Marketing HWD Teil C-D
technische Kaufleute
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Lernkarten
Was sind 4`s?
Marketingmix wird in folgende Sub-mixe unterteilt.
- Produkt und Sortiment
- Preis
- Distribution und
- Kommunikation
Was sind die Instrumente des Unternehmens zur Marktbearbeitung?
- Produkt
- Preis
- Kommunikation
- Distribution
Das Unternehmen muss die Schwerpunkte des Marketingmixes festlegen. Wofür kann es sich entscheiden?
Es kann sich entscheiden für:
- besondere Produktmerkmale
- besondere Verkaufsformen und Werbemassnahmen,
- ein besonders hochstehendes Verteilsystem oder
- besondere Preisvorteile
In welche vier Kategorien teilt R. Kühn die Instrumente?
- Dominierende Instrumente: grosser Freiheitsgrad, grosse Absatzbedeutung.
- Standardinstrumente: geringer Freiheitsgrad, grosse Absatzbedeutung.
- Komplementäre Instrumente: mittlerer Freiheitsgrad, mittlere Absatzbedeutung
- Marginale Instrumente: Mittlerer Freiheitsgrad, geringe Absatzbedeutung
Was bedeutet Harmonie des Marketingmixes?
Nur wenn sämtliche Instrumente fein aufeinander abgestimmt sind, wirkt die Leistung oder das Angebot als überzeugendes Ganzes. Besonders wichtig ist, dass Werbung und Informationen gut auf die übrigen Elemente abgestimmt sind.
Wann ist der Marketingmix gelungen?
Der Marketingmix ist dann gelungen, wenn jedes dieser Instrumente den richtigen Stellenwert im Ganzen hat, wenn sie untereinander abgestimmt sind und wenn der Mix sich von dem Konkurrenz unterscheidet.
Was ist ein operativer Marketingplan und was gehört in einen Massnahmenplan?
Der operative Marketingplan enthält die detaillierte Ausführung aller vorgängig getroffenen Entscheidungen und Massnahmen. In einen Massnahmenplan gehören:
- Beschreibung der Massnahme,
- Terminplan (was, wann, wo)
- Verantwortlich für die Durchführung und für die kontrolle
Worum geht es bei der Planung der notwendigen Ressoursen?
Bei der Planung der notwendigen Ressourcen werden zu den 4 P`s noch folgende 3 P`s hinnzugefügt:
- Personnel - Ressourcen in personeller Hinsicht
- Physical Facilities - Anlagen und Finanzen
- Process - Abläufe
Was ist ein Produkt?
Das Produkt ist eine Grösse, die aus verschiedenen Dimensionen oder Ebenen besteht:
- aus dem Kernprodukt mit dem Grundnutzen für den Kunden
- aus dem formalen Produkt mit dem einem Bündel von Nebennutzen und
- dem erweiterten Produkt mit Zusatznutzen bestehend aus Kundendienstleistungen , wie Beratung, Instruktion, Wartung, Reparatur usw.
Welche drei Produktdimensionen oder Produktebene werden unterschieden?
- Kernprodukte: bietet den eigentlichen Grundnutzen, den der Kunde durch das Produkt erhält.
- Formales Produkt: Verpackung, Marke, Aussehen (Design, Styling), Attribute
- Erweitertes Produkt: zum erweiterten Produkt gehören Zusatzleistungen in Form von Dienst- und Servecileistungen: Lieferbedingen, Garantieleistungen, Schulung, Service, Installationen.
Was gehört zur Produktqualität?
Produktqualitäten sind:
- der Gebrauchsnutzen: die Funktion des Produkts
- Zuverlässigkeit;
- Haltbarkeit: Lebensdauer
- Normgerechtigkeit und Sicherheit: z.B. Sicherheitsnormen bei elektronischen Apparaten
- Leichtigkeit der Handhabung und Funktionalität,
- Reparaturfreundlich,
- Kundendienst: Umfang, Qualität
- Ästhetik
Welche drei Hauptursachen für Produktinnovation oder Produktentwicklung gibt es?
- die Kunden wünschen neue und bessere Produkte,
- die technische Entwicklung macht neue Lösungen möglich und,
- die Konkurrenz bringt neue Produkte auf den Markt, sodass die Mitanbieter gezwungen sind, sich durch Innovationen zu profilieren.
Welche Phasen durchläuft der Prozess von Neuentwicklungen von Produkten?
- Produktidee und Zielsetzungen
- Suchen und Sammeln von Ideen
- Analyse und Beurteilung ihres möglichen Erfolgs
- Konzept für die Entwicklung
- Technische Entwicklungsarbeit; Prototypen, die getestet werden
- Marktests
- Markteinführung
Welche Punkte werden bei der Konzepterstellung definiert?
