Pharmakologie

Arzneimittellehre Krankenpflegeberufe

Arzneimittellehre Krankenpflegeberufe


J. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie von NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Wirkung, Hemmung und Bildung von COX-Subtypen, sowie die Indikationen und unerwünschten Wirkungen von NSAR. Besonders relevant sind die Auswirkungen auf Magen, Leber und Niere, sowie die Gefahren bei bestimmten Patientengruppen. Medizinstudierende und Ärzte profitieren von diesem Wissen, um NSAR sicher und effektiv einzusetzen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
07.06.2019 / 22.02.2024

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In welche Substanzklassen werden Nicht-Opioidanalgetika eingeteilt

- nichsteroidale Antirheumatika (NSAR)

- Pyrazole

- Paracetamole

In welche Wirkstoffe werden NSAR eingeteilt und nenne je zwei Medikamenten Bsp.

- Acetylsalicylsäure (Aspirin, Aspegic)

- Essigsäure-Derivate (Voltaren, Lodine, Olfen, Tilur)

- Phenylpropionsäure (Ibuprofen, Brufen, Algifor)

- Anthranilsäure-Derivate (Ponstan, Tilcotil

- Cox-2 Hemmer (Celebrex, Arcoxia)

- Selektive-COX-2-Hemmer

Erkläre den Wirkmechanismus der NSAR

Die Bildung von Prostaglandine (körpereigene Überträgerstoffe die je  nach Wirkort unterschiedliche Wirkungen haben) wird gehemmt. Dies beruht auf der selektiven oder unselektiven Hemmung der Subtypen des Enzyms Cylooxxygenase (COX).

 

Das Enzym COX wird in 2 relevante Formen aufgeteilt. Erkläre den Unterschied

- Cox 1

Steuert u.a. die physiologische Bildung von Prostaglandinen (Magen, Niere, Thrombozyten)

Eine Hemmung von Cox 1  erhöht die Bildung von Magensäure, eine verminderte Produktion von Magenschleim, eine Hemmung der Thombozytenaggregation und eine vermindert Natrium-Ausscheidung in der Niere.

- COX-2

Kommt physiologisch nur in geringen Mengen vor. Seine Bildung erhöht sich aber im entzündlichen od. verletzten Gewebe und Gelenken. Dadurch wird die Schmerzempfindlichkeit der Schmerzrezeptoren verstärkt.

 

Welches Wirkspetrum haben Nicht-Opioidanalgetika

 

Analgetisch (schmerzlindern) und Antipyretisch (fiebersenkend) und antiphlogistisch (Ausnahme: Paracemtaol ist nicht entzündungshemmend

NSAR werden auch saure Analgetika genannt. Neben analgetisch und antiypyretische wird ihnen eine zusätzliche Wirkung zugeschrieben. Welche?

Saure Analgetika wirken auch antiphlogistisch (entzündungshemmend)

Unerwünschte Wirkungen von NSAR werden ausschliesslich durch die Hemmung von COX-1 verursacht. Welche?

- Uebelkeit

Bei leichter Uebelkeit kann ein NSAR einer anderen Substanzklasse versucht werden.

Weiter wichtige unerwünschte Wirkugen sind:

- Akute Nierenisuff.

- Ödeme

- Allergische Reaktion

- Auslösen eines Asthmaanfall

- Magen- /Duodenalulzera

- Kardiovaskuläre Komplikationen

- Hemmung der Thrombozytenaggregation (in manchen Fällen erwünscht)

 

Wann ist NSAR kontraindiziert?

- Magen-Darm-Ulzera

- Allergie oder Asthma

- Blutungsneigung

- letzte Woche der Schwangerschaft

- schwere Leber-,Herz-, Nierenisuff.

-Schwere Darmerkrankungen

- für Acetylsalicylsäure: akute fieberhafte Infekte bei Kinder jünger als 12 Jahre wegen auftreten des Reye-Syndroms (meist tödlich verlaufender Leber und Hirnschädigung)

Werden NSAR mit anderen Arzneimittel kombiniert treten folgendee Wechselwirkungen auf. Welche?

- Glucocoricoide erhöhen Gefahr von gastrointestinaler Komplikation

- Wirkung von Diuretika wird herabgesetzt

- Blutzuckersenkende Wirkung mit Antidiabetika wird gesteigert

- Antikoagulanzien erhöhen das Blutunsrisiko

- Blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmer, Betablocker wird verringert

- Gefahr von Nierenschädigung zusammen mit Ciclosporin und Tacrolimus

- Elimination von Methotrxat und Lithiumsalzen wird verzögert, was zur Erhöhung der Toxizität führen kann

Nenne Indikationen für NSAR

- Schmerzen bei entzündlichen u. degenerativen rheumatischen Erkrankungen

- Gicht

- Migräne

- Fieber

 

 

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