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Migration
Migration: Unter Migration versteht man Ausführung einer raumgebundenen Bewegung, die einen vorübergehenden oder dauernden Wechsel des Wohnsitzes zur Folge hat.
Migration hat eine räumliche und soziale Dimension, wie auch einige weitere:
- (Soziale Mobilität: Veränderung in der Position in der Gesellschaft)
- Räumliche Mobilität:
- Binnenmigration: Bewegungen innerhalb eines Raumes.
- Transnationale Migration: Länderübergreifende Migration.
- Motivation: Luxus der freien Wahl oder Zwangsmigration
- Umfang: Einzel-, Gruppen- und Massenmigration
- Zeitliche Hinsicht: Handelt es sich um vorübergehende oder andauernde Migration
Darlegen, wie die europäische Auswanderung nach Übersee die Geografie der Erde bleibend verändert hat.
Grossräumige Bevölkerungsverschiebungen haben enorme Auswirkungen auf Kulturmuster ganzer Erdteile.
Demografischer Übergang in Europa war mit enormen Abwanderungsströmen verbunden. Dabei verliessen Millionen Europäer in mehreren Wellen ihre Heimat nach Übersee.
Diese Ausbreitung kann grob in drei Phasen geteilt werden.
- Erste Phase: (15. Jh. – 19. Jh.) Küsten- oder Randsiedlungen. V.a. Handelsposten / Farmen
- Zweite Phase: (- 1. Weltkrieg) Durchdringung der Kontinente. Erste Industriestädte
- Letzte Phase: (Rückzug aus Kolonien) Hinterliess politische Scherbenhaufen.
--> Kulturelle und politische Erbe dieser Migration ist heute im politischen und kulturellen Mosaik der Völker, Sprachen und Religionen, wie auch bsp. Verbreitung Feldfrüchte erkennbar.
Entscheid zur Migration
Intensität Migrationsströme zwischen zwei Regionen sind von folgenden Faktoren abhängig:
- Räumliche Disparität zwischen Herkunfts- und Zielgebiet
- Stärke des Informationsflusses vom Ziel- zum Herkunftsgebiet
- Distanz zwischen dem Herkunfts- und dem Zielgebiet
Prozess der Entscheidungsfindung ist ein langer, bei dem es v.a. um Abwägen der Vor- und Nachteile geht.
► Abstossende Aspekte des Herkunftsgebiets (Push-Faktoren) werden gegen anziehenden Aspekte der Zielregion (Pull-Faktoren) abgewogen.
Letzlich sind es aber individuelle Entscheidungen.
Am Beispiel der Landflucht und Verstädterung das Konzept der Push-/Pull-Faktoren erklären
Push-/Pull-Modell: Was treibt die Menschen trotz manchmal offensichtlichen Nachteilen an Zielort? Mit P&P-Modell wird dieser Frage durch Abwägung Push- & Pull Faktoren auf den Grund gegangen.
Push-Faktoren: Negative Lebensbedingungen und Wahrnehmungen derselben, die Menschen von einem Ort vertreibt und zu neuen Orten migrieren lässt.
- Grund & Boden sind beschränktes Gut. Zu viele Arbeitskräfte für begrenzten Boden.
- Automatisierung. Weiterentwicklung Technik führt zu weniger benötigten Arbeiter.
- Konsumverhalten mit höherem Lebensstandard lässt Preise für Landwirtschaftsgüter sinken.
Pull-Faktoren: Positive Lebensbedingungen und Wahrnehmungen derselben, die Migranten an neue Orte zieht.
- Verbesserte Versorgungslage
- Bildungsmöglichkeiten
- Hoffen nach Arbeitsplätzen
- Wertschätzung der städtischen Lebensform
Urbanisierung und Landflucht
Urbanisierung (Verstädterung): Schnelle Zunahme Stadtbevölkerung durch Zuwanderung aus Landbevölkerung. Führt zu dichteren Besiedlung und Ausdehnung Städte.
