Schenkelhalsfraktur
Akut Somatik II ZHAW 3. Semester
Akut Somatik II ZHAW 3. Semester
-
- 1 / 22
-
Lernkarten
Ursachen von Schenkelhalsfrakuren
- Meist multifaktorielle
- erhöhtes Sturzrisiko im Alter
- Osteoporose
Determination des Sturzgeschehens
- Sturzauslösung
- Medizinischer Zustand: Erkrankungen
- Einschränkungen: z.B Visus, Gehör, Kognition
- Behinderung: z.B Gang
- Alkohol und Medikamente
- Sturz
- Auflschlag
- Aufschlagwirkung
- Verletzung
- Abhängig von Umgebungsgefahren: z.B Bodenbelag, Beleutchung, Hindernisse
Folgen von Schenkelhalsfrakturen
- 5 -10% der PAt. stirbt nach einem Monat
- Einschränkungen in ADL und zurückbleibende Schmerzen.
- über 10% können nicht mehr zurück nach Hause
definition Osteoperose
Pathologischer Knochenschwund mit gleicher Beteiligung von organischem und mineralischem Anteil des Knochens.
Ursachen und Risikofaktoren der Osteoporose
- Weisse Rasse
- Frauen
- Schlankheit
- Geringe Sonnenexposition
- Wenig Bewegung
- Nikotinabusus
- Kalzium-und Vitamin-D-arme Ernährung
- Frühe Menopause
- Kortisoneinnahme
Osteoporose: Abklärung, und Prävention
- Diagnostik durch Knochendichtmessung
- Prävention
- Vitamin D und Kalziunzufuhr durch Nahrung
- Sonnenlicht
- körperliche Aktivitäten
Medikamentöse Therapie der Osteoporose
- Biphosponate: Alendronat, Risedronat
- erhöhen die Knochendichte und senken so das Frakturrisiko
Proximale & distale Femurfrakturen
- Proximale Femurfrakturen
- Hüftkopffraktur
- Trochantäre Femurfraktur
- Schenkelhalsfraktur
- Distale Femurfrakturen
- Suprakondyläre Fraktur
- Perkondyläre Frakur
Diagnostik und Therapie der Schenkelhalsfraktur
- Diagnostik
- Röntgen der Hüfte in 2 Ebenen
- evt CT Untersuchung oder Tomographie
- Therapie
- Konservativ
- Operativ
indikation für die Konservative Therapie
- Nur bei eingestauchten Abduktionsfrakturen mit geringer Schmerzsymptomatik und hoher Patientencompliance
- Ansonsten wegen Gefahr der sekundären Fragmentdislokation Verschraubung des Femurkopfes
Operative Therapie
- Hüftkopferhaltende Osteosynthesen
- Hüftkopfersetzende Osteosynthesen
- Prothetischer Ersatz => HEP/TEP
- konventionell bzw. minimalinvasiv (MIS)
Prothetischer Ersatz
Hemiendoprothese (HEP)
- Ersatz des Femurkopfes
Hüftkopfresezierende Totalendoprothese (TEP)
- Zementierte TEP
- Zementfreie, selbsthaftende TEP
- Hybrid-Endoprothese
Komplikationen der SHF Operationen
- Beinvenenthrombose
- Protheseninfekte
- Prothesenluxation
- Postoperative Beinverlängerung
- Gelenk Impingement
- Aspetische Protheselockerung
Präoperative Pflegeschwerpunkte
- Allgemeine präoperative Pflegeschwerpunkte (siehe PPT präoperative Pflege)
- Lagerung des verletzten Beines möglichst schmerzfrei (auf Kissen/Sandsäcken)
Postoperative Pflegeschwerpunkte
- Allgemeine postoperative Pflegeschwerpunkte (siehe PPT postoperative Pflege)
- Prophylaxen
- Lagerung und Mobilisation
- Wundbehandlung
Lagerung/Mobilisation bei TEP
Prinzipien
- Keine aktive/passive Adduktion über Mittellinie
- Keine Aussenrotation
- Keine aktive Abduktion
- Flexion Hüftgelenk maximal 90 Grad
- Mobilisation aus dem Bett immer über operierte Seite
- Nachttisch auf operierte Seite stellen
- => Vermeidung einer Luxation !
Belastung
- Je nach Operationsverfahren, Vollbelastung bzw. 15 kg Teilbelastung für ca. 8 Wochen
Wundbehandlung nach SHF
- Im Operationssaal wird häufig ein Kompressionsverband (z.B. Spiccaverband) über Hüfte und Nahtbereich am Bein angelegt zur Blutungsprophylaxe.
- Erster Verbandwechsel: 1.-2. postop. Tag
- Entfernung der Redons: meist 1. postop. Tag
- Entfernung der Klammern: 10.-12. postop. Tag