Dermatika

BsC Pflege, ZHAW, 2. Semester

BsC Pflege, ZHAW, 2. Semester


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über dermatologische Themen, geeignet für Fachleute und Interessierte. Sie behandeln Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis und Ekzeme, sowie die Anwendung von Glukokortikoiden und deren Wirkungen. Die Karteikarten erklären auch die Bedeutung von Hautpflege, insbesondere bei Säuglingen, Altershaut und verschiedenen Hauttypen, und gehen auf die Vor- und Nachteile lokaler Therapien ein.
Karten
39
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
11.03.2019 / 24.03.2019

Lernkarten

Aufbau der Haut 

Funktion der Haut 

  • Schutzfunktion
    • vor physikalischen, chemicshen und bologischen Einflüssen
  • Absonderung von Schweiss und Talg 
  • Säureschutzmantel: Schutz vor Austrocknung ung Mikroorganismen
  • Sinnesfunktion
    • Tast-, Temperatur und Schmerz 
  • Wärmeregulation
  • Stoffwechselfunktion
  • Immunabwehr 
  • Festigkeit und Elastizität der Haut duch Bindegewebe mit elastischen Fasern und Kollagen 

Penetration

Eindringen in die Hornschicht 

Permeation

Diffusion in tiefere Hautschichten 

Resorption

bestimmte Stoffe können aufgenommen werden 

Resorption kann erhöht sein durch:

  • verletzte Haut 
  • Trockenheit --> häufiges Waschen 
  • Okklusion: Hemmung der Wärme und Feuchtigkeitsabgabe --> Aufqeullen der Epidermis 
  • Erkrankungen, entzündete Haut 
  • Säuglinge: Hautbarriere noch nicht voll ausgepakt
  • verschiedene Areale 
    • z.B Gesicht, Leistenregion, Gesässfalte, Achselhöhle 

transepidermaler Wasserverlust (TEWL)

  • TEWL: Aus dem Körper verdunstet permanente Wasser über die Haut 
  • Je besser die Barriere- oder Schutzfunktion, desto weniger H2O geht verloren. ist die Barriere beschädigt wird mehr Wasser abgegeben
  • Behinderung der TEWL zieht eine Quellung der Hornschicht nach sich 
  • Hauterkrankrungen wie Neurodermitis oder Psoriasis 
    • TEWL deutlich erhöht 
    • Hornschicht trocknet aus 
    • Mikroorganismen können leichter Eindringen --> steiendes Risiko für Allergien, Infektionen und Entzündungen 

Vor und Nachteile der Lokaltherapie 

  • Vorteile
    • Erkranktes Organ ist direkt behandelbar 
    • Geringes Risiko systemischer Nebenwirkungen 
    • Erweiterte Behandlungsmöchlichkeit durch zusätzliche Wirkung der Grundlage 
  • Nachteile 
    • Umständliche, beeinträchtigende Behandlung 
    • Externa sind Fremdstoffe --> Kontaktallergien möglich 

Grundstoffe der Dermatika Grundlagen 

Mischtypen von öligen und wässrigen Bestandteilen 

  • öl in Wasser 
    • kühlend nicht stark fettend 
    • Abwaschbar 
  • Wasser in Öl
    • Fettend 
    • schlecht abwaschbar 

OW Emulsion

  • kühlend, nicht stark fettend 
  • z.B excipial, Hydrolotion
  • Besonderheit: abwaschbar, andere Namen Milch oder Lotio 

 

WO Emulsion

  • fettend, gut grossflächig verteilbar 
  • Beispiel Excipial Lipolotion
  • Besonderheit: Wasserfest 

OW Creme 

  • nicht stark fettend, abwaschbar 
  • Beispiel: Excipial Creme, Bepanthen creme 
  • Besonderheit: bei Mischhaut 

WO Creme 

  • fettend, nicht mit H2O abwaschbar
  • Beispiel: Excipial fettcreme, Linola, Nivea creme 
  • Besonderheit: bei trockener HAut, hält Feuchtigkeit in der Haut zurück 

Fettsalbe 

  • Wasserfrei, stark fettend 
  • Anwendung:
    • extre trockene, schuppende Haut 
    • Hält die Feuchigkeit in der Haut zürück (Oklusiveffekt)
  • Beispiel:
    • Excipial Tessalbe, Vaseline, Mandelölsalbe 
  • Besonderheit:
    • keine Anwendung auf entzündlichenr HAut oder nässende Hautveränderungen 
    • Mandelölsalbe: Kinderhaut 

Paste 

  • Wirkung: austrocknend, abdeckend
  • Anwendung
    • Intertriginöse Bereiche
    • Ulkusumgebung 
  • Beispiel: Zinkpaste 

Cremepaste 

  • trockenend, gut hafetend, besser verstreichbar 
  • Beispiel:
    • Imazol cremepaste 
  • Besonderheit: Windeldermatitis 

Puder 

  • austrocknend, schwach kühlend 
  • Anwendung:
    • Windpocken
    • Reibungsschutz
  • Beispiel:
    • Mentholpuder
    • Babypuder 

 

Wässrige Lösungen 

  • kühlend, erweichend 
  • Umschläge bei akut entzündlich, nässend 
  • Beispie: NACL
  • Besonderheit: nur kurze Wirkdauer 

Alkoholische Lösung 

  • kühlend, austrocknend, entfettend
  • Anwendung: Umschläge 
  • Beispiel: Franzbranntwein 
  • Besonderheit: nicht auf Ulzeration 