--> Prognosen der UNO bestätigen auch weitere Verstädterung in den kommenden Jahren.
Landflucht: Migration ländlicher Bev. in Stadt. Ausgelöst durch unbefridigende Lebensbedingungen auf Land (Push-F) und scheinbar besseren Umständen in Stadt (Pull-F)
FOLGEN: Für ländlichen Raum ergeben sich aus Landflucht erhebliche Probleme. Grösste Teil der Abwanderer sind nämlich meist die potenten Arbeitskräfte.
--> Durch Abwanderung potenter Arbeitskräfte bleiben meist nur unqualifizierte Arbeiter zu-rück, wodurch Erträge Landwirtschaft sinken. Es folgt Armut & Not, was wiederum zu weiter-er Abwanderung führt. ⇒ Teufelskreis. Man spricht von positiver Rückkopplung.
Flüchtlinge
Bekannteste Migranten sind Flüchtlinge. Weltweit sind es 2018 ca. 68.8 Mio. (2011: 43.3 Mio.)
Politische Flüchtlinge: Nach Genfer Konvention definierte Flüchtlinge.:
«Personen die sich aufgrund begründeter Furcht vor Verfolgung wegen Rasse, Religion, Nationalität, [...] ausserhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und Schutz dieses Lands nicht in Anspruch nehmen kann.
--> Nur solche Personen werden als «echte Flüchtlinge» bezeichnet.
Wirtschaftliche Flüchtlinge: Zunehmende Anzahl Flüchtlinge flieht jedoch hpts. aus wirtschaftlichen / Naturbedingten Gründen. Diese erhalten aber aus rechtlichen Gründen kein Asyl und müssen Zielort meist wieder verlassen. Sie gelten nicht als «echte Flüchtlinge» obwohl sie oft genauso Zwangsmigrieren.
Prognosen: Schwellenländer sind und werden auch in naher Zukunft beliebte Destinationen sein. Mittelmeerraum ist eine weitere Region mit enormen Migrationspotenzial. Genau Prognosen sind jedoch nicht möglich. Mehr Umweltflüchtlinge.
Merkmale der Stadt (Form, Funktion, Ökologie)
Merkmale der Stadt:
- Kompakter baulicher Siedlungskörper über grosse flächenhafte Ausdehnung
- Variiert von Stadt zu Stadt
- Hohe Dichte an Wohn- und Arbeitsplätzen
- Durch Spezialisierungen entstehen Viertel.
- Hoher Anteil an Berufen des sekundären und tertiären Sektors
- Arbeitsteilung ist typisch. Spezialisierung in v.a. Gewerbe, Industrie und DL-Bereich.
- DL und Waren, die in Stadt angeboten werden, werden von Personen aus grossen Einzugsbereich in Anspruch genommen Stadt nimmt Zentrumsfunktion für grosse Region wahr
- In Städte sind Alleinstehende überproportional vertreten
- Städte haben hohen Grad künstlicher Umweltgestaltung
- Unterscheiden sich klar von natürlicher Landschaft.
- Stadtklima zeichnet sich durch höhere Temp. gegenüber Umland aus.
- Starke Bebauung (mit breiten hohen Gebäuden) beeinflusst Luftzirkulation. ► Luftaustausch kann eingeschränkt werden. Ausserdem fehlt natürlicher, nicht versiegelter Boden (um Wärme ablzuleiten) -> dadurch wird Stadtklima bestimmt
Die verschiedenen Grössenordnungen städtischer Siedlungen nennen und erklären
Agglo
Stadt
Megastadt
Weltstädte
Metropole
Mealopolis
Urbane Korridore
Agglomeration: Zusammenhängendes Gebiet mehrerer Gemeinden mit mind. 20'000 Einwohner. Zusammenhängende, städtisch geprägte, gut erschlossene Siedlungskörper der Stadt umgibt und Wohn- & Erwerbsraum bietet für wachsende Stadt.
