Vielfalt der Tiere - Evolution
Modul der UZI
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Flashcards
Evolution def.
allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation
2 Formen von Evolution
Makroevolution: Muster. im Laufe der Erdgeschichte, Langsam. Auf oder über Artebene (Artbildung, Phylogenie)
Mikroevolution: Prozess der Evolution, schnell, Innerhalb einer Popultion (Drift, Selektion)
2 Hauptaussagen von Darwin
Arten haben sich aus früheren Arten entwickelt und wurden nicht kreiert.
Natürliche Selektion: Populationen von Organsimen können sich über die Zeit ver$ndern, weil Individuen mit gewissen Charakteristiken mehr Nachkommen haben als andere.
Genom def.
Gesamtheit der vererbbaren Informationen einer Zelle, die als DNA vorliegt
Gen def.
Abschnitt des Genoms, der für ein bestimmtes Merkmal kodiert.
Moensch hat ca. 20'000 kodierende Gene
Chromosom def.
Trägerstruktur der Gene
DNS def.
Desoxyribonukleinsäure, Bauplan des Lebens
Allele def.
Ausprägungsformen. In jeder Zelle 2 Varianten jedes Gens (eins vom Vater, eins von der Mutter)
Phänotyp def.
Erscheinungsbild des Organismus, sichtbar, nicht vererbbar
Genotyp + Umwelt = Phänotyp
Phänotyp kann bei gleichem Genotyp unterschiedlich sein: Raupe und Schmetterling / Hortensie in verschiedenen Böden.
Genotyp def.
In den Genen festgelegte Erbinformation, nicht sichtbar, vererbbar
2 Formen von Allelen, von Mendel entdeckt
dominantes Allel (B) wird immer exprimiert wenn vorhanden. (BB, Bb, bB)
rezessives Allel (b) wird nur exprimiert wenn doppelt vorhanden. (bb)
Evolutionsforschung Ziel
Evolution besteht aus Veränderungen der genetischen Zusammensetzung einer Population. Forscher wollen die genetische Variation innerhalb einer Population erfassen. Zählen die Häufigkeit eines Merkmals/Allele.
Heterozygotie def.
Mischerbigkeit. Ein Individuum mit zwei Chromosomensätzen ist mischerbig oder heterozygot in Bezug auf dieses Merkmal, wenn ein Gen in diesen Chromosomensätzen in zwei verschiedenen Ausprägungen vorliegt.
Hardy-Weinberg-Prinzip (oder auch Equilibrium)
In Abwesenheit von Selektion, Drift, Mutation und Migration (also mikroevolutionäre Prozesse) bleiben die Allelfrequenzen einer Population immer gleich.
Fitness def.
Genetischer Beitrag eines Individuums an die nächste Generation.
Wird gemessen in Anzahl Nachkommen. welche es in einem Leben hat: Reproductive Success (direkte Fitness).
Indirekte Fitness durch altruistisches Verhalten (Verwandten helfen).
3 Bedingungen von natürlicher Selektion
Variabilität des Merkmals: gibt es Unterschiede?
Erblichkeit des Merkmals: Haben die Nachkommen das auch?
Fitness-Unterschiede, die nicht zufällig sind: Haben Individuen mit dem Merkmal einen Fitness-Vorteil?
Natürliche Selektion
Muss mit dem arbeiten, was vorhanden ist und kann nichts neues erfinden, nur manipulieren.
Arbeitet für den Moment und nicht die Zukunft, was aktuell gut ist, wird selektiert.
Wirkt auf Phänotyp, verändert aber den Genotyp.
Mäuse der gleichen Art haben am Strand helleres Fell und im Inland dunkleres Fell, sind an den jeweiligen Standort angepasst. Selektion durch Prädatoren.
Unnatürliche Selektion
Wirkt gegen natürlich Selektion
Grosse Fische haben einen Fitness-Vorteil, werden aber eher gefischt. Es überleben die kleineren unangepassteren FIsche.
Mufflons mit grossen Hörnern werden eher gejagt, man will die grössere Trophäe.
Drift (2 Formen)
Zufällige Veränderungen von Allelfrequenzen. Der Effekt ist umso grösser, je kleiner die Population ist.