Im Konzept ist zu definieren:
- was das Produkt für den Kunden leistet,
- welche Qualitäten es hat,
- wie technisch aufgebaut ist,
- welche Dienstleistungen gemeinsam mit dem Produkt angenoten werden sollen,
- wie es aussieht und
- welche Kosten seine Herstellung verursacht
Nenne die Phasen des Produktlebenszyklus?
- Entwicklung: hohe Kosten für die Forschung und Entwicklung. In dieser Phase wird noch kein Umsatz erzielt.
- Einführung: höhes Risiko , hohe Investitionen für eine intensive Betreuun des Produktes durch Werbung. Noch kein Gewinn.
- Wachstum: steigender Absatz. Die Gewinnschwelle wird überschritten.
- Reife: hohes Marktvolumen, Kampf um Marktanteile, Phase der höchsten Gewinne.
- Säätigung: Umsatz und Gewinne nehmen ab
- Relaunch, revival, Facelifting:
- Degeneration und Elimination: Rückgang der Umsätze
Welche Entscheidungsmöglichkeiten hinsichtlich neuer und bestehender Produkte hat ein Unternehmen?
- Produktmodifikation
- Produktinnovation
- Produktelimination
- Produktpersistenz
Was wird bei Produktmodifikation gemacht?
Ein Produkt wird in Teilaspekten, aber nicht im Grundkonzept verändert. Das Ziel sind Produktverbesserungen oder - differenzierungen, um bestimmten Zielgruppen besser gerecht werden zu können. Es sind technische Modifikationen, Veränderungen in Design oder in den Zusatzleistungen möglich.
Warum wird die Produktinnovation durchgeführt?
Es gibt 2 Fälle:
- Die Ablösung bisheriger Produkte durch neue, die dasselbe Bedürfnis decken, aber mit anderen technischen Mitteln, in besserer Ausführung z.B. die Ablösung von bwnzinbetreibenden Autos durch Elektromobile
- Die Aufnahme völlig neuer Produkte ins Sortiment, die auf neuen Märkten angeboten werden (Diversifikation). Es kann sich um neue Produkte handeln, aber mit den bestehenden Ähnlichkeit haben.
Was versteht man unter Produktpersistenz?
Die bestehenden Produkte werden beibehalten, weil die Analysen zeigen, dass die Nachfrage auch künftig vorhanden ist und man keine neuen Marktchancen sucht.
Was wird bei Relaunch, Revival und Facelifting Phasen durchgeführt?
- Relaunch: Darunter versteht man eine Überarbeitung sämtlicher Marketingmix-Instrumente, insbesondere auch eine Produktmodifikation oder eine neue Nutzendefinition.
- Revival: ist eine Neulancierungdurch ein neues Werbekonzept auf der Basis der alten Produktpositionierung.
- Facelifting: ist die abgeschächte Form des Revivals, bei der nur äusserlich wirkenden Instrumenten in relativ kleinem Umfang gearbeitet wird (Verpackung, Werbung).
Welche Rolle spielen Design und Styling an der Produktgestaltung?
Design ist Formgebung, Styling ist Ausdrucksgestaltung. Beide schaffen Nebennutzen für den Kunden und werden als Mittel der Produktpositionierung und der Differenzierung eingesetzt.
Welche Aufgaben erfüllt die Verpackung?
Die Verpackung ist eine Nebenleistung. Sie erfüllt wirtschaftliche, technische, ästhetische, psychologische und ökologische Aufgaben. All diese Aspekten der Verpackung lassen sich auf zwei Grundfunktionen verdichten:
- technisch-logistische Aufgaben
- Marketingaufgaben
Nenne die technisch-logistische Aufgaben der Verpackung?
- Schutz der Ware vor Schlägen, Aromaveränderungen, Frischeverlust usw.
- Gewährleistung eines hohen Handlingnutzens für die Verteiler beim Transport, Ein- und Auslagern der Ware.
- Leichte Entsorgung
Nenne die Marketingaufgaben der Verpackung?
- Die Verpackung informiert den Käufer über Inhalt, Zusammensetzung, Verfalldatum, Menge, Preis, Verwendung des Guts.
- Sie gibt dem Produkt ein eigenes Gesicht, weckt die Aufmerksamkeit des Käufers.
- Sie kann ein Gut aufwerten, ihm ein besonders Prestige verleihen.
Was ist eine Marke?
Die Marke ist ein Wahrzeichen auf dem Gütermarkt. Sie vermittelt einem Produkt, einer Produktgruppe oder einem Hersteller eine eigene Bedeutung (Image), macht siie erkennbar, anziehend, von anderen unterschiedbar und bietet dem Kunden eine Garantie hinsichtlich Qualität, Design und Betreuung. Die Marke besteht aus einem Wort- oder Bildzeichen.
Welche Vorteile hat die Marke für Verkäufer und Käufer?
- Für den Käufer: er kann sich auf eine bestimmte Qualität verlassen. Man kann effizient einkaufen, weil das gesuchte Produkt über die Marke schnell identifiziert wird.
