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Sprache Deutsch
Stufe Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert 30.04.2019 / 06.05.2019
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Migration

Migration: Unter Migration versteht man Ausführung einer raumgebundenen Bewegung, die einen vorübergehenden oder dauernden Wechsel des Wohnsitzes zur Folge hat.

Migration hat eine räumliche und soziale Dimension, wie auch einige weitere:

  • (Soziale Mobilität: Veränderung in der Position in der Gesellschaft)
  • Räumliche Mobilität:
    • Binnenmigration: Bewegungen innerhalb eines Raumes.
    • Transnationale Migration: Länderübergreifende Migration.
  • Motivation: Luxus der freien Wahl oder Zwangsmigration
  • Umfang: Einzel-, Gruppen- und Massenmigration
  • Zeitliche Hinsicht: Handelt es sich um vorübergehende oder andauernde Migration
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Darlegen, wie die europäische Auswanderung nach Übersee die Geografie der Erde bleibend verändert hat.

Grossräumige Bevölkerungsverschiebungen haben enorme Auswirkungen auf Kulturmuster ganzer Erdteile.

Demografischer Übergang in Europa war mit enormen Abwanderungsströmen verbunden. Dabei verliessen Millionen Europäer in mehreren Wellen ihre Heimat nach Übersee.  

Diese Ausbreitung kann grob in drei Phasen geteilt werden.

  • Erste Phase: (15. Jh. – 19. Jh.) Küsten- oder Randsiedlungen. V.a. Handelsposten / Farmen
  • Zweite Phase: (- 1. Weltkrieg) Durchdringung der Kontinente. Erste Industriestädte
  • Letzte Phase: (Rückzug aus Kolonien) Hinterliess politische Scherbenhaufen.

--> Kulturelle und politische Erbe dieser Migration ist heute im politischen und kulturellen Mosaik der Völker, Sprachen und Religionen, wie auch bsp. Verbreitung Feldfrüchte erkennbar.

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Entscheid zur Migration

Intensität Migrationsströme zwischen zwei Regionen sind von folgenden Faktoren abhängig:

  • Räumliche Disparität zwischen Herkunfts- und Zielgebiet
  • Stärke des Informationsflusses vom Ziel- zum Herkunftsgebiet
  • Distanz zwischen dem Herkunfts- und dem Zielgebiet

Prozess der Entscheidungsfindung ist ein langer, bei dem es v.a. um Abwägen der Vor- und Nachteile geht.
► Abstossende Aspekte des Herkunftsgebiets (Push-Faktoren) werden gegen anziehenden Aspekte der Zielregion (Pull-Faktoren) abgewogen.

Letzlich sind es aber individuelle Entscheidungen.

 

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Am Beispiel der Landflucht und Verstädterung das Konzept der Push-/Pull-Faktoren erklären

Push-/Pull-Modell: Was treibt die Menschen trotz manchmal offensichtlichen Nachteilen an Zielort? Mit P&P-Modell wird dieser Frage durch Abwägung Push- & Pull Faktoren auf den Grund gegangen. 

Push-Faktoren:  Negative Lebensbedingungen und Wahrnehmungen derselben, die Menschen von einem Ort vertreibt und zu neuen Orten migrieren lässt.

  • Grund & Boden sind beschränktes Gut. Zu viele Arbeitskräfte für begrenzten Boden.
  • Automatisierung. Weiterentwicklung Technik führt zu weniger benötigten Arbeiter.
  • Konsumverhalten mit höherem Lebensstandard lässt Preise für Landwirtschaftsgüter sinken.

Pull-Faktoren: Positive Lebensbedingungen und Wahrnehmungen derselben, die Migranten an neue Orte zieht.

  • Verbesserte Versorgungslage
  • Bildungsmöglichkeiten
  • Hoffen nach Arbeitsplätzen
  • Wertschätzung der städtischen Lebensform
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Urbanisierung und Landflucht 

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Urbanisierung (Verstädterung): Schnelle Zunahme Stadtbevölkerung durch Zuwanderung aus Landbevölkerung. Führt zu dichteren Besiedlung und Ausdehnung Städte.
--> Prognosen der UNO bestätigen auch weitere Verstädterung in den kommenden Jahren.

Landflucht: Migration ländlicher Bev. in Stadt. Ausgelöst durch unbefridigende Lebensbedingungen auf Land (Push-F) und scheinbar besseren Umständen in Stadt (Pull-F)
FOLGEN: Für ländlichen Raum ergeben sich aus Landflucht erhebliche Probleme. Grösste Teil der Abwanderer sind nämlich meist die potenten Arbeitskräfte.

