mit Cytosin (C) (Dreifachbindung)
o Durch die 3fachbindung bei G+C = höheren Siedepunkt = Schwieriger zu denaturieren