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Lernkarten
Nenne ein paar der 10 Tips für Kritische Situationen im Verkauf
- Verkürzung des Meetings: Zeitlich Druck machen wegen darauffolgenden Termin
- Ein bisschen Verwirrung stiften: Ablenken vor dem Gespräch um Kunde zu lockern von Anspannung
- Unterbrechungen erreichen: Unterbrechen mit Zwischenfrage um Zeit zu schaffen für Argumente
- Zuspielen der Bälle: Naussen hin gestärkte Einigkeit demonstrieren
- Gegenseitige Unterstützung: Wenn einer nicht weiter weiss, Wort ergreifen.
- Bekundung von Gemeinsamkeiten
- Fragetechnik
- Bagatellisierung: Fehler eingestehen, auf Lösungsmöglichkeiten hinweisen.
- (Ablehnung): Vorwürfe verneinen, ggf. Beweise verlangen
- Schuldzuweisung: Aufzeigen wenn möglich, wo auch andere Firmen/Personen Mitschuld tragen
Nenne die 3 Möglichen Gründe für Einwände
- Einwände liegen beim Kunden: er ist misstrauisch, rechthaberisch
- Einwände liegen bei der Marktleistung: ist zu teuer, ist nicht nach seinem Geschmack
- Einwände liegen beim Verkäufer: er wirkt unsicher, nicht kompetent, unsympathisch
Nänne zwei Arten von Einwänden
- Echte Einwände: sachlich begründet
- Unechte Einwände: Vorwände des Kunden
Welche Formel verwendet man bei der Behandlung von Einwänden?
VERA-Formel
- V = Verständnis aufbringen
- E = Einwand in Frage umwandeln
- R = Repetition des Einwands in Frageform
- A = Antworten
Welche Informationen zum Projekt müssen vorhanden sein bevor ein Angebot erstellt werden kann?
- Die Bedürfnisse und die Erwartungen des Kunden sind klar.
- Ein Budget ist vorhanden.
- Die am Entscheidungsprozess beteiligten Personen sind bekannt.
- Der Entscheidungsprozess ist bekannt.
Wie wird eine Offerte unterteilt?
- Sachlicher Teil: Klare vollständige Angaben
Preis immer auf Menge beziehen, Rabatte (Mengen, Staffel, Treue, Jahres etc.), Lieferbedingungen + Preis (Bestellmenge), Zahlungsfristen, Preisnachlass bei schneller Bezahlung (Skonto), Zahlungsmethoden, MwSt., Lieferfrist, Zusatzleistung & DL - Webender Teil: Wahre & sachliche Informationen
Hat das Ziel, das Kaufinteresse des Anfragers zu stärken und sein Vertrauen zu gewinnen.
Nenne die 3 Darstellungsformen von Offerten
- Standardofferte:
Viele Firmen verwenden für schriftliche Routineofferten Formulare, in die die nötigen Angaben nur noch eingefügt werden. - Kurzofferte:
Man verwendet sie, wenn keine weiteren Unterlagen (Prospekte usw.) nötig sind. Das ist z. B. bei Nachbestellungen - Individuelle Offerte:
Geht es um spezielle Artikel oder massgeschneiderte, anspruchsvolle Dienstleistungen, erhält der Kunde eine schriftliche Offerte, die aus-führlich und genau auf seine Wünsche abgestimmt ist.
Angebote beurteilen: Aus welchen zwei Prüfungen besteht der Angebotsvergleich?
- Formale Prüfung: z.B. ob Angebot fristgerecht abgegeben wurde & ob der Ausschreibung/Pflichtenheft entspricht.
- Wirtschaftlichkeitsprüfung: Inhaltliche Aspekte sind anhand des Kriterienkatalogs für die Angebotsbewertung zu beurteilen und Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln.
Welche Hilfsmittel eignen sich für den Prozess der rationalen Entscheidungsfindung?