Flaschenhals: Populationsrückgang bedingt Verlust von genetischer Variation. wenn die Pop. wieder zunimmt bleiben die genetische Variation klein.
Gründereffekt: wirkt gleich wie Flaschenhals. Gruppe besiedelt neue Insel und kann sich nur unter einander vermehren.(Amish)
Migration
Bewegung von Genen = Genfluss, wirkt homogenisierend
Individuen migrieren von einer Population in die andere und pflanzen sich dort fort.
Wirkt gegen natürliche Selektion. negative Auswirkung
Immunitäten können verbreitet werden. positive Auswirkung
2 negative Auswirkungen von Introgression
Genfluss durch Hybridisierung und wiederholte Rückkreuzung.
Auskreuzungsdepression: Nachkommen sind weder and das Habitat der Mutter, noch an das des Vaters angepasst; zusammenwirkende Gene werden aufgespalten.
Inzuchtdepression: Individuen zu nahe miteinander verwandt. Schlechte Gene werden akkumuliert und nicht beseitigt.
Mutation
passiert auf DNS-Level. Bringt neue Variation. kann förderlich, neutral oder nachteilig sein.
Mutation einer Körperzelle betrifft alle Tochterzellen und kann nicht vererbt werden. Wirkt auf den Phänotyp.
Mutation einer Geschlechtszelle kann an Nachwuchs weitervererbt werden.
Antibiotikaresistenz wird häufig durch Mutation verursacht.
7 Formen von Mutation
Point mutation: einzelen Base ändert sich
Insertion: Basen werden in bestehende Abfolge eingefügt
Deletion: Basen werden aus bestehender Abfolge gelöscht/verloren
Gene duplication: Gene wird verdoppelt
Inversion: Abfloge der Basen wird umgekehrt
Chromosome fusion: Chromosome fusionieren miteinander
Genome duplication: Ganzes Genom wird verdoppelt
Adaption def.
Evolutionäre Anpassung. Merkmal bedingt einen Fitness-Vorteil und wird vererbt
Verschiedene Schnabelformen bei Darwinfinken
Maladaption def.
Zustand eines Merkmals führt zu geringerer Fitness als ein alternativer Zustand.
Lactase beim Menschen wirkt nur bis zum 4. Lebensjahr. Erwachsene mit aktiver Lactase haben höhere Fitness, wenn sie Milch konsumieren können als Lactose-Intolerante. Lactaseproduktion früher aber nicht sinnvoll wegen höherem Energieaufwand. Ob Adaption oder Maladaption ist Kontextabhängig.
Lungenloser Salamander: Salamander leben im Wasser und haben ihre Lunge zurückgebildet. Jetzt zusätzliche Muskulatur für lange Zunge. Salamander kam wieder ans Land. Rückbau in Lunge aber sehr schwierig. Daher niedere Fitness durch Maladaption der Atmung über die Haut.
2 Formen Sexuelle Selektion
Funktioniert wie natürliche Selektion, wirkt aber auf den Paarungserfolg, Konkurrenz der Partnerwahl.
Intra-sexuell: aktiver Konkurrenzkampf unter gleichgeschlechtichen, Männchen kämpfen um Revier oder Weibchen
Inter-sexuell: passive Partnerwahl durch das Weibchen
M haben viele Spermien, W begrenzte Eizellen und investieren meist mehr Energie in Aufzucht.
direkte und indirekte Vorteile sexueller Selektion
direkt: guter Brutplatz, Nahrung, Schutz, Brutpflege (Rotrückenspinne: M lässt sich nach Sex fressen)
indirekt: gute Gene. Aufwändige Merkmale zeugen von Stärke. (Schildweber: längerer Schwanz zeugt von besserer körperlicher Verfassung. Individuum kann sich ein aufwändiges "Handicap" leisten)
Trade-Off sexueller und natürlicher Selektion
man muss abwägen, was wichtiger ist. Auffällige Merkmale versprechen mehr Erfolg bei den Weibchen, man wird aber auch für Fressfeinde auffälliger.
