Marketing HWD Teil C-D
technische Kaufleute
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Flashcards
Was versteht man unter Preiselastizität der Nachfrage?
Wenn die Nachfrage bei sinkenden Preisen steigt, spricht man von einem elastischen Markt; die Elastizität wird als negativ bezeichnet. Verändert der Preis die Nachfrage wenig, ist der Markt unelastisch.
Von welchen Faktoren hängt die Preiselastizität ab?
- Bedeutung/Notwendigkeit des Produkts: Grundnahrungsmittel.
- Hohe Marktsättigung
- Ersatzmöglichkeit des Produkts: wenn der Butterpreis steigt, kauft der Konsument Margarine.
- Kaufkraft
- Abhängigkeit vom Hauptprodukt: wegen hohen Benzinpreis wird wenig Auto gefahren, dadurch werden weniger Pneus gebraucht. Der Pneuhändler ist abhängig vom Hauptprodukt Auto.
- Zahl der Anbieter und Käufer
Welche Auswirkung hat die Preispsychologie?
- Ein hoher Preis unterstreicht die Bedeutung eines Produktes und macht es attraktiv.
- Preise unter der nächsten runden Zahl: 49.90; 98.-; 199.- usw. oder Hit Preise, Sparpreise, durchgestrichene höhere Preise
- herabgesetzte Preise. Meist die Kunden überprüfen nicht, ob die Verbilligung echt oder vermeintlich ist.
Von strategisch besonderer Bedeutung ist die Preisgestaltung für die Einführung eines neuen Produktes: Welche 2 Strategien verfolgen Unternehmen?
- Preispolitik der Marktabschöpschung: die Preise werden zu Beginn hoch angesetzt und sinken dann, sodass auch andere Segmente das Produkt kaufen.
- Preispolitik der raschen Marktdurchdringung: das neue Produkt wird zu einem günstigen Preis auf den Markt gebracht mit der Absicht, schnell einen hohen Marktanteil zu erobern.
Wann gelingt die Marktabschöpfung?
- wenn ein Produkt ein hohes Prestige hat,
- wenn es genügend Käufer dafür gibt, die den hohen Preis zahlen wollen und
- die Konkurrenz nicht rasch mit niedrigeren Preisen nachziehen kann.
Welche Anlässe gibt es für eine Preisfestlegung?
- Der Preis muss zum ersten Mal festgelegt werden, z.B. für ein neues Produkt.
- Der Preis muss an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden, z.B. an steigende Kosten
- Die Konkurrenz führt eine Preisänderung durch. Das Unternehmen muss nun entscheiden, ob es die Preise ebenfalls ändern will oder nicht.
- Die Preise müssen innerhalb einer Produktlinie aufeinander abgewtimmt werden.
Nenne sechs Schritte des Preisfestlegungsverfahren?
- Kostenorientierte Preisfestlegung
- Gewinnorientierte Preisfestlegung
- Nachfrageorientierte Preisfestlegung
- Konkurrenzorientierte Preisfestlegung
- Kundenorientierte Preisfestlegung
- Preisfestlegung mit den 4 Ks
Welche zwei kostenorientierten Preisuntergrenzen werden unterschieden?
- Langfristige Preisuntergrenze: die Grenze befindet sich dort, wo der Preis alle Kosten deckt.
- Kurzfristige Preisuntergrenze: es werden nur die variablen Stückkosten, nicht die Fixkosten gedeckt.
Die Break-even-Analyse zeigt, wie sich Kosten und Erlöse mit der Absatzmenge ändern. Welche Faktoren berücksichtigt die Analyse dabei?
- Preis
- Absatz
- Fixkosten
- variable Kosten
Was bedeutet 4 Ks bei der Preisfestlegung?
- Kundenzahlungsbereitschaft
- Kosten
- Konkurrenz
- Kapazität
Welche Ziele werden mit der Preispolitik verfolgt?