- Pflichtenheft mit Anforderungsprofil mit klaren Muss- und entsprechenden Soll-Kriterien
- Nutzwertanalysen
- Entscheidungsmatrix (einfach oder gewichtet)
Nenne Merkmale von Messen und Ausstellungen (separat)
- Messen sind zeitlich begrenzte, wiederkehrende Marktveranstaltungen
Vor-rangige Ansprache von Fachbesuchern
- Ausstellungen sind zeitlich begrenzte Marktveranstaltungen
Vor-rangige Ansprache von allgemeinem Publikum
Nenne Vorteile von Messen und Ausstellungen
- Direkter Kontakt zu einer Vielzahl potenzieller Kunden innerhalb eines kurzen Zeitraums
- Feedback zum Produkt- bzw. Dienstleistungsangebot
- Möglichkeit der Selbstdarstellung
- Sensitive Einbeziehung der Interessenten
- Sonstige Aspekte: Überblick Konkurrenzangebot, Erfahrungsaustausch, Forcierung von unternehmerischen Neuerungen
Was sind die Zielgruppen von Messen und Ausstellungen?
- Eigene Mitarbeitende (Verkauf)
- Bestehende Kunden
- Politisches Umfeld: Schweiz, Kantone, Gemeinden
- Potenzielle Kunden
- Absatzmittler, Lieferanten
- Beeinflusser, Opinionleader
- Medien, Journalisten
- Öffentlichkeit
In welche 3 Phasen lässt sich die Ausstelleraktivität unterteilen?
- Vorbereiten
- Ausstellen
- Auswerten
Diese 3 Phasen beschreiben einen Regelkreis, der Unternehmen mit Menschen und Märkten zusammenführt und verbindet.
Was können konkrete Beteiligungsziele eines Ausstellers sein?
- Vorhandene Geschäftskontakte zu Kunden oder Lieferanten zu entwickeln bzw. neue anzubahnen
- Geschäfte und Projekte vorzubereiten oder abzuschliessen
- Die Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens darzustellen
- Die aktuellen Bedürfnisse und Erwartungen des Markts kennenzulernen
- Die Produkt- und Sortimentsgestaltung am Kunden zu orientieren
- Die Preisgestaltung am Kunden und am Markt zu orientieren
- Die Absatzchancen neuer Produkte und Dienstleistungen zu testen
- Aus Kundenbedürfnissen neue Produktideen zu entwickeln
- Persönliche Kontakte für verschiedene Zielsetzungen herzustellen
- Aus Gesprächen Marktinformationen zu gewinnen
Wonach richtet sich die Festlegung der Zielgruppen?
Wird von den Beteiligungszielen abgeleitet.
Nenne ein paar Arten von Messen
- Publikumsmessen
- Fachmessen
- Regionale Messen
- Nationale Messen
- Internationale Messen
Zwischen welchen zwei Arten wird in der Distribution unterschieden?
- Strategische Distribution (Vertrieb: direkter oder indirekter Vertrieb, Handelskanäle, Standort, Lager, Differenzierung)
- Physische Distribution (Logistik: Transport, Verpackung, Verfügbarkeit)
Was ist Distribution und die Hauptaufgaben?
Die Hauptaufgabe der Distribution ist, alle Vorkehrungen zu treffen, um die Produkte eines Herstellers zu den Konsumenten zu bringen, und zwar unter den richtigen Bedingungen, d. h.:
- die richtige Marktleistung
- im richtigen Zustand
- der richtigen Zielgruppe
- zur richtigen Zeit
- am richtigen Ort
- in der richtigen Menge
- mit den richtigen Transportmitteln
- zu den günstigsten Kosten.
Welches sind die 3 wichtigsten Instrumente der Distribution?
- Vertrieb (Absatzkanäle, direkter oder indirekter Vertrieb, Multichannel, E-Commerce)
- Logistik (Lieferbereitschaft, Transportweg und -mittel, Verpackung, Lager)
- Standort (Standortwahl für Produktion und Lager, just in time)
Was ist die wichtigste quantitative Zielgrösse der Distribution?
