Geriatrie

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Geriatrie


P. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Geriatrie, insbesondere im mittleren und späten Erwachsenenalter. Sie behandeln Themen wie Demenz, ihre Symptome, Diagnose und Behandlung, einschließlich medikamentöser Therapien und nicht-medikamentöser Maßnahmen. Auch freiheitsbeschränkende Maßnahmen und deren Indikationen werden erläutert. Die Karteikarten richten sich an Mediziner und Pflegekräfte, die sich auf die Betreuung älterer Patienten spezialisieren und ein tiefes Verständnis für altersbedingte Erkrankungen und deren Management benötigen.
Cartes-fiches
29
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
27.03.2019 / 25.05.2021

Cartes-fiches

Alterstheorien - verschiedene Ansätze

- Lebenslaufmodelle

- Traditionelle Ansätze

- Moderne Ansätze

- Meta-Modell von Entwicklung

Konzept der Entwicklungsaufgabe (Havighurst)

- Aufgaben einer Lebensperiode

- Erfolgreich bewältigt = Führt zum Gelingen späterer Aufgaben

- Misslingen = Schwierigkeiten bei späteren Aufgaben

Stufenmodell nach Havighurst

- Säuglingsalter/Kleinkind: Gehen und essen lernen, Sprachentwicklung

- Kindheit: Geschlechterrolle, Mitwirken in der Gemeinschaft, Regeln lernen (Werte und Normen)

- Pubertät/Adoleszenz: Körperlicher Reifung, Erwerb der Geschlechterrolle und Identität, Verhalten in Peergroup und in Beziehungen

- Frühes Erwachsenenalter (20-30): Partnerwahl, Familiengründung, Kinder, Berufskarriere

- Mittleres Erwachsenenalter: Erziehung, Entwicklung der Berufskarriere

- Spätes Erwachsenenalter: Übernahme sozialer unf öffentlicher Verantwortung

- Pensionierung: Umgang mit Verlust und Endlichkeit (Körperkräfte oder Lebenspartner)

So-Modell nach Baltes

- Selektion: Auswahl eines Bereiches, sich auf etwas beschränken

- Optimierung: Optimierung der Leistung durch Auseinandersetzung mit dem Thema

- Kompensation: Fertigkeiten und Strategien einsetzen umd Defizite auszugleichen. Prozess kann bewusst oder unbewusst stattfinden.

Akute Verwirrtheit

Delirium, Durchgangssyndrom

- Ist reversibel

- Dauer: meist nur Stunden oder Tage

 

Ursachen

Medizinisch: Fieber, Herzinsuffizien, Ateminsuffizienz, TGA, TIA, Hormonstörung, Vitaminmangel, Elektrolytverschiebung, Dehydratation, Hypotonie, Infekt -> Sepsis

Iatrogen (ärztlich): Polypharmazie -> evtl. Nebenwirkungen, lange Narkosen

Vergiftungen: Sepsis, Alkohol, Medikamente, Gase, Drogen

Soziale Ursachen: Ortswechsel, Verlust einer engen Bezugsperson

Symptome:

- Desorientierung

Chronische Form

Entsteht langsam, nimmt über Monate oder Jahre zu

Demenzielle Erkrankung

Irreversibel

Verwirrt bei Depressionen

Ähnliche Symptome. Das Verhalten der Betroffenen ist meist unangepasst oder seltsam - meist von kurzer Dauer. Betroffene könne Dinge nicht richtig sehen oder hören.

Demenz

erworbener Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit mit zunehmenden Verlust der kognitiven Fhähigkeiten

Demenzformen

Primäre Demenz

Ursache liegt direkt im Gehirn

- Alzheimer Demenz (60-70%)

- Vaskuläre Demenu oder Multiinfarktdemenz (20%)

 

Sekundäre Demenz 

Folgen einer anderen Grunderkrankung

- Hirntumuore, Infektionen

- langjährige Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit

Histopathologie Alzheimer Demenz

Abbau von Membranprotein -> Wasserlösliche Eiweissbruchstücke -> neuritische Plaque (senile Plaque) -> Neurofibrillen (Tangles)

Pathologie Demenz

Verlust der Neuronen und synaptischen Verbindungen

schwere Demenz: bis zu 40% Verlust der Neuronen

globale Atrophie (schrumpfen des Hirns) innen und äussere Masse

Vaskuläre Demenz - Ursachen

Ursachen:

- Stroke / TIA

- Multiinfarkte

- Small-Vessel-Disease (Morbus Binswanger)

Demenz - Diagnose

MCI (Mild cognitive Impairment)

- MMSE (Minimentalssystemtest)

- Uhrentest

- DenTect

 

Biomarker aus Serum oder Liquor (Amyloid-beta 42 Peptids, erhöhtes Tau-Protein und sTrem2)

MRI

Demenz - Primärsymptome

6A

- Amnesie

- Aphasie (Wortfindungsstörung)

