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Lernkarten
In SAP werden Aufbauorganisationen und Organisationselemente durch Mandanten,
Buchungskreise, Werke, Verkaufsorganisationen, Sparten und Lagerorte gesteuert.
Unter Organisationseinheiten werden die einzelnen Teilbereiche eines Unternehmens und deren
betriebliche Funktion verstanden.
Mandant: Repräsentiert eine für sich handelsrechtliche, organisatorische und datentechnische
abgeschlossene Einheit innerhalb eines Systems mit getrennten Stammsätzen und eigenem Satz von
Tabellen. Aus BWL-Sicht ist ein Mandant ein Konzern.
Buchungskreis: Repräsentiert eine selbstständige bilanzierende Einheit (z.B. eine Firma innerhalb
eines Konzerns). Auch Buchungskreiseben werden die vom Gesetzgeber geforderte Bilanz, sowie die
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erstellt. Dem Buchungskreis werden Werke oder Verkaufsorganisationen zugeteilt. Der Stammsatz eines Buchungskreises beinhaltet den Namen der
Firma, das Land, die Sprache, sowie die Währung. Jeder Buchungskreis hat einen Kontenplan.
Kontenplan: Stellt eine strukturierte Liste der Hauptbuch-Konten dar. Ein Kontenplan kann einem
oder mehreren Buchungskreisen zugeordnet sein. Er enthält die Definitionen aller Sachkonten des
Hauptbuches.
Geschäftsbereich: Man kann jeder Belegposition einen Geschäftsbereich zuordnen. Er ist nach der
logischen Untergliederung eines Unternehmens nach Kriterien der Finanzbuchhaltung aufgebaut. Der
Geschäftsbereich dient im Gegensatz zum Buchungskreis der unternehmensinternen
Entscheidungsfindung. Über den Geschäftsbereich können jederzeit intern Bilanzen erstellt werden.
Kostenrechnungskreis: Ein Kostenrechnungskreis ist die organisatorische Einheit innerhalb eines
Unternehmens, für die eine vollständige, in sich geschlossene Kostenrechnung durchgeführt wird.
Ergebnisbereich: Der Ergebnisbereich stellt einen Teil des Konzerns dar, für den eine einheitliche
Segmentierung vorliegt. Für einzelne Segmente, die durch klassifizierende Merkmale beschrieben
werden, wird durch Gegenüberstellung von Kosten und Erlösen ein Ergebnis ausgewiesen. Einem
Ergebnisbereich können mehrere Kostenrechnungskreise zugeordnet werden.
Nennen Sie einige Gründe für die Anschaffung eines neuen ERP-Systems:
- Veraltetes System
- Geänderte Anforderungen und/oder Prozesse
- Veränderung der Unternehmensstruktur
- Abkehr Eigenprogrammierung
- Strategische Neuausrichtung
Was erhoffen sich Unternehmen von Neueinführungen?
- Prozesse beschleunigen
- Schneller Zugriff auf Informationen
- Bessere Information
- Prozesse automatisieren
- Höhere Datenintegration
Welches sind die grössten Projektherausforderungen bei Neusystemen?
- Datenaufbereitung, Datenmigration
- Knapper Zeitplan
- Zu viele Systemanpassungen
- Fehlende Ressourcen im Projektteam
- Kosten höher als erwartet
Was sind die Ziele eines ERP Projekts?
- Kostenziele (Einführungskosten von CHF X, Kosteneinsparung von CHF X)
- Organisatorische Ziele (Reduktion manueller Abläufe, Beschleunigung der Durchlaufzeiten)
- Terminziele (Einführung in x Monaten, Gesamtdauer = x Monate)
Was soll bei einer Investitionsbeurteilung gemacht werden und wieso macht man das?
Die finanziellen Auswirken einer ERP-Anschaffung müssen unbedingt näher betrachtet werden. Vor
Abschluss der Feinevaluation sollte eine Investitionsrechnung gemacht werden.
Am Einfachsten kann eine Investition beurteilt werden, indem die erwartete Gewinnveränderung
benutzt wird (Nutzen – Unterhalt – Abschreibungen). Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der
Grossteil der Investitionen am Anfang, der Nutzen aber erst im Laufe der Jahre entstehen.