Distributionsgrad (es wird zwischen numerisch und gewichtetem Distributionsgrad unterschieden)
Nenne die 6 Schritte im Entscheidungsprozess der Distribution
- Distributionsziele
- Direkter oder indirekter Vertrieb?
- nur wenn indirekter Vertrieb: Wahl der Distributionspartner
- direkter Vertrieb: Organisation und Koordination der Distribution
- Motivation der Distributionsorgane
- Kontrolle der Distribution
Nenne die 5 Funktionen der Vertriebskanäle
- Information: Sie sammeln Informationen über die Konsu-menten, die Hersteller und andere Distribu-tionsteilnehmer und leiten diese weiter.
- Absatzförderung: Sie kommunizieren über das bestehende Angebot.
- Kontakte: Sie suchen neue potenzielle Kunden und stellen den Kontakt zu ihnen her.
- Bestellungen: Sie erledigen das Anpassen des Angebots auf die Bedürfnisse der Kundschaft. Dies umfasst die Verarbeitung, das Anpassen, das Zusammensetzen und das Verpacken der Produkte.
- Verhandlungen: Sie sind besorgt darum, dass zwischen den einzelnen Parteien im Distributionsnetz eine Einigung über den Preis der Ware und weitere Konditionen der Lieferung oder Lagerung erzielt wird.
Wo findet man direkte Distributionskanäle?
Häufig bei Dienstleistungen, sie sind aber auch im Investitionsgüter- oder Konsumgütermarketing anzutreffen.
Wo sind indirekte Distributionskanäle typisch?
Typisch für Konsumgüter, bei denen ein Hersteller sehr viele Kunden erreichen will und eine Direktansprache aus Kostengründen nicht sinnvoll ist.
Bei den indirekten Vertriebskanälen muss sich das Unternehmen entscheiden, mit welchen Handelspartnern es zusammenarbeiten will. Nenne die 6 Handelspartner Typen:
- Grosshandel: Verkauf an Weiterverarbeiter und Wiederverkäufer. Der Absatz der Ware erfolgt ohne Be- und Verarbeitung.
- Einzelhandel (Detailhandel): Verkauf von Dienstleistungen und Produkten an Endverbraucher ohne Be- und Verarbeitung.
- Kommissionär: externes Verkaufsorgan, das im eigenen Namen auf Rechnung des Herstellers Waren verkauft.
- Handelsvertreter: Der Handelsvertreter ist auch selbstständig tätig, aber im Unterschied zum Kommissionär tritt er nicht im eigenen Namen auf, sondern geschäftet im Namen und auf Rechnung des Herstellers.
- Makler: Der Makler vermittelt zwischen dem Verkäufer und dem Käufer, ohne dass er Eigentümer oder Besitzer der Sache wird.
- Versteigerer (Auktionator): Er versteigert in einem Auktionsverfahren die Produkte an den meistbietenden Kunden.
Welche 3 Arten können unterschieden Werden bei der Distributionsdifferenzierung?
- Intensive Distribution: Breite Zahl Geschäftstypen, in möglichst vielen Läden mit unserem Produkt vertreten sein
- Exklusive Distribution: Zahl der Absatzmittler beschränkt, Exklusivverträge mit Händlern
- Selektive Distribution: mehr als einen, aber weniger als alle Zwischenhändler einsetzen
Nenne die 3 Hauptarten von Absatzmittlern
- Einzelhandel
- Grosshandel
- Makler und Agenten
Was ist Multichannel?
Wählt ein Produzent für den Absatz seines Produkts unterschiedliche Absatzkanäle für die einzelnen Zielkundensegmente, so spricht man vom Multichanneling (Mehrkanal-Distribution).
Was ist mit Key Account Management gemeint?
Key Account Management (KAM) wird mit dem Management von Gross- oder Schlüssel-kunden übersetzt. Damit ist die spezielle Betreuung von wichtigen Kunden gemeint.
Was ist Category Management (Warengruppenmanagement)?
