Erste Hilfe

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B. S.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen und Notfallreaktionen. Sie behandeln Symptome und Basismassnahmen bei verschiedenen medizinischen Notfällen wie Thrombose, allergischen Reaktionen, Schockzuständen, Traumata und akuten Bauchschmerzen. Die Karteikarten sind für Laien und medizinisches Personal geeignet, die schnelle und effektive Hilfe in Notsituationen leisten möchten.
Cartes-fiches
108
Utilisateurs
16
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
30.09.2019 / 07.03.2025

Cartes-fiches

Basismassnahmen Thoraxtrauma

  • Sofern vorhanden: Anlegen einer Halsmanschette
  • Lagerung:
    • Oberkörperhochlagerung
    • Bei Bewußtlosigkeit stabile Seitenlage auf der verletzten Seite
  • Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Wundversorgung: Fremdkörper nicht entfernen!

Symptomatik Abdominaltrauma

  • Anamnese: Frontalaufprall, Fahrradlenker, Gewalteinwirkung auf den Bauch...
  • Schonhaltung des Patienten: meist seitlich mit angezogenen Beinen
  • Bauchschmerz
  • Prellmarken, Hämatome, Wunden
  • Abwehr-Spannung, brettharte Bauchdecke
  • Schockzeichen

Basismassnahmen Abdominaltrauma

  • Sofern vorhanden, bei Unfall und Sturz: Anlegen einer Halsmanschette
  • Lagerung:
  • Bauchdeckenentspannte Lagerung mit Knierolle
  • Im Schockzustand Schocklage
  • Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Wundversorgung: Fremdkörper nicht entfernen!

Symptomatik Beckenfraktur

  • Anamnese: Verkehrsunfall mit oder ohne Sicherheitsgurt, Sturz...
  • Schmerzen, vor allem beim Bewegen der Beine
  • Druckempfindliches oder instabiles Becken
  • Prellmarken, Wunden, Hämatome
  • Schockzeichen

Basismassnahmen Beckenfraktur

  • Sofern vorhanden: Halsmanschette anlegen
  • Umlagerung nur, wenn nötig
  • Bei Bewußtlosigkeit stabile Seitenlage
  • Ruhigstellung des Körpers
  • Betreuung
  • Wärmeerhaltung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Extremitätentrauma

Basismassnahmen Hypoglykämischer Schock

  • Bei ansprechbaren Patienten: Blutzuckerspiegel anheben durch zuckerhaltige Speisen oder Getränke
  • (Würfelzucker, Traubenzucker, Fruchtsaft, Limonade...)
  • Bei Bewußtlosigkeit Seitenlagerung. Achtung: Krampfgefahr!
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Definition akutes Abdomen

Sammelbegriff für alle Notfallbilder, die mit Bauchschmerzen und vitaler Bedrohung einhergehen. Eine genaue Unterscheidung einzelner Störungen steht hier wieder hinter der Behandlung zurück und ist
manchmal vor Ort nicht möglich. Die Mechanismen, die zum akuten Abdomen führen, reichen von
entzündlichen Vorgängen über Verschlüsse verschiedener Verdauungsgänge bis zu solchen, die ihren
Ursprung außerhalb des Bauchraumes haben wie der Herzinfarkt.

Untersuchung akutes Abdomen

  • Leitsymptome: Schmerz, Erbrechen, Schonhaltung
  • Letzte Mahlzeit, Ausscheidungen: Durchfälle, Verstopfung etc.?
  • Medikamente?
  • Schmerzcharakter:
    • Auftreten schlagartig oder schleichend?
    • Genau lokalisierbar oder diffus (d.h. im ganzen Bauchraum)?
    • Art: Stechend, dumpf, kolikartig (d.h. in Intervallen)?
  • Bauchspannung: Viele Notfallbilder führen zur Bauchfellentzündung, die wiederum eine Anspannung der Bauchmuskulatur nach sich zieht. Ein brettharter Bauch ist in jedem Fall ein Alarmzeichen.

Basismassnahmen Akutes Abdomen

  • Herzinfarkt ausschließen
  • Lagerung: Entweder Schonhaltung belassen, oder leichte Oberkörperhochlage mit Knierolle, die zur Entspannung der Bauchdecke führt
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Falls nötig, Schockbekämpfung

Häufigste Diagnosen Akutes Abdomen

  • Appendizitis
  • Ileus
  • Gallenkoliken
  • Ulcusblutung
  • Pankreatitis

Symptome Appendizitis

  • Anamnese: Schleichende Schmerzentwicklung, zunächst diffus, später im rechten Unterbauch
  • Erbrechen
  • Evtl. Fieber

Symptome Ileus

  • Anamnese: Starke, kolikartige Schmerzen oder druckempfindlicher Bauch
  • Verstopfung bis zum Stuhlverhalt
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Evtl. Austrocknung (stehende Hautfalten)

Symptome Gallenkoliken

  • Anamnese: Kolikartiger Schmerz im rechten Oberbauch, nach fettreichem Essen und Alkohol
  • Stuhlentfärbung
  • Gelbfärbung der Haut

Symptome Ulcusblutung

  • Anamnese: Unregelmäßiges Essen, Stress, Alkohol, Kaffee, Nikotin und Medikamente (z.B. Aspirin)
  • Stechender Schmerz im mittleren Oberbauch
  • Bluterbrechen, Teerstuhl (d.h. vom Blut schwarz verfärbter Stuhl)
  • Im fortgeschrittenen Stadium Schockzeichen 

Symptome Pankreatitis

  • Anamnese: Schlagartig auftretende Schmerzen im Oberbauch, die im Verlauf eines gedachten Gürtels ausstrahlen können. Oft nach fettreichem Essen oder Alkohol
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Evtl. Gelbfärbung der Haut

Ursachen Kreislaufstörung/ Schock

Definition Herzinfarkt

Verschluß einer Herzkranzarterie, oft im Zusammenhang mit vorangegangenen Gefäßablagerungen. Ausfall der Sauerstoffversorgung des betroffenen Gebietes, Absterben von Herzmuskelzellen.