- Umsatz,
- Gewinn,
- Auslastung,
- Marktanteil,
- Wachstum,
- Positionierung,
- Marktstabilität
- Preisführerschaft
- Abschreckung neuer Anbieter
Nenne die Preisstrategien, die je nach Grösse und Stärke der Konkurrenz eingesetzt werden?
- Preisführerschaft: Wir setzen den Referenzpreis. Das ist der Preis, der auch von der Konkurrenz übernommen wird.
- Preiskämpfer: Wir unterbietenden Referenzpreis unseres Konkurrenten.
- Preisverfolger: Wir übernehmen den Referenzpreis unseres Konkurrenten
- Penetrationsstrategie: zu Beginn tiefer Preis, später kann erhöht werden.
- Abschöpfungsstrategie: zu Beginn höher Preis und senkt ihn langsam ab.
- Preisdifferenzierung
Welche Preisdifferenzierung gibt es?
- zeitliche Differenzierung
- Diffirenzierung nach Produktarten
- räumliche (geografische) Differenzierung
- kundenbezogene Differenzierung
- buchungsabhängigi Differenzierung
- mengenmässige Differenzierung
Wie führt Konditionenpolitik?
Durch eine gezielte Konditiongestaltung versuchen Unternehmen, ihre Abnehmer zu vermehrten Kauf zu motivieren: durch Rabatte, Skonti zum raschen Zahlen, Sonderrabatte, Saisonrabatte und Discountpreise.
In welche Bereiche wird die Distribution aufgeteilt?
- Strategische Distribution: Vertrieb; direkter oder indirekter Vertrieb, Handelskanäle, Standort, Lager Differenzierung.
- Physische Distribution:Logistik; Transport, Verpackung, Verfügbarkeit.
Definiere den Begriff "Distribution"?
Die Hauptaufgabe der Distribution ist, alle Vorkehrungen zu treffen, um die Produkte eines Herstellers zu den Konsumenten zu bringen und zwar unter den richtigen Bedingungen d.h.:
- die richtige Marktleistung
- im richtigen Zustand
- der richtigen Zielgruppe
- zur richtigen Zeit
- am richtigen Ort
- in der richtigen Ort
- in der richtigen Menge
- mit den richtigen Transportmitteln
- zu den günstigsten Kosten.
Welche sind die wichtigsten Instrumente der Distribution?
- Vertrieb: Absatzkanäle, direkter oder indirekter Vertrieb, Multichannel, E-Commerce.
- Logistik: Lieferbereitschaft, Transportweg und -mittel, Verpackung, Lager.
- Standort: Standortortwahl für Produktion und Lager, just in time.
Was versteht man unter Distributiongrad?
Distributiongrad ist die wichtigste quantitative Zielgrösse der Distribution, insbesondere bei Konsumgütern. Es wird zwischen numerischen und gewichteten Distributiongrad unterschieden.
numerische Distributiongrad:
DB num. = Anzahl Verkaufspunkte für Pro.X sämtliche Verkaufspunkte, die P. X führen
gewichtete Distributiongrad:
DBgew.=Umsatz der Verkaufspunkte für Prod. X Gesamtumsatz der Produktkategorie von X
Nenne die Distributionsziele?
- Numerischer Distributiongrad
- Gewichteter Distributiongrad
- Fixkosten der Distribution
- Variable Kosten der Distribution / Margenverlust
- Flexibilität und Gestaltungsspielraum.
- Entwicklungsmöglichkeit
- Image
- Unabhängigkeit
- Integrationsmöglichkeit
Wie funktioniert direkter und indirekter Vertrieb?
Der direkte Vertrieb wird durch unternehmenseigene Verkaufskanäle organisiert. Direkte Distributionkanäle finden sich häufig bei Dienstleistungen, sie sind aber auch im Investitionsgüter- oder Konsumgütermarketing anzutreffen.
Der indirekte Vertrieb erfolgt durch unternehmensfremde Verkaufskanäle. Indirekte Distributionskanäle sind typisch für Konsumgüter, bei denen ein Hersteller sehr viele Kunden erreichen will und eine Direktansprache aus Kostengründen nicht sinvoll ist.
