FS19


M. K.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Verfahrenstechnik auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Wärmeübertragung und -übertrager. Sie erklären wichtige Kennzahlen wie die Nusselt-, Reynolds- und Prandtl-Zahl, unterscheiden zwischen erzwungener und freier Konvektion, und erläutern die Funktionsweise verschiedener Wärmeübertrager wie Rohrbündel-, Platten- und Doppelrohrwärmeübertrager. Praktische Anwendungen und konstruktive Besonderheiten werden ebenfalls behandelt. Ideal für Studierende und Ingenieure, die ihr Verständnis von Wärmeübertragungsprozessen vertiefen möchten.
Flashcards
23
Students
1
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
22.02.2019 / 26.02.2019

Flashcards

1.1 Zweck Wärmeübertrager

Einsparen von Energie, durch Wiederverwendung von Wärme

1.1 Eingesetzte Werkstoffe in einem Wärmeübertrager

In der Regel Metalle (rostfreier Stahl, Messing, Aluminium) , Kunststoffe, Glas

1.1 Definition adiabat

Es wird keine Wärme mit der Umgebung ausgetauscht

1.1 Stoffe mit bester Leitfähigkeit λ

gemessen von 0 Grad Celsius bis 600 Grad Celsius

Diamant - 2'000 W/(m*K), Silber Ag - ca. 400 W/(m*K),Kupfer Cu - ca. 400 W/(m*K),Gold Au - ca. 300 W/(m*K),Aluminium Al - ca. 200 W/(m*K)

1.1 reflektieren R, absorbieren A, durchlassen D

Feste und flüssige Stoffe: PD = 0

Schwarzer Körper: Pin = PA (schwarze Körper absorbieren gesamte Strahlung, wie ein Schwamm)

Weisser Körper: Pin = PR (weisse Körper reflektieren gesamte Strahlung, wie ein Spiegel)

Gase: PR = 0

Elementargase: Pin = PD

R, A, D sind abhängig von Wellenlänge und Temperatur

1.1 Unterschied erzwungene/freie Konvektion (Konvektion=Strömungsbewegung)

erzwungene Konvektion: falls die Strömung durch eine Pumpe oder einen Ventilator künstlich aufgezwungen wird

freie Konvektion: falls die Strömung aufgrund von Dichteunterschieden angetrieben wird

1.1 Definition Epsilon ε

ε = Emissionsgrad (zwischen 0 und 1)

1.1 Definition Lambda λ

 λ = Wärmeleitfähigkeit in W/(m*K)

 λ = Wellenlänge

1.1 Wärmestrahlung muss berücksichtigt werden bei:

hohen Temperaturen (ab 500°C)

Hochvakuum

strahlenden Gasen

1.2 Doppelrohrwärmeübertrager

für hohe Drücke im Innenrohr

bei hochviskosen (zähflüssigen) Medien

verhältnismässig kleine Wärmeübergangsfläche

1.2 Rohrbündelwärmeübertrager

Ein Fluid strömt durch die Rohre, das andere Fluid wird ausserhalb der Rohre durch den Mantel geleitet

1.2 Plattenwärmeübertrager

sehr gut erweiterbar, flexibel bezüglich der Gestaltung der Strömungsführung. Durch kompakte Bauweise platzsparend. Können stark zyklischen thermischen Belastungen ausgesetzt werden.

1.2 Spiralwärmeübertrager

kann schlecht umgebaut werden, dafür wenig anfällig für Fouling (Verschmutzung, Bewuchs).

Allen Wärmeübertragern gemein ist, dass sie eine möglichst grosse Wärmeübertragungsfläche auf möglichst kleinem Apparatevolumen anstreben.

1.2 Beim Entwickeln von Wärmeübertragern müssen folgende konstruktive Besonderheiten beachtet werden

Wärmedehnung

Verbindung der Rohre mit dem Rohrboden

Verschmutzung und Reinigung

Mechanische Stabilität

1.3 Unterschied Gleichstrom/Gegenstrom

Gleichstrom: der heissere Strom bleibt immer der heissere

Gegenstrom: der heissere Strom kann am Schluss sogar der kältere sein

1.4 Berechnung der mittleren Temperaturdifferenz ΔTm

siehe Arbeitsdiagramme. Darauf ersichtlich:

P = dimensionslose Temperaturänderung

NTU = Anzahl der Übertragungseinheiten

R = Wärmekapazitätsstromverhältnis mit (W1 Punkt / W2 Punkt) = Wärmekapazitätsstrom1 / Wärmekapazitätsstrom2

ϴ = Teta = dimensionslose mittlere Temperaturdifferenz

 

1.5 Unterschied Wäremeübergang zu Wärmedurchgang

Wäremeübergang = der Wärmetransport findet durch eine Temperaturgrenzschicht statt.

Wärmedurchgang = der Wärmetransport findet durch zwei Temperaturgrenzschichten und zusätzlich durch evt. vorhandene feste Phasen statt.

1.10 Formelzeichen

1.3 LMTD

Wo darf logarithmische mittlere Temperaturdifferenz LMTD angewendet werden?

bei Gleichstrom, Gegenstrom, Kondensator, Verdampfer, Verdampfer-Kondensator

1.4 Arbeitsdiagramme

Wann nicht verwenden

Wenn Phasenübergänge stattfinden

1.4 Wärmekapazitätsstrom Wpunkt

Formel

Wpunkt = mpunkt * cp

Wärmekapazitätsstrom = Massenstrom * spez.Wärmekapazität

1.5 Wärmestromdichte qpunkt

qpunkt = Qpunkt / A

Wärmestromdichte = Wärmestrom / Fläche

1.5 Dimensionslose Kennzahlen

Nu = Nusselt-Zahl => man kommt damit auf alfa (Wärmeübergangskoeffizient) => abhängig von Reynolds-Zahl, Prandtl-Zahl und Geometrie

Re = Reynolds-Zahl

Pr = Prandtl-Zahl

Gr = Grashof-Zahl

Ra = Rayleigh-Zahl = Grashof-Zahl * Prandtl-Zahl

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