Dermatika
BsC Pflege, ZHAW, 2. Semester
BsC Pflege, ZHAW, 2. Semester
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Lernkarten
Funktion der Haut
- Schutzfunktion
- vor physikalischen, chemicshen und bologischen Einflüssen
- Absonderung von Schweiss und Talg
- Säureschutzmantel: Schutz vor Austrocknung ung Mikroorganismen
- Sinnesfunktion
- Tast-, Temperatur und Schmerz
- Wärmeregulation
- Stoffwechselfunktion
- Immunabwehr
- Festigkeit und Elastizität der Haut duch Bindegewebe mit elastischen Fasern und Kollagen
Penetration
Eindringen in die Hornschicht
Permeation
Diffusion in tiefere Hautschichten
Resorption
bestimmte Stoffe können aufgenommen werden
Resorption kann erhöht sein durch:
- verletzte Haut
- Trockenheit --> häufiges Waschen
- Okklusion: Hemmung der Wärme und Feuchtigkeitsabgabe --> Aufqeullen der Epidermis
- Erkrankungen, entzündete Haut
- Säuglinge: Hautbarriere noch nicht voll ausgepakt
- verschiedene Areale
- z.B Gesicht, Leistenregion, Gesässfalte, Achselhöhle
transepidermaler Wasserverlust (TEWL)
- TEWL: Aus dem Körper verdunstet permanente Wasser über die Haut
- Je besser die Barriere- oder Schutzfunktion, desto weniger H2O geht verloren. ist die Barriere beschädigt wird mehr Wasser abgegeben
- Behinderung der TEWL zieht eine Quellung der Hornschicht nach sich
- Hauterkrankrungen wie Neurodermitis oder Psoriasis
- TEWL deutlich erhöht
- Hornschicht trocknet aus
- Mikroorganismen können leichter Eindringen --> steiendes Risiko für Allergien, Infektionen und Entzündungen
Vor und Nachteile der Lokaltherapie
- Vorteile
- Erkranktes Organ ist direkt behandelbar
- Geringes Risiko systemischer Nebenwirkungen
- Erweiterte Behandlungsmöchlichkeit durch zusätzliche Wirkung der Grundlage
- Nachteile
- Umständliche, beeinträchtigende Behandlung
- Externa sind Fremdstoffe --> Kontaktallergien möglich
Mischtypen von öligen und wässrigen Bestandteilen
- öl in Wasser
- kühlend nicht stark fettend
- Abwaschbar
- Wasser in Öl
- Fettend
- schlecht abwaschbar
OW Emulsion
- kühlend, nicht stark fettend
- z.B excipial, Hydrolotion
- Besonderheit: abwaschbar, andere Namen Milch oder Lotio
WO Emulsion
- fettend, gut grossflächig verteilbar
- Beispiel Excipial Lipolotion
- Besonderheit: Wasserfest
OW Creme
- nicht stark fettend, abwaschbar
- Beispiel: Excipial Creme, Bepanthen creme
- Besonderheit: bei Mischhaut
WO Creme
- fettend, nicht mit H2O abwaschbar
- Beispiel: Excipial fettcreme, Linola, Nivea creme
- Besonderheit: bei trockener HAut, hält Feuchtigkeit in der Haut zurück
Fettsalbe
- Wasserfrei, stark fettend
- Anwendung:
- extre trockene, schuppende Haut
- Hält die Feuchigkeit in der Haut zürück (Oklusiveffekt)
- Beispiel:
- Excipial Tessalbe, Vaseline, Mandelölsalbe
- Besonderheit:
- keine Anwendung auf entzündlichenr HAut oder nässende Hautveränderungen
- Mandelölsalbe: Kinderhaut
Paste
- Wirkung: austrocknend, abdeckend
- Anwendung
- Intertriginöse Bereiche
- Ulkusumgebung
- Beispiel: Zinkpaste
Cremepaste
- trockenend, gut hafetend, besser verstreichbar
- Beispiel:
- Imazol cremepaste
- Besonderheit: Windeldermatitis
Puder
- austrocknend, schwach kühlend
- Anwendung:
- Windpocken
- Reibungsschutz
- Beispiel:
- Mentholpuder
- Babypuder
Wässrige Lösungen
- kühlend, erweichend
- Umschläge bei akut entzündlich, nässend
- Beispie: NACL
- Besonderheit: nur kurze Wirkdauer
Alkoholische Lösung
- kühlend, austrocknend, entfettend
- Anwendung: Umschläge
- Beispiel: Franzbranntwein
- Besonderheit: nicht auf Ulzeration
Öl
- fettend
- Anwendung
- Massage, Erweichung von Schuppen
- beispiel: Mandelöl
Schüttelbixtur
- kühlend, juckreizstillend entzüdnungshemmend
- Anwendung: Entzündungen, Juckreiz
- Beispiel: weisse Schüttelmixtur
- Besonderheit: abdeckend