- Für den Verkäufer/Hersteller: sie hilft bei der Marktsegmentierung, denn sie ist ein Differenzierungsinstrument, Sie erleichtert die gesamte Bestell- und Auftragsabwicklung.
Welche Markenarten unterscheidet man?
- Hersteller-, Eigen- oder Handelsmarke
- Einzelmarken für ein Produkt, Markenfamilien für eine Gruppe ähnlicher Produkte und Dachmarken für alle Produkte des Herstellers.
- No Names sind die Produkte ohne Namen. Man nennt sie auch Generika. No Names sind einfach und sachlich beschriftet und verpackt und bedeutend günstiger als Markenartikel.
Was ist ein Markenname und was sagt ein guter Markenname aus?
Der Markenname ist ein Schlüsselelement der Marke. Ein guter Markenname:
- sagt etwas über den Produktvorteil aus
- ist prägnant, leicht auszusprechen und leicht zu erinnern (Kodak, Hugo Boss)
- soll auch in anderen Sprachen leich ausgesprochen werden können und dort nichts bedeuten, was der Marke schadet.
Was bedeutet Kundendienst?
Kundendienstleistungen gehören zum erweiterten Produkt. Sie ergänzen es, bereichern es und machen es zu einem Gesamtpaket, das sich im geglückten Fall positiv von den Angeboten der Konkurrenz abhebt.
Wann werben die Serviceleistungen zum Wettbewerbsvorteil?
- wenn sie für den Kunden attraktiv sind, was durch Befragungen herauszufinden ist,
- wenn sie sich von den Leistungen der Konkurrenz unterscheiden, Unternehmen müssen auch hier Profilierungspotenzial ausfindig machen und kreative Lösungen entwickeln.
Nenne die möglichen Serviceleistungen?
- Lieferzuverlässigkeit und breites Sortiment
- rasche Auskünfte, technische Beratung und Betreuung durch geschultes Verkaufspersonal
- Auswahllieferung mit Rückgaberecht, Express- und Hauslieferung
- Service nach dem Kauf: Installations-, Wartungs-, Unterhaltsleitungen
Welche Punkte muss ein Konzept für den Service beinhalten?
- Service
- Qualität
- Form
Was ist ein Sortiment?
Das Sortiment ist die Summe aller Produkte, diee ein Unternehmen anbietet. Hersteller sprechen eher von Programm, der Handel meist vom Sortiment. Jedes Sortiment hat eine bestimmte Breite und Tiefe.
Was versteht man unter Sortimentstiefe und Produktart?
Sortimentstiefe gibt an, wie viele Varianten von einer Produktart angeboten werden, z.B. die verschiedenen Ausführungen eines Backofens. Je tiefer das Sortiment ist, desto mehr Varianten eines Produktes gibt es.
Unter Produktart versteht man eine Gruppe von Produkten, die die gleichen Kundenbedürfnisse erfüllen und einigermassen homogen sind.
Was verteht man unter Sortimentsbreite?
Sortimentsbreite entsteht durch die Zahl der angebotenen Produktarten. Sie gibt an, wie viele unterschiedliche Varianten einer Produktart im Absatzprogramm angeboten werden. Ein breites Sortiment beinhaltet eine grosse Anzahl verschiedener Produktarten.
Wie viele Gruppen gibt es im Sortiment?
- Einzelne Produkte
- Pproduktgruppen: Es werden verschiedene Produkte einer Prodduktart zusammengefasst z.B. verschiedene Ausführungen eines Handymodells.
- Produktlinien: Sie enthalten verschiedene Produktgruppen, z.B. Kochherde, Backherde, Mikrowellengräte von einem Hersteller
Nenne die Einflussgrössen bei preispolitischen Entscheidungen?
Interne Faktoren:
- Kostenstruktur
- Marketingziele des Unternehmens
- Marketingmix
- Marketingstrategie
Externe Faktoren:
- Art des Markts und der Nachfrage
- Preise der Konkurrenz
- Preiswahrnehmung der Zielkunden
- Produktlebenszyklus
- weitere externe Grössen
Was sind die Kosten?
Kosten bilden die Untergrenze für den Preis. Der Preis eines Produkts sollte die von ihm verursachten Kosten decken und ein Gewinn einbrigen. Zu den Kosten gehören fixen und die variablen Kosten.
Welche Strategien sind preisbestimmend?
Unternehmen,
- die ihren Gewinn kurzfristig maximieren wollen, tendieren zu höheren Preisen.
- die einen führenden Marktanteil erringen wollen, werden ihre Preise tief ansetzen.
- die führen in der Qualität sein wollen, werden ihre Preise auf einem höheren Niveau halten.
Wann spricht man von einem "Snob Effekt"?
Bei Produkten, die einen hohen Prestigewert haben, wird oft das teurere Produkt dem günstigeren vorgezogen. Man spricht dann von einem Snob Effekt oder von einer inversen Nachfrageelastizität.