- Apraxie (Unfähigkeit erlernte Bewegungen auszufüren)

- Agnosie (Erkennungsstörungen von Gesichtern und Gegenständen)

- Abstraktionsfähigkeitsverlust (Fähigkeitverlust des logischen Denkens, Zusammenhängen erkennen)

- Assessmentstörung (Urteilsfähigkeitsverlust)

Demenz - Sekundärsymptome

Psychische Veränderungen

- Ängste und Phobien

- Abwehrverhalten und Aggressionen

- Wahnsymptome

 

Verhaltensstörungen

- Apathie und sozialer Rückzug

- Wiederholungen

- Gestörter Tag-Nacht-Rhythmus

Beginnende Aggressivität - Zeichen

- Zusammengepresst Lippen

- Verengte Augen

- Zusammenbeissen der Zähne

- Geballte Fäuste

- Angespannte Körperhaltung

Vaskuläre Demenz - Symptome

plötzliche auftretende Symptome aufgrund eines Infarkts, Symptome können sich bessern oder verstärken (zB. Bei Multiinfarktsyndrom)

- Sprach-, Aufmerksamkeits und Denkschwierigkeiten

- Gedächtnisschwierigkeiten stehen nicht im Vordergrund

- Stimmungsschwankungen und Depressionen

- körperliche Schwäche und Lähmungen

- epileptische Anfälle

Demenz - Frühstadium

Symptome

- Merkfähigkeitsstörung

- Wortfindungsstörungen

- Verhaltensänderung

- Schwierigkeiten bei komplexen Verrichtungen

- Sozialer Rückzug

Demenz - Mittleres Stadium

Symptome

- Zunehmender Verlust des Auffasssungs- und Urteilsvermögens

- Störung der Orientierung

- Aphasie, Apraxie

- Angst und Depression

Demenz - spätes Stadium

Symptome

- Massive Verhaltensstörungen

- Unruhe, umgekehrter Tag-Nach-Rhythmus

- Schreien

- Antriebslosigkeit, Apathie

- Verlust der Persönlichkeit, unverständliche Verhalten

Demenz - Behandlung

- Nichtmedikamentös

- Medikamentös

- Beratung

- Internistische Basistherapie

Demenz - medikamentöse Therapie

Antidementive (Neurotropika)

 

Cholinesterasehemmer

- Acricept

- Reminyl

 

versuchen über eine Hemmung der Acetylcholin abbauenden Cholinesterase den Acetylcholinmangel im Gehirn zu bessern

Vorsorgeauftrag

Eine handlungsfähige Person kann einen Vorsorgeauftrag, für den Fall einer eigenen Handlungsunfähigkeit, machen.

 

Formvorschrift: von Hand geschrieben oder von einem Notar beglaubigt, datiert und unterzeichnet

Patientenverfügung

Teil des Vorsorgeauftrag, kommt bei einer Urteilunsfähigkeit zum Einsatz, Vertrauensperson bestimmt

Entscheidungen: 

- medizinische Anordnungen

- Betreuung / Begleitung

- Nach dem Tod

Freiheitsbeschränkende Massnahmen (fbM)

Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit liegt vor, wenn eine Person den Willen zur Fortbewegung hat aber durch die Massnahmen daran gehindert wird.

Liegen nicht vor, wenn der konkrete Wille zur Fortbewegung fehlt

Indikationen für eine freiheitsbeschränkende Massnahmen (fbM)

- Schutz vor Unfällen oder Verletzungen

- Schutz vor Selbstgefährdung

- Schutz vor therapeutischen Massnahmen (VW, Katheter)

- Schutz vor Drittpersonen vor Belästigung

 

Massnahmen müssen schriftlich durch einen Arzt für einen bestimmten Zeitraum angeordnet werden.

Was gilt als Freiheitsbeschränkende Massnahmen (fbM)

- Unterbringung in einer geschlossenen Umgebung

- Bettgitter, Gurten, Spezialdecken,

- Blockieren am mit dem Tisch

- Medikamenten- Abe mit dem Ziel, den Bewegungsdranz zu unterdrücken (Neuroleptika, Benzodiazepine)

 

Nicht als fbM gelten Psychopharmaka zur Behandlung von Wahn, halluzinationen, Angst oder Schlaflosigkeit (muss jedoch indiziert sein)

Demenzielle/verwirrte Person - Integrative Validation nach Richard

Krise -> Unruhe, Aufregung Sorge, Angst

 

Vorgehen:und 

- Gefühle wahrnehmen und erspüren

- Validieren der Gefühle und Antrieb

- Annehmen, akzeptieren und wertschätzen

- Allgemein Validieren mit Sprichwörter, Lieder, Gebete

Snoezelen - Wirkung

- Verbesserung der Lebensqualität

- Zugang und Kommunikationsmöglichkeiten finden

- Individuelle Bedürfnisse erkennen und befriedigen

(Licht, Wärme, Klänge, Duft, Tasten etc.)

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