Rechtsmedizin

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Rechtsmedizin


I. S.
Diese Karteikarten decken forensische Medizin auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Themen wie Todesursachen, Vergiftungen, und rechtliche Aspekte im medizinischen Kontext. Besonders relevant sind die Analyse von Substanzen wie Amphetaminen, Heroin, und Cannabis, sowie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Sterbehilfe. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Rechtsmediziner, die sich auf Prüfungen oder praktische Anwendungen vorbereiten.
Cartes-fiches
224
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
06.07.2019 / 04.12.2019

Cartes-fiches

Casper'sche Regel

Fäulniserscheinigung

  • Luft: 1 Woche
  • Wasser: 2 Wochen
  • Erdgrab: 8 Wochen

Fäulnis

  • Klinik

  • Grünfärbungi m re Unterbauch
  • Gasbildung: Blähung des Abdomens
  • Durchschlagen des Venennetzes
  • erhöhte Temperatur
  • Sarggeburt

§223a StGB Gefährliche Körperverletzung

  • Waffe, besonderes Messer, Werkzeug
  • hinterlistiger Überfall
  • von mehreren gemeinschaftlich
  • Lebe gefährdend

§224 StGB Schwere Körperverletzung

  • verliert Glied des Körpers
  • Sehvermögen
  • Gehör
  • Sprache
  • Zeugungsfähigkeit
  • andauernd entstellt
  • Siechtum, Lähmung, Geisteskrankheit

Hutkremprenregel

oberhalb der Hutkrempe <-- Schlag eines Dritten

unterhalb der Hutkrempe <-- Sturz

Platzwunde

  • Lokalisation
  • Aussehen

  • wo Haut, Unterhaut auf Knochen aufliegt
  • nicht scharfe Wundränder
  • mit oder ohne Schürfsaum
  • Gewebsbrücken
  • sternförmiges Aufplatzen
  • evtl Doppelstriemen

Doppelstriemen

Stockschläge: drückt Blut am Wirkort nach außen

Hämatom: Farben

  • Rot: direkt
  • blau-livide: 6j
  • grünlich 6-8j
  • gelblich: über 8j

Hämatome bei Kindern

Kinder unter 2y: keine Hämatome im Gesicht, außer Misshandlung

Biegungsbrüche

  • Entstehung
  • Formen

entstehen durch lokalisiert geformte Gewalteinwirkung

  • Globusfraktur
  • Loch-/Stanzfraktur
  • Terassenfraktur

Globusfraktur

radiäre, konzentrische Bruchlinien vom Zentrum aus

Biegungsbruch, zb durch Baseballschläger

Loch-/Stanzfraktur

Biegungsbruch, zb durch Hammer

ausgestanztes Loch bei kleiner Angriffsfläche, konzentrischer Gewalteinwirkung

Terrassenfraktur

Stufe an Bruchlinie bei schräg auftreffender Gewalteinwirkung

Berstugnsbruch

  • Entstehung
  • Typen

flächenhafte, ungeformte Gewalteinwirkung, nicht am Ort der Gewalteinwirkung sondern durch Schädelverformung

  • Schädelquerbrüche: durch queren Druck
  • Schädellängsbrüche: längs verlaufender Druck
  • Schädelbasis-Ringbruch: Traktion/Stauchung

Puppe'sche Regel

zeitlich nacheinander liegende Schädelbrüche: Reihenfolge

folgende Bruchlinien enden an ersten Brüchen

CoupContrecoup-Mechanismus

Coup: direkt

Contrecoup: gegenüber, meist stärker

Agonale Sturzverletzung

Mensch kann sich im Sterbevorgang noch abstützen

Atonische Sturzverletzung

Keine Stellungsmechanismen möglich, Mensch bricht sofort zusammen

Messerer Keil

  • Aufprall einer Stoßstange mit Tibia
  • Keil zeigt in Richtung der Gewalteinwirkung (Fortsetzung)
  • Schenkel müssen konkav sein

Décollement = Ablederung

Hatu von Unterhautfettgewebe, CAVE: Fettembolie

Überrollen durch ein Fahrzeug

Überdehnungsrisse

verlaufen in Hautspaltenlinien

abseits der direkten Gewalteinwirkung

halbscharfe Gewalt

Gewalt mit scharfem Gegenstand großer Masse: zB Axt, Machete

Stichverletzung

  • tiefer als lang
  • glatte Ränder, keine Gewebsbrücken
  • spitz zulaufende Wundwinkel, Schwalbenschwanzform

großer Schwalbenschwanz

Relativbewegung zwischen Messer und durchstochenem Objekt: Lage beim Herausziehen anders

an Seite der Messerschneide

kleiner Schwalbenschwanz

auf der Seite des MesserRÜCKENS: bei scharfen Kanten des Messerrückens

Schnittverletzung

  • länger als tief
  • glatte Ränder

Stich-Schnitt-Verletzung

erst Stich, dann Messer durchziehen

Hautspaltenlinien

Schnitt im Verlauf: kleine Wunde

nicht im Verlauf: klaffende Wunde

Selbstbeibringung

  • symmetrisch, parallel, gruppiert, gleichmäßige Tiefe
  • oberflächlich, Aussparung schmerzhafter Regionen
  • entkleidet
  • entsprechend der Händigkeit
  • keine Abwehrverletzungen

Fremdbeibringung

  • asymmetrisch, unregelemäßig, unterschiedlich
  • Abwehrbewegung, Schwalbenschwanz
  • evtl nicht entkleidet

Einschuss

  • Einschussdefekt
    • Hautelastizität: etwas kleiner als Projektil
    • nicht adaptierbar: da Gewebe fehlt
  • Abstreifung = Schmutzrin: Öl, Schmauch, Zündsatz, kann fehlen (evtl auf Kleidung)
  • Schürfsaum: Vertrocknungssaum: durch Dehnung, zeigt auf Schützen
  • Kontusionsring = Dehnungsring: Überrest der temporären Wundhöhle

Leichenzerstückelung

  • defensiv: zum Transport
  • offensiv: sardistisch

Ausschuss

  • größer als Einschuss: zb wenn Knochensplitter mitgeführt werden
  • Wundränder adaptierbar: es fehlt kein Gewebe

Kalotteneinschüsse

trichterförmig: innen weiter

Kalottenausschuss

trichterförmig, außen weiter

Absoluter Nahschuss = aufgesetzte Waffe

  • Schmauchhöhle: Auftreibung der Haut durch Pulvergase
  • Schwärzung des schusskanals im Anfangsteil
  • Abstreifring kann fehlen
  • Stanzmarke durch aufgesetzte Waffe

Relativer Nahschuss (<1m)

  • Pulvereinsprengung
  • Schmauchhof
  • Nachweis von Zündsatz
  • Abstreifring an Kleidung/Haut

Fernschuss >1m

  • weder Schmauchhöhle noch Schmauchhof

Gellerschuss/Rickoschettschutt

Außerhalb des Körpers abgelenkter Schuss

Winkelschuss

im Körper abgelenkter Schuss

Étudier