Stadt: Unterscheidet von Land zu Land. CH: Gemeinde mit mehr als 10'000 Bewohner gilt als Stadt.
Megastadt: Mehr als 10 Mio. Einwohner (z.B. Mexico City)
Weltstädte (Global Cities): Bevölkerungszahl kein Kriterium. Zentren internationaler Netze global agierenden Kapitals. Diese hoch entwickelten Finanz- und DL -Komplexe haben Lenkungs- & Leitungsfunktionen, während effektive Produktionsstätten in unbedeutendere Städte ausgelagert sind.
Metropole: Begriff für Bezeichnung von grossen und wirtschaftlich dominierenden Städten.
Megalopolis: Stadtagglomeration, die aus Verwachsung mehrerer Grossstädte entstanden ist. Gekennzeichnet durch Millionenstädte, , dichtes Strassennetz usw. (z.B.: Grossraum NY, Philly, Baltimore)
Urbane Korridore: Verschmelzung von Grossstadtregionen (gerade in Entwicklungs- und Schwellenländer)
Defintionen Leben in Megastädten:
Slums: Elendsviertel in Megastädten der Entwicklungsländer an oft exponierten, unattraktiven Lagen mit provisorischen Behausungen und schlechter Infrastruktur.
->Favelas: Begriff für Slums in Brasilien / Barrios: Begriff für Slums in Venezuela
Metropolisierung: Bevölkerungskonzentration in wenigen führenden städtischen Agglos, oft identisch mit der Hauptstadt eines Landes.
Die grossen Umweltbelastungen und -risiken, denen die Bevölkerung in Megastädten ausgesetzt ist, nennen
Verkehr: Verursacht in allen Megastädten grosse Schwierigkeiten (sowohl EL als auch IL)
EL: Massive Einschränkung Mobilität durch mangelndes Angebot / verhältnismässig hohe Kosten.
Wasser Bei Wasserversorgung bestehen in vielen Megastädten zwei Hauptprobleme:
- Trinkwasserversorgung hinkt oft weit den grundlegendsten Bedürfnissen hinterher
- Andererseits bilden durch Unwetter ausgelöste Hochwasser und Erdrutsche tödliche Gefahr für improvisierte Slums.
Unzureichende Abwasserklärung und unkontrollierte Ablagerungen von Abfällen führen bei Entsorgung zu enormen Belastungen wiederum der ärmsten Bevölkerungsschichten.
Ausserdem ist Trinkwasser ein rares Gut. Gemäss UNO leiden 20% der Weltbevölkerung unter Wassermangel. Auch der Grundwasserspiegel sinkt vielerorts dramatisch.
Darlegen, wie desolat die Ver- und Entsorgungslage in vielen Megastädten ist und mit welchen Massnahmen u.a. das lokale Kleingewerbe versucht, diesen Missständen zu begegnen
Der Informelle Sektor springt vielerorts in Lücken der staatlichen Infrastruktur und übernimmt beispielsweise Aufgaben der Abfallentsorgung. -> Führt jedoch zu vielen Problemen, da vielmals Abfall einfach auf Strassen / Flüsse gekippt wird oder verbrennt wird.
-> Lösungsansätze: Sensibilisierung der Bevölkerung auf Abfallproblematik. / Zusammenarbeit informeller mit formellen Diensten. / Recycling: Einbau organische Abfälle in lokale Kreisläufen.
Erklären mit welchen Modellvorstellungen die Stadtgeografie versucht, räumliche Ordnung ins komplexe System Stadt zu bringen
Modell 1: Kreis Modell
Funktionelle Differenzierung: Unterschiedliche Räume erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Kreis-Modell
Geht davon aus, dass sich Zonen verschiedener formaler & funktionaler Nutzung von Ortskern aus zwiebelschalenartig aneinanderreihen Dieses führt zur Ausbildung diverser symmetrischer Ringe mit Unterschiedlichen Funktionen.
z.B.: Erkennbar in Geschosszahl amerikanischer Städten à Hohe Wolkenkratzer im Stadtzentrum --> Geschäftszentrum (CBD = Central Business District) Nach aussen hin nimmt Geschosszahl ab.