Gel
- Wirkung: gut kühlend, austrocknend, nicht fettend
- Anwendung: nässende Läsionen
- Beispiel: Fenistil Gel
- Besonderheit: mit Alkohl stark austrocknend
Auswahl der Grundlage
- hängt vom der Krankheitssymptomatik, der Hautregion und dem Hauttyp ab
- Akut bis subaktu nässend
- feuchte Verbände mit Lösungen, Hydrogele, Hydrolotion
- Feucht auf feucht, je aktuer desto weniger Fett
- subakute Läsionen
- Basis Begleittherapie: Creme
- Chronisch trockene Läsionen
- Lipolption, Fettcreme
- Chronisch hyperkeratotisch
- Fettsalben
Lokale Wirkung von Flukokortikoide
- entzündungshemmend
- antiallergisch
- Antipruriginös: Juckreizstillend
- immunsuppresich
- antiprolifertif: hemmt die Zellteilung
Unerwünschte Wirkungen der Glukokortikoide
- Je nach Wirkklasse und Anwendungsdauer
- Hautinfektionen
- Verzögerte Wundheilung
- Hautatrophie
- Striea,- Steroid Akne
Indikation für Glukokortikoide
- Allergische Dermatosen
- Ekzeme, atopische Dermatitis
- Psoriasis
- Lichtdermatosen (Sonnenallergie)
- Insektenstiche
Therapiescheme der Glukokortikoide
- akut: Stufentherapie
- 1-2 Mal täglich für maximal 2 Wochen
- Chronisch
- intervalltherapie mit Basispflege
Wichtige Punkte bei der Therapie mit Glukokortikoide
- Gute Aufklärung der Patienten wichtig
- Vorsicht bei Kleinkindern, Atershaut, im Gesicht
- Kortisonpräparate immer nur in dünner Schicht anwenden
- Handschuhe tragen (Eigenschutz) beim eincremen
Hautpflege bei Säuglingen und Kleinkindern
- Pflege nicht übertreiben!
- Die Hornschicht ist noch sehr dünn!
- Die Schweissbildung ist noch vermindert.
- Geringe Melaninproduktion.
- Reinigung mit Wasser in der Regel ausreichend.
- Vollbäder zur Reinigungauf ein Minimum reduzieren (37-37,5°C und Luft21-24°C) , danach eincremen!
- Der Säureschutzmantel entwickelt sich erst nach den ersten Lebensmonaten und ist im Kindesalter störanfällig.
Pflege der Altershaut
- Erneuerung der Epidermiszelle verlangsamt sich
- die Anzhal der Talg und Schweissdrüsen nimt ab --> Säureschutzmantel wird nur noch vermindert gebildet
- die Haut wird trocken --> Spannungsgefühl, Juckreiz
- Pflege
- Alkalifreie Seifen verwenden
- Zufuhr von Feuchtigkeit und Fett
- für gute Adhärenz auf Bedürfnisse der Patienten achten
Allgemeines Hautpflegekonzept
- Faktoren, die die Hauttrockenheit verstärken meiden
- kein langer Wasserkontakt (max 10 -15min)
- kein Baden im heissen Wasser (besser Duscheb)
- keine alkalischen Seifen
- Haut nicht trockenreiben sondern trockentupfen
- Nach der Reinigung rückfettende Pflegecreme auftragen
- Auf geeingente Kleidung achten (keine Wolle oder Synthetik)
- Handtücher und Waschlappen regelmässig mit 60°C waschen
Ekzem (Dermatitis)
- Entzüdnlicher, juckender Hautausschlag mit Rötung, Knötchen oder Bläschen
- Kontaktekzem: durch den Kontakt mit reizenden Stoffen oder Allergene
Atopisches Ekzem =Neurodermitis
- chronisch entzündliche Hauterkankung mit genetischer Disposition
- oft auch allergisch Rhinitis oder allergisches Asthma
- starker Juckreiz sowie schuppende, teils nässende oder krustig bedeckte Ekzeme
- Bevorzug an Knie- und Armbeuge, Hals, Gesicht und Händen
Urtikaria = Nesselsucht
- stark gerötete, juckende Quaddel
- oft auch eine allergische Reaktion zurückzuführen
Psoriasis = Schuppenflechte
- Verhornungsstörung
- genetische Veranlagung
- Rote Flechken (Plaques) die von weissen Schuppen bedeckt sind
- Beschleunigt Vermehrung der Kerationzyten
windeldermatitis
- Hautentzündung von Gesäss, Oberschenkel und im Genitalbereich
- Auslösefaktoren sind Hautreize durch Kot, Urinbestandteile, Okklusion und Soorinfektion
- Hautrötung mit Papeln, Ödeme und Schuppung des betroffenen Areals
- Am häufigsten zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat