Werbekonzept


J. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Kommunikationsinstrumente und Strategien im Werbekonzept. Sie behandeln zentrale Themen wie die Merkmale von Produkten und Marken, die Bestimmung von Werbezielen, sowie die psychologischen und soziodemografischen Merkmale von Zielgruppen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Marketingfachleute und Werbestrategen, die ihre Kampagnen effektiver gestalten und zielgruppengerecht ausrichten möchten.
Karten
23
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
27.10.2019 / 21.04.2023

Lernkarten

In welche Phasen ist das Werbekonzept unterteilt?

  1. Analyse
  2. Planung
  3. Durchführung
  4. Kontrolle

Was passiert in der Analysephase?

  • Situationsanalyse
  • Werbliche Problemstellung

Was passiert in der Planungsphase?

  • Wahl der Werbezielgruppen
  • Definition der Werbeziele
  • Bestimmung der Positionierung
  • Gestimmung der Copy-Plattform
  • Bestimmung der Media-Plattform
  • Festlegung des Werbebudgets

Was passiert in der Durführungsphase?

  • Realisierung der Werbemassnahmen

Was passiert in der Kontrollphase?

  • Kontrolle des Werbeerfolgs

Was umfasst die Situationsanalyse?

  • Bestandesaufnahme werberelevanter Sachverhalte
  • Erkennen von Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen
  • Aufdecken werblicher Problemstellung eines Produkts, einer Marke, eines Unternehmens

Dient als Grundlage zur Festlegung von Werbezielen

Was sind Zielgruppen der Werbung?

  • Potenzielle Kunden
  • Bestehende Kunden
  • Öffentlichkeit
  • Medien & Journalisten
  • Lieferanten & Absatzmittler
  • Influencer
  • Politisches Umfeld: Schweiz, Kantone, Gemeinden
  • Eigene Mitarbeiter (Verkauf)

Nach welchen Merkmalen beschreiben wir eine Zielgruppe?

  • Soziodemografische Merkmale (Demografische und Sozioökonomische)
  • Psychologische Merkmale
  • Produkt- und konsumbezogene Merkmale
  • Diffusions- und kommunikationsbezogene Merkmale

Was sind soziodemografische Merkmale?

  • Geschlecht 
  • Alter 
  • Bildung
  • Berufstätigkeit
  • Einkommensklasse
  • Haushaltsgrösse
  • Siedlungsart
  • Wirtschaftsgebiet

Was sind psychologische Merkmale?

  • Einstellungsstrukturen: Meinung, Haltung zu Produkt, Produktbereich, Marke, Hersteller
  • Grad der Motivation: Intensität und Richtungen der Motivation: High/Low Involvement (alltägliches Engagement) Unterschieden werden; Nicht Motivierte, ambivalent Motivierte (Unentschlossene) und Motivierte
  • Problemrelevante psychologische Faktoren: kauffördernde / kaufhemmende Faktoren
  • Konsumrelevante psychologische Faktoren: Safety-Typus, Hedonismus, Sparsamkeit, Konsumorientierung, Narzissmus, Exhibitionist(Status), Leistungsorientierung etc.

Intensität undArt der Ansprache sind entscheidend für die Bestimmung der Zielwirkungen

Was sind Produkt- und konsumbezogene Merkmale?

  • Wissensbezogene Merkmale: Personen mit / ohne Produktkenntnisse
  • Verwendungsbezogene Merkmale: Verwender von Konkurenzprodukten, jetzige / frühere / potentielle Produktverwender, Non-User, Heavy User, Dauerverwender, sporadische Verwender
  • Zufriedenheitsbezogene Merkmale: zufriedene / unzufriedene Produktverwender (Wechsler)
  • Konsumbezogene Merkmale: Produktkäufer, Personen mit / ohne Kaufabsicht, Erstkäufer, Wiederholungskäufer, Produktkaufbeeinflusser  

Entscheidend für die Bestimmung der Zielrichtungen der Werbestrategie 

  • Was sind Diffusions- und kommunikationsbezogene Merkmale?

  • Diffusionsbezogene Merkmale: Innovatoren, Frühadopter, frühe / späte Mehrheit, Nachzügler
  • Konsumbezogene Merkmale: Kaufentscheider, Kaufbeeinflusser (Opinionleader, interne / externe Beeinflusser)
  • Kommunikationsbezogene Merkmale: positiv / negativ zur Werbung eingestellt, hohe / geringe Lernmotive (High / Low Involvement), hoher / geringer Informationskonsum

Entscheidend für die Bestimmung der Art der Ansprache (visuell, audiovisuell, verbal)

Bei den Kommunikationszielen unterscheiden wir zwischen..?

