Infektionskrankheiten Nervensystem

Infektionskrankheiten Nervensystem

Infektionskrankheiten Nervensystem


B. S.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Infektionskrankheiten des Nervensystems, darunter Kinderlähmung, Tollwut und Wundstarrkrampf. Sie behandeln Symptome wie Fieber, Lähmungen und Krämpfe, sowie die Pathomechanismen und Übertragungswege dieser Erkrankungen. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von den detaillierten Informationen zu Diagnose und Behandlung, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und Patienten besser zu versorgen.
Karten
23
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
02.09.2019 / 03.09.2019

Lernkarten

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Erreger

Übertragung

Bak.: Clostridium tetani

Erregerhaltige Erde

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Pathomech.

Neurotoxin unter Luftabschluss gebildet wandert in periphere Nerven zum ZNS und blockiert an Synapsenmembran die freisetzung von hemmenden Transmittern

Tetanus

 

Symptome

  • Uncharakteristische Allgemeinerscheinungen:Unruhe, schubweises Schwitzen, Ziehen in der Wundumgebung, Schmerzen im Oberbauch
  • Muskelstarre befällt Rücken-, Bauch- und Brustmuskulatur
  • Geringe Reize lösen generalisierte Krämpfe aus
  • Opisthotonus (krampfartige Reklination des Kopfes und Überstreckung von Rumpf und Extremitäten)
  • Trismus (Kieferklemme)
  • sardonisches Lachen
  • Kaum Fieber, volles Bewusstsein

Tetanus

Komplikationen

  • Muskelrisse
  • Luxationen, Brüche
  • bleibende Muskelverkürzungen
  • Gelenkversteifung, Kyphose
  • Tod durch Atemlähmung
  • Herz Kreislauf Versage

Tollwut

Erreger

Übertragung

Virus: Tollwutvirus

Zoonos

Tollwut

Pathomech.

Virushaltiger Speichel gelangt in das Wundgebiet.

Virus wandert entlang peripheren Nerven ins ZNS. Von dort über Effektentwicklern Nerven wieder in die Speicheldrüse.

Tollwut

Symptome

Prodromalstadium (2-4 Tage):

Uncharakteristischer Beginn, allgemeines Krankheitsgefühl, Unruhe, Missmut, Angst, Beklemmungsgefühl, Bisswunde juckt und schmerzt

 

Erregerstadium (3-5 Tage):

Krämpfe der Muskulatur

Krämpfe von Schlund- und Atemmuskulatur: Zyanose, Dysphagie

Hydrophobie

Hypersalivation

Benommenheit, Schreien, Zittern, tollwütiges Gebären

Tollwut

Komplikationen

Tod durch Ersticken oder Atemlähmun

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Erreger

Übertragung

Virus: Poliovirus

Schmutz und Schmierinfektion

Tröpfcheninfektion

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Pathomech.

Orale Infektion

Vermehrung der Viren im Rachenepithel und Darmtrakt

95% stille Feiung

 

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Symp.

  • Vorläuferstadium: erst grippale und gastrointestinale Symptome
  • dann Latenzperiode
  • Meningistisches Stadium:
    • erneuter Fieberanstieg
    • Meningismuszeichen
  • Paralytisches Stadium:
    • schlaffe Lähmungen, können über Nacht entstehen
  • Reparationsstadium:
    • Lähmungen können sich zurückbilden

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Komplikationen

  • Tod durch Atemlähmung
  • bleibende schlaffe Lähmungen
  • Muskelatrophie
  • Wachstumsstörungen
  • Verkrüppelungen
  • Myokarditits

Toxoplasmose

Erreger

Übertragung

Protozoen: Toxoplasma gondii 

Zoonose

diaplazentar

 

Toxoplasmose

Pathomech.

Über Rächen- oder Darmschleimhaut ins Blutsystem.

Am häufigsten werden Lymphknoten, Augen oder ZNS befallen 

Toxoplasmose

Symptome

  • Erwachsene mit intaktem Immunsystem: meist keine
  • Erwachsene mit Abwehrschwäche: Schüttelfrost, Fieber, Entzündung der Lymphknoten
  • Enzephalitis
  • Angeboren:
    • Enzephalitits mit der Trias: Wasserkopf, Entzündung der Ader- und Netzhaut, Gehirnverkalkung
    • Missbildungen
    • Geistesstörungen
    • Erkrankung der Leber, Lunge, Magen Darm Trakt
    • Fehl- bzw. Todgeburt

Toxoplasmose

Komplikationen

konnatale Toxoplasmose

Meningokokken Meningitis

Erreger

Übertragung

Bakterium: Meningokokken

Tröpfchen

Meningokokken Meningitis

Pathomech.

Erreger vermehren sich aufgrund schlechter Abwehrlage im Respirationstrakt und gelangen dann über Blutweg in den Liquor

Meningokokken Meningitis

Symptome

  • plötzlicher Krankheitsbeginn mit schwerstem Krankheitsgefühl
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Reizüberempfindlichkeit
  • Fieber
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Verwirrtheit, Krampfneigung, Bewusstseinsstörungen
  • petechiale Blutungen
  • Meningismuszeichen: Nackensteifigkeit bei passiver Kopfbeugung nach vorne

Meningokokken Meningitis

Komplikationen

  • Hirnödem
  • Hirnnervenlähmung
  • Hirnabszess
  • septische Sinusvenenthrombose
  • Hydrozephalus
  • Hörschäden
  • Waterhouse Friederichsen Syndrom

Meningoenzephalitis

Erreger

Übertragung

primär: Viren

sekundär: als Postinfektion

 

Zeckenbiss

hämatogen bei Abwehrschwäche

postinfektiös

Meningoenzephalitis

Pathomech.

Viren gelangen über Blutsystem in den Liquor und befallen Gehirn und Hirnhäute

Meningoenzephalitis

Symptome

70- 90% asymptomatisch

2 gipfliger Fieberverlauf

  • grippeähnliche Symptome: Fieber, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Latenzzeit von einigen Tagen
  • meningeale und neurologische Symptome: akuter Beginn, hohes Fieber, Meningismuszeichen
  • Sprachstörungen, Nystagmus, Epilepsie, psychische Veränderungen, Krampfanfälle bis Lähmungen, Somnolenz bis Koma

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