Die Vertriebskanäle sind für den Weg vom Hersteller bis zum Verbraucher verantwortlich. Sie übernehmen für den Hersteller fünf verschiedene Funktionen. Welche sind diese Funktionen?
- Information: sie sammeln Informationen über die Konsumenten
- Absatzförderung: sie kommunizieren über das bestehende Angebot
- Kontakte: sie suchen neue potenzielle Kunden und stellen den Kontakt zu ihnen her.
- Bestellungen: sie erledigen das Anpassen des Angebots auf die Bedürfnisse der Kundschaft.
- Verhandlungen: sie kümmern um die Einigung mit den Partnern über den Preis der Ware, Lagerung, Konditionen der Lieferung.
Bei den indirekten Vertriebskaälen muss sich das Unternhemen entscheiden, mit welchen Handelspartnern es zusammenarbeiten will. Welche Typen unterscheidet man dabei?
- Grosshandel
- Einzelhandel (Detailhandel)
- Kommissionär
- Handelsvertreter
- Makler
- Versteigerer
Was wird mit der Distributiondifferenzierung festgelegt?
Mit der Distributionsdifferenzierung legt man fest, über wie viele Kanäle das Produkt vertrieben werden soll:
- Intensive Distribution heisst über möglichst viele Kanäle
- Exklusive Distribution heisst über einen einzelnen Kanal
- Selektive Distribution heisst über ein paar auserwählte Kanäle
Welche Arten von Absatzmittlern gibt es?
- Einzelhandel: Elektronic Shopping, Off-Price Stores, Convebience Stores, Factory Outlet, Virtual Shopping.
- Grosshandel: Cash and carry Grosshandel, Rack Jobbing, Freiwillige Ketten.
- Makler und Agenten: Sie bieten nicht Waren an, sondern vermitteln gegen Provision Käufe und Verkäufe.
Nenne Kriterien des Einzelhandels?
- Nachdem Umfang des Warenangebots: Warenhäuser, Supermärkte, Einkaufszentren
- Nach der Preisgestaltung: Discounthäuser, Lagerhausverkäufer, Ausstellungsräume
- Nach der Art des Geschäftslokals: Automatenverkauf, Versandhandel, Ladengeschäft
Nenne Vor- und Nachteile von E-Shopping?
Vorteile:
- Kostenersparnis auf Verkaufslokale und -personal.
- Bestellung kann jeder Zeit erfolgen
- Kunden haben grössere Auswahl
Nachteile:
- Es findet kein sozialer Kontakt statt
- Eignet sich weniger für Produkte, die man anfühlen, riechen oder schmeccken kann.
- Die Sicherheit der Zahlung ist bezweifelt.
Wie funktionieren Off-Price-Stores?
Markenartikel werden zu tieferen Preis verkauft als in anderen Einzelhandels-Unternehmen. Inder Regel werden nur qualitativ hochstehende Produkte angeboten, manchmal auch veraltete oder leicht fehlerhafte Produkte.
Wie funktionieren Convenience Stores?
Sie haben ein begrenztes Sortiment an Lebensmitteln und Waren de täglichen Bedarfs. Man findet sie zum Beispiel bei Tankstellen oder an Bahnhöfen, die den Vorteil haben, nicht an die Ladenöffnungszeiten gebunden zu sein.
Was ist ein Factory Outlet?
Die Hersteller setzen überschüssige Ware zu günstigen Preisen ab. Die Verkaufsräume sind einfach gestaltet, auf Service, Beratung und Bedienung wird verzichtet.
Vorteile für den Hersteller:
- Tiefe Kosten für Ausstattung der Verkaufsräume
- Profitieren vom Know-how des Betreibers des FOCs
Was ist die Aufgabe des Grosshandels?