4 Vorteile und 5 Nachteile sexueller Reproduktion
+ generiert neue Genotypen
+ Kombination von vorteilhaften Mutationen
+ Beseitigung schädlicher Mutationen
+ Schnellere Evolution
- Kleinere Fitness, zweifache Kosten, da nur die Hälfte aller Individuen weiblich sind.
- Partnersuche kostet Zeit und Energie
- Geringere Verwandschaft mit Nachkommen, 0.5 datt 1
- Risikot von sexuell übertragbaren Krankheiten
- Rekombination kann vorteilhafte Genkombinationen zerstören (Auskreuzungsdepression)
Red Queen Hypothese
evolutionäres Wettrüsten zwischen Wirt und Parasit.
Sexuelle Reproduktion kann Wirt helfen sich schneller zu verändern. Parasit muss sich immer anpassen, um überleben zu können.
Afrikanische Schnecke macht vermehrt sex. Repr., je mehr sie infisziert ist.
Art def.
Gruppen, die sich untereinander kreuzen und von anderen Gruppen reproduktiv isoliert sind.
morphologisch ähnliche Tiere können anderen Arten zugehören. Giraffen paaren sich nicht mit allen Giraffen. Einzelne Arten sind daher gefährdeter als das Auge wahrnehmen kann.
Artbildung, 2 Formen
Evolution neuer Arten. Verbindet Mikro- und Makroevolution
Alle Faktoren, die Mikroevolution verursachen, können unter richtigen Umstänen zu Artbildung führen.
Artbildung bedingt reproduktive Isolation
Allopatrische Artbildung
Sympatrische Artbildung
Allopatrische Artbildung
Populationen werden durch geographische Barrriere getrennt. Mikroevolutionäre Prozesse führen zu Veränderungen in beiden Subpopulationen. Nach Entfernung der Barriere sind die Unterschiede zu gross und es findet keine Vermehrung zwischen den Subpopulationen mehr statt.
Krebsarten im Atlantik näher mit pazifischer Art verwandt als mit anderen atlantischen Arten. Landbrücke entstand vor ca. 3 MIo Jahren und bedingte Allopatrische Artbildung.
Sympatrische Artbildung
neue Arten entstehen sogar im gleichen Habitat, durch verschiedene Umweltbedingungen.
Rhagoletis (Fliegenart): Weibchen legt Eier in Früchte von Weissdorn. Nach Einführung von Apfel legen frühschlüpfende Rhagoletis ihre Eier in früher blühende Äpfel. Vermehren sich auch bevorzugt auf der Pflanzenart, wo sie geschlüpft sind. Fitness-Vorteil, da prädatorische Wespen auf Weissdorn-Larven spezialisiert sind, aber (noch) nicht auf Äpfel.
Phylogenie def.
Stammesgeschichte, beschreibt das Verwandschaftsverhältnis zwischen Arten.
Früher anhand morphologische Merkmale, heut DNA-Untersuchungen.
Ähnliche Arten nicht immer verwandt, unähnliche nicht immer nicht verwandt.
2 Formen reproduktiver Isolation
Prä-Zygotisch (vor Paarung): Verhaltensbedingt, Ökologisch (Habitat, Zeit, Bestäuber), Mechanisch
Prä-Zygotisch (nach Paarung): Kopulationsverhaltensbedingt, Genetisch
Post-Zygotisch (intrinsisch): Hybrid nicht lebensfähig, Hybrid steril
Post-Zygotisch (extrinsisch): ökologisch nicht lebensfähig, steril durch Verhalten
Radiation def.
schnelle Artbildung in Anpassung an neue Umgebung oder durch freiwerdende ökologische Nischen (Aussterben der Dinosaurier bedingt Radiation von Säugetieren)
Konvergente Evolution
nicht verwandt, aber ähnliche Merkmale aufgrund ählicher Nischen.
Analoge Merkmale
Deflin - Hai, Kakteen - Euphorbien
Divergente Evolution
Ansammlung von Unterschieden zwischen Populationen. Gleiche Grundstruktur, andere Ausprägung.
homologe Merkmale
Vorderextremitäen verschiedener Wirbeltiere, Wildkohl
3 Formen von Koevolution
Mutualismus
Kommensalismus
Prädation