Vielfalt der Tiere - Verhalten
Modul der UZI
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Cartes-fiches
Verhalten def.
erfassbare, aktive Veränderungen von Bewegungen, Stellungen, Körperhaltungen Gesten und Lautäusserungen eines Tieres
Auch Ethologie
2 Grundannahmen der Ethologie
Verhalten ist das Egebnis des Evolutionsprozesses
Verhaltensbeobachtungen müssen in der natürlichen Umgebung einer Tierart durchgeführt werden. Vergleichend betrachten mit nahen Verwandten.
4 Analyseebenen von Verhalten
Proximate Ursachen:
Unmittelbare Mechanismen, Was löst da Verhalten unmittelbar aus? Individuum, hormonelle, körperliche Menchanismen (Vogelsang nimmt mit Sonnenlicht zu)
Entwicklung oder Ontogenie: Individuum; wie haben Entwicklungsprozesse stattgefunden? Vogelsang von Vater gelernt.
Ultimate Ursachen:
Anpassungswert: Wie erhöt das Verhalten die Fitness?
Evolution oder Phylogenie: Stammesgeschichte. Ursprüngliches oder abgeleitetes Merkmal
Heritabilität eines Merkmals
Anteil der phänotiypischen Varianz einer Population, welche der genetischen Variation zuzuschreiben ist.
H ist gleich 0, wenn alle eineiige Zwillinge sind, Höchstwert 1
Erbkoordination
Verhaltensreaktion wird durch einen Schlüsselreiz ausgelöst
Silbermöwenküken picken die Schnäbel der Eltern an, Bettelverhalten. Zeigt sich auch bei einem Stift.
Lernen
Modifikation des Verhaltens aufgrund von Erfahrungen
Assoziatives Lernen 2 Formen
Ausbilden einer Assoziation zwischen Ereignis in der Umwelt und eigenem Verhalten
Klassische Konditionierung: Reaktion auf Reiz, Hund hört Glocke und produziert Speichel
Operante Konditioniereung: auch instrumentell, Tiere modifizieren Verhalten mit Erfahrung, Katzen im Trickkäfig lernen die Tür mit einer Schlaufe zu öffnen.
Habituation
Angelernte Fähigkeiten können wieder abnehmen, wenn die z.B. nach dem Ton kein Futter kommt oder eine Raubvogelattrappe keine Reaktionen zeigt.
Prägung
umstritten, ob es zum Lernen gehört.
Lernprozess, der während einer spezifischen (sensiblen) Phase der Entwicklung stattfindet, meist irresversibel ist und das zukünftige Verhalten gegenüber Eltern, Artgenossen oder Geschlechtspartnern beeinflusst.
Enten und Gänse sind im Alter zwischen 9 und 20 Stunden sensibel: Prägen sich auf das erste bewegende Objekt, dass sie sehen und folgen diesem.
Vogelgesang wird vo Gesang des Vaters geprägt.
Motivation
Handlungsbereitschaft ein Verhalten auszuüben. Abhängig vom inneren Zustand des Tieres.
Endogener Rhythmus
innere Uhr
Exogener Rhythmus
Wahrnehmung von Änderungen in Temperatur , Licht, Luftfeuchtigkeit, etc.
Circadianer Rhythmus
Tagesrhythmus, Tag-Nacht
Cirannualer Rhythmus
Anpassung an jahreszeitliche Wechsel von Temperatur , Lich, Feuchtigkeit
Kompassorientierung
Am Sonnenstand kann die Himmelsrichtung abgelesen werden, erfordert innere Uhr zur genauen Bestimmung.
Schwänzeltanz der Bienen
Navigation
Brieftauben finden den Weg auch, wenn sie irgendwo eingeschlossen waren. Müssen also eine Karte Kopf haben. Mental Map
4 Paarungssysteme
Bezieht sich immer auf einen Fortpflanzungszyklus. Egal ob Tiere lebenslang zusammen bleiben oder nur einen Frühling.
Monogamie: Ein M und ein W paaren sich exklusiv miteinander (für einen oder mehrer Zyklen). Clownfische
Polygynie: Ein M paart sich mit mehreren W. Löwen
Polyandrie: Ein W paart sich mit mehreren M. Honigbienen
Polygynandrie: M und W paaren sich mit verschiedenen Geschlechtspartnern. Hausmaus
2 Typen von Gruppen
Anonyme Gruppe: Fisch-, Vogelschwarm, nicht sehr individualisiert. Zusammensetzung ändert sich häufig.
Sozietät: individuelle Zusammensetzung ist wichtig. Abgetrennt von Nachbargruppen.
4 Nachteile von Gruppenleben
grösser Konkurrenz um Nahrung, Partner, Brutplätze, andere Ressourcen
grösseres Infektionsrisiko durch ansteckende Krankheiten
grössere Auffälligkeit gegenüber Fressfeinden
grösseres Risiko, dass eigener Nachwuchs durch Artgenossen getötet wird
4 Vorteile von Gruppenleben
Schutz vor Feinden: Früherkennung, Verwirrungseffekt, Verdünnungseffekt, aktive Feindabwehr
Verbesserte Nahrungsversorgung: Besserer Jagderfolg, Austausch von Informationen bei Nahrungssuche
Kooperative Umweltgestaltung: Ameisenhügel, Nestbau
Kooperative Jungenaufzucht: Mehrere Individuen ziehen gemeinsam Nachkommen auf (Hausmaus)
Altruismus
Verhalten, welches für den Träger der Eigenschaft mit Fitness-Nachteilen verbunden ist und dem Empfänger einen Fitness- Vorteil vermittelt.
Helfen andere Jungen aufzuziehen, Opfern des eigenen Lebens.
Genetische Verwandschaft zu eigenen Kindern und Vollgeschwistern ist gleich (0.5). Indem der Mutter mit der Aufzuch der Geschwister geholfen wird, kann das weiterbestehen der eigenen Gene genauso garantiert werden.
Hamiltonische Regel
b/c > 1/r
Opfern des eigenen Lebens lohnt sich wenn durch das Verhalten mehr als...
2 Vollgeschwisterm (0.5)
4 Halbgeschwister, Nichten oder Enkel (0.25)
oder 8 Cousinen oder Cousins (0.125) gerettet werden können.
Indirekte Fitness
genetischer Gewinn, der sich daraus ergibt, Verwandten zu helfen, statt sich selbst fortzupflanzen.
Gesamtfitness
Summe direkter und indirekter Fitness. Stellt den genetischen Gesamtbeitrag eines Individuums zur nächsten Generation dar.