--> Durch Abwanderung potenter Arbeitskräfte bleiben meist nur unqualifizierte Arbeiter zu-rück, wodurch Erträge Landwirtschaft sinken. Es folgt Armut & Not, was wiederum zu weiter-er Abwanderung führt. ⇒ Teufelskreis. Man spricht von positiver Rückkopplung.

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Flüchtlinge

Bekannteste Migranten sind Flüchtlinge. Weltweit sind es 2018 ca. 68.8 Mio. (2011: 43.3 Mio.)

Politische Flüchtlinge: Nach Genfer Konvention definierte Flüchtlinge.:
«Personen die sich aufgrund begründeter Furcht vor Verfolgung wegen Rasse, Religion, Nationalität, [...] ausserhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und Schutz dieses Lands nicht in Anspruch nehmen kann.
--> Nur solche Personen werden als «echte Flüchtlinge» bezeichnet.

Wirtschaftliche Flüchtlinge: Zunehmende Anzahl Flüchtlinge flieht jedoch hpts. aus wirtschaftlichen / Naturbedingten Gründen. Diese erhalten aber aus rechtlichen Gründen kein Asyl und müssen Zielort meist wieder verlassen. Sie gelten nicht als «echte Flüchtlinge» obwohl sie oft genauso Zwangsmigrieren.

Prognosen: Schwellenländer sind und werden auch in naher Zukunft beliebte Destinationen sein. Mittelmeerraum ist eine weitere Region mit enormen Migrationspotenzial. Genau Prognosen sind jedoch nicht möglich. Mehr Umweltflüchtlinge.

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Merkmale der Stadt (Form, Funktion, Ökologie)

Merkmale der Stadt:

  • Kompakter baulicher Siedlungskörper über grosse flächenhafte Ausdehnung
    • Variiert von Stadt zu Stadt
  • Hohe Dichte an Wohn- und Arbeitsplätzen
    • Durch Spezialisierungen entstehen Viertel.
  • Hoher Anteil an Berufen des sekundären und tertiären Sektors
    • Arbeitsteilung ist typisch. Spezialisierung in v.a. Gewerbe, Industrie und DL-Bereich.
  • DL und Waren, die in Stadt angeboten werden, werden von Personen aus grossen Einzugsbereich in Anspruch genommen Stadt nimmt Zentrumsfunktion für grosse Region wahr
  • In Städte sind Alleinstehende überproportional vertreten
  • Städte haben hohen Grad künstlicher Umweltgestaltung
    • Unterscheiden sich klar von natürlicher Landschaft.
  • Stadtklima zeichnet sich durch höhere Temp. gegenüber Umland aus.
    • Starke Bebauung (mit breiten hohen Gebäuden) beeinflusst Luftzirkulation. ► Luftaustausch kann eingeschränkt werden. Ausserdem fehlt natürlicher, nicht versiegelter Boden (um Wärme ablzuleiten) -> dadurch wird Stadtklima bestimmt
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Die verschiedenen Grössenordnungen städtischer Siedlungen nennen und erklären

Agglo

Stadt

Megastadt

Weltstädte

Metropole

Mealopolis

Urbane Korridore

Agglomeration: Zusammenhängendes Gebiet mehrerer Gemeinden mit mind. 20'000 Einwohner. Zusammenhängende, städtisch geprägte, gut erschlossene Siedlungskörper der Stadt umgibt und Wohn- & Erwerbsraum bietet für wachsende Stadt.

Stadt: Unterscheidet von Land zu Land. CH: Gemeinde mit mehr als 10'000 Bewohner gilt als Stadt.

Megastadt: Mehr als 10 Mio. Einwohner (z.B. Mexico City)

Weltstädte (Global Cities): Bevölkerungszahl kein Kriterium. Zentren internationaler Netze global agierenden Kapitals. Diese hoch entwickelten Finanz- und DL -Komplexe haben Lenkungs- & Leitungsfunktionen, während effektive Produktionsstätten in unbedeutendere Städte ausgelagert sind.

Metropole: Begriff für Bezeichnung von grossen und wirtschaftlich dominierenden Städten.

Megalopolis: Stadtagglomeration, die aus Verwachsung mehrerer Grossstädte entstanden ist. Gekennzeichnet durch Millionenstädte, , dichtes Strassennetz usw.  (z.B.: Grossraum NY, Philly, Baltimore)

Urbane Korridore: Verschmelzung von Grossstadtregionen (gerade in Entwicklungs- und Schwellenländer)