Modul der UZI


L. W.
Diese Lernkarten behandeln das Verhalten von Tieren auf Universitätsniveau. Sie beleuchten verschiedene Verhaltensmuster, wie Rhythmen, Fitness und individuelle Reaktionen, sowie die Vor- und Nachteile des Gruppenlebens. Die Karteikarten erklären auch Paarungssysteme, Lernprozesse wie Prägung und Assoziation, sowie die Analyseebenen von Verhalten. Biologen und Ethologen profitieren davon, um das komplexe Tierverhalten besser zu verstehen und zu erforschen.
Cartes-fiches
24
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
06.06.2019 / 07.01.2025

Cartes-fiches

Verhalten def.

erfassbare, aktive Veränderungen von Bewegungen, Stellungen, Körperhaltungen Gesten und Lautäusserungen eines Tieres

Auch Ethologie

2 Grundannahmen der Ethologie

Verhalten ist das Egebnis des Evolutionsprozesses

Verhaltensbeobachtungen müssen in der natürlichen Umgebung einer Tierart durchgeführt werden. Vergleichend betrachten mit nahen Verwandten.

4 Analyseebenen von Verhalten

Proximate Ursachen:

Unmittelbare Mechanismen, Was löst da Verhalten unmittelbar aus? Individuum, hormonelle, körperliche Menchanismen (Vogelsang nimmt mit Sonnenlicht zu)

Entwicklung oder Ontogenie: Individuum; wie haben Entwicklungsprozesse stattgefunden? Vogelsang von Vater gelernt.

 

Ultimate Ursachen:

Anpassungswert: Wie erhöt das Verhalten die Fitness?

Evolution oder Phylogenie: Stammesgeschichte. Ursprüngliches oder abgeleitetes Merkmal

Heritabilität eines Merkmals

Anteil der phänotiypischen Varianz einer Population, welche der genetischen Variation zuzuschreiben ist.

H ist gleich 0, wenn alle eineiige Zwillinge sind, Höchstwert 1

Erbkoordination

Verhaltensreaktion wird durch einen Schlüsselreiz ausgelöst

Silbermöwenküken picken die Schnäbel der Eltern an, Bettelverhalten. Zeigt sich auch bei einem Stift.

Lernen

Modifikation des Verhaltens aufgrund von Erfahrungen

Assoziatives Lernen 2 Formen

Ausbilden einer Assoziation zwischen Ereignis in der Umwelt und eigenem Verhalten

Klassische Konditionierung: Reaktion auf Reiz, Hund hört Glocke und produziert Speichel

Operante Konditioniereung: auch instrumentell, Tiere modifizieren Verhalten mit Erfahrung, Katzen im Trickkäfig lernen die Tür mit einer Schlaufe zu öffnen.

 

Habituation

Angelernte Fähigkeiten können wieder abnehmen, wenn die z.B. nach dem Ton kein Futter kommt oder eine Raubvogelattrappe keine Reaktionen zeigt.

Prägung

umstritten, ob es zum Lernen gehört.

Lernprozess, der während einer spezifischen (sensiblen) Phase der Entwicklung stattfindet, meist irresversibel ist und das zukünftige Verhalten gegenüber Eltern, Artgenossen oder Geschlechtspartnern beeinflusst.

Enten und Gänse sind im Alter zwischen 9 und 20 Stunden sensibel: Prägen sich auf das erste bewegende Objekt, dass sie sehen und folgen diesem.

Vogelgesang wird vo Gesang des Vaters geprägt.

Motivation

Handlungsbereitschaft ein Verhalten auszuüben. Abhängig vom inneren Zustand des Tieres.

Endogener Rhythmus

innere Uhr

Exogener Rhythmus

Wahrnehmung von Änderungen in Temperatur , Licht, Luftfeuchtigkeit, etc.

Circadianer Rhythmus

Tagesrhythmus, Tag-Nacht

Cirannualer Rhythmus

Anpassung an jahreszeitliche Wechsel von Temperatur , Lich, Feuchtigkeit

Kompassorientierung

Am Sonnenstand kann die Himmelsrichtung abgelesen werden, erfordert innere Uhr zur genauen Bestimmung.

Schwänzeltanz der Bienen

Navigation

Brieftauben finden den Weg auch, wenn sie irgendwo eingeschlossen waren. Müssen also eine Karte Kopf haben. Mental Map

4 Paarungssysteme

Bezieht sich immer auf einen Fortpflanzungszyklus. Egal ob Tiere lebenslang zusammen bleiben oder nur einen Frühling.

Monogamie: Ein M und ein W paaren sich exklusiv miteinander (für einen oder mehrer Zyklen). Clownfische

Polygynie: Ein M paart sich mit mehreren W. Löwen

Polyandrie: Ein W paart sich mit mehreren M. Honigbienen

Polygynandrie: M und W paaren sich mit verschiedenen Geschlechtspartnern. Hausmaus

2 Typen von Gruppen

Anonyme Gruppe: Fisch-, Vogelschwarm, nicht sehr individualisiert. Zusammensetzung ändert sich häufig.

Sozietät: individuelle Zusammensetzung ist wichtig. Abgetrennt von Nachbargruppen.

4 Nachteile von Gruppenleben

grösser Konkurrenz um Nahrung, Partner, Brutplätze, andere Ressourcen

grösseres Infektionsrisiko durch ansteckende Krankheiten

grössere Auffälligkeit gegenüber Fressfeinden

grösseres Risiko, dass eigener Nachwuchs durch Artgenossen getötet wird

4 Vorteile von Gruppenleben

Schutz vor Feinden: Früherkennung, Verwirrungseffekt, Verdünnungseffekt, aktive Feindabwehr

Verbesserte Nahrungsversorgung: Besserer Jagderfolg, Austausch von Informationen bei Nahrungssuche

Kooperative Umweltgestaltung: Ameisenhügel, Nestbau

Kooperative Jungenaufzucht: Mehrere Individuen ziehen gemeinsam Nachkommen auf (Hausmaus)

Altruismus

Verhalten, welches für den Träger der Eigenschaft mit Fitness-Nachteilen verbunden ist und dem Empfänger einen Fitness- Vorteil vermittelt.

Helfen andere Jungen aufzuziehen, Opfern des eigenen Lebens.

Genetische Verwandschaft zu eigenen Kindern und Vollgeschwistern ist gleich (0.5). Indem der Mutter mit der Aufzuch der Geschwister geholfen wird, kann das weiterbestehen der eigenen Gene genauso garantiert werden.

Hamiltonische Regel

b/c > 1/r

Opfern des eigenen Lebens lohnt sich wenn durch das Verhalten mehr als...

2 Vollgeschwisterm (0.5)

4 Halbgeschwister, Nichten oder Enkel (0.25)

oder 8 Cousinen oder Cousins (0.125) gerettet werden können. 

Indirekte Fitness

genetischer Gewinn, der sich daraus ergibt, Verwandten zu helfen, statt sich selbst fortzupflanzen.

Gesamtfitness

Summe direkter und indirekter Fitness. Stellt den genetischen Gesamtbeitrag eines Individuums zur nächsten Generation dar.

Étudier