Was ist eine TCO?
Die TCO (Total Cost of Ownership) ist ein Abrechnungsverfahren, dass alle anfallenden Kosten von
Investitionsgütern abschätzt. Die Idee dabei ist, eine Abrechnung zu erhalten, die nicht nur die
Anschaffungskosten enthält, sondern alle Aspekte der späteren Nutzung. Somit können bekannte
Kostentreiber oder versteckte Kosten im Vorfeld einer Investitionsbeurteilung identifiziert werden.
Für was ist ein Pflichtenheft nützlich?
In einem Pflichtenheft werden die Anforderungen an das System vom Management, dem
Projektleiter und dem Anwender zusammengetragen und durch den Hersteller beurteilt. Das
Pflichtenheft ist ein Vorvertrag und definiert den Leistungsumfang einer Software.
Spätestens vor der Einführung erstellt man auf alle Fälle ein Konzept oder einen
Anforderungskatalog.
Was sind die wichtigsten Kostenfaktoren eines ERP Projekteinführung?
Wichtigsten Kostenfaktoren
- Komplexität
- Schnittstellen
- Spezielle Funktionen
- Fehlende Erfahrung des Anbieters
- Datenübernahme des Altsystems
Gesamtkosten = Investition + Unterhalt
Was ist ein stellenorientiertes Ablaufdiagramm?
Ein stellenorientiertes Ablaufdiagramm zeigt auf, welche Personen oder Abteilungen in welchen
Schritten eines Prozesses welche Tätigkeiten verüben.
Ein guter Projektleiter hinterfragt auch bestehende Prozesse auf ihre Effizienz und Effektivität. Wenn
beispielsweise Prozesse anders strukturiert werden könnten und dies Einfluss auf das
stellenorientierte Ablaufdiagramm hat, sollte dies unbedingt berücksichtigt werden.
Wenn stellenorientierte Ablaufdiagramme beurteilt werden sollten, sind folgende Punkte wichtig:
- Bearbeitungs-, Liege- und Transportzeiten sind zu messen.
- Viele Übergange und Medienbrüche sind schädlich.
Nenne ein paar Methoden zur Identifikation von Anforderungen.
Beobachtung: Wir schauen, wie Prozesse abgehandelt werden und messen, wie lange die einzelnen
Prozessschritte dauern. Wichtige Details können Aussenstehenden hierbei aber entgehen und
Ausnahmefälle, die meist zeitintensiv sind, werden nicht beachtet.
Dokumentanalyse: Wir schauen uns an, auf welchen Grundlagen gearbeitet wird. Dies ist mit einem
sehr geringen Aufwand verbunden, setzt aber voraus, dass die entsprechenden Dokumente auch
aktuell sind. Wenn Daten Spielräume für Interpretationen lassen oder nicht vollständig sind, können
sie nicht verwendet werden.
Interviews & Befragungen: Persönliche und gegenteilige Meinungen zu bestehenden Abläufen
können erfasst, zu Diskussionen genutzt und zu einer gemeinsamen Lösungsfindung verwendet
werden. Dieses Vorgehen ist aufwendig, involviert aber die richtigen Personen direkt.
Workshops: Jeder Workshop muss geführt und strukturiert moderiert werden. Dedizierte Workshops
sind sehr aufwändig, ermöglichen aber, abseits des Geschäftsalltags eine sachliche Neukonzeption.
Checkliste für die Anforderungsanalyse
Strategische Sicht (Warum?): Wertschöpfungskette, Organisation, Bedeutung, Ziele
Fachliche Sicht (Was?): Prozesse & Geschäftsfälle, Funktionen, Informationen & Geschäftsregeln
Technische Sicht (Wie?): Schnittstellen, Plattformen & Basis-SW, Wartung & Betrieb, Security
Umsetzungssicht (Womit?): Zeit, Knowhow, Kapazität, Risiken, Infrastruktur, Finanzen
Zählen Sie einige Risikofaktoren der IT-Systeme?
- Naturkatastrophen
- Fehlfunktionen von Prozesse/Systeme
- Hardwarefehler
- Softwarefehler
- Betriebsfehler
Was sagt die Verfügbarkeit eines IT-Systems?