Der Begriff Category Management bezeichnet im Marketing die Strukturierung einer Geschäftsstätte im stationären Einzelhandel nach dem Prinzip der Warengruppen. Es wird als organisatorische Voraussetzung einer neuen Form der Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel betrachtet.
Was bedeutet Franchising?
Das Franchising ist eine Variation der Lizenzvergabe in einer umfassenden Form.
Was ist die Definition und Aufgaben der physischen Distribution?
- Die physische Distribution (auch Marketinglogistik genannt) bewegt sich im operativen und taktischen Bereich, also kurz- und mittelfristig.
- Wir verstehen unter Logistik die Gesamtheit der Massnahmen zur Sicherstellung des physischen Warennachschubs oder Planung, Ausführung und Kontrolle von Warenbewegungen innerhalb eines Systems inkl. der dazugehörenden Operationen.
- Konkret geht es in der Regel um die Warenbewegungen vom Hersteller zum Produktverwender.
Nenne die 9 Schritte im Aufbau des Logistik-Konzepts
- Ausgangslage / Situationsanalyse
- Einbezug übergeordneter Richtlinien, Vernetzung mit der Unternehmens- und Marketingstrategie
- Zielsetzungen (qualitativ und quantitativ) wie z. B. Servicegrad, Lagerpolitik
- Massnahmenplan mit Aufbauorganisation, Auftragsabwicklung, Warenfluss (Lager, Transport, Verpackung), Informationsfluss, Lieferservice, Infrastruktur
- Durchführungsplan
- Budget
- Beurteilung und Entscheid
- Realisation / Durchführung
- Kontrolle
Logistik: Nenne die 3 Phasen des Warenflusses (aus Sicht des Produzenten)
- Beschaffungslogistik: Strom der Rohstoffe, Halbfabrikate, Bestandteile, Hilfsstoffe usw. von den Lieferanten zum Produzenten
- Produktionslogistik: Strom dieser Güter in den, durch den und aus dem Produktions-prozess hinaus, verbunden mit einer physischen Veränderung
- Absatzlogistik (= Distributions- oder Marketinglogistik): Strom der fertigen Produkte vom Fertigwarenlager über die allfälligen Absatzmittler bis hin zum Endverbraucher
Welches ist das wichtigste Kriterium in der Distribution?
Der Lieferservice
Nenne ein paar Funktionen eines Lagers
- Zeitlicher Puffer zwischen Herstellung und dem Verbrauch: Mit einer aufwendigen Werbekampagne wird ein neues Produkt eingeführt. Um bereit zu sein, wenn die Nach-frage einsetzt, muss ein grösseres Lager vorhanden sein.
- Garantiert die prompte Lieferbereitschaft: Die Belieferung direkt ab Lager geht um einiges schneller, als wenn die Waren zuerst hergestellt oder beim Lieferanten bestellt werden müssen.
- Erhöht die Flexibilität und die Lieferbereitschaft
Nenne die 9 Distributionsformen
- Einzelgeschäfte
- Märkte
- Zentren
- Häuser
- Ketten
- Discounter
- Fahrender Handel
- Versandhandel
- Web-Plattformen
Was sind die Unterscheidungsmerkmale des Handels?
- Nach der Art des Guts
- Nach der Art des Geschäftssitzes
- Nach der Art der Abnehmer
- Nach der Art der Verkaufsorgane
- Nach geografischen Gesichtspunkten
Warum wählen Unternehmen den Direktvertrieb?
Immer häufiger entscheidet die Effizienz der Distribution über den Geschäftserfolg von Unternehmen.
Nenne die Vorteile des Direktvertriebs?
Vorteile:
- Bessere Kundenbeziehung (Direktkontakt mit Kunden)
- Bessere Preisbestimmung (können selbst den Preis festle-gen)
- Direkter Informationsfluss
- Service in den eigenen Händen (schneller, besser)
- Erhöhte Fachkenntnisse (Fachkompetenz)
- Gute Planbarkeit und eigene Steuerung