Erklären mit welchen Modellvorstellungen die Stadtgeografie versucht, räumliche Ordnung ins komplexe System Stadt zu bringen
Modell 2: Sektoren Modell
Erklären mit welchen Modellvorstellungen die Stadtgeografie versucht, räumliche Ordnung ins komplexe System Stadt zu bringen
Modell 3: Mehr-Kerne-Modell
Geht von einer mehrkernigen Gliederung der Stadt aus , die sich z.T. durch sektorale Entwicklungen in der Kernstadt und durch Suburbanisierung bzw. Überwachsen von engeren Umlandgemeinden ergibt. Um ursprünglich selbstständige Siedlungskerne lagern sich Stadtteile unterschiedlicher raumfunktionaler Prägung an.
Kombination beider erster Modelle --> wiederspiegelt am ehesten die Realität.
Darlegen, weshalb europäische und amerikanische Städte unterschiedlich aufgebaut sind
Der Grund liegt hauptsächlich im Alter der Städte. Amerikanische Städte fanden ersten in den letzten 100-200 Jahren zu ihrer heute eindrücklichen Grösse, während europäische Grossstädte schon viel länger existierten und entsprechend auch nach anderen Funktionalitäten aufgebaut wurden.
So sind europäische Städte viel dichter als amerikanische (Paris: 22'000/km2, NY: 10500/km2), oder die Erreichbarkeit wichtiger Orte war in europäischen Städten wichtiger, da man anfangs ohne grosse Transportmöglichkeiten auskommen musste, während man in den USA bereits möglichkeiten moderner Transportmittel hatte.
Stadtentwicklungsphasen:
Urbanisierung: (50er/60er) Konzentration von Bevölkerung, Arbeit & Kapital. Wachstum der Stadt über historische Grenze hinaus. Prägte Europa in IR und heute dominierend in EL.
Suburbanisierung: (70er/80er) Wegzug von Teilen der Wohnbevölkerung aus der Kernstadt ins Umland (Peripherie). -> Traum von Einfamilienhaus im Grünen
Desurbanisierung: (ab 90er) Fortschreitende Zersiedelung & Entmischung. Ausdehnung Suburbanisierung in den ländlichen Raum hinein. Rückgang Bev. im gesamten Aggloraum (v.a. in Altindustriestädten)
Reurbanisierung: (ab 08) Wiederentdeckung Stadt als Wohnraum. Vermischung statt Entmischung. Kein automatisch ablaufender Prozess; Massnahmen notwendig
Gentrification: Ersatz einkommensschwacher Bev.gruppen durch besser Verdienende nach Wohnraumaufwertung -> Oft in ehemaligen Gewerbe- & Industrievierteln.
Charta von Athen
Charta von Athen, 1933 in der Nähe von Athen verfasstes Dokument, das grundsätzliche Trennung der städtischen Nutzungsflächen nach den Daseinsgrundfunktionen Wohnen, Arbeiten, Erholen und Verkehr für eine geordnete Stadtentwicklung fordert. Dieses Leitbild, das Städtebau in westlichen Industrieländern in der Folgezeit stark prägte, beinhaltet syst-ematische Aufgliederung Stadt & Aggloräume in räumlich klar getrennte Nutzungsbereiche
Daseinsgrundfunktionen
Katalog von raumwirksamen Tätigkeiten zur Befriedigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse: Wohnen, Arbeiten, Bildung, Versorgung, Erholung, Verkehr, Kommunikation
Es werden jene menschliche Aktivitäten definiert, die bei ihrer Ausübung Raum prägen.
