Block 4: Blut und Abwehr
Immunologie
Immunologie
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Lernkarten
Was ist der Blutsinus
Blutgefässe, in denen die reifen Blutzellen in den Blutkreislauf entlassen werden
Stadien der Erythropoese
Proerythroblast
Basophiler Erythroblast
polychromatischer Erythroblast
oxyphiler Erythroblast
Retikulozyt
Erythrozyt
Stadien der Granulopoese
Hämatozytoblast
Myeloblast
Promyelozyt
Myelozyt
Metamyelozyt
Stabkerniger Granulozyt
Segmentierter Granulozyt
Stadien der Thrombopoese
Megakaryoblast
Promegakaryozyt
Megakaryozyt
Thrombozyt
Definition Endomitose
Vermehrung der Chromosomenzahl ohne Kernteilung (bei Thrombopoese)
Entstehung von Glutathion
Tripeptid, ATP-abhängige Reaktionsfolge
Glutamat + Cystein = gamma-Glu-Cys
gamma-Glu-Cys + Glycin = GSH (Glutathion)
Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel
katalysiert erster Schritt des HMP-Shunts: Glc-6-P + NADP+ --> 6-Phosphogluconolacton + NADPH
bei Mangel zu wenig NADPH --> GSSG kann nicht mehr zu GSH reduziert werden und so kann zu wenig H2O2 abgegeben werden --> zu hoher oxidativer Stress --> EC leben weniger lange
=> hämolytische Anämie meist ausgelöst durch bakterielle und virale Infektionen oder Medikamente
Hypochrome (mikrozytäre) Anämie
kleine und blasse EC
- Sideroblastische Anämien
- Thalassämien
- Eisenmangel
Hyperchrome (makrozytäre) Anämie
Produktion der EC eingeschränkt
- Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure
Regulation des Eisenstoffwechsels
Auf der Stufe der Biosynthese von Transferrinrezeptoren, Ferritin und delta-ALA mittels eisenregulatorischen Proteinen (IRPs)
- Zu wenig Eisen:
- IRPs binden an mRNA von Ferritin, delta-ALA und Transferrinrezeptoren
- = verminderte Synthese von Ferritin und delta-ALA
- =erhöhte Synthese von Transferrin (=Transportprotein von Eisen im Blut)
- Zu viel/genügend Eisen:
- IRP verlieren Bindungsaktivität, da sie einen Fe-S-Cluster aufnehmen (=Aconitase)
- dies erhöht indirekt die Translation von Ferritin und delta-ALA
Definition Hämostase
Als Hämostase bezeichnet man die Summe der physiologischen Prozesse, die den Stillstand einer Blutung herbeiführen
Drei Schritte der Hämostase
- Vasokonstriktion durch Serotonin und Thromboxan
- Adhäsion und Aktivierung der Thrombozyten (verlangsamte Strömungsgeschwindigkeit)
- Verschluss durch Fibrinpolymere und Thrombozyten
Primäre Hämostase
Ziel: Blutstoppung --> Thrombozytenanlagerung
- vaskuläre Blutstillung: Vasokonstriktion (dies bewirkt, dass der Blutverlust vermindert wird und dass die Scherkräfte erhöht werden. Die erhöhten Scherkräfte führen dazu, dass die Thrombozyten eher am Gefässrand sind und sich somit besser anlagern können)
- thrombozytäre Blutstillung: die Thrombozyten können dank dem Von-Willebran-Faktor besser an das Kollagen binden und werden aktiviert. Die Aktivierung führt zu einer Formveränderung der Thrombozyten (sie bilden dünne Fortsätze aus) und es werden gespeicherte Botenstoffe ausgeschüttet (z.B. ADP, Thromboxan und Thrombin). Die Thrombozytenaggregation wird vermittelt durch die Glykoproteinrezeptoren IIb/IIIa. An die Rezeptoren kann Fibrinogen binden. Mehrere Thrombozyten mit Fibrinogen können nun untereinander binden (=Aggregation).
Sekundäre Hämostase
Ziel: eigentliche Blutgerinnung
Sekundäre Hämostase wird eingeteilt in einen extrinsischen, intrinischen Weg und einer gemeinsamen Endstrecke.
- Extrinsischer Weg: der durch die Gewebeschädigung fregelegte Faktor III formt einen Komplex mit VII (vom Blut) und aktiviert den Faktor X. Der X spaltet den II von Prothrombin zu Thrombin.
- Intrinsischer Weg: Thrombin aktiviert die Thrombozyten und weitere Gerinnungsfaktoren (V, VIII und XI). XII wird beispielsweise aktiviert und aktiviert selber dann XI. XI aktiviert IX und danach form VIII einen Komplex mit IX. Dieser Komplex wiederum aktiviert X (--> Spaltung II).
- Endstrecke: X kann an V binden und wird so viel effizienter bei der Spaltung von II (Firinogen --> Fibrin). Das gebildete Fibrin (=Ia) lagert sich zu Fibrinsträngen zusammen und aktiviert XIII (=Fibrinstabilisierender Faktor).
4 bedrohliche Pathogene für den Menschen
- Viren
- Bakterien
- Pilze
- Parasiten
Definition Transendotheliale Migration
Als transendotheliale Migration bezeichnet man die Wanderung bestimmter beweglicher Zellen durch die Gefässwand der Kapillaren (=Endothel). Sie ermöglicht den Zellen des Immunsystems das Gefässsystem zu verlassen, um beispielsweise an einen Infektionsort zu gelangen.