Verfügbarkeit eines technischen Systems = Wahrscheinlichkeit, dass das System bestimmte
Anforderungen innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens erfüllt.
Sie ist somit eine Qualitative Eigenschaft/Kennzahl eines Systems:
Verfügbarkeit = (Gesamtzeit - Ausfallzeit) / Gesamtzeit
Was sind Schlüsselkomponente?
Ein Gesamtsystem ist aus sehr vielen Einzelsystemen zusammengebaut. Davon soll jeweils die
Gesamtverfügbarkeit des Systems berechnet werden (Stichworte: Skalierbarkeit und Clustering). Es
gibt Systeme, die bei Störungen einer Schlüsselkomponente auf eine redundante Komponente
umschalten.
Schlüsselkomponenten bezeichnet man als «Single Point of Failure» (SPoF). Das Umschalten auf
redundante Komponenten heisst «Failover».
Nennen Sie die Verfügbarkeitszahlen und Zuverlässigkeit MT...
Mean Time to Restore Service (MTRS)
Durchschnittliche Zeit um einen IT-Service nach einem Ausfall wiederherzustellen.
Mean Time Between Failures (MTBF)
Mittlere betriebsdauer zwischen Ausfällen
Mean Time Between System Incidents
MTBSI = MTBF + MTRS
Was sollte man machen, bevor ein Katastrophenfall passier?
Im Katastrophenfall
- Datenbackup an einem entfernten Ort lagern
- Online-daten zu einem entfernten Ort spiegeln
- Notfallrechenzentrum einrichten
- Redundante Systeme auf zwei Brandabschnitte aufteilen
- Redundante Systeme auf zwei entfernte Rechenzentren aufteilen
Was ist eine FMEA?
Für komplexe Systeme kann die FMEA angewendet werden um potentielle Fehlerquellen und deren
Auswirkung zu eruieren. ERP-System ist ein komplexes System bestehend aus HW + SW.
Jeder mögliche Fehlerort wird eruiert und durch eine Risiko Prioritätszahl (RPZ) berechnet.
RPZ = Auftretenswahrscheinlichkeit x Bedeutungsauswirkung x Entdeckungwahrscheinlichkeit
Was ist ein Modell?
Ein Modell ist eine Nachbildung eines Gegenstandes, bei dem die für wesentlich erachteten
Eigenschaften hervorgehoben werden. Die als nebensächlich angesehenen Aspekte lässt man ausser
Acht. Ein Modell ist in diesem Sinn also ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit.
Was bedeutet IT-Outsourcing?
IT-Outsourcing bezeichnet die Vergabe von IT-Funktionen an externe Dienstleister, wobei zwischen
Auslagerung (Vergabe an rechtlich unabhängige Unternehmen) und Ausgliederung (Verlagerung von
Aufgaben an selbstständiges, aber rechtlich gebundenes DL-Unternehmen) unterschieden wird.
Kann Qualität steigern.
Auslöser sind oft (Kostensparen, Fehlende IT-Experten, Technologiewandel, Standortunabhängigkeit,
Konzentration auf das Kerngeschäft)
Nenne die dre CRM Arten.
Operatives CRM: Umfasst alle Anwendungen, die den direkten Kontakt des Kundenbearbeiters mit
dem Kunden unterstützen.
Kollaboratives CRM: Gesamte Steuerung und Unterstützung, sowie die Synchronisation aller
Kommunikationskanäle zum Kunden.
Analytisches CRM: Kundenkontakte und Kundenreaktionen werden systematisch aufgezeichnet und
zur kontinuierlichen Verbesserung der Kundenprozesse ausgewertet.
Unterscheiden Sie SCM und SRM.
SCM: Bezieht sich auf die strategischen Planungen und operative Abstimmung logistischer Aktivitäten
entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Hierbei konzentriert sich das SCM auf den Material- und
Informationsfluss zwischen allen Partnern – vom Produzenten bis zum Endabnehmer.
SRM: Bezieht sich in diesem Kontext auf das Management der Beziehungen zu Lieferanten und kann
damit als Teil des SCM verstanden werden.