Erste Hilfe

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B. S.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen und Notfallreaktionen. Sie behandeln Symptome und Basismassnahmen bei verschiedenen medizinischen Notfällen wie Thrombose, allergischen Reaktionen, Schockzuständen, Traumata und akuten Bauchschmerzen. Die Karteikarten sind für Laien und medizinisches Personal geeignet, die schnelle und effektive Hilfe in Notsituationen leisten möchten.
Karten
108
Lernende
16
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
30.09.2019 / 07.03.2025

Lernkarten

Symptomatik Fremdkörperaspiration

  • Plötzlich einsetzende, heftige Atembewegungen. Patient bekommt keine Luft und kann nicht sprechen.
  • Hervortreten der Bauchmuskulatur bei Einatemversuch, sog. Inverse Atmung
  • Blässe, Zyanose
  • Anamnese: Vorangegangenes Essen etc.

Basismassnahmen Fremdkörperaspiration

  • Schläge mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter des Betroffenen
  • Patient zum Husten auffordern
  • Heimlich Manöver: Auf beiden Seiten unter den Armen des Patienten hindurchgreifen und eine Faust mit der anderen Hand umfassen. Die Hände in ruckartigen Bewegungen in den Bauch des Betroffenen ziehen. à Gefahr: Einreissen innerer Organe, Blutverlust, Schockzustand.

Definition Hyperventilation

Fast immer ausgelöst durch psychische Belastung. Der Kohlendioxidspiegel im Blut sinkt dadurch ab, im veränderten Säurewert des Blutes finden Reaktionen statt, die folgendes nach sich ziehen:

  • Kribbeln in den Händen und im Mundbereich
  • Subjektive Atemnot
  • Verkrampfung der Hände (Pfötchenstellung)

Symptomatik Hyperventilation

  • Anamnese: Psychische Belastungssituation
  • Erregungszustand, Angst
  • Atemnot
  • Kribbeln in den Händen und Mundbereich
  • Pfötchenstellung der Hände
  • Blässe, evtl. Schwitzen
  • Keine Zyanose

Basismassnahmen Hyperventilation

  • Lagerung:
    • Oberkörperhochlage: Erleichtert die Ausdehnung der Lunge
    • Arme nach hinten aufgestützt: Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
  • Ruhiges Auftreten, intensive Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Erweiterte Massnahmen Hyperventilation

  • Keine Sauerstoffgabe
  • Rückatmung von eigenem Kohlendioxid anhand einer Plastiktüte. Wegen der subjektiven Atemnot muss der Patient über die Massnahme aufgeklärt werden

Basismassnahmen Insektenstich in den Atemwegen

  • Kühlung des Halsese von innen und aussen (Eis, Eisbeutel)
  • Oberkörperhochlage
  • RUhiges Auftreten, intensive Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Engmaschige Kontrolle

Definition Angina pectoris

Gefässverengung einer Herzkranzaterie mit nachfolgender, vorübergehender Sauerstoffunterversorgung der betroffenen Herzmuskelzellen.

Häufige Ursache: Verschleppte Streptokokkeninfektion

Definition Schock

\(Schock = {{Puls} \over RRsys}>1\)

Basismassnahmen Angina pectoris

  • Oberkörperhochlagerung
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung

Symptomatik Angina pectoris

  • Druckgefühl oder Schmerzen in der Brust, evtl. ausstrahlend in Bauch, Rücken, Arme oder Unterkiefer
  • Angstzustand des Patienten
  • Schwindel
  • Übelkeit, Erbrechen

Typisches Medikament: Nitro lingual Spray (Blutdruck senkend)

Wenn keine Reaktion: Herzinfarkt

Symptomatik Alkoholvergiftung

  • Anamnese: Was, wann, wieviel, wie
  • Alkoholgeruch der Ausatemluft
  • Gestörtes Gleichgewicht, undeutliche Sprache
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bewusstseinsstörung, vermindertes Schmerzempfinden
  • Tachykardie
  • Blutdruckabfall
  • Evtl. Unterzuckerung

Achtung!: Apoplex+ Hypoglycämie = ähnliches Bild

Gefahren Alkoholvergiftung

  • Atemstillstand durch Lähmung des Atemzentrums und Aspiration
  • Verletzung durch Sturz
  • Unterkühlung

Basismassnahme Alkoholvergiftung

  • Bei Sturz oder Kopfplatzwunde: Anlegen einer Halsmanschette
  • Stabile Seitenlage
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen, vorrangig Atemwege!
  • Blutzuckertest
  • Bodycheck

Symptome Verbrennung anch Schweregrad

I: Rötung, Schwellung, Schmerz / Betrifft nur Epidermis und heilt ohne Narben

II: Rötung, Schwellung, Schmerz, zusätzliche Blasenbildung/ Die Cutis ist betroffen, Heilung ohne Narben

III: Verkohlung der Haut und evtl. tieferer Gewegeschichten. Im Zentrum der Verbrennung kein Schmerz aufgrund der Zerstörung von Nervenenden. Keine eigenständige Heilung.