Seine Aufgabe ist der Verkauf von Waren an Weiterverkäufer und gewerbliche Verbraucher z.B. Gemüse an Restaurants. Er betreibt Verkauf, Einkauf, Sortimentsgestaltung, Lagerhaltung organisiert Transporte usw.
Nenne Kriterien des Grosshandels?
- Nach dem Umfang des Warenangebots in Sortimentsgrosshandel mit einem breiten Sortiment, in Spezialgrosshandel mit einem tiefen Sortiment.
- Nach dem Veredlungsgrad der Waren in Fertigwarengrosshandel z.B. Schmuckgrosshandel, in Roh- und grundstofforientierten Grosshandel.
- Nach der Marktorientierung in Beschaffungsorientierten Grosshandel, Import- und Exportgrosshandel.
Wie funktioniert Cash and Carry Grosshandel?
Es ist für Weiterverarbeiter, Wiederverkäufer und gewerbliche Verwender geeignet. Käufer bedient sich selber. Hat ein breites Sortiment von Nahrungs- und Genussmitteln sowie Ge- und Verbrauchsgütern.
Was bedeutet ein Rack Jobbing?
Es bezeichnet man als Regalgrosshandel. Der Lieferant liefert die Ware direkt in die Regale des Einzelhandels. Diese Verkaufsform eignet sich für problemlose Non-Food- Artikel, die der Kunde täglich braucht.
Welche vier Dimensionen muss man bei der Wahl eines Distributionspartners berücksichtigen?
- Die Länge des Vertriebswegs: in dieser Dimension werden die Anzahl Handelsstufen zwischen dem Produzenten und dem Konsumenten bestimm.
- Die Tiefe des Vertriebswegs umschreibt, wie viele verschiedene Arten von Absatzmittlern es auf jeder Handelsstufe gibt.
- Die Breite des Vertriebswegs bezeichnet die Anzahl von gleichartigen Absatzmittlern auf jeder Handelsstufe.
- Das Vertriebssystem bezeichnet die Art der Zusammenarbeit des Herstellers mit den Absatzmittlern.
Nenne Entscheidungskriterien für die Wahl des Vertriebssystems?
- Grad der Funktionserfüllung
- Distributiongrad
- Kosten und Erträge
- Flexibilität des Absatzkanals
- Entwicklungsmöglichkeit
Nenne Vor- und Nachteile des direkten Vertriebs?
Vorteile:
- weniger Abhängigkeit von Distributionkanälen
- bessere Kundenbeziehung
- rasche und klare Informationen vom Markt
- bessere Preisbestimmung
Nachteile:
- hohe Infrastrukturkosten
- grosses Risiko
- fehlende Sortimentsbreite
- das ganze Vertriebssystem muss selbst aufgebaut werden.
Nenne Vor- und Nachteile des indirekten Vertriebs?
Vorteile:
- geringe Kapitalbindung
- bietet dem Kunden attraktives Sortiment an
- Reduzierung der Vertriebs- und Logistikkosten
Nachteile:
- keine direkte Kundenbeziehung
- weniger Informationen vom Markt
- weniger Einfluss auf den eigenen Marktauftritt
Gesellschaftliche Veränderungen und ein verändertes Kundenverhalten fordern neue Formen der Angebotsgestaltung. Welche sind diese neue Vertriebsformen?
- Multichannel-Strategie
- Key.Account-Management
- Category Management
- Franchising
- weitere neue Angebotformen und Sonderformen: Bahnhof-Shopping, landwirtschaftliche Direktmarketing, Strukturvertrieb
Was versteht man unter der physischen Distribution oder Logistik?
Man versteht alle Massnahmen der Warenverschiebung vom Hersteller zum Produktverwender. Logistik befasst sich vorwiegend mit: Lieferservice, Auftragsabwicklung, Lagerbewirtschaftung, Transport und Verpackung.
Um welche Aufgabe geht es bei der physischen Distribution?
Das richtige Produkt, im richtigen Zustand, in der richtigen Menge, zur der richtigen Zeit, an den richtigen Ort zu den geringsten Kosten zu liefern.