Stoffwechsel und Ernährung - Magen, Darm, Leber und Pankreas

Stoffwechsel und Ernährung - Magen, Darm, Leber und Pankreas

Stoffwechsel und Ernährung - Magen, Darm, Leber und Pankreas


P. S.
Diese Lernkarten behandeln den Stoffwechsel und die Ernährung, mit Fokus auf Magen, Darm, Leber und Pankreas. Sie erklären die Funktionen von Insulin, Glukagon und anderen Hormonen, die Rolle der Zellen und Drüsen, sowie die Prozesse wie Glykogenabbau und Glukoseneubildung. Die Karteikarten sind für Medizinstudenten und Gesundheitsfachleute geeignet, die ihr Verständnis der endokrinen und exokrinen Funktionen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
15
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
23.03.2019 / 28.12.2025

Cartes-fiches

Energiebedarf des Menschen

- Energie mittels Nahrungsmittel zu sich nehmen

- Katabolismus / Anabolismus

- Hauptnährstoffe: Fett, Eiweisse, Kohlenhydrate

- Beim Abbau der Nährstoffe wird Wärmeenergie freigesetzt (Aufrechterhaltung der Körpertemperatur)

- Energiegehalt: Joule (J) oder Kalorie (cal)

- 1 Kilokalorie = Aufwärmen eines Liter Wasers von 14 auf 15 °C

- Energieumsatz: Watt (W)

 

Energiebedarf / -umsatz

Faustregel:

Mann ca. 2500 - 4000 kcal (leichte Arbeit bis Schwerstarbeit)

Frau ca. 2100 - 4000 kcal (leichte Arbeit bis Schwerstarbeit)

 

Stoffwechsel (Metabolismus)

Katabolismus: Energieliefernder Stoffwechselprozess - durch Zerlegung und Verbrennung wird Energie freigesetzt, zur ATP Protuktion

Anabolismus: Aufbau neuer Zellen (Synthese, Aufbauvorgang) unter ATP - Bildung neuer Strukturen/Zellen

Wie heisst die Erkrankung im Fachausdruck, bei welcher die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert?

Welche Folgen entstehen daraus?

Diabetes mellitus, Typ I und II

Diabetes liegt vor, wenn Nüchternblutzuckerwert über 7 mmol/l liegt

Typ I (5-10 %)

- Ursachen: Autoimunkrankheit - Zerstörung der Beta Zellen des Pankreas - durch Viruserkrankheit begünstigt

- Folgen: Absoluter Insulinmangel

- Therapie: Insulin (subcutan), angepasste Ernährung (kein EinfachZucker) und Bewegung

Typ II (90 %)

Ursachen: Übergewicht und Bewegungsmangel - Überproduktion von Insulin und somit Insulinresistenz an den Insulinrezeptoren - bis Überproduktion Erschöpfung erwirkt und somit zur Verminderung oder sogar Versagen der Insulinprodutkion

Folgen: Verminderte Insulinwirkung an Leber, Muskeln und Fettzellen - Verminderung/Versagen der Insulinproduktion

Therapie: Diät, Bewegung, orale Antidiabetika (Anregung der Pankreas zur Insulinproduktion) bis hin zur Insulininjektion (subcutan)

 

 


Umrechnung mg/dl und mmol/l

mg/dl x 0.05555 = mmol/l

mmol/l x 18.0182 = mg/dl

hyperglykämisches Koma (coma diabeticum)

lebensbedrohlich

Klinische Anzeichen

- Präkoma: Polyurie, Durst, Exikkose, Schwäche, Tachypnoe, Übelkeit/Erbrechen, Fieber

- Koma: starke Exikkose, Tachycardie, Oligurie, Hypotonie, Anurie, EKG-Veränderungen

 

Klinischer Verlauf

- hyperosmolares Coma (Typ 2)

- ketoazidotisches Coma (Typ 1 und 2)

Was bedeutet exokrin und endokrin?

exokrin: Abgabe von Sekret durch Drüsen oder Drüsenzellen an äussere (Haut) oder innere Oberflächen (Darmlumen, Urogenitaltrakt) abgeben - nicht in die Blutbahn

- Schweissdrüsen

- Speicheldrüsen

- Samenblase

- Prostata

 

endokrin: Abgabe von Sekret durch Drüsen oder Drüsenzellen in die Blutbahn

 

gemischte Form: z.B. Pankreas - gibt die Sekrete sowohl ins Darmlumen, wie auch in die Blutbahn ab

Welche Stoffe produziert das Pankreas und wo/wie gibt es diese ab?

endokrine Stoffe: Langerhans-Zellen

A-Zellen: Glucagon (Eiweissormon, Gegenspieler von Insulin, fördert den Glykogenabbau sowie Glukoseneubildung (Glukoneogenese) aus Laktat und erhöht den Blutglukosespieler)

B-Zellen (Hauptmasse der Inselzellen): Insulin (Peptidhormon, Senkung des Blutzuckerspiegels, Schlüssel im Schlüssel-Schloss-Prinzip)

D-Zellen: Somatostatin (Verdauungshormon, Peptidhormon)

 

exokrine Stoffe

- Bicarbonat (ca. 1.5 l/d Pankreassaft), HCO-3

- Tripsinogen

- Chymotripsinogen

- Charboxypeptidase

- Alpha-Amylase (Kohlenhydratspaltung)

- Lypase (Fettspaltung)

Welcher Stoff wird in den B-Zellen der Langerhans-Inselzellen produziert?

Insulin

Welche Aufgabe hat das Hormon Glukagon?

Eiweisshormonm, katabol (abbauend)

Fördert den Glykogenabbau (in der Leber) -> Glykogenolyse

mit Aminosäuren (enthalten Stickstoff) Glukoseneubildung (Glukoneogenese) aus Laktat

 

Wie heisst das in den D-Zellen des Pankreas produzierte Hormon?

Somatostatin

- Hemmt die Magensäuresekretion

- hemmt die exokrine Sekretion von Pankreasenzyme

- hemmt die Peristaltik (Wellenförmige Kontraktion von glatten Muskelzellen) des Magens und der oberen Darmabschnitte

Nenne den Normalwert der Glucosekonzentration im Blutplasma.

2.4 - 7.0 mmol/l

< 2.4 = Hypoglykämie

> 7.0 (nüchtern) = Hyperglykämie

Ab welcher Glucosekonzentration wird Zucker im Urin nachweisbar?

> 10 mmol/l

Glukosurie = Glukose im Urin

Was bedeutet Nieren-Schwellenwert?

maximale Kapazität der Niere für die Rückresorption bestimmer Substanzen (z.B. Glukose)

Nenne drei Monosaccharide

Einfachzucker - Monosaccharide - Grundeinheit der Kohlenhydrate (Bausteine aller Kohlenhadrat)

Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fructose), Schleimzucker (Galaktose - Bestandteil des Milchzuckers) z.B. Obst, Honig, Weissmehl

 

Zweifachzucker - Disachharide

Mehrfachzucker - Oligosaccaride

Vielfachzucker . Polysachharide

Étudier