Basismassnahmen Verbrennung

  • Sofortmaßnahme: 10-20 Minuten Kühlen mit kaltem Leitungswasser
  • Verletzung druckfrei steril abdecken
  • Steriles Material auf der Wunde anfeuchten
  • Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Bei Schockzeichen Schocklage
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Definition Sonnenstich

Hirnhautreizung durch Sonneneinstrahlung

Symptomatik Sonnenstich

  • Charakteristisch für Hirnhautreizung: Nackensteifigkeit
  • Roter Kopf
  • Körpertemperatur eher normal
  • Kopfschmerz
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Desorientiertheit, Bewußtseinsstörung

Basismassnahmen Sonnenstich

  • Lagerung im Schatten:
    • Ansprechbar: Halsmanschette anlegen und erhöhter Oberkörper
    • Bewußtlos: Stabile Seitenlage
  • Kopf kühlen durch nasse Tücher, Luft zufächeln...
  • Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Definition Hitzeschock

Plasma- und Elektrolytverlust durch starkes Schwitzen. Es kommt in schweren Fällen zu Schockzeichen,
Hitzekrämpfen und Bewußtlosigkeit.

Symptomatik Hitzeschock

  • Anamnese: Langes Arbeiten bei Hitze ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Zeichen des Volumenmangelschocks
  • Krämpfe infolge Elektrolytverlustes

Basismassnahmen Hitzeschock

  • Schockbekämpfung
  • Bei ansprechbaren Personen kann Flüssigkeit zu trinken gegeben werden; geeignet sind Mineralwasserund Fruchtsäfte. Zunächst sollte nicht mehr als ein halber Liter verabreicht werden, umAspirationsgefahr bei Bewußtlosigkeit zu vermeiden.

Definition Hitzschlag

Verminderte Wärmeabgabe führt zum Wärmestau im Körper. Gewitterluft, also warme, feuchte Luft und
unzweckmäßig warme Kleidung begünstigen den Vorgang. Auch beobachtet bei Veranstaltungen in
geschlossenen Räumen, wenn Menschentrauben und schlechte, unbewegte Luft zusammenkommen.

Symptomatik Hitzschlag

 

  • Anamnese: Wärmestau
  • Zunächst rote Haut, später zunehmend Blässe und aschfahles Aussehen
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen
  • Blutdruckabfall
  • Bewußtseinsstörung

Massnahmen Hitzschlag

  • Lagerung in kühler Umgebung:
    • Ansprechbar: Mit erhöhtem Oberkörper
    • Bewußtlos: Stabile Seitenlage
  • Körpertemperatur sachte senken:
    • Luft zufächeln
    • Angefeuchtete Tücher

Definition Erfrierung

Lokale Kälteeinwirkung mit Beeinträchtigung des Gewebes bis zum
Zelltod. Exponierte Körperteile sind am häufigsten betroffen: Nase,
Finger, Zehen, Ohrläppchen...

Symptomatik Erfrierung

  • Anamnese: Längerer Aufenthalt in kalter Umgebung,unzureichende Kleidung
  • An den betroffenen Körperstellen:
    • Schwellung, Blässe, Gefühlsstörung
    • Blasenbildung
    • Blaue bis schwarze Verfärbung

Massnahmen Erfrierung

Betroffene Körperstellen steril abdecken und polstern. Erfrorenes Gewebe ist infektionsgefährdet und
brüchig!