Diese Aufteilung eignet sich sehr gut, um die Gliederung einer Stadt zu beschreiben, unabhängig davon, ob man vom Raum oder den Tätigkeiten der Menschen ausgeht.
Aufzeigen, wie sich die räumliche und funktionale Gliederung der Stadt im Laufe der Jh. bis zur heutigen Ordnung verändert hat
Mit IR wurde das bis ins Mittelalter zurückreichende Muster der ineinander verwobenen Funktionen zunehmend untragbar (zu ungesund, im Schatten Fabrikschlote zu wohnen). Erste Stadtplaner strebten klare räumliche Trennung der Funktionen an. Die Entwicklung individuellen Mobilität begünstigte diese Entwicklung zur heutigen regionalen Ordnung weiter.
--> Durch diese Entmischung entstanden jedoch auch Nachteile. In peripheren Wohnquartieren fehlt es oft an öffentlichem Leben und Freizeitmöglichkeiten.
Städte verändern sich unablässig. Bestehende Strukturen werden durch neue abgelöst.
Funktionale Entmischung: Entmischungsprozess, bei dem im urbanen Raum gleiche Funktionen zusammenrücken. Gleiche Funktionen haben einerseits ähnliche Ansprüche & profitieren andererseits von räumlichen Konzentration (Bankenviertel, Wohnquartiere, Schlafdörfer)
Erklären, was Raumplanung ist
Sammelbezeichnung für alle planerischen Massnahmen, die zur Entwicklung des Raums in bestimmte Richtungen beitragen sollen.
Grundauftrag: Gegensätzliche Ansprüche an Lebensraum so aufeinander abzustimmen , dass knapper Boden haushälterisch genutzt wird und geordnete Besiedlung des Raums entsteht.
Entwicklung und Ziele der Raumplanung in der Schweiz
Entwickelte sich Anfang 70er aus Bodennutzungskonflikt.
⇒ Ziel: Ausufernde Zersiedlung (Hohe Kosten/Verunstaltung Natur) der Landschaft einzudämmen.
⇒ Heutzutage: Nachhaltige Raumentwicklung (Miteinbeziehen wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte.)
Darlegen, welches die wichtigsten Instrumente der CH Raumplanung sind, auf welchen Ebenen sie ansetzen und auf welchen gesetzlichen Grundlagen sie beruhen
- Bund, Kantone und Gemeinden teilen sich Verantwortung in Raumplanungsfragen → jeder hat bestimmte Kompetenzen und Aufgaben.
- In typisch föderalistischen Stil haben jedoch jeweils Kantone Hauptverantwortung
- Gemeinden grosse Autonomie punkto Bauzonen
- Nach Gesetz soll jeder Kanton Richtplan (Beinhalten anzustrebende räumliche Entwicklung), & jede Gemeinde Nutzungsplan (Ordnen zulässige Nutzung des Bodens und unterscheiden ob Bau-, Landwirtschaft- und Schutzzonen) haben, die jeweils von höheren Instanz genehmigt werden.
- Das wichtigste Instrument des Bundes sind Konzepte und Sachpläne
Defintionen:
Bauzone:
Erschliessung:
Konzepte und Sachpläne:
Landschaftsschutzzone:
Landwirtschaftsschutzzone:
Melioration (Verbesserung):
Umzonung:
Bauzone: Umfasst Land: das für Überbauung eignet, bereits weitgehend überbaut ist oder voraussichtlich bald erschlossen werden muss.
⇒ Werden in Zonenplänen der Gemeinde ausgeschieden.
Erschliessung: Bereitstellung der für Grundstücknutzung nötigen Infrastrukturen (Zufahrtsstrasse, Wasser und Abwasser, Strom, Gas, Telefon, Internet)
Konzepte und Sachpläne: Wichtigste Raumplanungsinstrumente des Bunds.
