HF 18 Block 04 Wasser und Elektrolyte Infusionen

Lernkartei zur Zusatzvorlesung Wasser und Elektrolyte Infusionen

Lernkartei zur Zusatzvorlesung Wasser und Elektrolyte Infusionen


A. K.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen von Wasser und Elektrolyten im menschlichen Körper, geeignet für den Mittelschulbereich. Sie erklären die Bedeutung von Wasser, Osmolarität und verschiedenen Lösungen wie Glucoselösungen, Vollelektrolytlösungen und Kochsalzlösungen. Die Karteikarten decken Indikationen, Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen von Infusionen ab, sowie die Regulation des Wasserhaushalts und die Rolle von Hormonen wie Aldosteron und Renin. Ideal für Medizinstudenten, die ein solides Verständnis der Flüssigkeits- und Elektrolytbalance benötigen.
Cartes-fiches
26
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
25.03.2019 / 25.08.2025

Cartes-fiches

Wie setzt sich die Wasserbilanz des Menschen zusammen?

zufuhr: 2.5l am Tag, davon 1.3 l Getränke, 0,9 l mit der nahrung, 0,3 l durch oxidationwasser

abgabe: 2.5 l am Tag, davon 1.5 l Urin, 0.9 l aus Atmung und über die Haut, 0,1 l durch Stuhl

 

Ein Defizit ehöht den Durst

Ein Überschuss erhöht die Ausscheidung

Männer und Frauen haben gleich viel Wasser im Körper.

Wieviel Prozent Wasser hat ein Mensch im Körper?

Jung: 53% (Frau) bis 64% (Mann)

Alt: 46% (Frau) bis 53% (Mann) 

Wo befindet sich das meiste Wasser im Körper?

Im Zellwasser (35%), im Intersitium (19%), Im Blutplasma 4.5 %), transzelluläres wasser (1.5%)

Das Vorherrschende Kation in der Zelle ist Kalium.

Das Vorherrschende Kation ausserhalb der Zelle ist Natrium.

Was ist der Unterschied zwischen Diffusion und Osmose?

Diffusion bezeichnet Konzentrationsausgleich in einer Lösung durch Molekularbewegung

Osmose bezeichnet Konzentrationsausgleich in einer Lösung durch Wasserbewegung

Was ist Osmolarität?

Die Osmolarität gibt die Stoffmengenkonzentration der osmotisch aktiven Teilchen einer Lösung an.

Die Osmolarität bestimmt die Verteilung des Wassers zwischen den verschiedenen Gewebekompartimenten

Was bedeuted Isotonie?

Isotonie bedeutet, dass eine Lösung dieselbe Osmolarität ausweist wie das Plasma.

Was bedeuted Hyptononie im Bezug auf Tonizität?

 Lösung mit niedrigerer Osmolarität als Plasma (Schwellung durch Wassereinstrom)

Was bedeuted Hypertonie im Bezug auf Tonizität?

 Lösung mit höherer Osmolarität als Plasma (Schrumpfung durch Wasserentzug)

Wie reguliert der Körper den Wasserhaushalt bei Wassermangel?

Durch erhöhte Osmolarität wird Durst ausgelöst, der Körper versucht mehr Wasser aufzunehmen. Der Körper schüttet ADH (Antidiuretisches Hormon) aus und vermindert somit die Wasserausscheidung. 

Wie reguliert der Körper den Wasserhaushalt bei Wasserüberschuss?

Durch reduzierte Osmolarität wird Durst gehemmt, der Körper versucht mehr Wasser auszuscheiden. Der Körper schüttet weniger ADH (Antidiuretisches Hormon) aus und regt somit die Wasserausscheidung an. 

Wie wird die Osmoregulation im Körper reguliert?

Durch das RAAS System.

Was macht das Renin Hormon?

Es formt Angiotensin 1 in Angiotensin 2 um

Was macht Aldosteron?

Es entzieht dem Urin Natrium

Welche indikationen für eine Infusionstherapie gibt es?

  • Erhaltungstherapie Wiederherstellung und/oder Stabilisierung der vitalen Funktionen des Menschen
  • parenterale Ernährung Bereitstellung von Grundnahrungsstoffen (Fett, Eiweiss, Kohlenhydrate, Vitamine und Spurenelementen
  • Ersatztherapie Ausgleich von Verlusten (Diarrhö, Erbrechen, Blutverlust)
  • Medikamentenbehandlung Infusion als Trägerlösung für Medikamente 

Was sind die Ziele der Infusionstherapie?

  • Isovolämie Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsvolumens
  • Isoionie die Korrektur bzw. Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen Elektrolytkonzentration und deren Zusammensetzung
  • Isotonie die Wiederherstellung / Aufrechterhaltung eines konstanten osmotischen Drucks
  • Homöostase Regulierung der Osmolarität

Was bedeuted "Basisbedarf Volumen"? Wie viel Basisbedarf hat ein Erwachsener?

Flüssigkeitsmenge, die jemand braucht, wenn er kein Wasser zu sich nimmt. 

  • Erwachsene: 0.5 - 1 ml/kg KG/h Bsp.: 60 kg = 60 ml/h

Wie kann man den Volumenstatus einschätzen?

Klinische Zeichen:

  • Durstgefühl, Turgor, Schleimhäute, bei Säuglinge Fontanellen, eingesunkene Augen
  • Bewusstsein

Andere Zeichen:

  • BD, HF, Pulsqualität
  • Urinausscheidung, Drainagen, Magensonde etc.
  • Lactatkonzentration, Basendefizit

Sämtliche Infusionslösungen sind Medikamente, deren unerwünschte Wirkungen bei fehlender bzw. falscher Indikation oder unsachgemässer Dosierung den jeweiligen Nutzen überwiegen können.

Was sind unerwünschte Wirkungen bei der Volumentherapie?

Hypervolämie:

  • Gewichtszunahme, Schwellung, Anasarka
  • Pulmonale Dysfunktion (Lungenödem)
  • BD–Anstieg

Dilution (Verdünnungseffekt)

  • Hämatokrit - Abfall
  • Gerinnungsstörung

Temperaturabfall 

Was ist der Unterschied zwischen Kristalloiden und Kolloiden Lösungen?

Kristalloide

  • Lösungen bei denen das Vorhandensein von dispersen Teilen ultramikroskopisch nicht sichtbar ist (<1 nm)

 

Kolloide

  • Lösungen bei denen das Vorhandensein von dispersen Teilen ultramikroskopisch sichtbar ist (1-100 nm) 

Was sind die Indikationen für Isotonische Kochsalzlösung (NaCl 0.9%)?

 Hyperkaliämie, Trägersubstanz von Medikamenten

Was sind die Indikationen für Vollelektrolytlösungen oder balancierte Lösungen?

 Volumen bei norm. Elektrolyten, Isotone Dehydratation, Ersatz von kleineren Blutverlusten, Trägerlösung für Medis

Was sind die Indikationen von Glucoselösungen?

Teil einer parenteralen Ernährung Trägerlösung von Medikamenten, Therapie der Hypoglykämien z.B. G 20% oder G 40%, Hypernatriämie

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