FS19 TB Herz/Kreislauf: Anatomie
2. Bachelor Humanmedizin Uni Basel
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Lernkarten
Lage des Herzens
- intrathorakal
- Mediastinum medium (mittlerer Teil des Mediastinum inferius), füllt dieses aus
Wie wird das Mediastinum unterteilt?
- oberes Mediastinum (Mediastinum superius)
- unteres Mediastinum (Mediastinum inferius) → unterteilt in
- Mediastinum posterius
- Mediastinum medium
- Mediastinum anterius
Was ist das Mediastinum?
- der zentrale Raum der Brusthöhle
- sämtliche Leitungsbahnen und Organe der Brusthöhle verlaufen darin (Ausnahme: Lunge)
- Lymphbahnen (Ductus thoracicus) & Lymphknoten
- Nerven
- Gefässe
- Organe
Begrenzungen des Mediastinums
- ventral: Sternum
- dorsal: Wirbelsäule (Columna vertebralis)
- lateral: Pleurahöhlen
Welche "Nachbarschaftsbeziehung" nutzt man bei der Herzdiagnostik und für welche Untersuchung?
- TEE (transösophageale Echokardiografie)
- linker Vorhof und Ösophagus liegen räumlich sehr nahe beieinander
Röntgen-Thorax: Welche Strukturen können nur im lateralen Strahlengang gut beurteilt werden?
- linkes Atrium
- linker Ventrikel
Indikationen für eine TEE (transösophageale Echokardiografie)?
- Beurteilung v.a. des linken Atriums (transthorakal nicht zu sehen)
- Verdacht auf
- Vorhofseptumdefekte
- Ursachensuche bei Schlaganfall
Wo befindet sich der Apex cordis?
5. ICR medioclavikular → Herzspitzenstoss
Aus welchen Hüllen besteht der Herzbeutel (Perikard)?
- Pericardium fibrosum
- Lamina parietalis des Pericardium serosum
Strukturen, die vom N. phrenicus versorgt werden
PPP
sensibel:
- Perikard
- Pleura parietalis, Pars mediastinalis und Pars diaphragmatice
- Peritoneum parietale (Unterseite Diaphragma)
motorisch:
- Diaphragma
Versorgung des Perikards (Innervation + Blutversorgung)
- Rr. pericardiaci (N. phrenicus)
- A./V. pericardiacophrenica (A./V. thoracica interna)
Verlauf des N. phrenicus
- lateral des Herzens
- im mittleren Mediastinum zwischen Perikard und Pleura parietalis
Verlauf des N. vagus
- hinter dem Herzen am Ösophagus
- im hinteren Mediastinum
Welche Sinus hat der Herzbeutel?
Umschlagfalten des Perikards bilden Taschen (Sinus) im Bereich der grossen Gefässe
- Sinus obliquus pericardii
- Sinus transversus pericardii
Wie ist der Herzbeutel in der Umgebung befestigt?
über Bänder und Bindegewebe im Pericardium fibrosum
- Pericardium fibrosum hat scherengitterartig angeordnete Kollagenfasern (begrenzte Dehnbarkeit bei Schutz vor Überdehnung
- Bänder:
- ventral am Sternum via Ligg. sternopericardiaca
- dorsal an Trachea und Zwerchfell via Membrana bronchopericardiaca
- kaudal am Centrum tendineum des Diaphragma via Ligg. phrenicopericardiaca
Welche Bänder verbinden den Herzbeutel (Perikard) mit dem Zwerchfell?
- Ligg. phrenicopericardiaca
- zwischen Centrum tendineum und Perikard
Welche Bänder verbinden den Herzbeutel (Perikard) mit dem Sternum?
- Ligg. sternopericardiaca
- zwischen Sternum und Perikard
Welche Struktur verbindet den Herzbeutel (Perikard) mit Trachea und Diaphragma?
- Membrana bronchopericardiaca
Zu welchem Ventrikel gehört das Septum interventriculare?
funktionell zum linken Ventrikel
physiologische Wandstärke des linken Ventrikels
8 - 12 mm
Ab welcher Wandstärke spricht man von einer Linksherzhypertrophie? Häufigste Ursache?
- Linksherzhypertrophie: > 15 mm
- häufigste Ursache: Bluthochdruck
Ab welcher Wandstärke spricht man von einer Rechtsherzhypertrophie? Häufigste Ursache?
- Rechtsherzhypertrophie: > 5 mm
- Ursachen:
- COPD
physiologische Wandstärke des rechten Ventrikels
3 - 5 mm
Wo liegt der Sinusknoten?
- an der Einmündung der V. cava superior
- im Sulcus terminalis
Wo liegt der AV-Knoten?
- sog. Koch-Dreieck
- im rechten Vorhof
Wodurch wird das Koch-Dreieck begrenzt?
- Mündung des Sinus coronarius
- Todaro-Sehne (Verlängerung einer klappenartigen Erhebung an der Einmündung der V. cava inferior)
- Rand des septalen Segels der Trikuspidalklappe
Was ist das Moderatorband?
Trabecula septomarginalis
- Wulst, die vom Tawara-Schenkel aufgeworfen wird und in den rechten Ventrikel zur Basis des M. papillaris anterior zieht
- enthält Teile des Reizleitungssystems, um die Erregung zu den Papillarmuskeln zu leiten
In welche 2 Kategorien lassen sich Herzklappenfehler einteilen?
- Stenosen → erschwerter Fluss in physiologischer Richtung
- Insuffizienzen → Blutfluss in die falsche Richtung, Dichte nicht mehr gewährleistet
Grundbegriffe der Modulation der Herzaktion: Chronotropie
Veränderung der Herzfrequenz
Grundbegriffe der Modulation der Herzaktion: Dromotropie
Veränderung der Überleitungsgeschwindigkeit von Vorhöfen auf Ventrikel
Grundbegriffe der Modulation der Herzaktion: Inotropie
Veränderung der Kontraktionskraft
Grundbegriffe der Modulation der Herzaktion: Lusitropie
Veränderung der Relaxationsgeschwindigkeit
Grundbegriffe der Modulation der Herzaktion: Bathmotropie
Veränderung der Reizschwelle
vegetative Regulation der Herzfunktion: Sympathikus
(Modulation der Herzfrequenz durch Nervenimpulse in sympathischen Nervenfasern)
viszeroefferent:
- positiv chronotrop → Steigerung der Herzfrequenz (Kontraktionsfrequenz)
- positiv inotrop → Verstärkung der Kontraktionskraft
- positiv bathmotrop → Reizschwelle wird gesenkt
- positiv dromotrop → schnellere AV-Überleitung
- (positiv lusitrop → beschleunigte Relaxation); steht bei Amboss, aber nicht in Folien
vegetative Regulation der Herzfunktion: Parasympathikus
(Modulation der Herzfrequenz durch Nervenimpulse in parasympathischen Nervenfasern)
viszeroefferent:
- negativ chronotrop → Senkung der Herzfrequenz
- negativ bathmotrop → Erhöhung der Reizschwelle
- negativ dromotrop → verzögerte AV-Überleitung
viszeroafferent:
- Schmerz
- Pressorezeptoren