Ablauf Transendotheliale Migration
- Adhäsionsmoleküle vermitteln Andocken von Leukozyten auf Endotheloberfläche
- Leukozyten werden verlangsamt und treten in Kontakt mit Chemokine
- Chemokine stimulieren Aktivierung von Integrinen auf Leukozytenoberfläche. Vermitteln die Bindung der Zellen an Endothel.
- Stabil gebundenen Leukozyten bewegen sich gezielt fort und durchwandern aktiv die Endothelzellschicht
Definition Pleiotropie
Ein Zytokin kann je nach Zielzelle vielfältige und unterschiedliche Wirkungen haben.
Definition Redundanz
Verschiedene Zytokine können ähnliche Wirkungen haben.
3 Phagozyten-Zellarten
- Makrophagen
- Granulozyten
- Dendritische Zellen
3 wichtige Funktionen des Komplementsystems
- direkte Abwehr von Pathogenen
- Opsonierung für effizientere Phagozytose
- Verstärkung der Entzündungsreaktion
N. trigeminus Innervation welcher Kopfmuskeln
- Kaumuskulatur
- M. tensor tympani
- M. tensor veli palatini
- M. mylohyoideus
- M. digastricus Venter anterior
N. facialis Innervation welcher Kopfmuskeln
- Mimische Muskulatur
- M. stapedius
- M. stylohyoideus
- M. digastricus Venter posterior
N. glossopharyngeus Innervation welcher Kopfmuskeln
- M. stylopharyngeus
- M. constrictor pharyngis superior
N. vagus Innervation welcher Kopfmuskeln
- Pharynxmuskulatur
- Larynxmuskulatur
- Gaumenmuskulatur
1. Schlundtasche
Trommelfell, Paukenhöhle, Tuba auditiva
2. Schlundtasche
Tonsilla palatinae, Fossa tonsillaris
3. Schlundtasche
Gl. parathyroidea inferior, Thymus
4. Schlundtasche
Gl. parathyroidea superior, C-Zellen, Ultimobranchialkörper
Primär lymphatische Organe
Knochenmark und Thymus
(in Fetalperiode auch Leber)
Sekundäre lymphatische Organe
Lymphfollikel, MALT, Tonsillen, Lymphknoten, Milz
Definition Sinusoide
Als Sinusoide bezeichnet man weitlumige Blutgefässe mit unvollständiger Basalmembran und diskontinuierlichem Endothel.
Merkmale der adaptiven Immunität
- spezifische Erkennung der Antigene
- hohe Diversität der Antigenrezeptoren
- immunologisches Gedächtnis
- funktionelle Spezialisierung der Effektorzellen
Definition osteomeataler Komplex/Einheit
Als ostiomeatalen Komplex/Einheit bezeichnet man die funktionelle Einheit aus dem mittleren Nasengang, den Öffnungen zu den Kieferhöhlen und den vorderen Siebbeinzellen und ihren Eingägnen. Er hat eine zentrale Bedeutung als Kreuzungspunkt zwischen den Siebbeinzellen und der Kieferhöhle. Er ist deshalb wichtig für den Sekretabfluss aus den Nasennebenhöhlen.
Etagengliederung des Pharynx mit Grenzen
oben: knöcherne Schädelbasis
Epipharynx/Nasopharynx
Uvula
Mesopharynx/Oropharynx
Epiglottis
Hypopharynx/Laryngopharnynx
Cartilago cricoidea
Antikörper-Struktur
Vier Polypeptidketten mit zwei identischen schweren (1V, mehrere C) und leichten (1V, 1C) Ketten verbunden mit Disulfidbrücken.
Variable Region: CDR1, CDR2, CDR3 (grösste Variabilität, am Übergang V und C)
Fab = Antigenbindunsstelle mit V-Regionen und 1 C-Region der leichten/schweren Kette.
Fc = Effektorfunktionsstelle mit C-Regionen der schweren Kette.
TCR-Struktur
Membrangebundenes heterodimeres Protein mit alpha- und beta-Kette, jede Kette hat V-Region und C-Region
V-Region: CDR1alpha, CDR2alpha, CDR3alpha (und das gleiche mit beta)
TCR selber keine Effektorfunktion, muss gebunden sein mit CD3- und zeta-Proteinen = TCR-Komplex. Zusammen mit Co-Rezeptormolekül CD4/CD8 kann Komplex T-Zelle aktivieren.
Unterschiede TCR und Antikörper
Antikörper:
- binden viele verschiedene Mirkoben/Toxine mit hoher Affinität, sodass kleinste Mengen schon eliminiert werden
- Isotopenswitch
TCR:
- erkennen nur Peptid-MHC-Komplexe und binden mit niedriger Affinität
- Bindung von T-Zellen an APCs muss durch zusätzliche Zelloberflächenadhäsionsmoleküle verstärkt werden
- beide TCR-Ketten sind in Plasmamembran verankert --> keine sekretierte Form
- keine Isotopenumschaltung
V(D)J-Rekombination
Alle Antigenrezeptor-Genorte enthalten V-, J- und C-Gene, aber nur schwere Ig-Kette/beta-TCR-Kette enthalten D-Segmente.
Schwere/beta-Kette: D/J werden verbunden, danach V/DJ
leichte/alpha-Kette: V/J werden verbunden.
Allgemein: Rag1/2 (Proteine) line up the two segments (V,D,J) and then cut it and build a loop (loop leaves and the segments are joined)