Landschaftsschutzzone: Schutzzone für Lebensräume von Pflanzen, Tieren, besonders schöne sowie naturkundlich wertvolle Landschaften)
--> z.B. Waldgesetz (1878) --> Geschützt (Lndwrtsch. muss weichen)
Landwirtschaftsschutzzone: Für Landwirtschaft oder Gartenbau geeignetes Land.
Melioration (Verbesserung): Technische Massnahmen um ökonomischen Wert Land oder Grundstücks zu erhöhen → z.B. Dammbau zum Schutz vor Überflutungen.
Umzonung: Neue Nutzungsbestimmung für Grundstück Einzonung: Zuschlagung eines Grundstück zu Bauzone. Auszonung: Gegenteil der Einzonung.
Strategien der CH Raumplanung.
- Grossräumige, leistungsfähige Vernetzung
- Nachhaltige Entwicklung
- Siedlungsentwicklung nach innen.
- Städtische Räume ordnen
- Ländliche Räume stärken
- Natur und Landschaft schonen
- CH in Europa einbinden.
Zweitwohnungsbau:
Zweitwohnungen: Ausdruck der Freizeitgesellschaft. Chaletsiedlungen, teilweise 90% Jahr unbewohnt. Infrastruktur muss trotzdem vollumfänglich bereitgestellt werden. Ausserdem stiegen Bodenpreise teilweise in unermessliche.
Die Zweitwohnungsinitiative sollte nun Zahl auf 20% Zweitwohnungen/Gemeinde festsetzen.
Verkehrsplanung
Verkehr / Internationaler Güterverkehr nimmt jährlich zu & verlangt --> immer stärkeren Ausbau Verkehrsnetz / Infrastruktur.
Entsprechende Projekte stehen dabei in Konflikt zwischen internationalem übergeordneten Verkehrsinteressen & lokaler Bevölkerung, sowie Schutz von Landschaft & Natur.
Um dies zu lösen soll in Zukunft immer mehr auf Züge gesetzt werden
Siedlungsökologie:
Bietet Möglichkeiten Verarmung Fauna & Flora / Einschränkungen nat. Kreislaufe zu bremsen. JEDOCH kein Bundesgesetz für Siedlungsökologie, deshalb ist es wichtig, dass sich entsprechende Institutionen dafür einsetzten. So kommt es auch, dass solche Vorschläge entweder auf Bundes oder kommunaler Ebene verbindlich gemacht werden
Raumkonzept Schweiz
Mit Raumkonzept CH soll Raumplanung stärker auf Brennpunkte (Verkehr, Energie, Siedlung) der räumlichen Entwicklung ausgerichtet werden. Es ist Orientierungsrahmen und Entscheidungshilfe für künftige Raumentwicklung CH.
Leitidee: Vielfalt, Solidarität und Wett-bewerbsfähigkeit CH erhalten stärken.
Es nennt fünf Ziele:
- Siedlungsqualität und regionale Vielfalt fördern-
- Natürliche Ressourcen sichern
- Mobilität steuern
- Wettbewerbsfähigkeit stärken
- Solidarität leben
Um Ziele zu erreichen, werden drei gesamtschweizerische Strategien vorgeschlagen:
- Strategie 1: Handlungsräume bilden und das polyzentrische Netz von Städten und Gemeinden stärken
- Strategie 2: Siedlungen und Landschaften aufwerten
- Strategie 3: Verkehr, Energie und Raumentwicklung aufeinander abstimmen
Gefahrenzonen
Wahl der Siedlungsstandorte immer schon mit Rücksicht auf: allmähliche Naturgefahren (Erdrutsche, Hochwasser, Lawinen, Steinschlag usw.).
Damals wie auch heute muss, trotz & aufgrund riesiger technischer Fortschritte, die uns Bebauung früher unantastbaren Böden möglich gemacht haben, auf Wahl der Standorte geachtet werden. Eine grosse Hilfe dabei sind Gefahren- und Risikokarten.