Definition Unterkühlung

Temperaturdefizit des ganzen Körpers durch vermehrte Wärmeabgabe. Blutverlust und Alkohol begünstigen
den Prozess, der in folgenden Stadien abläuft:

  • Abwehrsatdium: 37- 34C, Kältezittern, Blässe, Patient bewusstseinsklar
  • Erschöpfungsstadium: 34- 30C, Muskelstarre, Zyanose, Eintrübung
  • Scheintod: 30-.....C, Bewusstlosigkeit, Atem- und Kreislaufstillstand

Die Unterscheidung zwischen Abwehr- und Erschöpfungsstadium ist von großer Bedeutung. Im
Erschöpfungsstadium setzt eine Zentralisation des Körpers ein, um die noch vorhandene Wärme auf die
lebenswichtigen Organe zu konzentrieren. Das Körperkernblut ist dabei mehrere Grad wärmer als das
Schalenblut. Aktive Erwärmung des Patienten in diesem Zustand führt zur Durchmischung von Kern- und
Schalenblut und damit zum erneuten Absinken der Körperkerntemperatur. Dadurch kann ein
Kreislaufstillstand provoziert werden, man spricht von Wiedererwärmungskrise oder Bergungstod.

Unterkühlung: Basismaßnahmen im Abwehrstadium

  • Person in warme Umgebung bringen, nasse Kleidung entfernen, Wärmeerhaltung
  • Betreuung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Unterkühlung: Basismaßnahmen im Erschöpfungsstadium

  • Wärmeerhaltung: Keine aktive Erwärmung!
  • Unnötiges Bewegen vermeiden
  • Stabile Seitenlage
  • Betreuung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Unterkühlung: Basismaßnahmen im Stadium des Scheintodes

  • Wärmeerhaltung
  • HLW: Die Kälteeinwirkung verlangsamt den Stoffwechsel und reduziert somit den Sauerstoffbedarf des Körpers. Die Erfolgschancen der HLW sind damit auch nach 30-60 Minuten gut!

Trauma Bodycheck

Die Erstversorgung eines traumatisierten Patienten erfolgt mit dem Ziel, eine drohende Störung der
Vitalfunktionen zu erkennen und zu behandeln, Verletzungen festzustellen und Folgeschäden zu vermeiden.
Diese können sein:

  • Schmerzen
  • Organ- und Nervenverletzungen
  • Schock durch Blutverlust

Untersuchung Trauma

Symptomatik Trauma Kopf

  • Anamnese: Sturz, Unfall, Gewalteinwirkung auf den Kopf?
  • Bewußtseinsstörung
  • Erinnerungslücke
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel, Sehstörung
  • Blut in Ohr, Nase, Mund: Zeichen für Schädel-Basis-Bruch
  • Krampfanfälle
  • Bei Auftreten eines Hirndruckanstiegs:
  • Irritation des Kreislaufzentrums: Evtl. Bradykardie, Druckpuls
  • Irritaion des Atemzentrums: Unregelmäßige Atmung bis Atemstillstand

Die Differnzierung des SHT ist am Notfallort nicht sicher möglich. Die Verdachtsdiagnose lautet daher in
allen Fällen schlicht „SHT“.

Basismassnahmen Trauma Kopf

  • Sofern vorhanden: Anlegen einer Halsmanschette
  • Lagerung:
    • Solange dies der Zustand erlaubt: Oberkörperhochlage unter Neutralposition des Kopfes
    • Bei Bewußtlosigkeit Flachlagerung und stabile Seitenlage: Aspirationsgefahr erhöht!
    • Bei zusätzlichem Schock: Flachlagerung
  • Wunden versorgen
  • Offene Brücke des Schädels oder austretendes Hirn steril abdecken
  • Betreuung
  • Wärmeerhaltung

Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Symptomatik Trauma Wirbelsäule

  • Anamnese: Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung besteht automatisch in diesen Situationen:
    • Sturz (Sturzhöhe?)
    • Verkehrsunfall
    • Kopfsprung in zu flaches Wasser
    • Kopfverletzung
    • Unklarer Notfall
  • Schmerzen in Rücken oder Hals
  • Nackensteifigkeit
  • Gefühls- und Bewegungsstörungen seitengleich ab einem bestimmten Punkt des Körpers abwärts
  • Unkontrollierter Abgang von Urin und Stuhl
  • Schockzeichen

Basismassnahmen Trauma Wirbelsäule

  • Sofern vorhanden: Halsmanschette anlegen
  • Umlagerung nur, wenn nötig
  • Bei Bewußtlosigkeit stabile Seitenlage
  • Ruhigstellung des Körpers
  • Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Mögliche Thoraxtrauma

Symptomatik Thoraxtrauma

 

  • Anamnese: Frontalaufprall mit hoher Geschwindigkeit, mit oder ohne Sicherheitsgurt, Schlägerei...
  • Prellmarken, Hämatome, Wunden
  • Schmerzen, eventuell atemabhängig
  • Atemnot
  • Blässe, Zyanose
  • Evtl. Schockzeichen

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