Schenkelhalsfraktur

Akut Somatik II ZHAW 3. Semester

Akut Somatik II ZHAW 3. Semester


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Schenkelhalsfrakturen, einschließlich Diagnostik, Therapieoptionen wie Osteosynthesen und Prothesen, sowie prä- und postoperative Pflegeschwerpunkte. Sie behandeln auch Komplikationen, Ursachen und Risikofaktoren, insbesondere im Zusammenhang mit Osteoporose. Die Karteikarten sind besonders nützlich für medizinisches Fachpersonal, das sich auf die Behandlung und Pflege von Patienten mit Schenkelhalsfrakturen spezialisiert.
Karten
22
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.09.2019 / 29.09.2019

Lernkarten

Ursachen von Schenkelhalsfrakuren

  • Meist multifaktorielle 
  • erhöhtes Sturzrisiko im Alter 
  • Osteoporose 

Determination des Sturzgeschehens 

  • Sturzauslösung 
    • Medizinischer Zustand: Erkrankungen 
    • Einschränkungen: z.B Visus, Gehör, Kognition 
    • Behinderung: z.B Gang 
    • Alkohol und Medikamente 
  • Sturz
  • Auflschlag 
  • Aufschlagwirkung
  • Verletzung 
  • Abhängig von Umgebungsgefahren: z.B Bodenbelag, Beleutchung, Hindernisse 

Folgen von Schenkelhalsfrakturen 

  • 5 -10% der PAt. stirbt nach einem Monat
  • Einschränkungen in ADL und zurückbleibende Schmerzen.
  • über 10% können nicht mehr zurück nach Hause 

definition Osteoperose 

Pathologischer Knochenschwund mit gleicher Beteiligung von organischem und mineralischem Anteil des Knochens.

Ursachen und Risikofaktoren der Osteoporose 

  • Weisse Rasse
  • Frauen
  • Schlankheit
  • Geringe Sonnenexposition
  • Wenig Bewegung
  • Nikotinabusus
  • Kalzium-und Vitamin-D-arme Ernährung
  • Frühe Menopause
  • Kortisoneinnahme

Osteoporose: Abklärung, und Prävention

  • Diagnostik durch Knochendichtmessung 
  • Prävention
    • Vitamin D und Kalziunzufuhr durch Nahrung 
    • Sonnenlicht
    • körperliche Aktivitäten 

Medikamentöse Therapie der Osteoporose 

  • Biphosponate: Alendronat, Risedronat 
  • erhöhen die Knochendichte und senken so das Frakturrisiko 

Proximale & distale Femurfrakturen 

  • Proximale Femurfrakturen
    • Hüftkopffraktur
    • Trochantäre Femurfraktur
    • Schenkelhalsfraktur 
  • Distale Femurfrakturen
    • Suprakondyläre Fraktur 
    • Perkondyläre Frakur 

Laterale SHF-mediale SHF

Klassifikation Schenkelhalsfrakturen nach Pauwels

Klassifikation Schenkelhalsfrakturen nach Garden

Diagnostik und Therapie der Schenkelhalsfraktur

  • Diagnostik
    • Röntgen der Hüfte in 2 Ebenen 
    • evt CT Untersuchung oder Tomographie 
  • Therapie
    • Konservativ
    • Operativ

indikation für die Konservative Therapie 

 

  • Nur bei eingestauchten Abduktionsfrakturen mit geringer Schmerzsymptomatik und hoher Patientencompliance
  • Ansonsten wegen Gefahr der sekundären Fragmentdislokation Verschraubung des Femurkopfes

Operative Therapie 

 

  • Hüftkopferhaltende Osteosynthesen 
  • Hüftkopfersetzende Osteosynthesen 
    • Prothetischer Ersatz => HEP/TEP
    • konventionell bzw. minimalinvasiv (MIS)

Hüftkopferhaltende Osteosynthesen

Prothetischer Ersatz

Hemiendoprothese (HEP)

  • Ersatz des Femurkopfes

Hüftkopfresezierende Totalendoprothese (TEP)

  • Zementierte TEP
  • Zementfreie, selbsthaftende TEP
  • Hybrid-Endoprothese

Drei Typen von Total-Endoprothesen (TEP)

Komplikationen der SHF Operationen 

  • Beinvenenthrombose
  • Protheseninfekte 
  • Prothesenluxation 
  • Postoperative Beinverlängerung 
  • Gelenk Impingement
  • Aspetische Protheselockerung 

Präoperative Pflegeschwerpunkte

  • Allgemeine präoperative Pflegeschwerpunkte (siehe PPT präoperative Pflege)
  • Lagerung des verletzten Beines möglichst schmerzfrei (auf Kissen/Sandsäcken)

Postoperative Pflegeschwerpunkte

  • Allgemeine postoperative Pflegeschwerpunkte (siehe PPT postoperative Pflege)
  • Prophylaxen
  • Lagerung und Mobilisation
  • Wundbehandlung

Lagerung/Mobilisation bei TEP

Prinzipien

  • Keine aktive/passive Adduktion über Mittellinie
  • Keine Aussenrotation
  • Keine aktive Abduktion
  • Flexion Hüftgelenk maximal 90 Grad
  • Mobilisation aus dem Bett immer über operierte Seite
  • Nachttisch auf operierte Seite stellen
  • => Vermeidung einer Luxation !

Belastung

  • Je nach Operationsverfahren, Vollbelastung bzw. 15 kg Teilbelastung für ca. 8 Wochen

Wundbehandlung nach SHF

 

  • Im Operationssaal wird häufig ein Kompressionsverband (z.B. Spiccaverband) über Hüfte und Nahtbereich am Bein angelegt zur Blutungsprophylaxe.
  • Erster Verbandwechsel: 1.-2. postop. Tag
  • Entfernung der Redons: meist 1. postop. Tag
  • Entfernung der Klammern: 10.-12. postop. Tag

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