Symptomatik Herzinfarkt

  • Symptome wie bei der Angina pectoris
  • Atemnot
  • Haut: Blässe, Zyanose, kalter Schweiß
  • Blutdruckabfall
  • Todesangst

Maßnahmen wie bei Angina pectoris.

Definition Volumenmangelschock

Sauerstoffunterversorgung der Zellen durch Blutverlust. Andere Möglichkeit: Bei Schwitzen, Durchfall,
Erbrechen oder Verbrennung wird verlorene Gewebsflüssigkeit durch Blutplasma ersetzt. Infolgedessen wird
die Blutmenge geringer; da aber nur flüssige Bestandteile fehlen, wird die Konsistenz des Blutes dicker.
Fachausdruck: Hypovolämischer Schock.
Der Körper versucht, einem lebensbedrohlichen Zustand entgegenzuwirken, indem er die Herzfrequenz erhöht, um die Menge des transportierten Sauerstoffs zu verbessern. Ferner findet eine Zentralisation statt,
d.h., die Durchblutung wird auf die lebenswichtigen Organe in Kopf und Oberkörper konzentriert.

Symptomatik Volumenmangelschock

  • Evtl. Blutung, Blutlache
  • Anamnese
  • Haut: Blässe, Zyanose, kalter Schweiß
  • Frieren, Kältezittern des Patienten
  • Teilnahmslosigkeit, Unruhe, Bewußtseinsstörung
  • Puls tachykard, schlecht tastbar
  • Blutdruckabfall

Basismassnahmen Volumenmangelschock

  • Ursachenbekämpfung, z.B. Blutstillung durch Hochlagern, Abdrücken, Druckverband
  • Schocklagerung: Unterstützt die Zentralisation des Körpers. Achtung: Nie bei Herzschädigung!
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung

Definition Vasovagale Synkope

Durch psychische Belastung ausgelöste Gefäßweitstellung. Hierbei sackt das Blut in die Beine, Folge ist
eine kurzfristige Unterversorgung des Gehirns und Ohnmacht. Andere Ursache: Langes Stehen ohne
Bewegung.

Symptomaik/ Basismassnahme Vasovagale Synkope

  • Anamneseerhebung: Psychische Belastung?
  • Haut: Blässe, evtl. kalter Schweiß
  • Blutdruckabfall
  • Tachykardie
  • Kurzzeitiger Bewußtseinsverlust

 

Basismaßnahmen

  • Bei Bewußtlosigkeit stabile Seitenlage
  • Bei ansprechbarem Patienten Schocklage
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung

DEfinition Allergische Reaktion, Anaphylaxie

Der Kontakt mit Fremdeiweiß (Allergen) wie zum Beispiel beim Insektenstich führt zur Ausschüttung von
Histamin, ein Hormon, das der Bekämpfung des Fremdstoffes dient. Histamin läßt Gewebe anschwellen,
erzeugt Hautrötungen und –ausschläge. In hoher Konzentration führt es zu Atemstörungen oder
Blutdruckabfall durch Gefäßweitstellung, also zum Schock. Der spezielle Name dieses Schocks ist
Anaphylaxie oder anaphylaktische Reaktion.

Symptomatik/ Basismassnahmen Allergische Reaktion, Anaphylaxie

  • Anamneseerhebung: Insektenstich, Medikamenteneinnahme, Allergenkontakt?
  • Haut: Rötung, Erwärmung, Ausschlag und Juckreiz
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Tachykardie
  • Blutdruckabfall
  • Evtl. Atemnot

Basismaßnahmen

  • Falls möglich: Ursache abstellen
  • Schocklagerung
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung
  • Kühlen von Schwellungen

Definition Akuter, peripherer Venenverschluss (Thrombose)

Dieser Gefäßverschluß tritt zumeist auf bei Abflußstörungen in den Beinvenen. Langes Stehen, Bettlägerigkeit und Bewegungsmangel unterstützen den Prozess: Es bildet sich ein Blutgerinsel, Thrombus
genannt, dessen Gefahr darin besteht, daß er sich lösen und dem Blutstrom folgen kann, bis er sich in einer
Lungenarterie zwangsläufig festsetzt. Das Resultat wäre eine lebensbedrohliche Lungenembolie

Symptomatik/ Basismasnahmen Akuter, peripherer Venenverschluß (Thrombose)

Symptomatik

  • Anamnese: Bettlägerigkeit, langes Sitzen oder Stehen, Operation, Verletzung am Bein
  • Blockierung des Blutabflusses aus der Extremität verursacht Stauung, deswegen:
  • Schwellung, nach Eindrücken des Gewebes mit dem Finger bleibt kurzzeitig eine Delle sichtbar.
  • Erhöhte Hauttemperatur
  • Erhöhte Hautspannung
  • Belastungseinschränkung


Basismaßnahmen

  • Keine Bewegung des Patienten, um Losreißen des Thrombus zu verhindern.
  • Flachlagerung, betroffene Extremität erhöht (verringert dortigen Blutdruck)
  • Keine Wärmeerhaltung an der betroffenen Extremität
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen

Étudier