Öl

  • fettend 
  • Anwendung
    • Massage, Erweichung von Schuppen 
  • beispiel: Mandelöl 

Schüttelbixtur 

  • kühlend, juckreizstillend entzüdnungshemmend 
  • Anwendung: Entzündungen, Juckreiz 
  • Beispiel: weisse Schüttelmixtur 
  • Besonderheit: abdeckend 

Gel

  • Wirkung: gut kühlend, austrocknend, nicht fettend 
  • Anwendung: nässende Läsionen 
  • Beispiel: Fenistil Gel 
  • Besonderheit: mit Alkohl stark austrocknend 

Auswahl der Grundlage 

  • hängt vom der Krankheitssymptomatik, der Hautregion und dem Hauttyp ab 
  • Akut bis subaktu nässend 
    • feuchte Verbände mit Lösungen, Hydrogele, Hydrolotion
    • Feucht auf feucht, je aktuer desto weniger Fett 
  • subakute Läsionen
    • Basis Begleittherapie: Creme 
  • Chronisch trockene Läsionen 
    • Lipolption, Fettcreme 
  • Chronisch hyperkeratotisch
    • Fettsalben 

Lokale Wirkung von Flukokortikoide 

  • entzündungshemmend
  • antiallergisch
  • Antipruriginös: Juckreizstillend 
  • immunsuppresich
  • antiprolifertif: hemmt die Zellteilung 

Unerwünschte Wirkungen der Glukokortikoide 

  • Je nach Wirkklasse und Anwendungsdauer 
  • Hautinfektionen 
  • Verzögerte Wundheilung 
  • Hautatrophie
  • Striea,- Steroid Akne 

Wirkklassen der Glukokortikoide 

Indikation für Glukokortikoide 

  • Allergische Dermatosen 
  • Ekzeme, atopische Dermatitis
  • Psoriasis 
  • Lichtdermatosen (Sonnenallergie)
  • Insektenstiche 

Therapiescheme der Glukokortikoide 

  • akut: Stufentherapie
    • 1-2 Mal täglich für maximal 2 Wochen 
  • Chronisch
    • intervalltherapie mit Basispflege 

Wichtige Punkte bei der Therapie mit Glukokortikoide 

  • Gute Aufklärung der Patienten wichtig 
  • Vorsicht bei Kleinkindern, Atershaut, im Gesicht 
  • Kortisonpräparate immer nur in dünner Schicht anwenden
  • Handschuhe tragen (Eigenschutz) beim eincremen 

Wie viel Salbe wird benötigt? 

Hautpflege bei Säuglingen und Kleinkindern 

  • Pflege nicht übertreiben!
  • Die Hornschicht ist noch sehr dünn!
  • Die Schweissbildung ist noch vermindert.
  • Geringe Melaninproduktion.
  • Reinigung mit Wasser in der Regel ausreichend.
  • Vollbäder zur Reinigungauf ein Minimum reduzieren (37-37,5°C und Luft21-24°C) , danach eincremen!
  • Der Säureschutzmantel entwickelt sich erst nach den ersten Lebensmonaten und ist im Kindesalter störanfällig.

Pflege der Altershaut 

  • Erneuerung der Epidermiszelle verlangsamt sich
  • die Anzhal der Talg und Schweissdrüsen nimt ab --> Säureschutzmantel wird nur noch vermindert gebildet 
  • die Haut wird trocken --> Spannungsgefühl, Juckreiz
  • Pflege
    • Alkalifreie Seifen verwenden 
    • Zufuhr von Feuchtigkeit und Fett 
    • für gute Adhärenz auf Bedürfnisse der Patienten achten 

Allgemeines Hautpflegekonzept 

  • Faktoren, die die Hauttrockenheit verstärken meiden
    • kein langer Wasserkontakt (max 10 -15min)
    • kein Baden im heissen Wasser (besser Duscheb)
    • keine alkalischen Seifen
  • Haut nicht trockenreiben sondern trockentupfen 
  • Nach der Reinigung rückfettende Pflegecreme auftragen 
  • Auf geeingente Kleidung achten (keine Wolle oder Synthetik)
  • Handtücher und Waschlappen regelmässig mit 60°C waschen 

Ekzem (Dermatitis)

  • Entzüdnlicher, juckender Hautausschlag mit Rötung, Knötchen oder Bläschen 
  • Kontaktekzem: durch den Kontakt mit reizenden Stoffen oder Allergene 

Atopisches Ekzem =Neurodermitis 

  • chronisch entzündliche Hauterkankung mit genetischer Disposition 
  • oft auch allergisch Rhinitis oder allergisches Asthma 
  • starker Juckreiz sowie schuppende, teils nässende oder krustig bedeckte Ekzeme 
  • Bevorzug an Knie- und Armbeuge, Hals, Gesicht und Händen 

Urtikaria = Nesselsucht 

  • stark gerötete, juckende Quaddel
  • oft auch eine allergische Reaktion zurückzuführen 

Psoriasis = Schuppenflechte 

  • Verhornungsstörung 
  • genetische Veranlagung 
  • Rote Flechken (Plaques) die von weissen Schuppen bedeckt sind 
  • Beschleunigt Vermehrung der Kerationzyten 

windeldermatitis 

  • Hautentzündung von Gesäss, Oberschenkel und im Genitalbereich
  • Auslösefaktoren sind Hautreize durch Kot, Urinbestandteile, Okklusion und Soorinfektion 
  • Hautrötung mit Papeln, Ödeme und Schuppung des betroffenen Areals 
  • Am häufigsten zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat 

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