  • Psychologischen Zielen (Wahrnehmung Kampagne, Produktinteresse, Probierkäufe)
  • Ökonomischen Zielen (Umsatz, Gewinn, Absatz)

In welche Gruppen erden psychologische Werbeziele unterteilt?

  • Kognitiv-orientierte Ziele
  • Affektiv-otientierte Ziele
  • Konativ-orientierte Ziele

Was sind mögliche kognitiv-orientierte Ziele?

  • Aufmerksamkeit
  • Wahrnehmung einer Kampagne
  • Kenntnis von Marken, Leistungen und Produkten des Unternehmens
  • Verbesserung des Informationsstands z.B. Produktinnovationen oder -variationen
  • Kenntnis Vorteile ggü. Konkurenzprodukten
  • Kenntnis Einkaufsstätten

Was sind mögliche affektiv-orientierte Ziele?

  • Interess an Produkten und Leistungsangeboten
  • Einstellung zu Marken, Produkten und Unternehmen
  • Aufbau, Pflege und Veränderung des MErken- Unternehmensimages
  • Produkt und Markenpositionierung
  • Emotionales Erleben der Marke
  • Glaubwürdigkeit des Unternehmens bzw. der Marke
  • Vertrauensbildung

Was sind mögliche konativ-orientierte Ziele?

  • Aktives Informationsverhalten der Konsumenten ( Anforderung von Prospekten, Aufforderung zur Händlerberatung)
  • Kaufabsicht 
  • Probierkäufe
  • Beschwerdeverhalten und aktives, kritisches Feedback
  • Kundenbindung
  • Weiterempfehlung von Produkten und Leistungen
  • Anregung zu positiver Mundpropaganda
  • Förderung von Wiederkauf und Cross-Selling

Wie und anhand welcher Kriterien werden Werbeziele definiert?

Aufbauend nach: 

  • Bekanntheit
  • Wissen 
  • Einstellung
  • Verhalten

Worauf ist bei der Formulierung von Werbezielen zu achten?

Korrektes Präzisieren von:

  • Zielinhalt      -> Was?       = Zielart, z.B. Steigerung des Bekanntheitsgrads
  • Zielausmass  -> Wie viel? = Quantität, z.B. auf 70%
  • Zielzeitraum -> Wann?     = Zieltermin, z.B. bis 31.12.2020
  • Zielort           -> Wo?         = Geografischer Raum, z.B. ganze Schweiz

An was orientiert sich die Positionierung?

  • Von Konsumenten wahrgenommenen Produkteigenschaften im Vergleich zu Konkurrenzprodukten

Unerlässlich um sich erfolgreich von Konkurrenz abzugrenzen. Besonders bei austauschbaren Produkten

Basis der Werbestrategie sind?

  • Marketingstrategie
  • Kommunikationstrategie

Welche Strategien werden in der Werbung häufig eingesetzt?

  • Reklamestrategie -> Aufmerksamkeit Werbebotschaft, z.B. Aktions- oder Ausverkaufswerbung, absatzfördernde Werbung
  • Impact-Strategie -> Bekanntheit Produkt, Marke oder Unternehmung aufbauen / stark informativ / intensiv und dominant in Grösse und Farbe / hoher Werbedruck / intensive Streuung der Werbemittel, z.B. Produktneuheiten, Produkteinführung
  • Image-Strategie -> Aufbau einer starken, eigenständigen Produktpersönlichkeit / Bedürfnisse Idealprofil Käufergruppe ansprechen, z.B. Produktpositionierungsstrategie
  • Motivationsstrategie -> Starke Verbrauchermotive ansprechen / hohe Erwartungen wecken und befriedigen, z.B. vermitlung von Sicherheit, Ästhetik, Lifestyle-Bedürfnisse
  • Psychoanalytische Strategie -> intensive Motivationsstrategie / pyschologische Konfliktsituation beim Umworbenen lösen (Ungesundes = Gönn dir was!) / Emotionalisierung des Werbeobjekts (Gluscht-Appeal) z.B. Lebensmittel

Was sind die Anforderungen an eine erfolgreiche Werbung?

  • Aufmerksamkeitsstärke der Kampagnen
  • Relevanz der Botschaften
  • Glaubwürdigkeit der Botschaften
  • Merkfähigkeit der Botschaften
  • Kontinuität der Botschaften und der Werbeaktivitäten insgesamt

Lernen